Philips hue Lampen – Wo kann ich sie einsetzen?

Artemide Tolomeo Mega Terra mit Philips hue Lampen im light11 Showroom in Lünen

Seit einiger Zeit ist Philips mit seinem hue-System zur komfortablen Lichtsteuerung am Markt. Per App für Smartphone oder Tablet ist das System kinderleicht zu bedienen. Darüber hinaus fasziniert die Farbwechsel-Funktion mit einer Farbpalette von über 16 Millionen Farben den Betrachter. In unserem ersten Beitrag zum Thema Philips hue haben wir bereits die Funktionen beschrieben und Leuchten und Lampen des hue-Systems im Detail vorgestellt. Nun möchten wir einen Schritt weiter gehen und, gemäß unserer Philosophie, das System im Hinblick auf seine Anwendung genauer betrachten. Dabei stellen wir uns vor allem eine zentrale Frage: Was kann ich mit einer Philips hue Lampe beleuchten? In welche Leuchte kann ich eine Philips hue Lampe einsetzen? Wo spielt die Lampe ihre Stärken aus und wo stößt sie an ihre Grenzen?

 

 

Ein Blick durch den light11-Showroom in Lünen. Hier wurden die Philips hue Lampen in verschiedenste Designerleuchten eingesetzt.

Lichtblicke: Der light11-Showroom in Lünen bei Dortmund

Und welcher Ort könnte sich wohl besser eignen, um diese Fragen zu beantworten, als der light11-Showroom in Lünen? Hier konnten die lightMAG-Redakteure Murat Tunakan und Florian Felgenhauer an mehr als 400 Designerleuchten die Lichtwirkung der Philips hue Lampen testen. Unsere Ausgangsfrage war dabei: Welche Leuchte profitiert von den lichttechnischen Eigenschaften der Philips hue Lampen? In welchem Design-Klassiker kommt das farbige Licht gut zur Geltung, und in welchen Leuchten sind die Lampen nur bedingt einsetzbar? Dazu überlegten wir im Vorfeld genau, zu welchem primären Einsatzzweck die ausgewählte Leuchte eigentlich dienen soll, beispielsweise als Zonen- oder als Stimmungslicht, und prüften dann, ob die Leuchte nach wie vor für ihr gewohntes Anwendungsgebiet genutzt werden kann.

 

 

Philips hue Lampen: Klassiker neu inszenieren

Zunächst haben wir uns natürlich auf die üblichen Verdächtigen gestürzt: Die modernen Klassiker Tolomeo Mega Terra und Tolomeo Parete – beide Leuchten zählen zu den erklärten Lieblingsstücken unserer Redaktion – wurden als erstes mit Philips hue Lampen bestückt. In der schwarzen Ausführung der Tolomeo Mega Terra bildete das farbige Licht einen tollen Kontrast zum dunklen Lampenschirm. Die Innenseite des Schirmes erstrahlt sehr gleichmäßig in der eingestellten Farbe. Da der Schirm nicht transluzent, also lichtdurchlässig, gestaltet wurde, tritt das Licht nicht seitlich aus, wodurch der Kontrast zwischen „bunter“ Innenseite und schwarzer Oberfläche besonders gut zur Geltung kommt.

 

Das selbe Szenario im light11-Showroom. Diesmal ist die Artemide Tolomeo Mega Terra auf Weißlicht eingestellt.

Selbst mit Weißlicht-Einstellung kommt vergleichsweise wenig Licht auf der Tischoberfläche an

Durch die konische Form des Schirmes wird das Licht nach unten auf die Tischoberfläche geworfen. Wie im Bild zu sehen, kommt durchaus eine gewisse Lichtmenge auf dem Katalog an, den wir auf dem Tisch platziert haben, um die Wirkung des farbigen Lichtes beurteilen zu können. Der erste Eindruck täuscht allerdings etwas: Tatsächlich gelangt vergleichsweise wenig Licht auf den Tisch. Dies ist einerseits der eher diffusen Abstrahlcharakteristik der Philips hue Lampen geschuldet, andererseits der Tatsache, dass die E27 hue Lampe mit Farbwechselfunktion eine Lichtmenge von lediglich 600 Lumen erreicht. Die Artemide Tolomeo Mega Terra dient allerdings vornehmlich der zonierten Beleuchtung eines Essbereiches, etwa als Ersatz für eine klassische Pendelleuchte. Als stimmungsvolles Lichtobjekt, das für farbige Akzente sorgt, funktioniert der Bogenleuchten-Klassiker von Artemide hingegen hervorragend im Zusammenspiel mit den Philips hue Lampen.

 

Via iPad mit hue App wird die hue Lampe in der Artemide Tolomeo Parete gesteuert

Komfortable Bedienung: Die Artemide Tolomeo Parete wird via Tablet-PC über die hue App gesteuert

An dieser Stelle möchten wir kurz noch ein Wort zur Bedienung der hue App verlieren. Diese gestaltet sich überaus komfortabel und ist intuitiv zu erlernen. Wie im obigen Bild zu erkennen werden alle hue Leuchten und Lampen in einer Liste angezeigt. Über die Farbpalette werden die Leuchten und Lampen einfach in den gewünschten Bereich „gezogen“ und schon strahlt das Licht in der gewählten Farbe. Mehr Informationen über die hue App, sowie über die Installation der hue Bridge am heimischen Netzwerk sind übrigens in diesem Beitrag zu finden. In Kürze wird zudem ein weiterer Beitrag im lightMAG erscheinen, in dem wir die App und ihre Funktionen noch einmal auf Herz und Nieren prüfen. Nun aber zurück zum Thema Designerleuchten mit Philips hue Lampen.

 

Die Artemide Tolomeo Parete mit Philips hue Lampe in grüner Farbeinstellung vor weißem Hintergrund im light11 Showroom.

Go green: Tolomeo Parete mit grüner Farbeinstellung

Weiter ging es in unserem Test mit der Tolomeo Parete, dem Wandleuchten-Pendant zur Tolomeo Tavolo, DEM Schreibtischleuchten-Klassiker schlechthin. Bei dieser ergab sich ein ähnliches Bild, wie bei der Tolomeo Mega Terra. Mit einem herkömmlichen 77 Watt Halogen-Leuchtmittel bestückt, kommt die Tolomeo auf eine Lichtmenge von über 1300 Lumen – ausreichend Licht zum Lesen. Mit hue Lampe bestückt, wirkt auch die Tolomeo gleich deutlich weniger hell, allerdings fällt hier der Nachteil nicht so stark ins Gewicht, da die Leuchte aufgrund ihrer Anwendungscharakteristik näher an die zu beleuchtende Fläche gebracht werden kann. Die tollen Einstellmöglichkeiten der Tolomeo mit dem ausgeklügelten Seilzug-System vereinfachen dies noch zusätzlich.

 

 

Eine Detailansicht des Leuchtenkopfes der Artemide Tolomeo Parete mit Philips hue Lampe in oranger Farbeinstellung

Der Schirm der Tolomeo Parete reflektiert das farbige Licht

Mit farbig eingestelltem Licht sorgt auch die Artemide Tolomeo Parete zunächst für einen Wow-Effekt. Auch wenn wir mit den Klassikern der Tolomeo-Familie nahezu täglich zu tun haben, faszinierte uns der Anblick der farbig leuchtenden Tolomeo. Die Innenseite des Lampenschirmes aus Aluminium sorgt für eine effektvolle Reflexion. Wie im Bild zu sehen, schimmert die Innenseite des Schirmes in farbigem Licht. Ob für die übliche Anwendung als Schreibtischleuchte jedoch wirklich eine Farbwechselfunktion erforderlich ist, mag dahingestellt sein. Für unseren persönlichen Geschmack können die Philips hue Lampen in diesem Kontext nur bedingt ihre Stärken ausspielen.

 

 

 

Die beiden lightMAG Redakteure sitzen an einem Essplatz-Szenario im light11-Showroom, das von zwei Exemplaren der Prandina Notte Pendelleuchte mit Philips hue Lampen erhellt wird.

Gelbes Licht verleiht Notte ein sonnengleiches Erscheinungsbild

Nun wollten wir es genauer wissen und probierten die Philips hue Lampen in einem Esstisch-Szenario aus, genauer gesagt: in zwei Exemplaren der Notte Pendelleuchte aus dem Hause Prandina. Wie im Bild gut zu erkennen, brennt hue auch hier ein wahres Feuerwerk an Farben ab – allerdings zeichnet sich hier ein ähnliches Problem ab wie bei der Artemide Tolomeo Mega Terra. Die Leuchte ist eigentlich dazu gedacht, zoniertes Licht auf den gewünschten Bereich zu werfen – in diesem Falle auf den Esstisch. Tatsächlich gelangt aufgrund der geringen Lichtmenge und der diffusen Abstrahlcharakteristik nur relativ wenig Licht auf die Tischfläche.

 

 

 

Das gleiche Essplatzszenario mit zwei Exemplaren der Prandina Notte - diesmal mit Farbeinstellungen in Blau und Grün.

Zwei Leuchten in verschiedenen Farben sorgen für einen effektvollen Kontrast

Murat Tunakan vom lightMAG prüft dies mit einem kritischen Blick auf die Zeitung (es ist keinesfalls so, dass er gelangweilt die Zeitung studiert). Wie Sie sehen, sehen Sie nichts: Vom farbigen Lichtschein der Philips hue Lampen kommt tatsächlich nur vergleichsweise wenig auf der Tischoberfläche an. Als Objekt hingegen funktioniert auch Notte hervorragend im Zusammenspiel mit hue: Die Farben werden durch den transluzenten Schirm effektvoll nach außen transportiert, Notte wird zum farbenfrohen Licht-Kunstwerk. Für die stimmungsvolle Beleuchtung sind die Philips hue Lampen also auch in diesem Kontext ein echter Volltreffer. Für die zonierte Beleuchtung eines größeren Essplatzes hingegen war selbst die Kombination von zwei hue Lampen nicht ausreichend, um eine entsprechende Lichtstärke auf den Tisch zu bringen.

 

 

Die beiden lightMAG-Redakteure sitzen unter einer Flos Arco mit Philips hue. Alle anderen Leuchten sind ausgeschaltet, so dass das Raumszenarion sehr dunkel ausfällt.

Stimmungsvoll, aber etwas zu düster: hue Lampe in einer Flos Arco

Ob sich die Bestückung mit einer hue-Lampe empfiehlt oder nicht, muss auch beim nächsten Klassiker im hue-Praxistest, der Flos Arco von Achille Castiglioni, das Auge des Betrachters entscheiden. Das für die Arco empfohlene Leuchtmittel liefert eine Lichtmenge von rund 1200 Lumen und bietet dadurch ausreichend Helligkeit, um die Fläche unter ihr zu beleuchten. Somit eignet sich die Arco vortrefflich, ähnlich wie die zuvor erwähnte Tolomeo Mega Terra, für die zonierte Beleuchtung von Essbereichen. Zur Erinnerung: Die hue Lampe mit Farbwechsel erreicht 600 Lumen. Damit ist die Lichtmenge auch hier für den primären Einsatzzweck der Leuchte eigentlich nur bedingt geeignet. Dennoch rechtfertigt die hue Lampe auch hier ihren Einsatz.

 

 

 

In der Flos Arco bringen die hue Lampen farbiges Licht auf den Tisch in unserem Beispielszenario

Denn im Zusammenspiel mit den Philips hue Lampen wird aus der Arco im Handumdrehen ein faszinierend stimmungsvoller Lichtspender. Als solcher projiziert er das farbige Licht effektvoll durch den breiten Schirm nach unten. Außerdem gelangt durch die tiefe Position des Kopfes eine vergleichsweise hohe Lichtmenge auf den Tisch. Der Farbeindruck ist, wie in der obigen Bilderstrecke ersichtlich, bei jeder Einstellung intensiv wahrnehmbar. Leider im Foto kaum zu erkennen: an der Oberseite ist der Kopf der Arco mit einer Perforation versehen, durch die einzelne Lichtbündel zur Decke geworfen werden. Durch das farbige Licht der Philips hue Lampen entsteht ein effektvolles, farbiges Lichtspiel an der Decke, das zusätzlich zu einer reizvollen Atmosphäre beiträgt.

 

 

Philips hue Lampen: Aus Alt macht Neu

Die innovative Leuchte Flos May Day mit Philips hue Lampe in bläulicher Farbeinstellung.

May Day von Flos erhält durch farbiges Licht einen völlig neuen Charakter

Nun zu einer ganz großen Stärke der Philips hue Lampen: Einige Leuchten werden durch das abwechslungsreiche Farbenspiel zu einem völlig neuen Objekt mit eigener Ästhetik. Insbesondere Modelle mit transluzentem Schirm erleben eine regelrechte Transformation durch die Verwendung einer hue Lampe. Gut ersichtlich wird dies am Beispiel der Flos May Day: Der innovative Lichtspender aus der Feder von Konstantin Grcic weist einen lichtdurchlässigen Schirm aus Polypropylen auf. Im farbigen Licht der Philips hue Lampen schimmert der Schirm sanft in der eingestellten Farbe. Aus dem schlichten, minimalistischen Objekt wird kurzerhand eine Leuchte mit völlig neuer Ausstrahlung. Weiterer Vorteil in Kombination mit der May Day: da die Leuchte mobil nutzbar ist, und über den Haken an der Oberseite nahezu überall befestigt werden kann, lässt sich der farbenfrohe Lichtspender für eine Vielzahl von Einsatzgebieten nutzen.

 

 

 

Leuchten mit transluzentem Schirm, wie die Costanzina von Luceplan, profitieren vom Farbenspiel von Philips hue

Besonders neugierig waren wir auf den Anblick einer Costanza bzw. Costanzina mit Philips hue Lampen. Erfahrungsgemäß eignet sich nicht jede LED-Lampe für diesen Leuchten-Klassiker. Die Gründe dafür liegen in der Abstrahlcharakteristik der meisten LED-Retrofit Leuchtmittel. Diese strahlen nicht allseitig und gleichmäßig ab, wie wir es von der traditionellen Glühlampe gewohnt sind, sondern weisen oftmals eine stark gerichtete Abstrahlcharakteristik auf. Die Folge: der Schirm von Costanza und Costanzina wird oftmals nur sehr ungleichmäßig erhellt. Erfreulicherweise wird aber der Diffusor der Costanzina aufgrund der diffusen Abstrahlcharakteristik der Philips hue Lampen recht gleichmäßig ausgeleuchtet. Ein leichter Helligkeitsverlauf zur Unterseite ist jedoch auch hier zu bemerken. Was bei eingestelltem Weißlicht noch unangenehm auffallen kann, gerät bei Farbeinstellung zum großen Vorteil: es entsteht ein sanfter, optisch sehr attraktiver Farbverlauf auf dem Schirm der Costanzina, welcher der Leuchte ein ganz neues Erscheinungsbild verleiht. Die Einstellung mit oranger Farbe im obigen Beispielbild erinnerte uns etwa an den Farbverlauf eines Sonnenuntergangs.

 

Ein weiteres, tolles Beispiel für die Einsatzmöglichkeiten der Philips hue Lampen findet sich in der Tischleuchte Meteorite von Artemide. Die wabenartige Struktur erinnert an die Mondoberfläche mit ihren Kraterlandschaften. Diese besondere Struktur wird in besonderem Maße unterstrichen, wenn Philips hue Lampen zum Einsatz kommen. Durch die Beschaffenheit des Diffusors aus hochwertigem Muranoglas verteilt sich das farbige Licht besonders gleichmäßig. Im Zusammenspiel mit den „Kratern“ entsteht ein faszinierendes Wechselspiel aus Licht und Schatten auf der Oberfläche der Meteorite. Gleichzeitig wird der Farbeindruck durch die helleren und dunkleren Flächen noch deutlich verstärkt.

 

Transformation: Mit den hue Lampen entstehen aus den Artemide IN-EI-Leuchten völlig neue Objekte

Und noch einmal Artemide: Als Fans der IN-EI-Kollektion von Issey Miyake kamen wir nicht umhin, auch einige dieser fernöstlich anmutenden Lichtspender mit Philips hue Lampen zu versehen. Das Material der IN-EI Leuchten ist geradezu prädestiniert für die Kombination mit den innovativen Leuchtmitteln. Die Diffusoren aller IN-EI Leuchten entstehen aus einem speziellen Kunststoff, der aus dem Recycling ausgedienter PET-Flaschen, handelsüblicher Plastikflaschen, gewonnen wird. Das innovative Designkonzept steht unter der Flagge der Nachhaltigkeit und passt damit perfekt ins Artemide Konzept „The Human Light“, das den Menschen und seine Umwelt in den Mittelpunkt rückt. Doch genug über die Hintergründe zu IN-EI, werfen wir einen Blick auf unser „Test-Ergebnis“. Die hier gezeigte Fukurou Sospensione präsentiert sich mit asymmetrischem Erscheinungsbild, wodurch das Licht nicht zu hundert Prozent gleichmäßig verteilt wird. Es entsteht ein scheinbar willkürlicher Farbverlauf, durch den Fukurou etwas Geheimnisvolles, beinahe Mystisches erhält. Je nach gewählter Farbe weckt die Pendelleuchte zudem verschiedenste Assoziationen. Mit orange eingestelltem Lichtschein erinnert sie etwa an die glühende Mittagssonne.

 

lightMAG Redakteur Florian Felgenhauer steuert die hue Lampe in einer Tecnolumen Wagenfeld WA 24 über einen Tablet-PC.

Hingucker: Mit farbigem Glas wird die Wagenfeld zum noch stärkeren Blickfang

Abschließend möchten wir an dieser Stelle unbedingt noch einen Kandidaten vorstellen, der uns im positivsten Sinne überrascht hat. Eigentlich konnten wir uns kaum vorstellen, dass ein Bauhaus-Klassiker wie die Wagenfeld-Leuchten von farbigem Licht profitieren könnte. Die Praxis hat uns definitiv eines Besseren belehrt: Durch das hochwertige, dickwandige Milchglas, das als Diffusor dieser zeitlosen Tischleuchte dient, erhält das Licht eine sanfte Pastell-Note. Gleichzeitig wird durch die Beschaffenheit des Glaskörpers das Licht besonders gleichmäßig verteilt – der Schirm erstrahlt absolut nahtlos in der eingestellten Farbe. Es wirkt beinahe so, als hätte Wagenfeld schon immer so ausgesehen. Auf einen flüchtigen Blick könnte man gar meinen, der Diffusor wäre in der entsprechenden Farbe lackiert. Und wenn sich nun vor dem Bildschirm gerade mittelgroße Skepsis breit macht, geben wir den Rat: Einfach ausprobieren! Wir waren selbst sehr überrascht von der grandiosen Wirkung der Philips hue Lampen im Leuchten-Klassiker Wagenfeld.

 

 

Philips hue Lampen: Mit Farbe inszenieren

Nicht unerwähnt lassen möchten wir den GU10-Spot von Philips hue. Dieser bietet die gleichen Vorteile wie die E27 Lampen und lässt sich ebenfalls komfortabel per App steuern. Mit einer Leistung von 6,5 Watt bringt es das Reflektorleuchtmittel auf eine Lichtmenge von rund 250 Lumen bei einem Abstrahlwinkel von 60°. Damit eignen sich die GU10 Lampen gut dazu, bestimmte Bereiche mit einem fokussierten Lichtkegel zu inszenieren. Durch die Möglichkeit, den Lichtkegel in der gewünschten Farbe darzustellen, lassen sich beispielsweise Kunstwerke an der Wand farbenreich inszenieren. So lässt sich gezielt die Aufmerksamkeit auf liebgewonnene Bilder, Grafiken oder auch bestimmte Möbelstücke richten. Einige Tipps zur Inszenierung von Objekten mit Licht haben wir übrigens in diesem Beitrag zusammengefasst.

Die Philips hue Lampe mit GU10 Sockel verrichtet ihren Dienst im Star Clareo Spot von Bruck

Im Vergleich zu herkömmlichen GU10-Lampen fallen die Vertreter von Philips hue relativ großformatig aus und kommen auf eine Höhe von 71 mm. Philips selbst gibt an, dass die Lampen für Einbaustrahler mit einer Einbautiefe ab 85 mm geeignet sind. Weist die Leuchte eine geringere Einbautiefe au,f kann es passieren, dass das Leuchtmittel hervorragt. Eventuell lassen sich auch Blenden oder Abdeckungen nicht mehr montieren, wodurch die Philips hue GU10 Lampen für alle Einbauleuchten mit weniger als 85 mm Einbautiefen nicht geeignet sind. In unserem Beispiel probierten wir die Lampe in Kombination mit einem Star Clareo Spot vom deutschen Hersteller Bruck aus. Der flexible Aufbauspot bringt keine Beschränkungen hinsichtlich der Größe des Leuchtmittels mit, weshalb die Philips hue Lampen hier optimal passten.

 

 

Philips hue Lampen: Nicht für jeden Zweck geeignet

 

Je nach Beschaffenheit des Diffusors ist die Philips hue Lampe durch die Oberfläche sichtbar

So effektvoll die oben genannten Beispiele mit lichtdurchlässigen Schirmen oder Diffusoren auch im farbigen Licht wirken, sind nicht alle Leuchten für den Betrieb mit den hue Lampen geeignet. An folgendem Beispiel etwa schieden sich in unserem Praxistext die Geister: Die Wandleuchte Logico, ein Werk von Tolomeo-Erfinder Michele De Lucchi, weist einen relativ dünnen Diffusor aus kunstvoll geblasenem Glas auf, durch den das Leuchtmittel deutlich sichtbar ist. Durch die Asymmetrie des Diffusors entsteht ein ungleichmäßiger Farbverlauf und das Leuchtmittel schimmert unregelmäßig unter der Oberfläche hervor. Dies kann durchaus als störend empfunden werden – oder aber als gewolltes Stilmittel genutzt werden. Unsere Tester waren sich an dieser Stelle jedenfalls eher uneinig.

 

Passt nicht: Der Diffusor der Edge Parete lässt sich nicht mehr auf die Fassung aufsetzen, da das hue Leuchtmittel zu groß ausfällt, um durch die Öffnung des Diffusors zu passen.Oversized: Die hue Lampen passen bauartbedingt nicht in jede Leuchte mit geeignetem Sockel

Abschließend noch ein Hinweis: Bauartbedingt lassen sich die hue Lampen mit E27-Sockel nicht in jede Leuchte mit E27-Fassung einsetzen. Viele kennen das Problem sicherlich von der Nutzung von LED-Retrofit Leuchtmitteln. Diese fallen oftmals deutlich voluminöser aus, als herkömmliche Glühlampen, weshalb größere Retrofits nicht in alle Leuchten passen. Bei den Philips hue Lampen hingegen sind die Maße mit denen der klassischen Glühlampe vergleichbar. Eine durchschnittliche, handelsübliche Glühlampe vom Typ QA 60 kommt auf einen Durchmesser von 57 bis 60 mm, die hue Lampen liegen ebenfalls bei rund 60 mm. Hinsichtlich der Länge fallen die hue Lampen mit ca 108 mm ähnlich lang aus, wie eine Glühlampe mit einer Höhe von 90 bis 110 mm. Als Faustregel gilt: Alle Leuchten, die nicht für den Betrieb mit Leuchtmitteln in klassischer Birnenform ausgelegt sind, bieten aller Voraussicht nach auch nicht genügend Raum für eine Philips hue Lampe. Wird für eine Leuchte ausdrücklich ein Leuchtmittel in Kerzen- oder Tubenform vorgeschrieben, sind die hue Lampen für diesen Einsatzzweck leider disqualifiziert. Die hier gezeigte Artemide Edge, die übrigens als Decken- oder Wandleuchte einsetzbar ist, verwendet etwa Energiesparlampen vom Typ TC-TSE, die etwas schmaler ausfallen. Wie im Bild erkennbar, fallen die hue Lampen etwas zu breit aus, um den Diffusor von Edge wieder montieren zu können.


 

3 Gedanken zu „Philips hue Lampen – Wo kann ich sie einsetzen?

  1. Ich habe zwei Artemide Edge und liebe diese Leuchte. Ger­ade diesen Dif­fu­sor stelle ich mir mit den HUE Leucht­en ganz beson­ders effek­tvoll vor. Gibt es evtl eine Hue-kom­pat­i­bles Leucht­mit­tel in schlanker­er Bau­form? Wo kriegt man raus, ob und wann Philips vielle­icht ein weit­eres Mod­ell mit e27 Sock­el und Kerzen­form o.ä. auf den Markt bringt?

    • Hal­lo Herr Lacler,

      lei­der ist uns derzeit kein Hue-Leucht­mit­tel bekan­nt, das wir Ihnen empfehlen kön­nten. Wir beobacht­en jedoch den Markt und wer­den Sie informieren, sobald wir dies­bezüglich einen Tipp für Sie haben.

      Mit fre­undlichen Grüßen

      Die light­MAG-Redak­tion

  2. Vie­len Dank für den Artikel. Ver­linken Sie ihn bitte bei der Artemide Edge im Shop. Ich hätte beina­he für Garten, Ein­fahrt und Ter­rasse einige Edges bestellt, habe aber bei Ama­zon die War­nung bzgl der Ver­wen­dung von Hues gefun­den. Sehr schade…

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