terminus

Joan Gaspar

*1966

Das Wesen einer Leuchte steckt in ihrer Geschichte

Für Joan Gaspar, der seit 1996 Art Director des spanischen Leuchtenherstellers Marset ist, hat Design viel mit Autorschaft gemein. Denn seiner Auffassung nach steckt das Wesen eines Objekts ebenso sehr in seiner Entstehungsgeschichte wie in seiner endgültigen Gestalt. Die Probleme und Herausforderungen, die dem Designer auf seinem Weg zum fertigen Produkt begegnen, sind essentieller Bestandteil und prägen den Gegenstand grundlegend. So verwundert es nicht, dass Gaspar, der 1966 in Barcelona geboren wurde, das Denken an die erste Stelle seines Mottos setzt: „Gutes Design muss gut durchdacht sein und sollte gut funktionieren. Wenn es dazu noch gut aussieht – umso besser!“. Dieser Leitgedanke findet sich in allen Werken des spanischen Designers wieder. Etwa bei der Polo Tischleuchte, deren initiale Idee aus dem Schwierigkeit stammt, sich während der Arbeit mit einem anderen Menschen unterhalten und anschauen zu können, ohne dass ein ausladender Schirm die Sicht versperrt. Dies führt schließlich zur schlanken, zylindrischen Gestalt des Leuchtenkopfs der flexiblen Schreibtischleuchte. Auch die anderen Leuchten Joan Gaspars haben eine spannende Geschichte zu erzählen, die es zu entdecken gilt.

mehr lesen...
Ihre Auswahl:   
63 Ergebnisse
Joan Gaspar
63 Ergebnisse
Sortieren nach:
24 h
UVP*€ 231,-1 %
€ 229,-
6 Wo
€ 276,-
24 h
€ 625,-
24 h
€ 445,-
7 Wo
€ 226,-
24 h
€ 168,-
7 Wo
€ 884,-
7 Wo
€ 678,-
7 Wo
€ 382,-
7 Wo
€ 647,-
7 Wo
€ 653,-
7 Wo
€ 895,-
7 Wo
ab€ 1.124,-
7 Wo
ab€ 1.127,-
7-8 Wo
€ 1.765,-
7 Wo
€ 1.023,-
7 Wo
€ 393,-
7 Wo
€ 889,-
7 Wo
UVP*€ 271,-1 %
€ 269,-
Ihre Auswahl:   
63 Ergebnisse
Joan Gaspar
63 Ergebnisse
Sortieren nach:

Joan Gaspars Werdegang

Um Joan Gaspars Design zu verstehen, lohnt ein Blick in seine Vergangenheit. Nach dem Studium des Industriedesigns an der Artes y Oficios Schule in Barcelona konzentriert er sich auf den Bereich des Leuchtendesigns. Von 1988 bis 1992 verdient er sich seine ersten beruflichen Sporen bei dem Unternehmen Vapor, für die er Leuchten in einem minimalistischen Stil entwirft. Im Anschluss daran arbeitet er mit einer Reihe verschiedener spanischer Leuchtenhersteller, wie etwa Santa & Cole, DAE, Resol und Marset zusammen. Dabei entwickelte sich eine enge Kooperation mit Marset, für die er seit 1996 vorrangig tätig ist. In der Folge prägt er die Kollektion des spanischen Leuchtenherstellers maßgeblich und ergänzt selbige durch eigene Entwürfe. Dazu zählen so ausgefallene Leuchten wie die Scene Wandleuchte, die ihr Licht direkt gegen die Wand wirft und zugleich ein kleines Diorama in ihrem elliptischen Korpus präsentiert. Dabei begeistert sie durch eine vollständige Entblendung und ein weiches Raumlicht. Seit 2002 betreibt Gaspar ein unabhängiges Designstudio in Barcelona, das nicht nur Leuchten sondern auch Möbel entwirft. Zusätzlich unterrichtet er Design an den beiden Designhochschulen in Barcelona, der Elisava und der Eina.


Joan Gaspars Gespür für hochwertige Materialien

Das Design Joan Gaspars zeichnet sich in vielen Fällen durch einen starken Bezug zu hochwertigen Materialien wie Stoff, Holz und mundgeblasenem Glas aus. Dies offenbart sich vor allem in der Mercer-Serie, die er 2005 für Marset entwickelte. Gerade die Mercer Tischleuchte führt die Merkmale der Familie eindrücklich vor. Ihr Korpus besteht aus mundgeblasenem Glas, das die Form einer klassischen Tischleuchte nachahmt. Dabei stellt sie einen Schirm aus gewickeltem Baumwollband wie eine Vitrine aus. Wird sie eingeschaltet, schimmert der Schirm bezaubernd und verwöhnt seine Umgebung mit sanftem Stimmungslicht. Zugleich wirft sie helles Zonenlicht nach unten auf die Tischfläche, wodurch sie Kommoden oder Sideboards hervorragend akzentuiert. Auch die Nolita Cotton P Stehleuchte aus der Feder Gaspars greift das Element des Stoffschirms auf. Allerdings verbirgt sie unter dem äußeren, in Falten gelegten Stoff einen Polycarbonatschirm, der das ausströmende Licht sanft entblendet. So fungiert sie als behagliches Leselicht, das sich zusätzlich bedarfsgerecht einstellen lässt. Denn der Schirm kann schräg gestellt werden, während das Gestell in der Höhe einstellbar ist.


Die Geschichte hinter Joan Gaspars Leuchten

Die Marset Cala Indoor Stehleuchte steht sinnbildlich für den Anspruch Gaspars, Originalität mit Hochwertigkeit zu paaren. Mit ihrem aufklappbaren Gestell aus echtem Eichenholz mutet die Stehlampe wie eine klassische Staffelei aus einem Künstleratelier an. Ihr weißer, zylindrischer Polyethylenschirm bildet einen feinen Kontrast zum geradlinigen Gestell, wodurch sie die Blicke auf sich zieht. Trotz der gegensätzlich verlaufenden Geometrie ihrer Komponenten verkörpert Cala ein in sich stimmiges Gesamtgefüge. Auch mit der Ginger XXL 60 Bogenleuchte greift Joan Gaspar Holz als wesentliches gestalterisches Stilmittel auf. Denn der Schirm besteht aus einer hochwertigen Verbindung aus Papier und Holz, die unter hohem Druck in Form gebracht wird. Unter dem Schirm, der an ein Schlagzeugbecken erinnert, befindet sich eine Schale, in der sich das leistungsstarke LED-Leuchtmittel befindet, das sein Licht direkt nach oben gegen den weißen Reflektor richtet. So entsteht ein vollständig entblendeter Lichtwurf, der einen Esstisch in eine gemütliche Atmosphäre taucht. Auch die Ginger-Serie wartet mit einer spannenden Geschichte auf, durch die ihr Design einleuchtender wird: Die Leuchten-Familie ist nach dem Schlagzeuger Ginger Baker benannt, der in den 60er Jahren große Erfolge mit der Rockband Cream feierte. Damit rekurriert Gaspar auf Erfahrungen aus seiner Kindheit, die ihn zu dem Entwurf der Leuchte bewogen haben.

Die überaus beliebte Plaff-on! ist zugleich eine Hommage an Joan Gaspars Lehrer und Förderer Lluis Porqueras, einem der ersten Industriedesigner Spaniens. Die Deckenleuchte aus hochwertigem Aluminium und mundgeblasenem Opalglas gefällt durch ihre reduzierte Formgebung und sorgt nicht nur im Flur für sanfte Beleuchtung. So gewährleistet sie als große 50er-Variante auch in einem Essbereich eine umfassende, weiche Grundhelligkeit.
nach oben