Skandinavisches Design in der Beleuchtung — Teil I

Ein Beispiel für skandinavisches Design in der Wohnwelt mit Holzmöbeln und einem Duett der berühmten PH Pendelleuchte.

Skandinavisches Design ist nicht erst seit IKEA ein fester Bestandteil der Wohnwelt. Seit seinen Ursprüngen in den 1950er Jahren hat sich skandinavisches Design weltweit etabliert und begeistert seine Anhänger mit klarer Formensprache und hoher Funktionalität. Gleichzeitig hat der Stil des hohen Nordens wesentlich zur „Demokratisierung“ des Designs beigetragen, indem gutes und funktionales Design für jedermann zugänglich gemacht wurde. Im ersten Teil unseres Specials zum Thema skandinavisches Design widmen wir uns den Ursprüngen dieser Design-Strömung, analysieren den Stil dessen, was wir unter dem Begriff skandinavisches Design verstehen, und werfen einen Blick in die Biographie wichtiger Protagonisten, wie Arne Jacobsen oder Poul Henningsen.

 

 

Skandinavisches Design – Entstehung & Stil

Detailaufnahme von Arne Jacobsens berühmten Stuhl "Ameise" - ein typisches Beispiel für skandinavisches Design

Eine typisch skandinavische Berühmtheit: der Stuhl „Ameise“ von Arne Jacobsen
"Design Museum Danmark - Ant chair" by lglazier618 - Ant chair 00, CC-BY-2.0, via Wikimedia Commons

Skandinavisches Design in seiner heutigen Form bildete sich bereits in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts heraus und ist gekennzeichnet durch die Einflüsse des Funktionalismus und der Moderne. Einer der Kerngedanken dieser Strömungen war, dass funktionale und zudem optisch attraktive Design-Objekte nicht nur den Reichen zur Verfügung stehen sollten, sondern für alle zugänglich gemacht werden sollten. Dieser Gedanke wurde im Rahmen des skandinavischen Designs besonders intensiv verfolgt. Die Objekte sollten ein klares, funktionales Design aufweisen – im hohen Norden, wo es viel Kälte, aber oft nur wenig Licht gibt, schätzt man es praktisch. Dabei sollte aber das Credo „form follows function“ nicht um jeden Preis befolgt werden. Skandinavisches Design ist nicht nur funktional, sondern „darf“ außerdem auch schön sein. Zudem sollten sich die Objekte für eine Massenproduktion eignen, damit große Stückzahlen zu einem angemessenen Preis-Leistungs-Verhältnis gefertigt werden konnten.

 

 

Ein Raum, der mit zahlreichen Elementen aus Holz eingerichtet wurde. Im Hintergrund thront die Tischleuchte AJ T von Arne Jacobsen auf einem Tisch.

Skandinavisches Design versprüht eine gewisse Gemütlichkeit

Klare Formen, geradliniges Design und der Verzicht auf jedes überflüssige Zier-Element prägten das Bild dessen, was wir heute unter dem Terminus skandinavisches Design verstehen. Gleichzeitig versprüht skandinavisches Design eine gewisse Gemütlichkeit und ist geprägt von einem einladenden, beinahe heimeligen Charme. Dies wird häufig realisiert durch den Einsatz natürlicher Werkstoffe wie Holz, Glas, Porzellan, Leinen oder Leder. Die Liebe der Skandinavier zur Natur äußert sich außerdem in der Verwendung von Mustern und Motiven, die von der heimischen Flora und Fauna inspiriert sind. In puncto Farbauswahl sind die Präferenzen der kühlen Nordlichter geprägt von kalten und dunklen Wintern. Im Kontrast dazu schätzt man klare, helle und ausdrucksstarke Farben. Typisch sind bunt gemusterte Textilien mit floralen Mustern und Motiven, oder aufwändig verziertes Porzellan in bunten Farben.

 

 

Ein Ensemble verschieden großer Caravaggio Pendelleuchten vor schwarzem Hintergrund.

Funktional und dennoch wunderschön sind die Caravaggio Pendelleuchten

Viele Vertreter, insbesondere in den Anfangszeiten des skandinavischen Designs, pflegten eine beinahe künstlerisch geprägte Formensprache. Für diesen besonderen Stil bildete sich der Begriff „Brukskunst“ heraus, zu Deutsch etwa „Gebrauchskunst", also Kunst, die für jedermann erschwinglich und mit hohem Gebrauchswert ausgestattet ist. Damit wird das Hauptprinzip der Moderne aufgegriffen und durch eine ausgewogene Mischung von Form, Funktion, Farbe, Lebensdauer und natürlich dem Preis realisiert. Nicht zuletzt durch diesen einzigartigen Mix hat das skandinavische Design zu einer „Demokratisierung“ des Designs beigetragen – eindrucksvoll untermauert durch den Erfolg von Marken wie IKEA.

 

 

 

 

Skandinavisches Design – Die Legenden

Eine Portraitaufnahme des Architekten und Designers Arne Jacobsen. Die Pose mit der Tabakpfeife ist ein bekanntes Motiv.

Der Däne Arne Jacobsen zählt zu den Ikonen des skandinavischen Designs

Einer der Vorreiter des skandinavischen Designs war der dänische Architekt und Designer Arne Jacobsen. Er folgte den Prinzipien des Funktionalismus und ergänzte diese Elemente durch seinen eigenen, unverkennbaren Stil. Im Kontrast zu seinen architektonischen Arbeiten, die von klarer, geometrischer Formensprache geprägt waren, zeichnen sich seine Design-Objekte durch eine eher organische, naturnahe Formensprache aus. Jacobsen, selbst passionierter Botaniker, galt als sehr naturverbunden und bezog daher viel Inspiration aus den Farben und Formen der Natur. Für die dänische Traditionsmarke Louis Poulsen schuf Jacobsen von 1955 bis 1969 eine Reihe vielbeachteter Steh- und Pendelleuchten. Diese erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit und werden bis heute produziert.

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Zu Jacobsens bekanntesten Arbeiten zählt die Stehleuchte AJ mit dem charakteristisch geformten Leuchtenkopf. AJ ist vom Nebeneinander der Elemente geprägt: der klaren, sachlichen Form steht der organisch geschwungene Leuchtenkopf entgegen, durch den die AJ ihren besonderen Charme erhält. AJ ist als Stehleuchte AJ F, als Tischleuchte AJ T sowie als Wandleuchte AJ W erhältlich. Die Wandleuchte ist außerdem als energiesparende LED-Variante AJ 50 LED zu haben. Die Pendelleuchten AJ S1 und AJ S2, die Jacobsen ebenfalls für Louis Poulsen gestaltete, finden sich ebenfalls nach wie vor im Sortiment des dänischen Herstellers. Die Pendelleuchten präsentieren sich mit ihren klaren Formen und ihrem sachlichen Design als typischer Vertreter skandinavischen Designs. Andere Entwürfe Arne Jacobsens feiern ein Revival unter der Marke &Tradition, die in ihrem Sortiment eine Neuauflage der beliebten Bellevue Leuchtenfamilie anbieten. Jacobsen gestaltete diese Leuchten für das gleichnamige Theater, das Jacobsen im Stil des Funktionalismus entwarf.

 

Designer Poul Henningsen im Portrait mit einem sanften Lächeln auf den Lippen und einer Zigarette im Mundwinkel.

Designer, Autor und kritische Stimme seiner Zeit: Poul Henningsen

Die Erfolgsgeschichte des dänischen Herstellers Louis Poulsen ist neben der Zusammenarbeit mit Arne Jacobsen auch von den Werken einer weiteren, dänischen Design-Ikone geprägt: den Arbeiten Poul Henningsens. Henningsen war nicht nur Designer und Architekt, sondern auch Autor, Kritiker und eine wichtige Stimme seiner Zeit. Er galt als politisch unbequem und bezog regelmäßig Stellung zu Themen, die ihm wichtig waren. Zu Zeiten des Dritten Reiches war er sehr aktiv in der anti-faschistischen Propaganda. Mit der Besetzung Dänemarks durch Nazi-Deutschland floh er nach Schweden und war dort eine wichtige Stimme des Widerstands. Zeit seines Lebens war Henningsen politisch aktiv und versuchte stets, Kultur und Politik miteinander zu verbinden.

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Als Designer verantwortete Poul Henningsen eine DER Ikonen des skandinavischen Designs und auch eine Ikone der gesamten Beleuchtungs-Branche: die nach ihm benannten Pendelleuchte PH, kurz für Poul Henningsen. Bereits 1958 gestaltete er die PH 50, den Urvater einer Serie von Pendelleuchten. Die Leuchte beeindruckte nicht nur durch ihr ausgefallenes Design, das von den drei verschieden großen Schirmen geprägt ist, sondern auch durch ihre ausgeklügelte Lichtwirkung. Durch die besondere Anordnung der Schirme gewährleistet die PH absolut blendfreies, nach unten gerichtetes Licht – ideal für die Beleuchtung von Ess- oder Küchentischen. Heute ist PH in vielen, verschiedenen Varianten zu haben, beispielsweise als PH 5 Contemporary in frischen und zeitgemäßen Farbkombinationen, als PH 5-4½ mit einem zusätzlichen Schirm, oder als brandaktuelle Neuinterpretation PH 3½ -3, die anlässlich von Poul Henningsens 120. Geburtstag entworfen wurde.

 

 

Die dänische Design-Legende Verner Panton im Portrait

Verner Panton brachte eine Prise Pop-Art in das skandinavische Design

Eine weitere Ikone unter den skandinavischen Designern ist der Däne Verner Panton, dessen Arbeiten jedoch nicht archetypisch für skandinavisches Design stehen. Vielmehr war Panton einer der ersten Designer, der sich der bunten und verspielten Farben- und Formensprache der Pop-Art bediente, und diese gekonnt für Möbel und Leuchten umsetzte. Nach einem Studium der Architektur war Panton als Assistent im Designstudio von Arne Jacobsen tätig und konnte hier seine praktischen Kenntnisse als Designer vertiefen. Panton galt als sehr experimentierfreudig und versuchte sich gerne an neuen Formen und Materialien. So verantwortete er unter anderem mit dem Panton Chair den ersten Freischwinger, also einen Stuhl ohne Hinterbeine, der aus einem einzigen Stück Kunststoff gefertigt wurde.

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Auch im Bereich der Beleuchtung profilierte sich Verner Panton als Vorreiter seiner Zeit. Seine Flower Pot Leuchten präsentieren sich als typische Pop-Art Objekte in der Formensprache der wilden 1960er Jahre. Bereits in den 60ern entworfen, werden die Flower Pots heute als Neuauflage vom dänischen Qualitätshersteller &Tradition vertrieben. Kühl, sachlich, modern und dennoch von einem sympathischen und unkomplizierten Charme geprägt, sind die Flower Pots beides: effektvoller Lichtspender und auffälliges Design-Objekt im typischen Stil der Flower Power-Ära. Auch das Vorgängermodell, die Pendelleuchte Topan VP6, fand als Neuauflage ihren Weg ins Sortiment von &Tradition. Topan präsentiert sich als beinahe perfekte Kugel, die nur für den Lichtaustritt an der Unterseite „abgeschnitten“ wurde. Topan war ihrer Zeit voraus: Obwohl bereits 1959 entworfen präsentiert sie sich mit glänzenden Oberflächen und in vielen bunten Farben im typischen Stil der 1960er Jahre.

 

 

Der dänische Designer Jørn Utzon im Portrait

Gestaltete das berühmte Opernhaus in Sidney: der dänische Architekt Jørn Utzon

Mit Jørn Utzon war einer der bekanntesten dänischen Architekten auch als Designer aktiv. Utzon verantwortete als Architekt eine Reihe berühmter Bauprojekte. Seine bekannteste Arbeit, der Entwurf für das weltbekannte Opernhaus im australischen Sidney, verlieh ihm eine gewisse Berühmtheit und war gleichzeitig sein größtes Trauma: als die Kosten für den Bau des Opernhauses explodierten, wurde Utzon kurzerhand vom Projekt ausgeschlossen, was für ihn eine große Schmach bedeutete. Bis zu seinem Tod im Jahre 2008 konnte er sein Meisterwerk nie in Vollendung in Augenschein nehmen. Utzon galt als sehr öffentlichkeitsscheu und hielt sich konsequent abseits der Medien, weshalb er auch nie den Bekanntheitsgrad eines Arne Jacobsen erreichen konnte.

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Die Concert P1 Pendelleuchte präsentiert sich in der Formensprache des Opernhauses in Sidney. Hier im Beispiel beleuchtet sie effektvoll einen Tisch in einem Restaurant.

Greift die Ästhetik des Opernhauses in Sidney auf: Pendelleuchte Concert P1

Als Designer gestaltete Jørn Utzon einige Objekte, die in seinen architektonischen Projekten zum Einsatz kamen. Er entwarf unter anderem einige vielbeachtete Pendelleuchten, die heute als Neuauflagen von jungen Marken wie &Tradition und Lightyears vermarktet werden. Seine Pendelleuchte Concert P1 etwa erinnert nicht nur dem Namen nach an das berühmte Konzerthaus in Sidney, sondern greift auch dessen typische Formensprache auf. Die verschieden großen Schirme fügen sich zu einer stilvollen Leuchte zusammen, die nicht nur durch ihren außergewöhnlichen Look besticht, sondern auch mit ihrer besonderen Lichtwirkung: durch die Anordnung der Schirme sorgt Concert P1 für perfekt entblendetes, nach unten gerichtetes Licht. Gleichzeitig entweicht etwas Licht durch die Zwischenräume der einzelnen Schirme und lässt die Oberflächen der Pendelleuchte sanft schimmern.

 

Die Utzon Pendelleuchte schwebt neben einem Sofa, das ebenfalls als gutes Beispiel für skandinavisches Design fungiert.

Die Utzon Pendelleuchte ist mit Oberflächen in edlem Kupfer erhältlich

Auch die Pendelleuchte Utzon, heute vertrieben durch &Tradition, ist mit ihrer klaren und sachlichen Formensprache ein gutes Beispiel für skandinavisches Design. Die Funktion steht eindeutig im Vordergrund, gleichzeitig besticht die Utzon Pendelleuchte jedoch als stilvoll gestaltetes Objekt in der typisch sachlichen und klaren Formensprache, die für skandinavisches Design so typisch ist. Mit ihrem nach unten gerichteten, perfekt entblendeten Licht bietet sich die Utzon Pendelleuchte als Lichtspender über Ess- oder Küchentischen an – hier platziert sie sich gleichzeitig als absoluter Hingucker.

 

 

 

 

 

Skandinavisches Design – aufstrebende Talente

Die dänische Designerin Louise Campbell blickt von unten in ihre Pendeleuchte LC Shutters.

Designerin Louise Campbell wirft einen Blick auf ihre LC Shutters

Neben diesen, leider mittlerweile allesamt verstorbenen, Ikonen des skandinavischen Designs, hat sich längst eine Reihe vielversprechender, junger Designer aus dem hohen Norden einen Namen gemacht. Die Dänin Louise Campbell etwa gilt als eine der bedeutendsten Designerinnen ihrer Generation. Ihre Möbeldesigns werden regelmäßig mit wichtigen Designpreisen ausgezeichnet und auch für ihre Leuchten konnte das Design-Talent bereits Auszeichnungen wie den iF Product Design Award erringen. Louise Campbell gilt als wichtige Erneuerin des klassischen skandinavischen Designs. Sie greift die Traditionen der skandinavischen Moderne auf und vereint diese mit eigenen, innovativen Ideen zu zeitgenössischem Design.

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Zu den bekanntesten Arbeiten Louise Campbells zählt die Pendelleuchte LC Shutters, eine Arbeit für Louis Poulsen. LC Shutters ist inspiriert von der Ästhetik halb geschlossener Fensterläden (engl.: „shutters“), durch die noch einige Lichtstrahlen dringen. Der nach unten geöffnete Schirm bewirkt abwärts gerichtetes Zonenlicht, ideal für die Beleuchtung eines Esstisches. Gleichzeitig schimmert durch die einzelnen „Fensterläden“ etwas Licht hindurch und lässt die Oberfläche der LC Shutters sanft schimmern. Für Louis Poulsen gestaltete Campbell außerdem die preisgekrönten und nach ihr benannten Campbell Pendelleuchten, die sich als typisch skandinavisches Design-Objekt präsentieren. Auch die Pendelleuchten der Collage-Reihe greifen mit ihren floralen Mustern Stilmittel des traditionellen, skandinavischen Designs auf. Die Innovationskraft Louise Campbells wird hingegen angesichts von Entwürfen wie der Snow Stehleuchte deutlich. Snow präsentiert sich als zeitgenössisch, beinahe kunstvoll anmutendes Design-Objekt, das äußerst effektvoll das Motiv des skandinavischen Winters aufgreift.

 

 

Die Dänische Designerin Cecilie Manz im Portrait

Gilt als eine der führenden Designerinnen ihrer Generation: Cecilie Manz

Die Designerin Cecilie Manz konnte sich in jüngster Vergangenheit als eine der führenden, dänischen Möbel- und Industriedesignerinnen profilieren. Für ihre Möbel wurde sie unter anderem mit Preisen wie dem Danish Design Award oder dem iF Product Design Award gekürt. Ihr Tisch „Mikado“ ist Exponat in der Designausstellung des berühmten New Yorker Museum of Modern Art (MoMA). Der Stil von Cecilie Manz ist überaus vielseitig und verbindet Einflüsse des traditionellen, skandinavischen Designs mit zeitgenössischen Elementen. Deutlich erkennbar ist das gleichberechtigte Nebeneinander von hoher Funktionalität und ausgefeiltem Design von hoher ästhetischer Qualität.

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Ein Ensemble der eleganten Caravaggio Pendelleuchten.

Gleichberechtigung von Form und Funktion: die edlen Caravaggio Pendelleuchten

Als Leuchten-Designerin verantwortete Cecilie Manz eine Reihe außergewöhnlicher Produkte für die dänische Design-Manufaktur Lightyears. Große Erfolge konnte sie unter anderem mit der Leuchtenfamilie Caravaggio erringen. Die außergewöhnlichen Leuchten sind nach dem berühmten, italienischen Maler des Barock benannt, dessen Werke oftmals von einem starken Widerspiel aus Licht und Schatten geprägt waren. Caravaggio präsentiert sich mit glänzenden Oberflächen und klaren Formen als typisch skandinavisches Design-Objekt. Für Lightyears gestaltete Cecilie Manz außerdem die Pendelleuchten Mingus und Brancusi, die sich beide als effektvolle Neuinterpretation klassisch skandinavischer Formensprache präsentieren.

 

 

Verschiedene Ausführungen der minimalistischen Form Pendelleuchten im Ensemble

Entfalten im Ensemble eine bezaubernde Wirkung: die Form Pendelleuchten

Das schwedische Design-Studio Form US with love zeichnet sich durch eine minimalistische Herangehensweise an ihre Designkonzepte aus, oft begleitet von einer Prise Humor. Die drei jungen Schweden Petrus Palmer, John Löfgren und Jonas Petterson beschreiben ihre Philosophie wie folgt: „Wir gestalten jedes Produkt und jedes Projekt in dem Ausmaß, in dem es auf uns wirkt". Als Leuchten-Designer gestaltete das junge Team eine Reihe außergewöhnlicher Produkte für den schwedischen Hersteller Design House Stockholm. Die Cord Lamps etwa kommen in besonders minimalistischem Erscheinungsbild und können als moderne Interpretationen des skandinavischen Funktionalismus betrachtet werden. Mit den Form Pendelleuchten liefert Form US with love eine Serie effektvoller Lichtspender in verschiedenen Formen. Allen gemein ist das minimalistische Erscheinungsbild und die warme Lichtcharakteristik.

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Ein Ensemble der Bulb Fiction Pendelleuchten wurde in unterschiedlicher Höhe über einem Tisch installiert.

Keine Fiktion sondern leuchtende Fakten: Pendelleuchte Bulb Fiction

Das junge Design-Studio KiBiSi, bestehend aus den dänischen Designern Jens Martin Skibsted und Lars Holme Larsen sowie dem Architekten Bjarke Ingels, gestaltete unter anderem die Pendelleuchte Bulb Fiction für Lightyears. Der Name ist einerseits als Anspielung auf Quentin Tarantinos Kultfilm „Pulp Fiction“ zu verstehen, symbolisiert andererseits aber auch den besonderen Charakter dieser Leuchte. Als besonders minimalistisches Objekt reduziert Bulb Fiction das Leuchtendesign auf den Kern: die Pendelleuchte besteht nämlich aus nicht viel mehr als dem Leuchtmittel, einer Fassung sowie der Aufhängung zur Befestigung an der Decke.

 

 

Die sechsflammige Pendelleuchte Mass Light NA6 beleuchtet einen Esstisch.

Mit dem Mass Light NA6 wird der Esstisch zum Hingucker

Das Design- und Architekturbüro Norm.Architects wurde 2008 in Kopenhagen gegründet und hat seitdem eine ganze Reihe aufsehenerregender Bau- und Designprojekte betreut. Für die bisherigen Arbeiten wurde das Studio bereits mit einer Reihe namhafter Auszeichnungen prämiert, unter anderem mit dem Good Design Award, dem Design Plus Award sowie dem Red Dot Award. Auch die Pendelleuchten der Mass Light Serie aus dem Sortiment von &Tradition stammen aus der Feder der Norm.Architects. Mass Light NA6 erinnert mit seinen unterschiedlich langen Einzelleuchten an einen Pendelleuchten-Klassiker der Designer-Legende Verner Panton. Trotz der zunächst asymmetrischen Anordnung der einzelnen Leuchtkörper ergeben die insgesamt neun Leuchten der Mass Light ein stimmiges und harmonisches Gesamtbild.

 

 

Die Tischleuchte Milk thront auf einem Tisch neben der Skulptur eines Menschen.

Die Milk Tischleuchte erinnert an die Form eines Melkschemels

Ebenfalls von den Norm.Architects stammt die witzig gestaltete &Tradition Milk Tischleuchte. Auf den ersten Blick wirkt Milk zunächst wie ein traditioneller Melkschemel mit drei Holzfüßen für sicheren Stand. Mit dem Einschalten jedoch entpuppt sich die „Sitzfläche“ von Milk als leuchtender Glaskörper. Somit erweist sich Milk gleichzeitig als effektvoller Lichtspender, sowie als humorvolles Designobjekt, das erst mit der Inbetriebnahme ihr Geheimnis preisgibt. Milk ist in verschiedenen Ausführungen mit Füßen in unterschiedlichen Holztönen zu haben. Als Werkstoffe kommen hochwertiges Eichenholz sowie opalisiertes Glas zum Einsatz.

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