Lebensdauer von Leuchtmitteln

Lebensdauer von Leuchtmitteln

Die Lebens­dauer eines Leucht­mit­tels wird üblicher­weise in Stun­den angegeben. Es existieren zwei ver­schiedene Meth­o­d­en, um diese zu bes­tim­men: Die mit­tlere Lebens­dauer und die Nut­zlebens­dauer.

Bei herkömm­lichen Glüh­lam­p­en, Halo­gen­lam­p­en, Nieder­volt-Halo­gen­lam­p­en sowie Energies­par­lam­p­en mit elek­tro­n­is­chem Vorschalt­gerät wird die mit­tlere Lebens­dauer angegeben. Dabei han­delt es sich um die Zeitspanne, nach der 50 Prozent der Leucht­mit­tel in ein­er Beleuch­tungsan­lage aus­fall­en.

Anders ver­hält es sich mit der Nut­zlebens­dauer. Diese wird herange­zo­gen, um die Lebens­dauer von LEDs, Leucht­stoff- und Kom­pak­tleucht­stof­flam­p­en mit Steck­sock­el sowie Hochdruck-Ent­ladungslam­p­en ein­schätzen zu kön­nen. Diese Zahl beschreibt, nach welch­er Zeitspanne der Licht­strom eines Leucht­mit­tels auf einen angegebe­nen Wert gesunken ist. Die Angabe erfol­gt über den L-Wert: Eine Lebens­dauer von L70 beschreibt also den Zeitraum, nach dem ein Leucht­mit­tel nur noch 70% sein­er Hel­ligkeit erre­icht. Der L70-Wert ist die gängig­ste Meth­ode, um die Nut­zlebens­dauer eines Leucht­mit­tels anzugeben. Gele­gentlich wer­den aber auch andere Werte angegeben, wie z.B. L50.

Keine Garantie

Egal ob mit­tlere Lebens­dauer oder Nut­zlebens­dauer als Grund­lage gel­ten – bei allen angegebe­nen Dat­en han­delt es sich um Mit­tel­w­erte, d.h. um durch­schnit­tliche Angaben, und keines­falls um eine Garantie, dass ein Leucht­mit­tel min­destens diese Lebens­dauer erre­icht. Einige Lam­p­en ver­sagen bere­its vor Ende der mit­tleren Lebens­dauer ihren Dienst, andere liefern bere­its vor dem Ende der Nut­zlebens­dauer einen deut­lich gerin­geren Licht­strom. Auch der gegen­teilige Fall kann ein­set­zen: So hal­ten manche Lam­p­en teil­weise deut­lich länger, als die angegebene Lebens­dauer ver­muten ließe.

Die Lebens­dauer von Leucht­mit­teln ist beson­ders dort inter­es­sant, wo ein Lam­p­en­tausch sehr aufwändig ist, z.B. bei spritzwassergeschützten Badleucht­en oder Aussen­leucht­en. Auch bei Deck­en­leucht­en in hohen Räu­men ist der Tausch der Leucht­mit­tel mitunter schwierig. Über­all dort, wo ein Elek­trik­er Hand anle­gen muss, um eine neue Lampe einzuset­zen, spielt die Lebens­dauer eben­falls eine wichtige Rolle. Bei entsprechen­den Anwen­dungs­ge­bi­eten emp­fiehlt sich daher, auf eine möglichst hohe Lebens­dauer zu acht­en.

Vorteil für Umwelt & Geldbeutel

Auch im Hin­blick auf die Wirtschaftlichkeit der heimis­chen Beleuch­tung sollte die Lebens­dauer von Leucht­mit­teln bei der Anschaf­fung berück­sichtigt wer­den. Während die tra­di­tionelle Glüh­lampe bere­its nach rund 1000 Betrieb­sstun­den aus­fiel, erre­ichen mod­erne LED-Lam­p­en eine Lebens­dauer von 50.000 Stun­den und mehr. Berück­sichtigt man neben der hohen Lebens­dauer zudem noch den gerin­gen Energie­ver­brauch effizien­ter LEDs oder Energies­par­lam­p­en, amor­tisieren sich die hohen Anschaf­fungskosten bere­its nach kurz­er Zeit. Dazu kommt ein weit­er­er Vorteil: Weniger Abfall und damit auch weniger Belas­tung für unsere Umwelt.


Die nach­fol­gende Tabelle zeigt einen Ver­gle­ich der Lebens­dauer ver­schieden­er Leucht­mit­tel.

Leucht­mit­telLebens­dauer
(Bren­ndauer 3h/Tag)
LED20.000 — 50.000 h
20–50 Jahre
Leucht­stof­flam­p­en18.000 h
16 Jahre
Ent­ladungslam­p­en6.000 h
5,5 Jahre
Energies­par­lam­p­en10.000 h
11 Jahre
12V-Eco-
Halo­gen­lam­p­en
4.000 h
4 Jahre
12V-
Halo­gen­lam­p­en
2.000 — 4.000 h
2–4 Jahre
230V-Eco-
Halo­gen­lam­p­en
4.000 h
4 Jahre
230V-
Halo­gen­lam­p­en
2.000 — 4.000 h
2–4 Jahre
Glüh­lam­p­en1.000 h
1 Jahr

Um neben der Lebens­dauer auch alle anderen, wichti­gen Merk­male miteinan­der ver­gle­ichen zu kön­nen, haben wir hier eine tabel­lar­ische Über­sicht aller gängi­gen Leucht­mit­tel zusam­mengestellt.


Welche Lebens­dauer ein Leucht­mit­tel hat, kann der entsprechen­den Pro­duk­t­seite ent­nom­men wer­den.

 

Hier ein Beispiel

Lebensdauer von Leuchtmitteln


5 Gedanken zu „Lebensdauer von Leuchtmitteln

  1. Achso ja, die nicht extremst bil­li­gen Halo­gen­lam­p­en haben entsprechend 2.000h und 8.000 on/off, aber ich finde es unver­ständlich (würd gerne wis­sen wessen Kon­to dafür explodiert ist), erst soll­ten die Halogenkac…teile ver­boten wer­den afaik zum 1. Jan­u­ar 2016, weil sie eben nur die 20% Erspar­nis gegenüber Edi­son-Birne liefern müssen und daher ist auch hin­ten auf der Energie-Effizienz bei Halo­gen die 2 niedrig­ste Energie-Effizienz angezeigt, obwohl es die schlecht­este (“Edi­son”) gar nicht mehr zu kaufen gibt, schon ne Weile… jet­zt fast 3 Jahre noch mal Halo­gen… elek­trischh gese­hen ein Alp­traum wenn man bedenkt, dass LED oder “Kom­pak­tleucht­stof­flam­p­en” (mit “Vorschal­tung”?) doch sehr sehr viel effi­izien­ter sind mit vielfach höher­er Lebens­dauer.

    Die Gut&Günstig LED’s gibt es als 5W mit 50W Leuchtleis­tung und dann gibts noch von Philips oder Pana­son­ic eine 3 und 3,5W (30 bzw. 35W Leis­tung).… Lebens­dauer der Marken LED ist 50.000h und 80.000 “On/Off”, bei Bil­lig wieder 25.000h und 40.000 on/off…

  2. Hey,

    gute Seite und Beschrei­bung.

    Jedoch:

    1.000h und 1 Jahr?! Ein Jahr hat 365,25 Tage ergo 365 Tage und alle 4 Jahre dann bekan­ntlich 366 Tage. Bei 1.000 Stun­den und 1 Jahr kommt man also nicht ein mal auf 3 Stun­den pro Tag. Das mag für Küche, Bad und Flur noch gehen (je nach Kochge­wohn­heit­en, ins­beson­dere im Dezember/Januar),

    jedoch Wohnz­im­mer-Leucht­en am TV bzw. eben dort mit unter 3 Stun­den pro Tag?! Ich weiß aus der Ver­pack­ung, dass bei LED die gün­sti­gen 25.000 und die teur­eren 50.000 Stun­den haben. Bei Halo­gen das gle­iche, sehr gün­stige mit 1.000h und 4.000 “on/off” und als “Wer­bung” noch drauf (“dim­ma­ble, das kön­nte evtl. die Lebens­dauer erhöhen wenn die Lampe auf 50% ged­immt wurde, aber wie gesagt ger­ade jet­zt wo der Win­ter kommt, bald auch die Win­terzeit die generell ver­sagt hat (einge­führt um Strom von den uralt Edi­son-Lam­p­en zu sparen), aber jet­zt kommt bald wieder Win­ter und ich bezweifel, dass jemand 1.000 Stun­den im Jahr auskommt wenn früh noch dunkel ist bevor Arbeit­er und Schüler/Auszubildende los gehen, sog­ar Autos (BMW) set­zt auf eine Beleuch­tung aus rund ~30 Hochleis­tungs-LED rein statt der uralt Leucht­meth­ode die an der 12V Auto­bat­terie hängt bei alten Mod­ellen und natür­lich so bald der Motor wieder an ist wird die Bat­terie eben wieder geladen…

  3. Den Aus­sagen zum The­ma Schaltzyklen kann ich nur eingeschränkt zus­tim­men.

    Auf jeden Fall zutr­e­f­fend ist, dass keine klare Aus­sage gemacht wer­den kann.
    Bei den guten alten Glüh­lam­p­en bewirkt das Aufheizen und Abkühlen einen mech­a­nis­chen Stress, während die Bren­ndauer zu einem Ver­dampfen des Glüh­fades und Kon­den­sa­tion auf der küh­leren Glas-Innen­seite führt. Bei­des reduziert die Lebens­dauer und das Ver­hält­nis der ‘Schadenswirkung’ mag dur­chaus bei 15 Minuten Bren­ndauer zu einem Schaltvor­gang ste­hen.
    Bei den Halo­gen­lam­p­en sieht dies anders aus: der mech­a­nis­che Stress pro Schaltvor­gang ist höher, da Halo­gen­lam­p­en mit ein­er höheren Tem­per­atur arbeit­en (damit ein höher­er Anteil der erzeugten Wärmes­trahlung im sicht­baren Spek­trum liegt). Umgekehrt ver­min­dert die Halo­gen­be­fül­lung (im Gegen­satz zur inerten Edel­gas­be­fül­lung, daher der Name) den Mate­ri­al­ab­trag durch Ion­isierungsef­fek­te und Wieder­an­lagerung an die Glüh­wen­del. Auf die Lebens­dauer gerech­net sollte man sie also länger bren­nen lassen. Ander­er­seits sind die Her­stel­lugn­skosten höher, was die opti­male Schaltzeit wieder verkürzt.
    Bei Energies­par­lam­p­en ist die Sit­u­a­tion wiederum ganz anders. Hier haben wir zwar eine gewisse Alterung des Leucht­stabes, die durch die beim Betrieb auftre­tende Erwär­mung deut­lich ver­stärkt wird (aber auch im aus­geschal­teten Zus­tand stat­tfind­et), aber nicht die durch den Ein­schaltvor­gang bei klas­sis­chen Neon­röhren auftre­tende Alterung der Glüh­wen­del, da sie elek­tro­n­isch ‘gezün­det’ wer­den. Auf der anderen Seite ste­ht die Elek­tron­ik, die beim Ein­schal­ten eben­falls eine Aufwärm­phase durch­macht (sher schön zu sehen an der anfänglich niedrigeren Hel­ligkeit) und dabei ein­er mech­a­nis­chen Belas­tung aus­ge­set­zt ist, auf die sie erhe­blich empfind­lich­er reagiert als die klas­sis­chen Vorschalt­geräte und Starter bei Neon­röhren. Da hier der Auf­bau der Elek­tron­ik, die Qual­ität der ver­wen­de­ten Bauteile, die Wärme­ab­fuhr übe rdas Gehäuse und noch andere Fak­toren eine große Rolle spie­len, dürften sich kaum zwei Energies­par­lam­p­en gle­ich ver­hal­ten.
    Gle­ich­es gilt auch für Lam­p­en in LED-Tech­nik, wobei hier auch die Wärme­ab­fuhr von der (im Ver­gle­ich) winzi­gen LED einen erhe­blichen Ein­fluss auf die Alterung der LED hat.
    In diesem Zusam­men­hang spielt auch die Mon­tage (und damit die effek­tive Betrieb­stem­per­atur) eine weit größere Rolle als bei den guten alten Glüh­lam­p­en.

    Unterm Strich kann man nur sagen: wenn nicht der Her­steller entsprechende Ver­suche angestellt hat und die Ergeb­nisse veröf­fentlicht, dann kann man zumin­d­est bei Energies­par­lam­p­en keine Aus­sage zur opti­malen Auss­chaltzeit machen.

    Bei dem in der Frage ange­sproch­enen Halo­gen­stab mag dies eher gelin­gen, doch auch hier sind, da es sich dabei um eine im Ver­gle­ich zur 08/15-Glüh­lampe weniger ‘einge­fahrene’ Tech­nolo­gie han­delt, die Streu­un­gen recht stark, da Dicke der Glaswan­dung, Befül­lungs­druck, Wen­del­stärke, ja sog­ar die For­mge­bung der Glasober­fläche und nicht zulet­zt der exak­te Ein­sat­zort einen deut­lichen Ein­fluss haben. Es ist jedoch bei allen Leucht­mit­teln auf ther­mis­ch­er Basis grund­sat­zlich bess­er, mehrere Lam­p­en bei Bedarf zu kom­binieren, als eine starke Lampe zu dim­men. Denn der Anteil sicht­baren Licht­es nimmt weitaus stärk­er ab als der Energie­ver­brauch (schlechter­er Wirkungs­grad), und bei guten Halo­gen-Leucht­mit­teln ist die Halo­gen­be­fül­lung auf den nor­malen Betrieb­s­fall opti­miert, so dass trotz gerin­ger­er Bren­ntem­per­atur der ged­immten Lampe die Alterung steigen kann.

  4. Betr.: Frage zur kostenop­ti­malen Aus-Ein­schaltzeit von 230 V — Halogen-“Stäben”
    Wir nutzen eine Stan­dleuchte mit eine solchen Leucht­stab, ca. 15 cm lang, ca. 1cm dick.
    Gibt es einen kostenop­ti­malen Zeit­punkt ( Summe von Stromkosten + Anschaf­fungskosten), ab dem es bess­er ist, die Lampe lieber auszuschal­ten, als sie bren­nen zu lassen? (Bei der klas­sis­chen Glüh­birne sind es ca. 15 Minuten)
    Ich freue mich auf Ihre Antwort.

    Viele Grüße
    Diethelm Tröger

    • Sehr geehrter Herr Tröger,
      Ihre Frage bezieht sich auf das Ver­hält­nis von der Schalt­fes­tigkeit zur Lebens­dauer eines Leucht­mit­tels und bet­rifft damit ein span­nen­des The­men­feld. Lei­der ist die Frage jedoch nicht ganz ein­fach zu beant­worten, da hier mehrere Fak­toren eine Rolle spie­len. Grund­sät­zlich ist es erst ein­mal zutr­e­f­fend, dass durch häu­figes Ein- und Auss­chal­ten, oder anders for­muliert, durch viele Schaltzyklen, die Lebens­dauer eines Leucht­mit­tels abn­immt. Dies ver­hält sich bei den, von Ihnen beschriebe­nen 230V-Halo­gen­stäben ähn­lich, wie bei der tra­di­tionellen Glüh­lampe. Eine pauschale Aus­sage über das Ver­hält­nis der Schaltzyklen zur Lebens­dauer ist den­noch nur schw­er zu tre­f­fen.

      Dies liegt ein­er­seits darin begrün­det, dass es sich bei der Lebens­dauer eines Leucht­mit­tels um einen sta­tis­tis­chen Mit­tel­w­ert han­delt, der, je nach Pro­dukt, auch unter- und über­schrit­ten wer­den kann. Ähn­lich ver­hält es sich mit den Schaltzyklen ein­er Lampe. Auch bei der Angabe der soge­nan­nten „Schalt­fes­tigkeit“ han­delt es sich um einen Mit­tel­w­ert. Je nach Lampe sind im Einzelfall deut­lich mehr Schaltzyklen möglich. Auf­grund dieser „Spiel­räume“ bei Lebens­dauer und Schaltzyklen ist es schw­er, an dieser Stelle eine pauschale Aus­sage zu täti­gen. Eine Beispiel­rech­nung eines „kostenop­ti­malen Zeit­punk­ts“, an dem die Lampe bess­er aus­geschal­tet wer­den sollte, wäre nur anhand der Mit­tel­w­erte zu einem konkreten Pro­dukt möglich, weshalb wir an dieser Stelle lei­der keine pauschale Empfehlung abgeben kön­nen.

      Grund­sät­zlich kann allerd­ings davon aus­ge­gan­gen wer­den, dass es durch eine „Scho­nung“ des Leucht­mit­tels in Form von weniger Schaltzyklen nicht zu ein­er wesentlichen Verän­derung der Lebens­dauer kommt. Wird die Lampe häu­fig ein- und aus­geschal­tet, kann es durch mehr Schaltzyklen zu ein­er Reduzierung der Lebens­dauer kom­men. Gle­ichzeit­ig bren­nt die Lampe jedoch deut­lich weniger, wenn sie regelmäßig aus­geschal­tet wird. Der ver­meintliche „Nachteil“ durch die höhere Zahl an Schaltzyklen dürfte somit durch die ins­ge­samt kürzere Bren­ndauer der Lampe kom­pen­siert wer­den.

      Unsere Empfehlung: Wird eine Leuchte nicht mehr benötigt, rat­en wir dazu, sie abzuschal­ten. Selb­st wenn es durch die erhöhte Zahl der Schaltzyklen zu ein­er Reduzierung der Lebens­dauer kom­men sollte, wurde durch die kürzere Bren­ndauer Energie einges­part, was unser­er Umwelt zugutekommt und Stromkosten spart.

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