Michele De Lucchi — Designer im Interview

Das Bild zeigt Designer-Legende Michele De Lucchi (l.) gemeinsam mit Linda Mac Nelly und Florian Felgenhauer von light11.de30 Jahre Tolomeo – ein Grund zum Feiern! Bere­its im let­zten Beitrag berichteten wir vom Jubiläums-Event, das im Architek­tur­sa­lon von Gerkan am Ham­burg­er Elbufer stat­tfand. Vor Ort trafen wir auf Tolomeo-Schöpfer und Design­er-Ikone Michele De Luc­chi, der sich die Zeit für ein Gespräch mit uns nahm. Wir sprachen mit der leben­den Leg­ende über den Erfolg der Tolomeo, die Zukun­ft der Licht­tech­nik und darüber, was ihn an der Tizio von Richard Sap­per so fasziniert.

Bevor wir in das Inter­view ein­steigen, möcht­en wir noch unsere per­sön­lichen Ein­drücke von der Begeg­nung mit Michele De Luc­chi schildern. Wir waren vor dem Tre­f­fen aufgeregt und ehrfürchtig – schließlich begeg­net man nicht jeden Tag ein­er solchen Koryphäe des Designs. Umso beein­druck­ter waren wir im Gespräch von der Beschei­den­heit und Fre­undlichkeit Michele De Luc­chis.

 

Michele de Lucchi (2. v.l.) posiert mit Julia Biersa (l.), Linda Mac Nelly (2. v.r.) und Florian Felgenhauer (r.) von light11.de

Humor­volle Natur: Im Gespräch mit Michele De Luc­chi hat­ten wir viel zu lachen

Nach­dem Car­lot­ta de Bevilac­qua, die Vizepräsi­dentin von Artemide, unsere Del­e­ga­tion mit Michele De Luc­chi bekan­nt gemacht hat­te, began­nen wir sofort ungezwun­gen zu plaud­ern. Mit viel Humor schilderte uns der Starde­sign­er, wie sein Name häu­fig falsch aus­ge­sprochen wird, was unter allen Anwe­senden für gute Laune sorgte.

light­MAG: Sig­nore De Luc­chi, wir freuen uns sehr, dass Sie die Zeit für ein Inter­view mit uns gefun­den haben. Wir sind heute hier zu Ehren der Tolomeo, der vielle­icht bekan­ntesten Leuchte der Welt. Als Sie vor 30 Jahren den Zeichen­s­tift bei­seit­elegten, hat­ten Sie bere­its ein Gefühl davon, welch großer Wurf Ihnen gelun­gen ist?

 

 

 

Michele De Luc­chi: Ganz ehrlich gesagt: nein! Selb­st meine Stu­den­ten fra­gen mich immer wieder nach dem per­fek­ten „Rezept”, um etwas wie die Tolomeo zu schaf­fen. Ich muss den Stu­den­ten dann lei­der ent­geg­nen, dass auch ich kein Erfol­gsrezept habe – was vornehm­lich daran liegt, dass es schlichtweg kein Rezept gibt. Es ist vielmehr eine Kom­bi­na­tion, ein Mix aus ver­schiede­nen Möglichkeit­en und Gele­gen­heit­en, und auch ein Zusam­men­spiel ver­schieden­er Men­schen mit unter­schiedlichen Fähigkeit­en, die zum Erfolg eines solchen Pro­jek­tes beitra­gen. Der große Erfolg der Tolomeo ist fol­glich nicht allein mein Ver­di­enst. Ohne Ernesto Gis­mon­di, der viele Ideen beis­teuerte und eine Menge Ressourcen in das Pro­jekt investierte, wäre Tolomeo wom­öglich niemals real­isiert wor­den.

 

Ich sehe mich selb­st als „Objekt-Mach­er“.”

 

Carlotta de Bevilacqua und Michele de Lucchi stehen vor einer Tolomeo Paralume Outdoor

Eng befre­un­det: Während des Gesprächs mit Michele De Luc­chi gesellte sich Artemide-Vizepräsi­dentin Car­lot­ta de Bevilac­qua zu uns.

light­MAG: Sie nan­nten das „Zusam­men­spiel der Men­schen“ als Grund für den Erfolg der Tolomeo. Wie ist dies zu ver­ste­hen?

Michele De Luc­chi: Wis­sen Sie, hier bei Artemide haben wir alle unter­schiedliche Rollen während der Entste­hung ein­er Leuchte. Car­lot­ta (de Bevilac­qua, Vize-Präsi­dentin von Artemide, Anm. d. Red.) beispiel­sweise küm­mert sich um die tech­nol­o­gis­chen Aspek­te, um Licht­tech­nik, Pho­tonik, physikalis­che Aspek­te und den Ein­fluss von Licht auf den Men­schen selb­st.

 

 

 

 

 

Das Motiv zeigt Artemide-Gründer und –Präsident Ernesto Gismondi im Portrait

Michele De Luc­chi über Artemide-Grün­der Ernesto Gis­mon­di (Foto): „Er ist der Mann der Pro­duk­tion.“

Ernesto (Gis­mon­di, Grün­der und Präsi­dent von Artemide, Anm. d. Red.) ist der „Mann der Pro­duk­tion“. Wenn er ein Objekt betra­chtet, denkt er bere­its darüber nach, wie man dieses opti­mal fer­ti­gen kann. Dies umfasst die Organ­i­sa­tion von Maschi­nen und Human­res­sourcen, aber auch Fra­gen, wie man etwa die Pro­duk­tion beschle­u­ni­gen oder einzelne Arbeitss­chritte kom­fort­abler für die Mitar­beit­er gestal­ten kann.

Ich wiederum beschäftige mich vornehm­lich mit der Form, mit der Leuchte als Objekt. Ich sehe mich selb­st als „Objekt-Mach­er“. Meine Auf­gabe ist es, Konzepte, die zunächst abstrakt anmuten, greif­bar zu machen, sie in die Form eines Objek­tes zu trans­portieren.

Wir haben also hier bei Artemide alle höchst unter­schiedliche Rollen und Auf­gaben bei der Entwick­lung neuer Leucht­en. Wenn schlussendlich alles gut zusam­men­passt, Design, Licht­tech­nik und Pro­duk­tion har­monieren, bin ich glück­lich (lächelt).

 

Wir unter­brechen unser Gespräch für einen Moment, um auf die Ter­rasse des spek­takulären Architek­tur-Pavil­lons zu treten. Vor großar­tiger Kulisse, direkt an der Elbe gele­gen, schießen wir einige gemein­same Bilder mit Michele De Luc­chi. Nach dem Shoot­ing wen­det sich De Luc­chi den Krä­nen zu, welche die Hafe­nan­la­gen auf dem anderen Elbufer säu­men.

Das Bild zeigt Designer Michele De Lucchi im Gespräch mit Linda Mac Nelly von light11.de
Anhand der Kräne im Hin­ter­grund erläutert uns De Luc­chi die grund­sät­zlichen Prinzip­i­en der Tolomeo

Michele De Luc­chi: Der Anblick dieser Kräne dort lässt mich sofort an eines der essen­ziellen Konzepte der Tolomeo denken. Grund­sät­zlich ist die mech­a­nis­che Bewe­gung der Tolomeo stark inspiri­ert vom Bild eines Krans, der in der Lage ist, seinen Arm in jede Rich­tung zu bewe­gen – eben­so wie der Arm der Tolomeo das Licht in jede denkbare Rich­tung befördern kann. Ich glaube, diese Land­schaft hier ist nahezu per­fekt geeignet, um diese Eigen­schaft zu illus­tri­eren (lacht).

light­MAG: Welche Rolle spielt die Zeit, in der die Tolomeo erschienen ist, für ihren Erfolg? Wäre sie ein eben­so großer Erfolg gewor­den, wäre sie 10 Jahre früher oder später erschienen?

Michele De Luc­chi: (über­legt kurz und lächelt) Hmm, dies ist eine gute Frage. Ich muss einen Moment darüber nach­denken.

Das Bild zeigt die bekannte Tizio von Richard Sapper vor weißem Hintergrund

Tolomeo-Vor­bild: Der Ever­green Tizio von Richard Sap­per

Ja, die Tolomeo ist sicher­lich auch im Kon­text der Zeit zu betra­cht­en. Sie erschien in Nach­folge zur Tizio von Richard Sap­per. Tizio ist eine wun­der­schöne Leuchte, ein echt­es Stück Design-Geschichte und nahezu per­fekt in Funk­tion und Ästhetik. Tizio set­zt jedoch auss­chließlich auf Nieder­volt-Halo­gen­lam­p­en. Ernesto Gis­mon­di wollte hinge­gen eine Leuchte, die auch mit ganz nor­malen Glüh­lam­p­en bestückt wer­den kann, und die ein­fach zu ver­wen­den und zu bedi­enen ist.

Eine beson­dere Her­aus­forderung in diesem Zusam­men­hang war es, das Kabel sich­er und unauf­fäl­lig in die Arme der Tolomeo zu inte­gri­eren. Wenn Sie an die Tizio denken, ent­deck­en Sie dort kein­er­lei Kabel. Die Mechanik der Leuchte basiert auf dem Prinzip der Bal­ance – Kabelverbindun­gen hät­ten diese Bal­ance gestört.

 

Die einzige Leuchte, die bis dato nach diesem Prinzip funk­tion­ierte und ihre Kabel in die Arme inte­gri­erte, war die Nas­ka Loris (ein Werk vom dänis­chen Design­er Arne Jacob­sen aus den 1950er-Jahren, Anm. d. Red.). Ernesto Gis­mon­di bat mich also, eine Leuchte zu gestal­ten, welche die Grund­prinzip­i­en der Nas­ka Loris auf­greift und verbessert. Die Mechanik mit den Fed­ern funk­tion­ierte bestens, also entwick­elte ich ein ähn­lich­es Kon­strukt, das aber im Gegen­satz zur Nas­ka Loris die Fed­ern nicht offen präsen­tierte, son­dern diese in den Armen ver­barg.

light­MAG: Wie gestal­tete sich die Entwick­lung der Ur-Tolomeo? Gab es dabei Prob­leme?

Michele De Luc­chi: Ehrlich gesagt, hat­ten wir mit dem ersten Pro­to­typen einige Schwierigkeit­en. Ich wollte die Tolomeo gerne voll­ständig in Alu­mini­um umset­zen. Inner­halb der Gelenke befind­et sich ein kleines Räd­chen, das wir zunächst eben­falls in Alu­mini­um kon­stru­ierten. Ich war aber mit dem Ergeb­nis nicht zufrieden: Die Lösung erwies sich als rutschig, das Gelenk funk­tion­ierte nicht wie gewün­scht. Dann kam Gian­car­lo Fassi­na zu mir mit der Idee, ein Räd­chen aus Plas­tik zu ver­wen­den. Wir pro­bierten es aus und es funk­tion­ierte per­fekt. Ich war über­glück­lich, dass wir dieses Prob­lem lösen kon­nten. Deswe­gen wird übri­gens auch Gian­car­lo Fassi­na als ein­er der Design­er der Tolomeo geführt.

 

Die Tolomeo ist ein Objekt mit Zukun­ft. Sie befind­et sich in einem steti­gen Prozess der Weit­er­en­twick­lung.”

 

Michele de Lucchi steht vor einem Exemplar der Tolomeo Outdoor Paralume

Anhand der Tolomeo Par­alume Out­door schilderte uns Michele de Luc­chi die Evo­lu­tion der Tolomeo

light­MAG: Heutzu­tage gibt es eine Vielzahl von Tolomeo-Vari­anten. Spielt auch diese Viel­seit­igkeit eine Rolle für den Erfolg?

Michele De Luc­chi: Ja, ich denke, diese Viel­seit­igkeit trägt eben­falls zum Erfolg bei. Jed­er einzelne Bestandteil der Tolomeo kann weit­er­en­twick­elt wer­den und als Grund­lage dienen für eine neue Fam­i­lie von Leucht­en. Eben diese Viel­seit­igkeit ist sicher­lich ein­er der Gründe für den lang anhal­tenden Erfolg der Tolomeo. Alles fing an mit ein­er Schreibtis­chleuchte. Im Laufe der Jahre kamen Stehleucht­en, Lese­leucht­en, Pen­delleucht­en und vieles mehr hinzu.

Michele De Luc­chi wen­det sich ein­er Tolomeo Lam­pi­one Out­door zu, die im Außen­bere­ich ange­bracht ist.

 

 

Die Pendelleuchte Tolomeo Lampione Outdoor vor grauem Hintergrund

Das Ker­nele­ment der Tolomeo Lam­pi­one kommt auch in den anderen Out­door-Vari­anten zum Ein­satz

Michele De Luc­chi: Sehen Sie, auch dieses Design zählt zur Tolomeo-Fam­i­lie, obwohl sie auf den ersten Blick gar nicht so viel mit der Tolomeo, wie wir sie ken­nen, gemein zu haben scheint. Wenn Sie aber genauer hin­se­hen, erken­nen Sie, dass der gle­iche Bestandteil auch in der Tolomeo Par­alume Out­door ver­wen­det wird. (Er weist auf die gegenüber­ste­hende Out­door-Stehleuchte.) Die einzel­nen Kom­po­nen­ten bauen aufeinan­der auf und ergänzen sich. Diesen Teil (Er zeigt nun wieder auf die Pen­delleuchte Tolomeo Out­door Lam­pi­one.) ver­wen­den wir, um Atmo­sphäre zu schaf­fen. Und natür­lich spie­len bei diesen Mod­ellen auch typ­is­che Out­door-Eigen­schaften, wie der Schutz gegen Feuchtigkeit, eine Rolle für das Design.

 

 

 

Diese Out­door-Vari­anten sind also ein gutes Beispiel für die Entwick­lung der Tolomeo. Wenn etwas in der Lage ist, sich weit­er zu entwick­eln, immer neue Wege zu beschre­it­en, wird es irgend­wann dynamisch, ger­adezu lebendig. Die Tolomeo ist ein Objekt mit Zukun­ft, sie befind­et sich in einem steti­gen Prozess der Weit­er­en­twick­lung. Und wir wer­den sicher­lich noch einiges aus­pro­bieren und ändern, vielle­icht schon in sehr naher Zukun­ft (lächelt viel­sagend).

 

Designer Michele de Lucchi demonstriert die Beweglichkeit der Tolomeo Tavolo

Michele De Luc­chi: „Die Tolomeo ist ein Objekt mit Zukun­ft.“

light­MAG: Sie sprachen von der Zukun­ft der Tolomeo. Wie wird diese ausse­hen?

Michele De Luc­chi: Nun, sicher­lich wer­den weit­ere Tolomeo-Mod­elle hinzukom­men. Hier möchte ich nicht zu viel ver­rat­en (lacht). Wenn Sie an die Zukun­ft denken, geht es aber auch um andere Aspek­te, wie die Opti­mierung der Pro­duk­tion, beispiel­sweise durch Weit­er­en­twick­lun­gen im Bere­ich Recy­cling von Mate­r­i­al und Ressourcen. Die Tolomeo beste­ht aus Alu­mini­um, einem Werk­stoff, der sich gut recyceln lässt.

 

 

 

 

light­MAG: Ver­rat­en Sie uns, woran Sie derzeit arbeit­en?

Michele De Luc­chi: Wir arbeit­en derzeit an ein­er neuen Leuchte. Diese wird den Ein­satz von Licht auf dem Schreibtisch sowie auch in freier Umge­bung weit­er verbessern. Aber mehr kann ich Ihnen darüber noch nicht ver­rat­en, denn es ist noch eine Über­raschung (lacht)! Wir arbeit­en derzeit noch an Pro­to­typen. Wenn alles funk­tion­iert, kön­nten wir die neue Leuchte vielle­icht schon näch­stes Jahr im April erst­ma­lig vorstellen.

light­MAG: Auf der diesjähri­gen Euroluce kon­nten wir bere­its Ihre neue Leuchte „Ipno“ begutacht­en. Erzählen Sie uns davon.

Michele De Luc­chi wen­det sich einem Exem­plar der Pen­delleuchte Ipno zu.

Das Motiv zeigt die Pendelleuchte Ipno, ausgestellt auf der Euroluce 2017

Die LED-Pen­delleuchte Ipno ist eines der jüng­sten Werke Michele De Luc­chis für Artemide

Michele De Luc­chi: Ipno ist eine Leuchte, bei der ich Neues aus­pro­bieren wollte. Sie ist sozusagen ein Konzept, um neue Ideen zu erar­beit­en, wie das Licht von der LED emit­tiert wird. Grund­sät­zlich ist LED-Licht sehr stark gerichtet und strahlt nur in eine Rich­tung – es schafft keine Lumi­neszenz. Ich wollte aber eine LED-Leuchte kreieren, die imstande ist, genau das zu leis­ten: Lumi­neszenz. Ich wollte das Licht kon­trol­lieren, sobald es die LED ver­lässt, und einen Teil des Licht­es auch um die Leuchte herum streuen. Also entwick­elte ich diesen beson­deren Schirm, der die Rich­tung des LED-Licht­es bee­in­flusst. Es ist eine fast schon wis­senschaftliche Arbeit, ein kleines Exper­i­ment, wenn Sie so wollen. Das Licht wird von der LED über die „Kro­ne“ inner­halb des Schirmes sowie durch spezielle Optiken nicht direkt nach unten gewor­fen, etwa auf einen Tisch, son­dern weich in ver­schiedene Rich­tun­gen gestreut.

 

Zwei Exemplare der OLED-Pendelleuchte Harry H. zieren den Messeauftritt von Artemide auf der Euroluce 2017
Michele De Luc­chi ist über­aus inter­essiert an der OLED-Tech­nolo­gie. Hier zu sehen: die OLED-Pen­delleuchte Har­ry H. von Artemide auf der Euroluce 2017

light­MAG: Auf der Euroluce ent­deck­ten wir am Artemide-Stand außer­dem einen Pro­to­typen der OLED-Leuchte „Har­ry H.“. Inter­essieren Sie sich für die OLED-Tech­nolo­gie? Haben Sie bere­its damit gear­beit­et?

Michele De Luc­chi: Ja, beschäftigt habe ich mich bere­its mit der OLED-Tech­nik, habe aber noch nicht wirk­lich inten­siv damit gear­beit­et. Ich mag die Tech­nolo­gie sehr, aber sie ist auch sehr speziell und aktuell noch sehr teuer. Ich habe bis­lang noch keinen Grund gefun­den, eine entsprechende Leuchte zu desig­nen. Aber allein der Gedanke ist schon sehr span­nend, eine Lichtquelle zu ver­wen­den, die nicht mehr Raum ein­nimmt, als ein Blatt Papi­er.

light­MAG: Sie denken, OLED hat eine Zukun­ft in der Licht­tech­nik?

Michele De Luc­chi: Wis­sen Sie, wenn wir über OLED oder auch LEDs sprechen, müssen wir dabei stets bedenken, dass wir jet­zt noch nicht abschätzen kön­nen, wie sich die Tech­nik weit­er­en­twick­eln wird und was die best­mögliche Anwen­dung für diese Lichtquellen sein kann.

light­MAG: Geht es hier auch um den Preis? Immer­hin sind OLED-Pro­duk­te nach wie vor sehr teuer.

Michele De Luc­chi: Ja, es ist eine Frage des Preis­es, aber auch eine Frage von Ver­bre­itung. Ich kann ja heutzu­tage bere­its LED-Lam­p­en kaufen, die ich in nahezu jede Leuchte ein­set­zen kann. Sie sind also bere­its heute sehr ver­bre­it­et. Wie sich der Bere­ich OLED entwick­eln wird, wird erst die Zeit zeigen.

 

Alle Werke von Richard Sap­per sind abso­lut fan­tastisch!”

 

Die Aufnahme zeigt den deutschen Designer Richard Sapper im schwarz-weiß-Portrait

Michele De Luc­chi schätzt die Werke des deutschen Design­ers Richard Sap­per

light­MAG: Unsere let­zte Frage: Gibt es eine Artemide Leuchte, die Ihnen per­sön­lich beson­ders gut gefällt?

Michele De Luc­chi: (ohne zu über­legen) Ganz sich­er die Tizio! Alle Werke von Richard Sap­per sind abso­lut fan­tastisch!

light­MAG: Sig­nore De Luc­chi, wir bedanken uns sehr her­zlich für das angenehme Gespräch.

 

 

 

 

 

 

Im näch­sten light­MAG-Beitrag zeigen wir Ihnen unser Inter­view mit Artemide-Vizepräsi­dentin Car­lot­ta de Bevilac­qua, die wir eben­falls auf dem Tolomeo-Event am Ham­burg­er Elbufer tre­f­fen durften. Weit­ere Infor­ma­tio­nen über die Per­son Michele De Luc­chi sowie über die Geschichte der Tolomeo Tavo­lo find­en Sie, liebe Leser, natür­lich hier im light­MAG von light11.


 

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