Martin Wallroth & Marco Schölzel – Mawa Design – Designer im Interview

Die Aufnahme zeigt Marco Schölzel (r.) und Martin Wallroth von Mawa Design, während sie durch ein Gehäuse der Oval Office Wandleuchte Blicken.Der deutsche Hersteller Mawa Design steht für hochwertige Leuchten, ausgeklügeltes Design und Produkte „Made in Germany“. Auszeichnungen mit bekannten Designpreisen, wie dem Red Dot Award oder dem Interior Innovation Award, untermauern die außergewöhnliche Qualität der Mawa Design Leuchten. Wir sprachen mit Designer Marco Schölzel und Unternehmensgründer Martin Wallroth über Licht, Leuchten und die besondere Mawa Design-Philosophie.

Klare Formensprache, hochwertige Materialien, ausgefeilte Funktionalität – die Leuchten aus der Schmiede von Mawa Design zeichnen sich durch einen ganz eigenen Look aus, der die Traditionen deutscher Ingenieurskunst mit innovativen Designansätzen verbindet. Designer Marco Schölzel zeichnet für mehrere Leuchten von Mawa Design verantwortlich, unter anderem für die neue Pure Leuchtenfamilie. Regelmäßig arbeitet Schölzel zudem mit Unternehmensgründer Martin Wallroth zusammen, so entstanden etwa die Leuchtenfamilien Oval Office und Open Air aus der Kooperation der beiden kreativen Köpfe.

 

 

Mawa Design – Die „Macher“ im Gespräch

lightMAG: Herr Wallroth, Herr Schölzel, wir freuen uns sehr, dass Sie sich die Zeit nehmen, uns einige Fragen zu beantworten. Die erste Frage geht gleich an Sie beide in Ihrer Rolle als Designer: Gibt es Designer oder Künstler, die ihre Arbeit besonders beeinflussen? Haben Sie ein Vorbild?

Die Mawa Design Schliephacke Stehleuchte sorgt für Zonenlicht an einem Sessel.

Historisches Objekt: Die Stehleuchte Schliephacke

Martin Wallroth: Die Auseinandersetzung mit den historischen Leuchten Ssymmank und Schliephacke und den gleichnamigen Architekten haben mich sozusagen „Leuchten sehen“ gelehrt. Die konträren Strömungen Ende der 50er Jahre, Organik versus Bauhaus, sind Eckpunkte unserer Kollektion. Ich persönlich habe keine Vorbilder in dem Sinne, vielleicht unterscheide ich mich an dieser Stelle von Herrn Schölzel. Der frühe Kontakt Ende der 70er und Anfang der 80er mit Kreativen, auch mit Verkäufern der Einrichtungsbranche haben mich geprägt und somit beeinflusst.

 

 

 

Marco Schölzel: Mich haben schon immer Dinge fasziniert, bei denen Technik, Funktion und Design in einem harmonischen Verhältnis zueinander stehen und eine Einheit bilden, sowie Dinge, die eher eine dezente Gestaltung aufweisen. Es gibt Arbeiten von Designern und Künstlern, die ich bewundere, aber den Einen als Vorbild gibt es nicht.

lightMAG: Was verbinden Sie mit Design aus Deutschland? Gibt es hier für Sie herausragende Persönlichkeiten?

Martin Wallroth: Da muss man sofort an die „Bauhäusler“ denken, aber für mich sind Dieter Rams und Otl Aicher mehr als herausragend. Ich liebe aber Persönlichkeiten mit Charakter und Standing wie z.B. Nils Holger Moormann.

Marco Schölzel: Ich bin in der DDR aufgewachsen, wo der einzelne Gestalter nicht im Vordergrund stand. Daher kannte man die Namen der Menschen hinter Produkten weniger. Wenn ich an Design aus Deutschland denke, fallen mir eher das Bauhaus und deren Protagonisten ein.

 

„Irgendwie spürte ich, dass ich gestalten wollte.“

 

lightMAG: Wann haben Sie sich entschlossen, den Beruf des Designers zu ergreifen? Gab es hier ein Schlüsselerlebnis?

Das Bild zeigt Mawa Design-Gründer Martin Wallroth beim Blick durch eine Fernrohr Deckenleuchte.

Leidenschaftlicher Tüftler: Mawa-Gründer Martin Wallroth

Martin Wallroth: Schöne Frage, nächste Frage. Ich bin kein Designer. Als ich in Ratzeburg in den 70ern Abitur machte, musste man seinen Berufswunsch angegeben. Ich wählte den Formgestalter, kein Beruf, aber es war die offizielle Bezeichnung des Designers in der DDR. Irgendwie spürte ich, dass ich gestalten wollte. Als Kind und Jugendlicher habe ich leidenschaftlich gebastelt. Meine zwei älteren Brüder, beide geniale Tüftler und Erfinder, waren prägend.

Sie wissen möglicherweise nicht, dass Mawa Design bis Anfang der 2000er Jahre eine reine Accessoires-Kollektion war. Leuchten waren auch Bestandteil der Kollektion, wurden aber eher stiefmütterlich behandelt.

 

 

Ich hinterfragte unsere Firmenstrategie und wollte nicht mehr den 151sten Kerzenleuchter auf den Markt bringen, sprich immer wieder Bedürfnisse wecken sondern für den Bedarf arbeiten. Möglicherweise war dies verursacht durch eine Midlife Crisis, in diesem Fall aber eine verdammt gute. Mawa Design hat sich neu erfunden, mit Licht als Schwerpunkt und mit eigener Entwicklung, Konstruktion und vor allem Produktion. Und so wurde ich zum Leuchtenproduzenten, aber zu einem formgestaltenden.

Marco Schölzel: Ich habe mich relativ spät entschlossen Design zu studieren. Als ich das Studium begann, war ich 28 Jahre alt. Zuvor habe ich als Karosseriebauer gearbeitet. Da mich das auf Dauer nicht glücklich gemacht hat, wollte ich etwas studieren, wo ich konstruieren und gestalten kann – Dinge, die ich leidenschaftlich gern mache. So habe ich also Produktdesign an der FH Potsdam studiert.

 

„Eine Leuchte ist dann gelungen, wenn sie gutes Licht erzeugt, modisch resistent ist, in Ehre altern kann und die nächste Generation sie auch noch nutzen kann.“

 

lightMAG: Was macht für Sie eine gelungene Leuchte aus? Welche Leuchten schätzen Sie besonders für ihr Design oder ihre Lichtwirkung?

Martin Wallroth: Eine Leuchte ist dann gelungen, wenn sie gutes Licht erzeugt, modisch resistent ist, in Ehre altern kann und die nächste Generation sie auch noch nutzen kann.

Marco Schölzel: Wenn eine Leuchte effizientes, schönes Licht erzeugt. Wenn man erkennt, dass die Leuchte bis ins Detail mit Sorgfalt, Können und Leidenschaft gemacht ist, dann schätze ich dieses Produkt.

lightMAG: Wie stehen Sie zum Thema Glühlampenausstieg durch die EU? Halten Sie diesen für einen sinnvollen Weg, den Energieverbrauch zu reduzieren?

Martin Wallroth: Ja, unbedingt, auch wenn jeder Abschied schwer fällt. Wir müssen mit unseren Ressourcen sparsamer umgehen, das Verbot ist also ein Muss. Aber: Mittlerweile gibt es sehr gute LED-Retrofits.

Marco Schölzel: Ich sehe das ebenso.

lightMAG: Vermissen Sie als Designer die traditionelle Glühlampe als Designelement?

Martin Wallroth: Nein, überhaupt nicht.

lightMAG: Wie beurteilen Sie die Entwicklung im Bereich der LED?

Martin Wallroth: Nun, da ist noch kein Ende in Sicht. Man rechnet damit, in 15 Jahren 300 Lumen pro Watt zu erreichen.

 

„Die LEDs, die wir einsetzen, sind High-End-Produkte.“

 

lightMAG: Was würden Sie einem Verbraucher raten, der die Lichtqualität der LED eher kritisch sieht?

Martin Wallroth: Die Qualität der LED ist nur eine Frage des engen und wiederholgenauen Binnings (Binning bezeichnet die Einordnung von LED-Modulen nach gleicher Lichtfarbe, um Abweichungen im Produkt auszuschließen, Anm. d. Red.). Bei Mawa werden die Themen Binning, Farbwiedergabe und Lichtfarbe mehr als ernst genommen. Die LEDs, die wir einsetzen, sind High-End-Produkte. Wir bieten alle Leuchten der Mawa-Kollektion in Alternativ-Ausführung mit LED-Leuchtmitteln an. Nach wie vor produzieren wir aber immer noch Unmengen von Halogenleuchten.

Grundsätzlich gerät das Thema „LED versus Halogen“ zur Rechenfrage. Es gibt beispielsweise von Osram besonders effiziente Halogenleuchtmittel. Hier müssen Faktoren wie Energiekosten, Brenndauer und Anschaffungskosten bedacht werden.

 

„Die LED-Technik bietet die Möglichkeit, in völlig neuen Formen zu denken.“

 

Designer Marco Schölzel im Portrait.

Designer Marco Schölzel sieht viele Vorteile in der LED-Technik

lightMAG: Was sind für Sie als Designer die Vorteile der LED? Bieten sich durch die LED Möglichkeiten, die man als Designer zuvor nicht hatte?

Marco Schölzel: Die LED-Technik bietet die Möglichkeit, in völlig neuen Formen zu denken. Man kann extrem kompakte Leuchten herstellen, die obendrein viel Licht erzeugen. Es ist möglich, aufgrund der Langlebigkeit und Zuverlässigkeit das Thema Leuchtmittelwechsel zu vergessen und kann zum Beispiel auf störende Schrauben oder komplizierte Verschlussmechanismen verzichten. Dies sieht dann nicht nur schöner aus, sondern erweist sich auch als deutlich kostengünstiger.

 

 

lightMAG: Welche Philosophie verfolgt Mawa Design bei der Gestaltung seiner Produkte? Gibt es ein Leitbild, eine Blaupause für das typische Mawa Design?

Marco Schölzel: Bei Mawa Design geht es stets darum etwas entstehen zu lassen, was uns selbst fasziniert und wir selber auch kaufen würden. Wir achten sehr auf die Qualität unserer Leuchten, was sich nicht nur im Lichtergebnis zeigen soll, sondern auch in der Liebe zum Detail. Da wir im Hause Mawa Design sehr viele Elemente selbst herstellen können, haben wir es in der Hand, technisch bis an die Grenzen zu gehen und dabei auf höchstem technischem Niveau zu fertigen.

lightMAG: Als Manufaktur produziert Mawa Design seine Produkte ausschließlich in Deutschland. Was sind die Vorteile von „Made in Germany“?

Martin Wallroth: In unserem Logo steht rechtsseitig „die Hightech Manufaktur“. Wir haben seit der Neuausrichtung auf das Thema Licht siebenstellige Summen in CNC-Maschinen, Anlagen und Fertigungsverfahren investiert, aber auch in Mitarbeiterqualifikation – und das in Brandenburg. Auf der Stirnseite unseres Kataloges ist nur ein grünes Quadrat und „Made in Brandenburg“ zu sehen, das ist ein Qualitätsmerkmal.

Als Nischen-Hersteller, so wie wir uns verstehen, müssen und wollen wir schnell reagieren können. Dies schließt nicht aus, Komponenten im Ausland fertigen zu lassen. Wir leben in einer globalen Welt, „Made in Germany“ ist weltweit ein Synonym für Qualität. „Made in Brandenburg“ wird auch in Taiwan geschätzt und verstanden. Ein Geschäftsfreund in Taipeh holt mich regelmäßig mit einem Mercedes vom Flughafen ab. Sein Nummernschild trägt das TÜV-Zeichen und eine Plakette mit dem Brandenburger Adler. Wir Deutschen werden nicht für alles auf der Welt geschätzt, stehen aber vielerorts für Qualität und Zuverlässigkeit.

 

„Vielleicht sind in 10 Jahren OLEDs der große Renner.“

 

lightMAG: Wenn Sie zurückblicken, welche technische Neuerung hat in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten die Beleuchtung besonders beeinflusst?

Martin Wallroth: Ende der 70er und in den 80ern waren es die Halogenlampe und die Energiesparlampe, die Gegenwart ist gekennzeichnet durch die LED-Technik. Vielleicht sind in 10 Jahren OLEDs der große Renner.

Das Bild zeigt die Deckenleuchte Etna von Mawa Design vor weißem Hintergrund.

Geformt wie ein Vulkan: Deckenleuchte Etna

lightMAG: Herr Wallroth, die Leuchte Etna steht in der Tradition minimalistischer Klassiker wie der Teti, 1970 von Vico Magistretti gestaltet. Was inspirierte Sie bei der Gestaltung von Etna?

Martin Wallroth: Hier steckt ein bisschen Frechheit im Entwurf. Spötter würden sagen: kopiert. Ich war mit meiner Familie in Neapel, übrigens war ein Urahn von mir dort Direktor der Kunstakademie. Ich sah den Vesuv, dachte an Sizilien und schon war die Leuchte mit Schlund geboren.

 

 

 

 

lightMAG: Herr Schölzel, mit der Pure haben Sie für Mawa eine preisgekrönte Leuchtenfamilie entwickelt, die auch mit energieeffizienter LED-Technik zu haben ist. Welche Idee liegt den Pure Leuchten zugrunde? Was war Ihr Ziel beim Design der Pure?

 

Die Aufnahme zeigt die neue Mawa Design Pure Tischleuchte auf einem kompakten Schreibtisch.

Filigranes Leselicht: die Pure Tischleuchte

Marco Schölzel: Das eine, grundlegende Ziel der Pure gab es im Grunde gar nicht. Mir sind einige bereits vorhandene Leuchtenkomponenten bei Mawa Design die Hände gefallen, wodurch mir die Idee zu einer Stehleuchte kam, der Pure Stehleuchte. Daraus entstand dann peu á peu die Pure Familie. Es war allerdings etwas schwierig, Leuchten-Technik zu finden, die unsere Gestaltung nicht störend beeinträchtigen würde. Der Taster und das Gelenk der Tischleuchte sind beispielsweise komplette Eigenentwicklungen.

 

 

 

 

lightMAG: Herr Schölzel, bitte beschreiben Sie die Zusammenarbeit mit Mawa Design.

Marco Schölzel: Die Zusammenarbeit mit Mawa Design ist ein Kreislauf aus dem, was wir gern machen würden, dem, was wir machen können und dem, was auch bezahlbar ist. Aus diesem Kreislauf entsteht letztlich eine Leuchte. Oftmals scheint etwas nicht möglich zu sein. „Geht nicht, gibt´s nicht“, denken wir dann und versuchen das Problem auf andere Art zu lösen.

 

Das Bild zeigt, wie Martin Wallroth und Marco-Schölzel gemeinsam an der Oval Office Wandleuchte arbeiten.

Tüftler: Martin Wallroth (r.) und Marco Schölzel arbeiten an der Oval Office Wandleuchte

lightMAG: Herr Schölzel und Herr Wallroth, die neue Wand- und Deckenleuchten-Serie Oval Office ist eine gemeinschaftliche Arbeit von Ihnen beiden. Welches Ziel verfolgten Sie bei der Gestaltung dieser Leuchtenfamilie?

Marco Schölzel: Die Anfänge der Oval Office liegen in einem Leuchten-Projekt für eine Schweizer Bank. Damals war es für uns schwierig, die Form des Gehäuses herzustellen. Wir mussten die Leuchten mühsam Stück für Stück zusammensetzen, was uns nicht wirklich gefiel. Wir waren unzufrieden mit der Qualität. Erst als wir uns eine hochpräzise CNC-gesteuerte Biegemaschine angeschafft haben, war es möglich, reproduzierbar in gleichbleibender Qualität zu fertigen. Der formale Impuls der Oval Office konnte nun in „Mawa-Manier“ mit allen uns so wichtigen Details umgesetzt werden.

 

Das Bild zeigt die Mawa Design FlatboxLED vor weißem Hintergrund.

Falten, biegen, leuchten: Der Aufbaustrahler Flatbox LED ist Martin Wallroths Lieblings-Leuchte

lightMAG: Dürfen wir abschließend fragen, an welchen Projekten Sie derzeit arbeiten? Auf welche Mawa-Neuheiten können wir uns künftig freuen?

Martin Wallroth: Seien Sie gespannt auf die nächste Light + Building in 2016 (eine der weltweit größten Messen für Beleuchtung, Anm. d. Red.). Wir haben gelernt, dass sich strategisch definierte Entwicklungen lohnen, auch wenn man viel Geld investiert. Mawa hat noch nie so einen hohen Etat bereitgestellt wie für die Entwicklung der Leuchtenserien 70`s und FBL. FBL, übrigens meine Lieblingsleuchte, steht für „falten, biegen, leuchten“ oder aber für „FlatBoxLED“. Was viele Kunden nicht wissen: Wir arbeiten oft für sehr große Firmen wie VW oder z.B. derzeit für Siemens. Wir produzieren Messebeleuchtung für den weltweiten Einsatz.

 

lightMAG: Herr Wallroth, Herr Schölzel, wir bedanken uns vielmals für Ihre Zeit.

 

 

Mawa Design – Leuchten „Made in Germany“

Mawa Design Gründer und Geschäftsführer Martin Wallroth im Portrait.

Gründer Martin Wallroth startete Mawa Design zunächst als Ein-Mann-Betrieb

Die deutsche Manufaktur Mawa Design wird 1977 von Martin Wallroth in Berlin-Kreuzberg gegründet, damals noch als Ein-Mann-Betrieb. Der Name „Mawa“ setzt sich übrigens zusammen aus den Anfangsbuchstaben des Namens von Gründer Martin Wallroth. Zunächst wurden verschiedene Dekorations- und Einrichtungsobjekte für den Wohnbereich. Über die folgenden Jahre und Jahrzehnte wuchs das Unternehmen und weitere Mitarbeiter stießen zum Mawa-Team. 1997 wurde der Standort in Berlin zu eng für die wachsende Mitarbeiterschar und die Manufaktur zog nach Langerwisch um, ein Örtchen vor den Toren Potsdams.

 

 

 

 

 

Das Bild zeigt die Mawa Design Eintopf Deckenleuchte

Es werde Licht: Seit Anfang der 2000er konzentriert Mawa sich verstärkt auf Leuchten.

Anfang der 2000er Jahre änderte sich der Schwerpunkt im Sortiment von Mawa Design. Konzentrierte man sich zuvor vornehmlich auf Objekte und Accessoires für den Wohnbereich, engagierte man sich nun verstärkt in der Produktion von Leuchten. Wie wir im Gespräch mit Martin Wallroth erfuhren, spielte der Bereich Licht zuvor nicht die Hauptrolle im Unternehmenskonzept von Mawa Design. Bereits kurz nachdem man sich auf die Produktion von Leuchten fokussierte, erntete Mawa Design die ersten Lorbeeren für seine Produkte. 2001 wurde die Brandenburger Leuchtenmanufaktur im Rahmen der Verleihung des Designpreises Brandenburg mit einem Preis für die Produktlinie „Leuchten made in Brandenburg“ ausgezeichnet – verliehen vom damaligen Ministerpräsidenten Brandenburgs Manfred Stolpe.

 

Für die Produktion seiner Leuchten setzt Mawa Design nach wie vor auf heimische Fertigung. Der Manufaktur-Gedanke wird dabei konsequent gelebt, weshalb das Unternehmen nicht nur durch seine Serienprodukte auf sich aufmerksam macht, sondern auch durch die Möglichkeit, schnell und flexibel auf besondere Kundenwünsche einzugehen. Resultat sind individuelle Sonderanfertigungen, die auf Kundenwunsch auch in kleinen Serien oder sogar als Einzelstücke gefertigt werden können. Dies macht die Leuchten aus dem Hause Mawa Design besonders interessant für das Projektgeschäft. Objekte wie das Bundeskanzleramt, das Bundeswirtschaftsministerium oder das Maxim Gorki Theater in Berlin erstrahlen im Licht von Mawa Design Leuchten.

 

Zu den bekanntesten und beliebtesten Leuchten im Portfolio von Mawa Design zählen die Vertreter der Wittenberg-Familie. Das flexible Strahler-System beinhaltet Einbau- und Aufbauleuchten, erhältlich als ein- oder mehrflammige Ausführung in verschiedenen Oberflächen. Allen Modellen ist gemein, dass sich die Lichtrichtung ganz nach Wunsch einstellen lässt. Vertreter wie die Deckenleuchten Fernglas oder Fernrohr erinnern zudem in puncto Erscheinungsbild an die namensgebenden Okulare und transportieren somit einen ganz besonderen Look in den Raum. Interessantes Detail am Rande: Wie auch viele andere Leuchten von Mawa Design erfolgte auch die Benennung der Wittenberg-Serie in Anlehnung an ihren ersten Einsatzort – in diesem Falle war es das Lutherhaus in Wittenberg, für das diese Leuchte ursprünglich konzipiert wurde.

 

Zu den neuesten Werken aus dem Hause Mawa Design zählen, wie bereits im Interview erwähnt, die Leuchtenfamilien Pure und Oval Office. Pure ist eine Kreation von Marco Schölzel und besticht durch eine aufs Wesentliche reduzierte Formensprache. Auf dem filigranen Gestell der Tisch- und Stehleuchten thront ein rundlicher, futuristisch anmutender Leuchtenkopf, der am Lichtaustritt mit einem Glas versehen ist, um eine gleichmäßige und blendfreie Lichtabgabe zu gewährleisten. Pure ist wahlweise mit Niedervolt-Halogenleuchtmitteln zu haben, oder mit fest installiertem LED-Modul, das einen besonders energieeffizienten Betrieb ermöglicht. Auch die LED-Wandleuchtenserie Oval Office besticht durch ihr minimalistisches Design. Gleichzeitig trumpfen diese Leuchten mit hoher Energieeffizienz auf: Mit einem Energieeinsatz von lediglich 8,3 Watt kommt etwa die Oval Office 3 auf eine Lichtmenge von satten 1.100 Lumen. Dies entspricht einer Lichtausbeute von mehr als 132 Lumen pro Watt. Die etwas größere Oval Office 4 kommt sogar auf 2.200 Lumen – ausreichend Licht, um auch größere Räumlichkeiten zu erhellen.

 

Das Foto zeigt zwei Mawa Design Schliephacke Stehleuchten, die als Wandfluter für indirekte Raumbeleuchtung sorgen.

Klassiker von 1959: Stehleuchte Schliephacke

Doch ebenso wichtig wie das Thema Innovation ist der Brandenburger Hightech-Manufaktur auch das Thema Tradition. So bietet Mawa Design mit der Stehleuchte Schliephacke eine Re-Edition der berühmten Leuchte von Fridtjof Schliephacke, einem deutschen Architekten und Designer. Die Leuchte wurde bereits 1959 erstmals vorgestellt. Ursprünglich entstand sie aus handelsüblichen Industriekomponenten. Der charakteristisch geformte Leuchtenkopf brachte der Leuchte ihren Spitznamen ein: „Berliner Bratpfanne“. In der Tradition des Bauhaus stehend, präsentiert sich Schliephacke als absolut zeitloses Objekt, das auch heute noch durch seine einzigartige Formensprache und die ausgefeilte Funktionalität besticht.

 

 


 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsabfrage * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.