Marcel Wanders

*1963

Brillanter Querkopf mit einer Vorliebe für das Phantastische

Marcel Wanders liebt Dekor und Schmuck. Seine Entwürfe glänzen mit prunkvollen Verzierungen in Stuck, Glas, Holz und Metall. Dies führt die Skygarden S1, die er für Flos entwickelt hat, exemplarisch vor. Die Pendelleuchte präsentiert dem Betrachter von außen eine glatte, nüchterne Oberfläche. Der erste Eindruck täuscht jedoch, tritt man unter den Schirm, offenbart sich ein reich verzierter Baldachin aus Stuck, der an die Decke eine Gründerzeithauses erinnert. Solche beeindruckenden Effekte sind typisch für das Werk von Marcel Wanders, der gradliniges und rationales Design phantasielos findet. Stattdessen propagiert er, den Sinn für das Wunder und die Schönheit im Leben wiederzuentdecken. Nicht ohne Grund heißt sein Designbüro „Wanders Wonders“. Die Freude am Unerwarteten, am „Wunder“, motiviert den niederländischen Stardesigner zu seinen Entwürfen. Er befreit seine Werke von starren Regeln und kreiert Illusionen, die sich dem Betrachter erst auf den zweiten Blick offenbaren. Im lightMAG-Exklusivinterview erklärt Wanders seine Vorstellung von schönem Design und was ihn zu immer neuen und phantastischen Kreationen antreibt.

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Marcel Wanders Durchbruch

Inzwischen ist Marcel Wanders zu einem der populärsten Designer weltweit avanciert, der durch seine individuelle Handschrift zu begeistern weiß. Doch seine Karriere begann etwas holprig. Ehe er 1995 sein eigenes Studio eröffnete und 1996 seinen Durchbruch mit dem Design des Knotted Chair schaffte, wurde er von der Design Academy Eindhoven ausgeschlossen. Seinen Abschluss als Industriedesigner machte er schließlich 1988 an der Kunsthochschule in Arnheim. Doch durch den federleichten Stuhl aus geknoteten Karbonfasern, der mittlerweile zur permanenten Ausstellung de MoMa in New York zählt, stellte Wanders sein ganzes Talent unter Beweis. Die Sitzgelegenheit erhält ihre Stabilität aufgrund neuer Verfahrenstechniken. Der Stuhl wird mit Epoxyharz imprägniert und anschließend zum Trocknen in einer Form aufgehängt. Dabei wird seine finale Gestalt durch die Wirkung der Schwerkraft beeinflusst.

Anders als im Möbeldesign sind die ersten Schritte von Wanders im Bereich des Leuchtendesigns noch sehr dezent. Dies fällt besonders auf, wenn man sie mit seinen späteren Entwürfen vergleicht. Die Trix Stehleuchte, Tube Pendelleuchte und Long Light eint eine einfache, geometrische Gestalt und ein satinierter PVC-Korpus. Dadurch verströmen sie sanft entblendetes Stimmungslicht und sorgen so für eine behagliche Atmosphäre. Auch die Double Round Light Tischleuchte greift die Formensprache der frühen Leuchten von Wanders auf. Auf einem Couch- oder Beistelltisch im Wohnzimmer verbreitet sie ein harmonisches Ambiente durch gemütliches Stimmungslicht.


Marcel Wanders als Designer für Moooi und Flos

Im Jahr 2001 gründet Marcel Wanders gemeinsam mit Casper Vissers das Designlabel Moooi, das seinen Sitz in der niederländischen Hauptstadt Amsterdam einrichtet. Dort übernimmt er die Aufgabe des Art Directors und entwirft neben Möbel- und Interieurszenen auch ausgefallene Leuchten. Ein besonderes Schmuckstück unter den Werken des Niederländers ist die Bell Lamp, eine Pendelleuchte mit einem Schirm aus mundgeblasenem Glas und edlem Baldachin aus Keramik und Metall. Baldachin und Schirm werden in vielen modischen Farbtönen angeboten, so dass sich der Lichtspender in jedes Interieur einfügt. Ein weiteres Highlight, das Wanders gemeinsam mit Bertjan Pot exklusiv für Moooi entwickelte, ist die Heracleum II. Ihre filigrane, verästelte Gestalt verdankt sie einer modernen, stromleitenden Lackierung, die sich des sogenannten „Elektro-Sandwiches“ bedient. Dabei werden mehrere stromleitende und nicht-stromleitende Farbschichten übereinander aufgetragen, wodurch keine Kabel in den feinen Ästen der Pendelleuchte verlegt werden müssen. So war es möglich die zarte Verästelung des ursprünglichen Entwurfs beizubehalten und eine einmalige Pendelleuchte zu produzieren.

Marcel Wanders entwirft auch für die italienische Designmarke Flos verschiedene Leuchten, die sich allesamt durch ihr extravagantes Design auszeichnen. Die Can Can und die Mini Can Can, die mit ihrer klassisch-klaren Form zunächst introvertiert daherkommen, offenbaren bei näherer Betrachtung ein verschnörkeltes, blumiges Innenleben. Auf der beleuchteten Fläche entstehen so einzigartige Muster, die das Auge faszinieren. Mit der Pendelleuchte Valentine versetzt Wanders den Betrachter in die Welt von 1001 Nacht. Das Kristallglas-Element im oberen Drittel der Leuchte lässt nur erahnen, was Valentine im Inneren zu bieten hat. Ein Mosaik aus Kristallglas verwandelt den auf den ersten Blick eher unauffälligen Schirm in ein faszinierendes Meer aus Lichtblumen. Einen ähnlich erstaunlichen Effekt bietet der Zeppelin-Kronleuchter: Die am unteren Teil des Schirms befestigte Kristallkugel schafft durch ihre klare, schillernde Beschaffenheit einen markanten Gegensatz zum kokonartigen, gewebt wirkenden Leuchtenschirm aus Kunstfaser.

Die Werke von Marcel Wanders werden mittlerweile auf der ganzen Welt in Museen, Galerien und Hotels ausgestellt. Dazu zählen u. a. die Sammlungen des Stedelijk Museum in Amsterdam, Museum Boijmans van Beuningen in Rotterdam, Centraal Museum in Utrecht und des Museum of Decorative Arts in Kopenhagen. Darüber hinaus erhielt er für die Skygarden den Red Dot Award. Trotz des großen Erfolgs ist Wanders noch immer auf dem Boden geblieben und widmet sich neben seinen zahlreichen Aufträgen der Lehre an verschiedenen Hochschulen in den Niederlanden.
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