Prämiertes Design: Red Dot Award 2016

Im Red Dot Award Museum findet die Designers Night statt, wo die Preisträger ihre Auszeichnungen feiern

Der Red Dot Award 2016 ist ein weltweit bekan­nter Preis, bei dem Pro­duk­te gekürt wer­den, die sich durch außergewöhn­lich­es Design her­vorheben. Aus­gelobt wird der Preis vom Design Zen­trum Nor­drhein-West­falen e. V, eine Experten­jury wählt dabei nur die erlesen­sten Werke aus. Beim Red Dot Award 2016 wer­den auch viele Leucht­en gekürt. Daher stellen wir Ihnen neben eini­gen frischgekürten Design­er­leucht­en auch Preisträger aus den ver­gan­genen Jahren vor.

 

 

Red Dot Award 2016: Unabhängigkeit wird groß geschrieben

 

Ein roter, globusförmiger Kugel ziert das Logo des Red Dot Award und symbolisiert somit den globalen Anspruch der Auszeichnung

Das Logo des Red Dot Awards ziert ein rot­er globus­för­miger Punkt

Der Red Dot Award 2016 wird in drei Kat­e­gorien vergeben: Pro­duk­t­de­sign, Kom­mu­nika­tions­de­sign und Designkonzept. Wir wer­den uns in diesem Beitrag eini­gen Preisträgern aus dem Bere­ich Pro­duk­t­de­sign wid­men und eine Rei­he von Leucht­en vorstellen, die sich mit beson­derem ästhetis­chem und funk­tionalem Anspruch abheben. Dies ist nur ein klein­er Auss­chnitt aus dem umfan­gre­ichen Kat­a­log von Pro­duk­ten, die Jahr für Jahr von Design­ern und Her­stellern in ins­ge­samt 31 Bere­ichen ein, u. a. Mode, Unter­hal­tungse­lek­tron­ik,  Fahrzeuge, Medi­z­in­tech­nik und Licht und Leucht­en ein­gere­icht wer­den. Eine Jury aus Gestal­tern, Design-Pro­fes­soren und Fachjour­nal­is­ten begutachtet die teil­nehmenden Pro­duk­te nach Kri­te­rien wie z. B. Inno­va­tion­s­grad, Funk­tion­al­ität oder ökol­o­gis­che Verträglichkeit.

 

 

Dabei gilt ein Ehrenkodex, nach­dem nie­mand aus der Jury bei einem pro­duzieren­den Indus­trie­un­ternehmen angestellt sein darf oder an der Bew­er­tung von Ein­re­ichun­gen teil­nehmen darf, an denen er in irgen­dein­er Form beteiligt war. Das Red Dot Award 2016 Qual­itätssiegel kommt fern­er als „Hon­ourable Men­tion“ – zu Deutsch: beson­dere Erwäh­nung – und „Best of the Best“ für beson­ders her­aus­ra­gende, weg­weisende Gestal­tung. Wurde ein Pro­dukt aus­geze­ich­net, erscheint es im Jahrbuch “Red Dot Design Year­book”. Dazu wer­den Siegerpro­duk­te in den Dauer­ausstel­lun­gen in Essen, Sin­ga­pur und Taipeh präsen­tiert.

 

 

The Red Dot Award 2016 goes to…

Auf diesem Bild assistiert die Marset FollowMe mit romantischem Bild im FreienDie Fol­lowMe von Marset wird bei gutem Wet­ter auch gerne zu einem roman­tis­chen Aus­flug mitgenom­men

Am 4. Juli 2016 wur­den die Sieger des Rot Dot Award 2016 im Rah­men ein­er Gala auf der Bühne des Essen­er Aal­to-The­aters gekürt, später fand noch eine Feier im Red Dot Design Muse­um statt. Zu den Preisträgern des Red Dot Award 2016 gehörte die Fol­lowMe von Marset. Die Tis­chleuchte mit dem han­dlichen Bügel aus echtem Eichen­holz punk­tet nicht nur durch ihre char­mante Optik. Aus­ges­tat­tet mit mod­er­nen Akkus, kann die Fol­lowMe für bis zu 20 Stun­den mit gemütlichem LED-Licht assistieren – eine Steck­dose benötigt sie nicht. Danach wird sie ein­fach über den inte­gri­erten USB-Anschluss aufge­laden. Mehr noch: Das durch einen Schirm aus opalen­em Poly­car­bon­at sehr weiche Licht lässt sich in drei Stufen dim­men und so an den per­sön­lichen Bedarf anpassen. Die Schöp­fung von Inma Bermúdez kommt nicht nur im Innen­bere­ich, etwa auf einem Nacht­tisch im Schlafz­im­mer, zum Ein­satz. Da sie an kein Kabel gebun­den ist, begleit­et sie ihren Besitzer auch gerne nach draußen, z. B. auf den Balkon, die Ter­rasse, zu einem roman­tis­chen Spazier­gang oder an den Strand im Urlaub.

 

Dieses Bild zeigt die Pendelleuchte Luceplan Mesh von Francisco Gómez PazDie Luce­plan Mesh von Fran­cis­co Gómez Paz präsen­tiert sich als äußerst wan­del­bare Pen­delleuchte

Einen Red Dot Award 2016 erhielt auch die Mesh von Luce­plan – und zwar den in der Kat­e­gorie „Best of the best“. Der Entwurf von Fran­cis­co Gómez Paz ist eine inno­v­a­tive Kom­bi­na­tion aus Licht und Objekt, das wie ein funkel­ndes Fis­ch­er­netz daherkommt. In diesem Netz, zu Deutsch: Mesh – sind runde LED-Mod­ule verteilt, die ihr Licht san­ft ent­blendet in den Raum aussenden. Zu diesem Zweck sind sie mit einem Poly­car­bon­at-Dif­fu­sor abgeschlossen. Der eigentliche Clou dieser Pen­delleuchte ist jedoch ihre Wan­del­barkeit: Über eine Steuer­leitung lassen sich die LEDs einzeln oder zu mehreren ans­teuern, sodass schi­er unzäh­lige Beleuch­tungsszenar­ien real­isiert wer­den kön­nen.

 

Ein Red Dot Award 2016 ging auch an die Bridge, die Steuereinheit für das innovative und funktionsvielfältige Philips Hue-System

Die Bridge ist das „Gehirn“ von Philips Hue, das eine ungeah­nte Funk­tionsvielfalt für Leucht­en und Lam­p­en bietet

Die Hue Bridge errang, stel­lvertre­tend für das Hue-Sys­tem von Philips, eben­falls den Red Dot Award 2016. Dabei wurde die eher schlicht anmu­tende Box weniger für ihr Pro­duk­t­de­sign selb­st, son­dern für ihre aus­ge­feilte Funk­tion­al­ität prämiert. Die Bridge fungiert näm­lich als Ker­nele­ment des draht­losen Hue-Sys­tems. Dieses ver­set­zt Leucht­en gemein­sam mit ein­er kosten­losen App und Hue-Lam­p­en in die Lage, Licht in Mil­lio­nen von Far­ben und Weiß-Nuan­cen abzus­trahlen. Dazu liefern so genan­nte Lichtrezepte ide­ales Licht zum Lesen, Arbeit­en und Entspan­nen. Vorkon­fig­uri­erte Szenen ent­führen den Nutzer an den Strand, in die Tief­see oder andere ferne Sehn­sucht­sorte. Dank der Philips Hue Bridge funk­tion­ieren eine ins Sys­tem inte­gri­erte Leuchte auch als Lichtweck­er, der einen har­monis­chen Son­nenauf­gang nachahmt oder als Timer, der daran erin­nert, dass der Herd aus­geschal­tet wer­den muss. Welch faszinieren­des Poten­zial hin­ter dem draht­losen Sys­tem steckt, kön­nen Sie übri­gens in unserem Beitrag zu Philips Hue en détail nach­le­sen. Der Clou: Die Leucht­en benöti­gen keine zusät­zlichen Kabel und kön­nen bequem per Smart­phone oder App fernbe­di­ent wer­den. Die Bridge selb­st wird mit dem zum Liefer­um­fang gehören­den LAN-Kabel an den heimis­chen Router angeschlossen.

 

 

Red Dot Award Gewinner der letzten Jahre:

Das Bild zeigt den halbtransparenten Schirm der Flos Miss K im ein- und ausgeschalteten Zustand

Im eingeschal­teten Zus­tand wird der Schirm der Miss K trans­par­ent, dafür erhielt Philippe Star­ck einen Red Dot Award

Design­er­leucht­en gehören schon seit jeher zu den Preisträgern beim Red Dot Award. Mit diesem darf sich z. B. die Miss K von Flos schmück­en. Die Tis­chleuchte wurde von Starde­sign­er Philippe Star­ck gestal­tet, der sie nicht nur sein­er Tochter wid­mete, son­dern auch nach ihr benan­nte. Tat­säch­lich hört seine Tochter auf den nicht allzu gebräuch­lichen Namen „K Star­ck“. Miss K gefällt schon im aus­geschal­teten Zus­tand: Wie aus einem Guss wirken halb­trans­par­enter Schirm, Stil und san­ft aus­laufend­er Leucht­en­fuß aus alu­mini­umbeschichtetem, mit speziellen Farbpig­menten angere­ichertem Methacry­lat. Im Innern ver­birgt sich ein weit­er­er Schirm aus Poly­car­bon­at, der im eingeschal­teten Zus­tand zum Vorschein kommt. Ein inte­gri­ert­er Dim­mer erlaubt daher nicht nur die Ein­stel­lung der Hel­ligkeit, son­dern auch unter­schiedliche Kon­traste zwis­chen innerem und äußerem Schirm.

 

Dieses Bild zeigt die 200-cm-Ausführung der Luceplan Hope in einem repräsentativen WohnzimmerEin Hauch von Exk­lu­siv­ität weht durch den Raum, in dem die Hope ihr faszinieren­des Raum­licht verteilt

Als wahres Schmuck­stück präsen­tiert sich die eben­falls von Fran­cis­co Gómez Paz ent­wor­fene Luce­plan Hope – kein Wun­der, wurde sie doch nach dem gle­ich­nami­gen sagenum­wobe­nen Hope-Dia­man­ten benan­nt. Den Red Dot Award erhielt sie im Jahr 2010 jedoch nicht nur für ihre exzep­tionelle Erschei­n­ung, die jedem Raum ein ger­adezu mondänes Ambi­ente ver­lei­ht. Auch in punc­to Lichtwirkung sticht diese Pen­delleuchte her­vor, wenn sie mit ihren Fres­nel-Lin­sen, deren Facetten fein geschlif­f­en sind, das Licht auf betörende Weise in den Raum reflek­tieren. Dafür gab es nicht nur den Red Dot, son­dern auch weit­ere Ausze­ich­nun­gen wie den Com­pas­so d’Oro und Good Design Award.

 

Auf diesem Bild ist die Artemide Tolomeo Mega Terra als schwarze Special Edition zu sehenDer schwarze Schirm der Artemide Tolomeo Mega Ter­ra Spe­cial Edi­tion Black kon­trastiert reizvoll mit der weißen Couch

Ein so renom­miert­er Preis wie der Red Dot Award darf ein­er Design­er­legende wie Michele De Luc­chi natür­lich nicht ver­wehrt bleiben. Dieser erhielt diesen deutschen Preis mehrmals, u. a. durfte er ihn 2003 für die Artemide Tolomeo Mega Ter­ra ent­ge­gen­nehmen, die er in Zusam­me­nar­beit mit Gian­car­lo Fassi­na ent­warf. Die Stehleuchte kann als XXL-Bogen­leucht­en-Vari­ante der welt­berühmten Tolomeo Tavo­lo betra­chtet wer­den, deren vor­bildliche Flex­i­bil­ität und graziles Erschei­n­ungs­bild sie in ein größeres For­mat über­set­zt. Im Unter­schied zu der kleineren Schwest­er bietet die Tolomeo Mega Ter­ra einen exk­lu­siv­en Schirm, der je nach Wahl als Perga­ment oder Satin-Aus­führung oder als Spe­cial Edi­tion mit weißem oder schwarzem Schirm kommt.

 

Auf diesem Bild verwöhnt die ebenfalls mit dem Red Dot Award ausgezeichnete Flos Skygarden einen Esstisch mit gemütlichem Zonenlicht Die Sky­gar­den von Mar­cel Wan­ders erhielt den Red Dot Award für die kun­stvolle Innen­seite ihres Schirms

Eine Kreation von Mar­cel Wan­ders wurde 2008 eben­falls mit dem Red Dot Award belohnt. Die Sky­gar­den ist eine Leuchte gewor­dene Erin­nerung an ein Deck­en­re­lief, welch­es die Woh­nung von Wan­ders zierte. Diesen „Him­mels­garten“ übertrug der nieder­ländis­che Design­er auf die Innen­seite des Sky­gar­den-Schirms, der stuckar­tig mit Blu­men­ranken verse­hen ist. Dazu befind­et sich ein zylin­drisch­er Dif­fu­sor unter dem Leucht­mit­tel, dessen Abdeck­ung reich verzieht ist. Wird die Sky­gar­den eingeschal­tet, erzeugt sie auf­grund der Aus­gestal­tung ihres Innen­raums ein atem­ber­aubend deko­ra­tives Zonen­licht, das Esstis­che in beza­ubernde Wohlfüh­lzo­nen ver­wan­delt. Wer möchte da keine Höch­st­noten vergeben?

 

Dieses Bild veranschaulicht, wie die Artemide Melampo als Leseleuchte fungiertDie Artemide Melam­po von Adrien Gardère, hier zur Seite gekippt, eignet sich vorzüglich als Lese­leuchte

Der Fran­zose Adrien Gardère zeich­net für die Artemide Melam­po ver­ant­wortlich, für die er 2001 den Red Dot Award in Emp­fang nehmen durfte. Schnell erken­nt man warum: Mit ihrem klas­sis­chen Look weckt sie ver­traute Assozi­a­tio­nen mit tra­di­tionellen Tis­chleucht­en. Ihre Moder­nität beweist sie durch ihren Schirm aus Sei­den­satin, der sich den Bedürfnis­sen des Nutzers anpasst. In der herkömm­lichen Posi­tion bietet Melam­po ein gemütlich­es Zonen­licht, mit dem Side­boards und Kom­mod­en zu atmo­sphärischen Lichtin­seln wer­den. In Schräglage gek­lickt, assistiert sie  von einem Beis­telltisch mit Leselicht. Und wenn der Schirm um 90° nach oben aus­gerichtet wird, ver­wan­delt sich diese Tis­chleuchte in einen Deck­en­fluter, der für dezente Raum­beleuch­tung sorgt.

 

Auf diesem Bild wertet die Artemide Cadmo ein Wohnzimmer mit originellem Design und harmonischem Licht auf Die Artemide Cad­mo von Karim Rashid ver­birgt ihr Leucht­mit­tel hin­ter einem „Man­tel“ aus hochw­er­tigem Stahl

Die Cad­mo von Karim Rashid erhielt den Red Dot Award 2007. Die Stehleuchte ist das Ergeb­nis eines ver­reg­neten Abends, als Rashid einem Mann auf der Straße begeg­nete, der einen lan­gen Regen­man­tel trug. In diesem Moment ent­stand die Idee, Licht mit einem „Man­tel“ zu umhüllen. Diesen Man­tel bildet eine feine Hülle aus Stahl, die in der Ver­tikalen geöffnet ist und nach oben einen Kra­gen bildet. Dadurch fungiert die Cad­mo ein­er­seits als Deck­en­fluter, der indi­rek­tes, san­ftes Raum­licht erzeugt. Ander­er­seits entlässt sie durch die seitliche Öff­nung zusät­zlich­es reflek­tiertes Licht in den Raum.

 

Dieses Bild wertet die Artemide Cadmo ein Wohnzimmer mit originellem Design und harmonischem Licht auf Reef bezieht ihre Fasz­i­na­tion aus dem Schaumk­eramik-Schirm, der ihr eine außergewöhn­liche Optik ver­lei­ht

Kein deutsch­er Preis ohne deutsche Beteili­gung: Die Serien Light­ing Reef Wall LED wurde zwar von dem Schweiz­er Jean-Marc da Cos­ta erson­nen, aber im hes­sis­chen Rodgau, dem Sitz des deutschen  Unternehmens, hergestellt. Die Reef begeis­tert durch ihre beson­dere Mate­ri­al­ität, die dieser Wan­dleuchte nicht nur eine attrak­tive Optik ver­lei­ht, son­dern auch eine wohltuende Lichtwirkung zu Teil wer­den lässt. Gefer­tigt wird die Reef Wall aus hochw­er­tiger Schaumk­eramik, die ihr die Anmu­tung von Korallen schenkt. Wird sie eingeschal­tet, ent­fal­tet sie dank ihrer speziellen Beschaf­fen­heit ein gemütlich­es Licht, das je nach Mon­tage nach unten oder oben an die Wand strahlt. Hier erfährt das Licht der Reef durch die Reflex­ion eine zusät­zliche Prise Behaglichkeit.

Diese kleine Auswahl belegt auf ein­drucksvolle Weise, welche hohen Maßstäbe die Jury bei der Ver­gabe eines Red Dot Awards anlegt. Nur ein Pro­dukt, das in Erschei­n­ung und Funk­tion­al­ität die stren­gen Vor­gaben der Jury überzeugt, erhält den begehrten roten Punkt. So ist sichergestellt, dass nur sprich­wörtlich „auser­wählte“ Leucht­en dieses Qual­ität­sze­ichen bekom­men.


 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsabfrage * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.