Licht & Arbeit — Das große Schreibtischleuchten-Special

Die Tolomeo Tavolo von Artemide gehört zu den bekanntesten Schreibtischleuchten unserer Zeit.

Schreibtischleuchten, die für gute Licht- und somit Sichtverhältnisse sorgen, sind für ein konzentriertes und effizientes Arbeiten unerlässlich. Beim Lesen, Schreiben, der Bedienung der Tastatur Zeichnen oder Sortieren von Akten sind verschiedene Aspekte zu beachten. Schlechte Lichtverhältnisse können die Augen rasch ermüden - es droht ein Verlust der Konzentrations- und Leistungsfähigkeit. Im Umkehrschluss kann sich gute Beleuchtung positiv auswirken. Auch Features wie Einstellbarkeit oder die Wahl des Leuchtmittels sollten vor dem Kauf von Schreibtischleuchten sorgfältig bedacht werden.

In unserem Special erfahren Sie, worauf es bei Schreibtischleuchten ankommt und worauf Sie achten müssen.

Die Grundlagen der Schreibtischbeleuchtung: Helligkeit und Ergonomie

Dieses Bild veranschaulicht die optimale Positionierung einer Tischleuchte auf dem Schreibtisch.
Diese Position ist für einen Rechtshänder optimal, damit kein Schattenwurf durch die Hände entsteht.

Schreibtischarbeit kann mitunter viele Stunden in Anspruch nehmen. Da können schlechte Bedingungen wie etwa Blendung oder Schattenbildung die Leistung beeinträchtigen. Grundsätzlich ist eine gut entblendete Beleuchtung ohne Schatten wichtig. Starke Hell-Dunkel-Übergänge erfordern eine sogenannte Adaptionsleistung von den Augen, die dadurch schneller ermüden. Folge: Sie können nicht mehr konzentriert arbeiten. Um das zu vermeiden, sollte der Lampenschirm das Licht direkt auf die Tischfläche reflektieren – eine diffuse, streuende Lichtwirkung sollte vermieden werden.

Ferner empfiehlt es sich, den Schreibtisch von der Seite zu beleuchten. Bei Linkshändern sollte die Leuchte rechts, bei Rechtshändern links vom Tisch platziert werden. Dies vermeidet einen störenden Schattenwurf durch die Hände. Bedenken Sie außerdem, dass Sie zusätzlich zum Zonenlicht auf dem Schreibtisch auch ein Raumlicht benötigen, das für die Grundhelligkeit sorgt. Ansonsten entstehen ebenfalls Hell-Dunkel-Bereiche.

Es gilt: Je besser sich eine Leuchte nach Ihren Bedürfnissen richtet, desto besser für Ihre Konzentration und letztendlich auch für Ihre Performance. Flexible, ergonomische Schreibtischleuchten mit ausrichtbarem Schirm oder Armen bringen das Licht genau dorthin führt, wo Sie es benötigen. Die links gezeigte Leuchte, die Berenice von Luceplan,  erlaubt einerseits eine individuelle Einstellung der Arme. Darüber hinaus kann der Kopf sowohl geschwenkt als auch gedreht werden.

Hier befindet sich der Dimmer direkt am Leuchtenkopf, wodurch die Bedienung vereinfacht wird.

Praktisch: Der Dimmer am Leuchtenkopf

Ein Dimmer erlaubt die individuelle Anpassung der Helligkeit an den persönlichen Bedarf. Doch er sollte – ebenso wie der Ein- und Ausschalter – leicht erreichbar sein – idealerweise direkt an der Leuchte. Eine aus dem Sitzen heraus bedienbare Schreibtischleuchte spart Zeit und erhöht somit die Effizienz. Noch besser: Eine berührungslose Gestensteuerung, die die Steuerung mit einer leichten Handbewegungen erlaubt.

Dazu ist auf eine ausreichende Helligkeit des Leuchtmittels zu achten. Oft wird die Frage nach dem Lichtstrom gestellt. Unser Lichtberater dazu: „Ich würde immer einen Wert ab 500 Lumen empfehlen. Arbeiten Sie aber an zwei Monitoren auf einem großen Schreibtisch, darf der Lichtstrom auch kräftiger sein.“  Die DIN-Norm EN 12464-1 zur Beleuchtung von Arbeitsstätten bestätigt diese Aussage, wonach für Büroarbeitsplätze mindestens 500 Lumen empfohlen werden.

 

Welches Leuchtmittel wird empfohlen?

Bei der Schreibtischbeleuchtung kommt es u. a. auf eine natürliche Beleuchtung an.

Auch Schreibtischleuchten mit fest verbauten LEDs erzeugen eine authentische Beleuchtung.

Neben der Helligkeit sind noch viele weitere Aspekte beim Leuchtmittel zu beachten. Dessen Auswahl ist groß. Insbesondere unter den LEDs sind viele unterschiedliche Modelle verfügbar. Damit Sie die richtige Wahl treffen, hier die wichtigsten im Überblick:

Die warm-weiße Lichtfarbe einer Lampe mit einem Kelvin-Wert von bis zu 3000 wird aufgrund der hohen Rotanteile als gemütlich empfunden, einer tageslicht-weißen Lichtfarbe mit vielen Blauanteilen im Bereich oberhalb von 5.300 Kelvin hingegen wird eine aktivierende Wirkung zugeschrieben. Es kommt also darauf an, ob Sie eher entspannt etwas lesen möchten oder unbedingt noch den  Steuerbescheid schnell erledigen müssen. Achtung bei unterschiedlichen Lichtquellen im Arbeitszimmer, etwa zwischen Schreibtisch- und Raumlicht. Hierbei sollten stark abweichende Lichtfarben vermieden werden, da sich dies ebenfalls anstrengend auf die Augen auswirkt.

Zeichenaufgaben, bei denen es auf die Authentizität von Farben ankommt, verlangen nach einer entsprechenden Farbwiedergabe.  Diese gibt Aufschluss darüber, wie gut oder schlecht Farben von beleuchteten Objekten dargestellt werden. Ein Ra-Wert über 90 steht für eine sehr natürliche Beleuchtung.

Die Angaben zur Lichtfarbe und Farbwiedergabe helfen auch wesentlich bei der Beantwortung der Frage „LED oder Halogen?“. Halogen- und Glühlampen stehen immer noch für eine exzellente Farbwiedergabe mit einem Ra-Wert von 100, während LEDs in diesem Bereich immer noch ein wenig schwächer abschneiden. Allerdings erreichen viele aktuelle LED Lampen inzwischen auch Ra-Werte von bis zu 97 und sind dadurch nahezu ebenbürtig. Apropos ebenbürtig: Gelten Glüh- und Halogenlampen als Synonym für warm-weißes Licht, bieten viele LEDs gemütliches, warm-weißes Licht. Sie können aber auch auch neutral-weißes oder kalt-weißes mit einer Lichtfarbe von 3300 Kelvin und höher erzeugen, die die müde machende Produktion des "Schlafhormons" Melatonin unterdrückt. .

Zuweilen sind Office-Leuchten noch mit Leuchtstofflampen ausgestattet: Von diesen raten wir aufgrund schlechterer Farbwiedergabe und dem umweltschädlichen Quecksilbergehalt jedoch ab.

Liegt die Präferenz auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit, führt kein Weg an der LED vorbei. Dank ihrer hohen Lichtausbeute und der geringen Leistungsaufnahme ist die LED prädestiniert für lange Arbeitszeiten am Schreibtisch. Allerdings sollten Sie auch hier Modelle mit einem guten Ra-Wert bevorzugen. Hierfür empfehlen wir Ihnen den Beitrag über LED Arbeitsplatzbeleuchtung.

 

Features für mehr Lese- und Schreibkomfort

Viele Schreibtischleuchten sind mit Zusatzfeatures ausgestattet, z. B. einstellbarer Lichtfarbe.
Die Demetra Professional von Artemide erlaubt die Einstellung der Lichtfarbe.

Schreibtischleuchten mit zusätzlichen Einstellmöglichkeiten erhöhen den Ergonomie-Faktor im Home-Office erheblich, indem sie den Bedienkomfort auf ein neues Level heben. Leuchten mit einstellbaren Lichtfarben bieten ein breites Spektrum von warm-weißem über neutral-weißem bis kalt-weißem Licht. Somit kann je nach Situation und Bedürfnis eine beruhigende oder eher aktivierende Lichtwirkung abgerufen werden. Schreibtischleuchten mit einer Tageslichtautomatik, wie etwa die Kelvin LED von Flos, übernehmen die Aufgabe der Helligkeitseinstellung, (die Sie üblicherweise manuell via Dimmer vornehmen), indem sie die Lichtintensität automatisch je nach Tageslichteinfall regulieren. Scheint viel Licht durch das Fenster hinein, dimmt die Leuchte selbstständig das Licht herunter, geht das Sonnenlicht zurück, stellt die Tageslichtautomatik das Licht wieder kräftiger.

Als überaus nützlich erweist sich auch ein Präsenzsensor, wie ihn z. B. die Demetra von Artemide hat.  Dieser schaltet die Schreibtischleuchte automatisch aus, sobald keine Bewegung mehr registriert wird – wenn sich also niemand mehr im Raum aufhält und somit kein Licht mehr benötigt wird. Vorteil: Sie sparen Energie, etwa weil Sie zwischendurch rausgehen, um eine Pause zu machen.

 

Alternativen für die Schreibtischbeleuchtung

Eine Klemmleuchte wie die Clamp von Pablo Design benötigt nur an der Tischkante ein wenig Platz, um ihren Dienst zu verrichten.

Ausführungen mit einer Klemme können an der Tischkante befestigt werden, um nehr Platz für Utensilien vorzuhalten.

Nicht jeder Schreibtisch bietet ausreichend Stellfläche, um eine Schreibtischleuchte mit Standfuß darauf zu platzieren. Oft befinden sich bereits viele Gegenstände auf dem Tisch, so dass es schonmal etwas eng werden kann. In diesem Fall bieten sich neben Ausführungen mit Klemm- oder Schraubbefestigung auch Steh-, Wand- und Pendelleuchten als Schreibtischleuchten an. Im Folgenden zeigen wir Ihnen einige Beispiele, weitere interessante Möglichkeiten finden Sie in unserem Ratgeber „Alternative Schreibtischbeleuchtung“.

Auch Leuchten mit Schraubbefestigung sind eine gute Möglichkeit für eine platzsparende Schreibtischbeleuchtung.
Modelle mit Schraubbefestigung benötigen eine Bohrung in der Tischplatte und nehmen dort kaum Platz ein.

Die Beleuchtung des Schreibtisches können auch Wandleuchten übernehmen, wie z. B. die Caravaggio W von Fritz Hansen

Einstellbare Wandleuchten platzieren das Licht wunschgemäß und sorgen so für eine individuelle Beleuchtung.

Pendelleuchten wie die LEDy von Steng Licht können ebenfalls als Schreibtischleuchten fungieren.

Auch Pendelleuchten können für eine gute Schreibtischbeleuchtung sorgen.

 

Style & Inspiration: zeitlose Klassiker

Die Original 1227 gehört zu den ältesten Schreibtischleuchten-Entwürfen überhaupt.

Der Entwurf zur Original 1227 von Anglepoise stammt aus dem Jahr 1935.

Zu guter Letzt möchten wir Ihnen noch einige besonders liebgewonnene Schreibtischleuchten ans Herz legen. Dafür stellen wir Ihnen zunächst Klassiker der Schreibtischbeleuchtung vor, die sich über viele Jahre bewährt haben.

Dieses Bild der Tizio von Artemide veranschaulicht die perfekte Balance zwischen Gegengewicht und Leuchtenarmen.
Die Tizio von Artemide ist ein Klassiker aus dem Jahr 1970, der mit Gegengewichten und Niedervolttechnik arbeitet.

Die Tolomeo Tavolo von Artemide gehört zu den absoluten Schreibtischklassikern.
DIE Ikone unter den Schreibtischleuchten: die Tolomeo Tavolo von Michele de Lucchi.

Die Type 75 von Anglepoise zitiert eine echte Legende unter den Schreibtischleuchten.
Die Type 75 von Anglepoise ist eine Neuinterpretation einer Designlegende von George Carwardine.

Die Bestlite BL1 Schreibtischleuchte ist von Robert Dudley Best, der ein Freund von Bauhaus-Gründe Walter Gropius war.
Die Bestlite BL1 ist ein britischer Designklassiker von 1930 aus der Feder von Robert Dudley Best.

Die Kaiser idell 6631 , die heute von Fritz Hansen vertrieben wird, gehört zu den absoluten Klassikern und den Schreibtischleuchten.
Die Kaiser idell 6631 wird aufgrund zahlreicher TV-Auftritte auch die  „Kommissarleuchte“ genannt.

 

Style & Inspiration: die Klassiker von morgen

Die String T1 von Rotaliana ist ebenso grazil im Design wie flexibel in der Lichtführung.

Die String T1 LED von Rotaliana überzeugt durch eine filigrane Gestalt und eine vorbildliche Flexibilität.

Doch auch moderne Schreibtischleuchten wissen mit feiner Ästhetik und schreibtischgerechter Beleuchtung zu faszinieren. Hier eine kleine Auswahl unserer modernen Klassiker.

Die Kelvin von Flos gehört dank Green Mode zu den zukunftsweisenden Schreibtischleuchten.

Die Kelvin von Flos ist sehr beweglich und passt sich dank „Green Mode“ den äußeren Lichtverhältnissen an.

Die Roxxane des Anbieters Nimbus ist ein Paradebeispiel für deutsche Wertarbeit.

Die Roxxane von Nimbus lässt sich dank Friktionsgelenken sehr leichtgängig ausrichten.

Ihre überragende Technik macht die Kelveen von Oligo zu einer Schreibtischleuchte für die Zukunft.

Mehrachsig ausrichtbar, Touchdimmer mit Memoryfunktion: Die Kelveen von Oligo weist in die Zukunft.

Die Pure Mini Tischleuchte von Mawa ist dank dreh- und schwenkbarem Kopf sowie neigbarem Stiel bestens für die Zukunft gerüstet.

Dreh- und schwenkbarer Kopf, neigbarer Stiel: die Pure Mini von Mawa.

 

Wir hoffen, dass Ihnen der Artikel gefallen hat. Über Kritik, Anregungen oder Lob freuen wir uns wie immer. Weitere Schreibtischleuchten finden Sie im Online-Shop von light11.de.


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