Fünf Fragen zur… richtigen Leseleuchte

Die filigrane Lumina Daphine Terra sorgt als Leseleuchte für gute Lichtverhältnisse an einer roten Couch.Lesen ist nach wie vor eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen. Gerne entspannen wir uns nach getaner Arbeit mit einem Buch auf der heimischen Couch. Doch nicht nur in der Freizeit stecken wir unsere Nase in Bücher und Zeitschriften; auch am Schreibtisch im heimischen Arbeitszimmer werden Unterlagen und Dokumente gelesen. Zum Lesen unerlässlich sind gute Sicht- und folglich gute Lichtverhältnisse. Lesen ist eine Tätigkeit, die das menschliche Auge stark beansprucht. Umso schneller ermüdet unser Auge, wenn wir bei zu schwachem Licht lesen. Egal ob in der Freizeit auf der Couch oder bei der Arbeit am Schreibtisch – eine Leseleuchte sollte stets mit dabei sein.

 


 Inhalt:

1. Was macht gutes Licht zum Lesen aus?

2. Warum reicht ein Raumlicht meist nicht zum Lesen aus?

3. Welche Leuchten eignen sich als Leseleuchte?

4. Welches Leuchtmittel verwende ich für meine Leseleuchte?

5. Was sind die Vorteile einer LED-Leseleuchte?


Was macht gutes Licht zum Lesen aus? Worauf sollte ich bei der Wahl meiner Leseleuchte achten?

Die wichtigsten Eigenschaften, die eine Leseleuchte mitbringen sollte, lassen sich in drei Bereichen zusammenfassen:

  • Helligkeit
  • Lichtverteilung & Einstellbarkeit
  • Entblendung
Die Artemide Melampo Terra dient als Leseleuchte an einem Sessel. Im Hintergrund stöbert eine Frau in einem Bücherregal.

Ausreichend Licht für gemütliches Schmökern spendet die Melampo Terra

Helligkeit: Zunächst sollte eine Leseleuchte eine ausreichende Lichtstärke mitbringen, um gute Sichtverhältnisse beim Lesen zu gewährleisten. Manche Tischleuchten spenden insgesamt nur wenig Licht und bieten sich somit eher als Stimmungslicht an. Eine pauschale Empfehlung, welche Wattstärke oder gar Lumenzahl zum Lesen optimal ist, möchten wir jedoch an dieser Stelle vermeiden – zu subjektiv geprägt sind hier die Gewohnheiten und Vorlieben der Anwender. Außerdem hängt dies stark davon ab, in welchem Abstand und welchem Winkel die Leuchte zum Lesebereich positioniert ist. Sinnvoll ist an dieser Stelle sicherlich, sich einen genauen Eindruck von der Helligkeit der gewünschten Leuchte zu machen und individuell zu prüfen, ob die Helligkeit der Leseleuchte für die persönlichen Bedürfnisse ausreicht.

 

 

Ein Kleinkind sitzt auf einem Bücherstapel und liest im Schein der Luceplan Berenice Terra.

Flexibel: die Berenice Terra lässt sich ganz nach Wunsch einstellen

Lichtverteilung & Einstellbarkeit: Für das gezielte Beleuchten des Lesebereichs ist eine Leuchte vonnöten, die eine zonierte Beleuchtung des gewünschten Bereichs ermöglicht. Dazu sollte die Leseleuchte idealerweise gerichtetes Licht liefern. Schreibtischleuchten oder Stehleuchten mit Lampenschirm oder Reflektor liefern in der Regel gerichtetes Licht in eine Richtung. Eine Leuchte, die ihr Licht diffus in den Raum streut, bringt unter Umständen zu wenig Licht auf die Lesefläche. Um das Licht zudem optimal auf den zu beleuchtenden Bereich ausrichten zu können, empfiehlt sich eine einstellbare Leuchte. Schreibtischleuchten oder Stehleuchten mit einstellbaren Armen und ausrichtbarem Leuchtenkopf erweisen sich hier als praktische Lösung.

 

 

 

Die Metalarte Libra M beleuchtet eine aufgeschlagene Zeitschrift auf einem Sideboard.

Der Schirm der Libra M verhindert einen direkten Einblick auf das Leuchtmittel

Entblendung: Für entspanntes Lesen ist eine Leuchte erforderlich, die absolute Blendfreiheit gewährleistet. Unter normalen Anwendungsbedingungen sollte ein direkter Einblick auf das Leuchtmittel nicht möglich sein. Schließlich ist es beim Lesen überaus lästig, wenn bei jeder Veränderung der Sitzposition die Leuchte neu eingestellt werden muss, um eine Blendung auszuschließen. Eine gute Entblendung wird realisiert durch Lampenschirme, Reflektoren oder matte Gläser, die das Auge vor Blendung schützen. Auch in diesem Kontext ist die Einstellbarkeit der Leseleuchte von Relevanz. Idealerweise lässt sich die Leseleuchte so ausrichten, dass ihr Licht auf den gewünschten Bereich gelenkt werden kann, ohne dass es dabei zu einer Blendung kommt.

 

 

Zwei Kinder lesen im Licht der kabellosen Marset FollowMe Tischleuchte.

Mobiler Lichtspender: Dank Batteriebetrieb kann die Marset FollowMe überallhin mitgenommen werden

Je nach Einsatzzweck kann es mitunter auch sehr praktisch sein, wenn eine Leseleuchte mobil nutzbar ist. Tisch- und Stehleuchten mit Schuko-Stecker können mit wenig Aufwand an anderer Stelle positioniert werden. Sogenannte Klemmleuchten lassen sich in unmittelbarer Nähe des Lesebereichs befestigen, beispielsweise an der Tischplatte des Schreibtisches im Arbeitszimmer. Einen besonderen Vorteil stellen in dieser Hinsicht batteriebetriebene Leuchten dar, die problemlos überall mit hingenommen werden können. So kann man die Leseleuchte in einer sanften Sommernacht einfach mit nach draußen auf die Terrasse oder den Balkon nehmen und dort entspannte Schmöker-Stunden verbringen.

 

 

 

 

Last but not least ist bei der Wahl der geeigneten Leseleuchte auch das Design nicht unerheblich. Schließlich wird eine Leseleuchte oft genutzt und sollte daher auch in puncto Stil und Ästhetik zum persönlichen Geschmack passen. Modern eingerichtete Räume profitieren in jedem Fall von den architektonisch geprägten, minimalistischen Schreibtisch- und Stehleuchten im Stile einer Artemide Tolomeo Tavolo oder einer Artemide Tizio. Wer diesem sachlich-nüchternen Stil nichts abgewinnen kann, greift auf Alternativen zurück, die sich einer eher klassischen Formensprache bedienen. Die Leuchtenfamilie Costanza sowie ihre „kleine Schwester“, die Costanzina, liefern nach unten gerichtetes Zonenlicht – ideal geeignet als Leselicht. Beide Leuchten sind in Ausführungen erhältlich, die sich in der Höhe einstellen und dimmen lassen. Damit bieten diese Leuchten alle Vorzüge, die eine Leseleuchte mitbringen sollte, präsentieren sich dabei aber in einer traditionellen Formensprache mit konisch geformtem Lampenschirm.

Wem all diese Vorschläge stilistisch nicht zusagen, etwa weil die heimischen vier Wände in einer bestimmten Stilrichtung gestaltet sind, findet auch dazu passende Vertreter. So wird beispielsweise die sachliche Klarheit, die von Möbeln im Bauhaus-Stil ausgeht, durch entsprechende Leuchten noch zusätzlich untermauert. Die Tischleuchte KAISERidell 6631 R Luxus etwa präsentiert sich als typisches Bauhaus-Objekt, bietet dabei aber alle Vorteile, die eine Leseleuchte mit sich bringen sollte. Sie ist durch Gelenke im Arm und am Kopf flexibel einstellbar, der Schirm schützt vor Blendung und bestückt wird die Kultleuchte mit Leuchtmitteln bis maximal 60 Watt – ausreichend Licht, um für optimale Sichtverhältnisse im Lesebereich zu sorgen.

 

 

Warum reicht ein Raumlicht meist nicht zum Lesen aus? Benötige ich immer eine separate Leseleuchte?

Die Pendelleuchte Discoco von Marset sorgt in einem modern eingerichteten Wohnraum für die Grundbeleuchtung.

Ein Raumlicht allein ist meist nicht ausreichend, um komfortables Leselicht bereitzustellen

Je nachdem, welche Leuchte als Raumlicht zum Einsatz kommt, kann die abgestrahlte Lichtmenge durchaus ausreichen, um gute Licht- und Sichtverhältnisse zum Lesen zu schaffen. Allerdings gibt es einige gute Gründe dafür, zusätzlich zum Raumlicht ein zoniertes Licht zum Lesen zu nutzen. Zum einen spendet ein Raumlicht meist eine hohe Lichtmenge. Beim gemütlichen Lesen abends auf der Couch empfinden wir ein zu helles Licht von Decken- oder Pendelleuchte als störend. Insbesondere sehr lichtstarke Vertreter schaffen hier schnell eine Flutlicht-Atmosphäre, die der gemütlichen Stimmung beim Lesen eher abträglich ist.

 

 

 

 

Die Schreibtischleuchte Berenice sorgt auf einem Schreibtisch für zoniertes Licht, das von der Seite auf die Tischplatte fällt.

Zonenlicht sollte idealerweise von der Seite auf den Lesebereich fallen

Durch die ausschließliche Beleuchtung über ein Raumlicht kann es passieren, dass trotz hoher Lichtmenge nicht genug Helligkeit in der Leseecke ankommt. Im schlimmsten Fall wird das Buch oder die Zeitschrift nur ungleichmäßig ausgeleuchtet, wodurch man beim Lesen permanent durch einen starken Hell-Dunkel-Kontrast beeinträchtigt wird. In der Folge ermüdet das menschliche Auge schneller, was den Lesespaß erheblich schmälert. Zudem besteht bei einer Beleuchtung ausschließlich über Deckenleuchten oder Deckenstrahler das Risiko, dass die Hände störende Schatten auf die Lesefläche werfen. Tisch- oder Stehleuchten hingegen lassen sich direkt neben der zu beleuchtenden Fläche positionieren. Das Licht fällt dann von der Seite auf Buch oder Zeitschrift, so dass eine Schattenbildung durch die Hände minimiert oder sogar ganz ausgeschlossen werden kann.

 

 

Von der Decke pendelt eine Luceplan Hope herab, die für Raumlicht sorgt. Am Sessel ist eine KAISERidell 6580 F als Leseleuchte platziert.

Gute Kombination: eine Deckenleuchte für Raumlicht, eine Stehleuchte am Sessel für zoniertes Leselicht

Dennoch sollte in keinem Fall vollständig auf ein Raumlicht verzichtet werden. Bei einer Beleuchtung ausschließlich über zoniertes Leselicht entsteht ebenfalls ein starker Hell-Dunkel-Kontrast, der rasch zulasten unserer Sehleistung geht. Die ideale Lösung zum Lesen bietet sich mit einer Kombination aus einem Raumlicht, das für eine Grundhelligkeit im Raum sorgt, und einer Leseleuchte, die mit zoniertem Licht ideale Sichtverhältnisse im Lesebereich schafft. Wird eine gemütliche Stimmung bevorzugt, empfehlen wir die Kombination mit einem dimmbaren Raumlicht. Leicht heruntergedimmt sorgt dieses noch immer für eine gewisse Grundhelligkeit, ohne dabei den oben erwähnten Flutlicht-Charakter zu erzeugen.

 

Welche Typen von Leuchten eignen sich als Leseleuchte?

Eine naheliegende Lösung sind sicherlich Tischleuchten, deren Lichtrichtung im Idealfall einstellbar sein sollte. Eine Tischleuchte als Leselicht kann in unmittelbarer Nähe der zu beleuchtenden Fläche platziert werden. Sind der Kopf und die Arme der Leuchte einstellbar, kann das Licht ganz nach Bedarf ausgerichtet werden. Minimalistisch gestaltete Schreibtischleuchten, wie die Artemide Demetra oder die Lumina Daphine, empfehlen sich in dieser Hinsicht mit hoher Flexibilität und optimalen Einstellungsmöglichkeiten. Auch eher klassisch geformte Tischleuchten, wie die Artemide Melampo oder die Nolita Cotton aus dem Hause Marset, spenden nach unten gerichtetes Zonenlicht, das sich durch Neigen des Lampenschirms zudem noch bequem in der Richtung einstellen lässt.

Als Alternative bieten sich auch Wandleuchten an, die das Design der klassischen Schreibtischleuchte aufgreifen. So sind etwa mit der Tolomeo Micro Parete von Artemide oder der Berenice Parete von Luceplan Lichtspender zu haben, die alle Vorteile einer Schreibtischleuchte mitbringen, dank Wandmontage jedoch keinen Platz auf Schreib- oder Beistelltisch beanspruchen. Entsprechende Leuchten präsentieren sich als ideale Lesehilfe, z.B. am Schreibtisch im heimischen Arbeitszimmer. Und wenn kein Leselicht mehr benötigt wird, lassen sich diese Wandleuchten platzsparend an die Wand klappen – eine ideale Alternative, wenn auf dem Schreibtisch nur wenig Stellfläche zur Verfügung steht. An Nachttischen oder auch im Wohnzimmer hinter der Couch lassen sich auch kompakte Wandleuchten mit ausrichtbarem Licht gut einsetzen. Leuchten wie die Artemide Tolomeo Faretto fügen sich unaufdringlich in den Raum ein und präsentieren sich als funktionaler Lichtspender. Wer es lieber klassisch bevorzugt, entscheidet sich für Modelle wie die Bestlite BL 6 Wandleuchte. Diese kommt im typischen Bauhaus-Look und lässt sich ebenfalls vortrefflich als zoniertes Leselicht einsetzen.

Ebenfalls gut geeignet als Leseleuchte sind Stehleuchten mit ausrichtbarem Licht. Spezielle Leseleuchten warten in der Regel mit einstellbaren Armen und flexiblem Leuchtenkopf auf, so wie wir es auch von Schreibtischleuchten gewöhnt sind. Die Tolomeo Lettura etwa erweist sich als ebenso flexibler Lichtspender, wie die Tolomeo Tavolo. Alternativ bietet sich mit der Tolomeo Terra eine größere Ausführung der beliebten Stehleuchten, die sich auf eine maximale Höhe von rund 226 cm einstellen lässt. In sehr modernem Look kommt die Athene 04 Stehleuchte aus dem Hause des deutschen Herstellers less 'n' more. Dank Flexwelle lässt sich der Kopf der Athene ganz nach Wunsch ausrichten. Der minimalistische Look passt bestens zu modern eingerichteten Räumen. Als sehr innovative Lösung präsentiert sich auch die U-Turn Stehleuchte vom eidgenössischen Hersteller Belux. Diese ist nicht nur Leseleuchte, sondern bietet sich für verschiedene Einsatzzwecke an. Der Kopf der U-Turn lässt sich nicht nur drehen und schwenken, sondern auch beidseitig am Gestell befestigen. So wird das Licht wahlweise nach oben abgegeben, wo es als indirektes Raumlicht für die Grund- und Allgemeinbeleuchtung sorgt, oder nach unten für zoniertes Licht, etwa im Lesebereich.

 

Die Holtkötter 2518 Stehleuchte versorgt einen modern gestalteten Raum mit indirektem Raumlicht. Der seitliche Arm erhellt als Leseleuchte eine Zeitschrift.

Die 2518 Stehleuchte von Holtkötter kombiniert Deckenfluter und Leseleuchte

Einige Leuchten kombinieren zwei oder mehr Lichtquellen, so dass die Leuchte für mehrere Einsatzzwecke infrage kommt. Deckenfluter wie die Holtkötter 2518 Stehleuchte kommen mit zusätzlichem Arm, an dessen Ende eine weitere, flexibel ausrichtbare Lichtquelle verortet ist. Solche Leuchten stellen ein Raumlicht bereit, das für die Grundhelligkeit im Raum sorgt, gleichzeitig versorgt die zusätzliche Leseleuchte ihre Umgebung mit zoniertem Licht.

 

 

 

 

 

Des Weiteren sind einige Komfortfunktionen überaus praktisch für eine Leseleuchte, gleichwohl diese Faktoren keine Voraussetzung oder gar ein Ausschlusskriterium markieren. Zuallererst wäre hier die Dimmfähigkeit einer Leuchte zu nennen. Durch dimmen lässt sich die Lichtstärke exakt an den persönlichen Bedarf anpassen. So lässt sich auch auf wechselnde Lichtverhältnisse infolge veränderten Tageslichteinfalls reagieren. Wird es draußen dunkler, benötigen wir mehr Licht, um ungestört lesen zu können. In diesem Fall kann die Leseleuchte einfach auf eine höhere Lichtstärke eingestellt werden und schon sind optimale Sichtverhältnisse gewährleistet.

 

Die Flos Kelvin LED sorgt für zoniertes Leselicht am Bett.

Die Flos Kelvin LED regelt dank Tageslichtautomatik automatisch den Lichtstrom

Eine besonders komfortable Lösung findet sich in Leuchten wie der Kelvin LED von Flos, die mit einer sogenannten Tageslichtautomatik aufwarten. Diese erkennt automatisch den Tageslichteinfall und regelt das Licht dementsprechend hinauf oder hinunter. Wechseln die Lichtverhältnisse, etwa weil sich gerade eine Wolke vor die Sonne geschoben hat, ändert Kelvin automatisch die Lichtstärke und sorgt somit stets für optimale Licht- und Sichtverhältnisse.

 

 

 

 

 

 

Welches Leuchtmittel verwende ich für meine Leseleuchte?

Leider kann an dieser Stelle keine grundsätzliche Empfehlung abgegeben werden, da die Wahrnehmung von Licht auch subjektiven Eindrücken unterliegt. Daher möchten wir uns an dieser Stelle auf einige „Do´s and dont´s“ beschränken und einen grundsätzlichen Überblick über die Vor- und Nachteile einzelner Leuchtmittel liefern.

 

Ein Ensemble verschieden geformter Energiesparlampen mit E27-Sockel.

Energiesparlampen eignen sich nur bedingt als Leselicht

Nahezu disqualifiziert für den Wohnbereich sind unserer Ansicht nach Energiespar- und Leuchtstofflampen. Diese warten meist mit einer eher durchschnittlichen Farbwiedergabe auf, die beim Lesen nicht unerheblich ist. Schließlich möchten wir Abbildungen und Illustrationen möglichst originalgetreu und unverfälscht betrachten. Zudem weisen viele Energiesparlampen eine Einschaltverzögerung auf, d.h. die volle Lichtstärke steht erst nach einiger Zeit zur Verfügung. Dies kann insbesondere beim Lesen als nervend empfunden werden, wenn man mit aufgeschlagenem Buch darauf wartet, dass die Lampe endlich ihre volle Helligkeit erreichen möge.

 

 

 

Ein Trio von Glühlampen

Die klassische Glühlampe ist nur noch als Restbestand erhältlich

Eine optimale Farbwiedergabe gewährleisten Glüh- und Halogenlampen. Erstere sind als Folge des EU-Glühlampenausstiegs nur noch als Restbestände erhältlich und daher mittel- und langfristig keine Alternative. Die Zukunft der Halogenlampe ist ungewiss, voraussichtlich werden auch hier die meisten Vertreter im Zuge des Glühlampenausstiegs ab 2016 denselben Einschränkungen unterliegen wie die Glühlampe. Bis es soweit ist, findet sich in Halogenlampen die perfekte Lösung für gutes Leselicht. Eco-Halogenlampen liefern mit einem Ra=100 die gleiche Farbbrillanz wie die ausgemusterte Glühlampe, arbeiten aber im Vergleich zu letzterer deutlich sparsamer. Somit erweisen sich Halogenlampen als gute Lösung, wenn optimale Lichtqualität gefordert ist, aber dennoch Energie gespart werden soll.

 

Eine LED-Retrofit-Lampe mit E27-Schraubsockel

LED-Retrofit-Lampen lassen sich in alle Leuchten mit passendem Sockel einsetzen

Eine Besonderheit in diesem Kontext stellen LED-Leuchten sowie LED-Retrofit-Lampen dar. Hier sind nicht nur einige Faktoren zu beachten, die eine LED-Lichtquelle als Leselicht qualifizieren, aber auch disqualifizieren können. Darüber hinaus sind mit dem Einsatz der LED einige spezifische Vorteile verbunden - sofern die Lichtqualität stimmt. Aufgrund der Komplexität des Themas widmen wir uns in der fünften und letzten Frage noch einmal explizit dem Thema LED.

 

 

 

 

 

 

 

Was sind die Vorteile einer LED-Leseleuchte?

Die Polo Schreibtischleuchte von Marset spendet ihr Licht auf eine Tischoberfläche, auf der Notizzettel und Stifte abgelegt sind.

Die Marset Polo LED wartet mit sehr guter Farbwiedergabe auf

Eingangs möchten wir zunächst die vorherige Frage beschließen und uns der Lichtqualität der LED widmen. Diese schwankt, je nach LED, mitunter sehr stark, weshalb keine grundsätzliche Einschätzung von LED-Leuchten und –Lampen als Leselicht abgegeben werden kann. Von Vorteil ist auch hier eine gute Farbwiedergabe. Ältere LED-Lampen wiesen hier oftmals nur einen mäßigen Wert um die Ra=80 auf – zu wenig für den Einsatz im Wohnbereich, wo eine möglichst gute Farbwiedergabe gefragt ist. Aktuelle LEDs erreichen hier jedoch bereits einen Wert von Ra=90 und besser, so warten etwa die Leuchten der Flos Kelvin-Leuchtenfamilie oder der Polo-Leuchtenfamilie von Marset mit einem Wert von Ra=95 auf und liefern damit eine Farbwiedergabequalität, die das menschliche Auge kaum mehr von der einer klassischen Glühlampe zu unterscheiden vermag.

 

 

Die Flos OK Lamp vor weißem Hintergrund. Gut zu erkennen: an der Unterseite sorgt ein Gegengewicht für die richtige Balance.

Die Flos OK ist vielseitig einsetzbar und arbeitet sehr effizient

Unabhängig von der Lichtqualität, gehen mit dem Einsatz von LED-Leuchten und –Lampen einige weitere Vorteile einher, allen voran sicherlich der Punkt Energieeffizienz. Derzeit kann in puncto Lichtausbeute, also der pro Watt erzeugten Lichtmenge in Lumen, kein anderes Leuchtmittel der LED das Wasser reichen. Aktuelle Vertreter mit neuester Technik bringen es auf eine Lichtausbeute von mehr als 90 Lumen pro Watt und präsentieren sich somit als echte Sparwunder. Exemplarisch sei an dieser Stelle die Flos OK Lamp genannt, eine Neuinterpretation der berühmten Parentesi von Achille Castiglioni. Diese erzielt mit nur 18 Watt Energieeinsatz eine Lichtmenge von rund 1640 Lumen und kommt somit auf eine Lichtausbeute von 91 Lumen pro Watt. Übrigens: die außergewöhnliche OK Lamp eignet sich mit ihrem Strahler, der auf einem Stahlkabel hinauf- und hinunterbewegt werden kann, vortrefflich als Leselicht.

 

Die Pixo Schreibtischleuchte sorgt auf einem klassischen Sekretär für optimale Lichtverhältnisse.

LED-Leuchten wie die Pixo Tischleuchte erreichen eine Lebensdauer von bis zu 50.000 Betriebsstunden

Darüber hinaus präsentieren sich LEDs als besonders langlebige Lichtquelle. Aktuelle Modelle bringen es auf eine Lebensdauer von 50.000 Betriebsstunden und mehr. Dass die Leuchtmittel bei LED-Leuchten meist fest installiert sind und nicht getauscht werden können, fällt somit kaum noch ins Gewicht. Eine durchschnittliche Brenndauer von drei Stunden pro Tag vorausgesetzt, werden Leuchten mit 50.000 Betriebsstunden den einen oder anderen von uns höchstwahrscheinlich noch überleben.

 

 

 

 

 

Einige LED-Leuchten bieten zudem mit ausgefeilter Technik zusätzliche Komfortfunktionen. Als besonders nützliche Eigenschaft erweist sich eine einstellbare Lichtfarbe. Mit dieser Funktion lässt sich die Farbtemperatur an den persönlichen Bedarf anpassen. Leuchten wie die Artemide Tolomeo Terra My white Light lassen sich in einem Bereich von 3.000 Kelvin (warm-weiß) bis 10.000 Kelvin (tageslicht-weiß) einstellen. Wird aktivierendes Licht benötigt, etwa beim Lesen von Geschäftsunterlagen am Schreibtisch, sorgt neutral-weißes oder tageslicht-weißes Licht dafür, dass Konzentration und Leistungsfähigkeit lange auf einem hohen Niveau bleiben. Wird abends hingegen warm-weißes Licht benötigt, etwa für entspannte Schmöker-Stunden zum Feierabend, lässt sich das Licht problemlos an die Situation anpassen. So steht garantiert in jeder Situation ein Leselicht mit geeigneter Farbtemperatur zur Verfügung.


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