Ross Lovegrove

*1958

Natürliche Formen für ein Design des 21. Jahrhunderts

Ross Lovegrove ist stets auf der Suche nach neuen und innovativen Formen. Diese findet der selbsternannte „Captain Organic“ in seinen alltäglichen Naturbeobachtung und den modernen wissenschaftlichen Bildgebungsverfahren. So entstehen von der Natur inspirierte Objekte, die auf dem schmalen Grat zwischen Einrichtungsgegenstand und Kunstwerk balancieren. Diese Symbiose lässt sich in Leuchten wie Skydro oder Cosmic Angel beobachten, die er für das weltberühmte Designunternehmen Artemide entwarf. Doch verwirklicht Lovegrove weit mehr als bloß schöne Objekte. Der umtriebige Waliser, der 1958 in Cardiff geboren wurde, sieht in der Verbindung von Design, Natur und Kunst den Weg zu einem neuen und ökologischen Design des 21. Jahrhunderts, fernab der rationalen und kantigen Formensprache der klassischen Moderne. Wegen seines wegweisenden Œuvres erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, wie etwa den Red Dot Award für sein Lebenswerk und den Good Design Award im Jahr 2006.

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Ross Lovegroves erste Experimente mit Licht

Die Karriere von Ross Lovegrove begann in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Nach dem Abschluss am Royal College of Arts arbeitete er gemeinsam mit Philippe Starck und Jean Nouvel im Atelier de Nimes in Paris und war als Designer für das Westdeutsche Label Frog Design tätig, wo er Walkmans für Sony und Computer für Apple entwarf. 1990 gründet er schließlich sein eigenes Designstudio mit Namen Studio X in London. Dieses führt er wie eine klassische Künstlerwerkstatt aus der frühen Neuzeit: Lovegrove entwickelt die Ideen für neue Formen und Projekte, während seine Angestellten erste Modelle und Vorschläge entwickeln. Schließlich entscheidet er, welche Pläne umgesetzt und welche verworfen werden. Auf diese Weise hat er die Möglichkeit Aufträge von Unternehmen auf der ganzen Welt zur selben Zeit zu bearbeiten. Zu seinen Auftraggebern gehören renommierte Firmen, wie Airbus, Peugeot, Vitra, Tag Heuer u.v.m.

Ungefähr zur selben Zeit in der er sein Studio gründet, widmet sich Ross Lovegrove zum ersten Mal dem Bereich der Beleuchtung. Für den italienischen Leuchtenhersteller Luceplan entsteht so eine Reihe von bemerkenswerten Lichtspendern, die bereits andeuten, in welche Richtung sich sein späteres Werk entwickeln wird. Die Solar Bud, eine solarbetriebene Bodenleuchte für den Garten, verkörpert bereits den Gedanken der Nachhaltigkeit, der zu einem zentralen Moment in seinem Schaffen wird. Dank eines Solarmoduls im Kopf emittiert sie bis zu 13-15 Stunden angenehm diffuses Licht, mit dem sich Wege, Teiche oder Terrassen hervorragend akzentuieren lassen. Daher ist die Leuchte auf keine externe Stromquelle angewiesen und spart somit wichtige Ressourcen ein. Dabei kann sie wegen des Erdspießes bei Bedarf kinderleicht an einen anderen Ort gestellt werden. Die Wandleuchte Goggle folgt hingegen einer anderen Linie in Lovegroves Werk. Ihre Gestalt ist einem menschlichen Auge nachempfunden, wobei sie mit einem faszinierenden optischen Effekt aufwartet. Die „Iris“ auf dem weißen Polycarbonat-Diffusor ist mit einer irisierenden Folie überzogen, wodurch sie je nach Blickwinkel die Farbe wechselt. So erzeugt die Wandlampe einen diffusen Lichtschein, der durch diesen intelligenten Kniff die Blicke auf sich zieht.


Ross Lovegroves Faszination für den negativen Raum

Ross Lovegroves Beschäftigung mit natürlichen Formen, hat in ihm die Faszination für Skelette geweckt. Daher sammelt er verschiedene Exponate von Tierskeletten in den Räumen seines Londoner Studios. Diese erfüllen nicht bloß einen dekorativen Zweck, sondern sind wichtiges Anschauungsmaterial für die Entwürfe Lovegroves die sich mit dem negativen Raum auseinandersetzt. Der Waliser hat in seinen Nachforschungen herausgefunden, dass die Natur überall dort, wo es möglich ist, freien Raum schafft. Diese Erkenntnis wendet er auf verschiedene Objekte an. Bestes Beispiel: New Nature Terra LED von Artemide. Der Rahmen der Stehleuchte besteht aus thermoplastischen Kunststoff, der ein organisches Gerüst bildet, das an Korallen oder die mikroskopische Struktur von Knochen erinnert. Zugleich verfügt sie über ein LED-Modul in ihrer Spitze, mit dem sie für ein indirektes Raumlicht sorgt, sowie eine zweite LED im Fuß, die den Korpus von innen illuminiert. Auch Aeros, die Lovegrove für die dänische Designmarke Louis Poulsen schuf, greift diese Formensprache auf. Ihre feinporige Struktur umschließt ein Halogenleuchtmittel, das sein Licht direkt nach unten abgibt und dabei den Korpus sanft erleuchtet. So verwöhnt die Pendelleuchte einen Tisch mit behaglichem Zonenlicht.


Ross Lovegrove: Die vielfältigen Formen des Wassers und der Pflanzen

Auch das Wasser und seine sich ständig verändernde Oberfläche hat es Ross Lovegrove angetan. In verschiedenen Objekten erprobt er immer wieder aufs Neue, welche verborgenen Formen und Lichteffekte sich aus diesem essentiellen Element gewinnen lassen. Dabei sticht die Mercury-Reihe besonders hervor. Die Decken- und Pendelleuchten zeichnen sich durch mehrere „Tropfen“ aus Spritzgussthermoplast aus. Diese wirken wie große, glatt geschliffene Kieselsteine bzw. große Quecksilbertropfen, die beeindruckende Reflexionen auch im ausgeschalteten Zustand erzeugen. Der Nebeneffekt: ein einmaliges Raumlicht mit einer faszinierenden Atmosphäre. Einen anderen Kurs schlägt hingegen Nebula Parete ein, die Lovegrove ebenfalls für Artemide entwickelte. Die Wandleuchte ergründet das Kräuseln der Wasseroberfläche, wenn man einen Stein in ein Gewässer wirft. Dabei bildet der wie ein Teller geformte Korpus ein bezauberndes Ornament von verschiedenen sich überschneidenden Wellen ab.

Bis heute stellt Lovegrove die Grenzen des Möglichen immer wieder in Frage. So schafft er Einrichtungsgegenstände und Leuchten, die mit den alltäglichen Sehgewohnheiten brechen. Dieser Art verblüfft die Cosmic Leaf Tischleuchte durch die Verbindung einer pflanzlich-organischen Formensprache und einer modernen Oberflächengestaltung. In ihrem zylindrischen Fuß verbirgt sich ein Halogen-Leuchtmittel, das sein Licht direkt nach oben abstrahlt. Dadurch wird der Korpus aus Polycarbonat, der an ein Blatt erinnert, gekonnt in Szene gesetzt. Gleichzeitig erzeugt die Tischleuchte eine hinreißende Lichtatmosphäre für einen entspannten Abend im Wohnzimmer. Auch die Leuchten der Florensis-Serie bestechen durch eine florale Formgebung. Dabei wird die organische Gestalt kunstvoll durch die verwendeten Materialien kontrastiert. Der Leuchtenkopf, der eine Blütendolde nachahmt, besteht aus Aluminium und ruht auf einem Gestell aus hochwertigem Stahl.


Ross Lovegrove erforscht die unendlichen Weiten des Weltalls

In jüngerer Zeit widmet sich Ross Lovegrove zunehmend dem Kosmos als Inspiration für seine Entwürfe. Hier stechen besonders die Space Cloud und die Cosmic Landscape Tavolo hervor. Erstere besteht aus mehreren Ebenen gelochten Aluminiums, die ein futuristisches Wabenmuster bilden, das von NASA-Fotografien von der Erde inspiriert ist. Dieses Gebilde wird von unten mit einer Halogenlampe angestrahlt. Dadurch entsteht ein faszinierender Lichtwurf, denn es wird sowohl von den einzelnen Ebenen als auch von der Decke reflektiert und erzeugt auf diese Weise ein vollständig entblendetes Raumlicht. Cosmic Landscape entwirft stattdessen eine mathematische Landschaft aus Höhen und Tiefen, die an eine graphische Darstellung von Strahlungswerten erinnert. Dabei verströmt sie sanftes Stimmungslicht, das für ein behagliches Ambiente im Schlafzimmer sorgt.

Neben seinen zahlreichen Leuchtenentwürfen für namhafte Designschmieden, widmet sich Ross Lovegrove primär der Vision eines nachhaltigen Produktdesigns. Daher entwickelte er unter anderem Pilotprojekte für solarbetriebene Fahrzeuge, die während der Ladephase als Straßenlaternen dienen, oder ressourcensparende Wohnungen für arme Wohngegenden.
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