light11 zu Besuch im Ingo Maurer Showroom

Am Ingo Maurer Showroom Eingang ist ein Bild von den Tischleuchten My New Flame vor der „Nude Maja“ zu sehen, einem Ölgemälde von Francisco Goya

 

Ingo Mau­r­er gehört zu den schillernd­sten Design­ern unser­er Zeit. Der 84-Jährige ist ein­er der weni­gen deutschen Design­er im Bere­ich Beleuch­tung, die weltweites Renom­mee genießen. Die Kultleuchte Bulb, mit der Ingo Mau­r­er 1966 erst­mals für Furore sorgte, dürfte so ziem­lich jed­er Fre­und des orig­inellen Designs ken­nen. So waren wir höchst erfreut, als wir eine Ein­ladung nach München erhiel­ten. Dort besucht­en wir nicht nur den Ingo Mau­r­er Show­room in Schwabing, son­dern durften auch einen Blick in die Pro­duk­tion am Stad­trand in Aub­ing wer­fen.

 

 

Ingo Maurer: die Geschichte eines Showrooms

Der Ingo Maurer Showroom ist geprägt von vielen ausgefallenen Leuchten

Der Münch­n­er Show­room von Ingo Mau­r­er ist ein Sam­mel­suri­um von eben­so orig­inellen wie aus­drucksstarken Leucht­en

1970 war der studierte Grafik­er Ingo Mau­r­er, der von 1960 bis 1963 in den USA gelebt und gear­beit­et hat­te, nach München-Schwabing in die Kaiser­straße 47 gezo­gen. Hier, in einem Gebäude ein­er ehe­ma­li­gen Wäscherei, arbeit­ete und tüftelte er an seinen ersten Leucht­en, die damals noch in kleinen Serien gefer­tigt wur­den (was bei eini­gen Leucht­en übri­gens auch heute noch der Fall ist). Auch die Pro­duk­tion und der Ver­sand fan­den im sel­ben Haus statt. In diesen beengten Ver­hält­nis­sen entwick­elte sich über die Jahre ein pro­duk­tives und vor allem wach­sendes „Team“ – so nen­nt Ingo Mauer seine Mitar­beit­er. Glück­licher­weise kon­nten angren­zende Räume angemietet wer­den. Ein Wer­mut­stropfen blieb, dass kaum Platz für die Präsen­ta­tion von Leucht­en vorhan­den war.

 

Daher entsch­ied sich Ingo Mau­r­er 2006, Pro­duk­tion und Ver­sand an den Stad­trand von München nach Aub­ing zu ver­legen. Die freige­wor­dene Indus­triehalle kon­nte anschließend zu einem Show­room umfunk­tion­iert und der inzwis­chen 700 qm große, zweistöck­ige Gesamtkom­plex  zum „stu­dioshow­roomw­erk­stat­tate­lier“ umge­tauft wer­den. In diesem kön­nen Besuch­er anhand von bekan­nten Ingo-Mau­r­er-Kreatio­nen nicht nur die vielfältig­sten Licht­stim­mungen per­sön­lich begutacht­en, son­dern auch viele Einzel­stücke, Pro­to­typen und Son­der­an­fer­ti­gun­gen begutacht­en und sich in punc­to kreative Beleuch­tung berat­en lassen.

 

 

Ein Streifzug durch den Ingo Maurer Showroom

Für einen ungewöhnlichen Anblick im Ingo Maurer Showroom sorgt die Johnny B. Butterfly, eine Pendelleuchte, die von handgefertigten Insekten „umschwirrt“ wird.

Umgar­nt von Schmetter­lin­gen und Libellen: Die John­ny B. But­ter­fly ist eine Pen­delleuchte mit natür­lichem Touch

Im Jahr 2001 design­ten Ingo Mau­r­er und sein Team die John­ny B. But­ter­fly. Diese Pen­delleuchte bedi­ent die gängige Vorstel­lung des Betra­chters, in der Insek­ten um eine Lampe schwirren. Zu diesem Zweck sind zwei handge­fer­tigte Schmetter­linge und eine Libelle an ein­er Halo­gen­lam­p­en-Son­der­aus­führung ange­bracht. Dies sorgt nicht nur für einen faszinieren­den Anblick im Ingo Mau­r­er Show­room, son­dern auch für beza­ubernde Licht- und Schat­ten­ef­fek­te.

 

Auf dem Bild ist die Ingo Maurer Mozzkito Tischleuchte zu sehen, die mit einem Teesieb-Leuchtenkopf die Aufmerksamkeit auf sich zieht Die Moz­zk­i­to ist mit ihrem Teesieb-Leucht­enkopf ein Muster­beispiel für das augen­zwinkernde Design von Ingo Mau­r­er

Die Moz­zk­i­to ist ein gutes Beispiel dafür, dass sich ein gewiss­es Augen­zwinkern wie ein rot­er Faden durch das Werk von Ingo Mau­r­er  zieht. Die Tis­chleuchte bedi­ent sich eines Teesiebs als Leucht­enkopf und mutet durch die Anten­nen-arti­gen Fort­sätze wie ein Sput­nik-Satel­lit an. Dank der beweglichen Boden­plat­te kann die Nei­gung der Moz­zk­i­to eingestellt wer­den.

 

Ein echtes „Herzstück“ im Ingo Maurer Showroom ist die One From The Heart, die sich zweier Herzen bedient, um Licht effektvoll zu reflektierenDie Tis­chleuchte One From The Heart  bietet ein „herziges“ Design, das für eine „herz­er­wär­mende“ Lichtwirkung sorgt

Ungewöhn­lich­es Design in Reinkul­tur verkör­pert auch die One From The Heart. Sie ist eine echte „Herzen­san­gele­gen­heit“, das eigentlich nur ein per­sön­lich­es Geschenk für einen Fre­und von Ingo Mau­r­er sein sollte. In der Tis­chleuchte schla­gen gle­ich zwei Herzen: Das große bildet ein Kor­pus aus Kun­st­stoff und beherbergt eine 50-W-Nieder­volt­lampe. Deren Licht wird von einem darüber befind­lichen kleinen Spiegel, eben­falls in Herz­form, in alle Rich­tun­gen reflek­tiert. Hier­bei zaubert die One From The Heart ein weit­eres Herz an die Wand. Die bei­den kleinen Krokodile an einem der bei­den Leucht­en­füße verkör­pern die typ­is­che Prise Humor, dem man im Ingo Mau­r­er Show­room immer wieder begeg­net.

 

Auf dem Bild ist die Knot Stehleuchte zu sehen, die ihr Knoten-artiges Design in einem 3D-Verfahren erhältDie Stehleuchte Knot besticht durch ihr „ver­knotetes“ Design, mit dem sie zum char­man­ten Blick­fang wird.

Eine ver­knotete Tis­chleuchte haben Sie wohl noch nie gese­hen, oder? Die Knot wird in einem 3D-Ver­fahren aus Polyamid gefer­tigt und fungiert nicht nur als außergewöhn­lich­er Hin­guck­er, son­dern bietet auch har­monis­ches Licht in alle Rich­tun­gen. Dafür erhielt Ingo Mau­r­er den Ger­man Design Award 2015.

 

Die drehbare What We Do Counts sorgt nicht nur für flexible Beleuchtung, sondern schafft mit ihrem beschriftbaren bzw. bemalbaren Diffusor für eine lockere Atmosphäre

Min­destens immer einen Spruch in pet­to: Die Tis­chleuchte What We Do Counts kann auf ein­er Seite indi­vidu­ell beschriftet bzw. bemalt wer­den

Was zählt, ist, was wir tun“, teilt uns die What We Do Counts mit. Die vor­laute Tis­chleuchte mit der Sprech­blase trägt den namensgeben­den Schriftzug auf der einen Seite, die andere Seite ist unbeschriftet und bietet somit die Gele­gen­heit, eine per­sön­liche Botschaft zu verkün­den. Ob roman­tis­ches Liebes­beken­nt­nis an die Liebste/den Lieb­sten, eine Erin­nerungsno­tiz oder ein spon­tan­er Spruch – erlaubt ist, was gefällt. Die Fuß­plat­te kann um 360° gedreht wer­den, so dass Lichtwirkung und State­ments flex­i­bel bleiben.

 

Im Ingo Maurer Showroom steht auch die Bastardo, eine Stehleuchte mit „Irokesenfrisur“, die sich außerdem bei Bedarf in eine Tischleuchte verwandeln kannDie Bas­tar­do ist ein echter Charak­terkopf mit „Stachel­frisur“. Außer­dem kann sie sich von ein­er Steh- in eine Tis­chleuchte ver­wan­deln

Der Name dieser Stehleuchte, die ein Gemein­schaftswerk von Bern­hard Desseck­er und Ingo Mau­r­er ist, klingt fast ein wenig gemein: Bas­tar­do ist eine flex­i­ble Leuchte mit einem zugeben­er­maßen eigen­willi­gen Kopf. Ihr „Iroke­sen­schnitt“ mag ungewöhn­lich anmuten, demon­stri­ert aber ein­drucksvoll den humor­vollen Ansatz von Ingo Mau­r­er. Eigentlich ist „Bas­tard“ sog­ar als Kom­pli­ment für diese Leuchte gedacht: Wird der län­gere Stab ent­fer­nt, offen­bart sie sich als bedarf­s­gerechte Kreuzung und ver­wan­delt sich in eine Tis­chleuchte.

 

Auf diesem Bild ist die Canned Light zu sehen, eine Pendelleuchte, die die berühmte Campbell’s-Konservendose als Leuchtenschirm verwendetLicht aus der wohl berühmtesten Tomaten­sup­pen-Dose serviert die Pen­delleuchte Ingo Mau­r­er Canned Light.

Licht aus der leg­endären Campbell’s-Konservendose, der wahrschein­lich berühmtesten Tomaten­sup­pen-Dose der Welt, „serviert“ die Ingo Mau­r­er Canned Light. Über dem Esstisch ange­bracht,  dient diese Pen­delleuchte ein­er­seits als Rev­erenz an eines der bekan­ntesten Bilder des Pop-Art-Kün­stlers Andy Warhol. Ander­er­seits bietet sie gemütlich­es Zonen­licht für Speisen und Getränke. In der Canned Light befind­et sich allerd­ings keine Suppe, son­dern Leucht­mit­tel, Reflek­tor etc.

 

Auf diesem Bild ist die My New Flame zu sehen, eine LED-Tischleuchte, die das natürliche Flackern einer Kerze verblüffend realistisch nachahmtRoman­tis­chen Kerzen­schein ver­bre­it­et die My New Flame, dabei nutzt sie das warm-weiße, auf Flack­ern pro­gram­mierte Licht von LEDs

Kerzen­licht ohne Feuer ist die Domäne der My New Flame. Die Tis­chleuchte wirkt fast wie ein klas­sis­ch­er Kerzen­stän­der, beherbergt aber mod­ern­ste Licht­tech­nik. In ihrem schlanken Kör­p­er ver­ber­gen sich energieef­fiziente LEDs, deren Licht anhand von Videoauf­nah­men darauf pro­gram­miert wurde, das Flack­ern von echt­en Flam­men nachzuah­men. Das Ergeb­nis ist ein verblüf­fend real wirk­endes „Kerzen­licht“, das jeden roman­tis­chen Abend zum Voll­tr­e­f­fer macht.

 

 

Ingo Maurer Showroom: Persönliche Begegnungen

Hier wird die Johnny B. Butterfly vorgestellt: eine Pendelleuchte, die von Schmetterlingen und Libellen „umschwirrt“ wird und so zu einem faszinierenden Blickfang im Ingo Maurer Showroom avanciert. Pro­duk­t­de­sign­er Axel Schmid erzählten den Besuch­ern im Show­room die ela­bori­erte Fer­ti­gung der John­ny B. But­ter­fly Pen­delleuchte

Bei unserem Rundgang durch den Ingo Mau­r­er Show­room erwies sich auch das Team der Designer­ikone als sehr aufmerk­samer und auskun­fts­freudi­ger Gast­ge­ber. Der Pro­duk­t­de­sign­er Axel Schmid z. B. erk­lärte uns und den anderen Gästen z. B. eine lim­i­tierte Son­der­an­fer­ti­gung der John­ny B. But­ter­fly, deren um das Leucht­mit­tel arrang­ierte Insek­ten in detail­re­ich­er Han­dar­beit in Kali­fornien gefer­tigt wer­den.

 

Marketing-Mitarbeiterin Silvia Catanese erzählte uns Wissenswertes zur Öff Öff . Dieses ausgefallene Ausstellungsstück im Ingo Maurer Showroom, gefertigt aus glasiertem Porzellan, mutet wie ein Ei an und avanciert so schnell zum Blickfang. Neben dem Deko-Effekt bietet sie auch ausgefeilte Funktionalität: Ihre Neigung kann in mehreren Stufen eingestellt werden. Zudem lässt sich die Ingo Maurer Öff Öff in der Höhe anpassenFührte eben­falls engagiert durch den Show­room: Mar­ket­ing-Mitar­bei­t­erin Sil­via Catanese stellte uns die eiför­mige Porzel­lan­leuchte Öff Öff vor.

Mar­ket­ing-Mitar­bei­t­erin Sil­via Catanese erzählte uns Wis­senswertes zur Öff Öff. Dieses aus­ge­fal­l­ene Ausstel­lungsstück im Ingo Mau­r­er Show­room, gefer­tigt aus glasiertem Porzel­lan, mutet wie ein Ei an und avanciert so schnell zum Blick­fang. Neben dem Deko-Effekt bietet sie auch aus­ge­feilte Funk­tion­al­ität: Ihre Nei­gung kann in mehreren Stufen eingestellt wer­den. Zudem lässt sich die Ingo Mau­r­er Öff Öff in der Höhe anpassen.

 

Auch der Herr des Showrooms, Ingo Maurer, kam während der Führung vorbei und erzählte Interessantes über Inspirationen und ZukunftspläneWährend der Show­room-Führung kam auch Ingo Mau­r­er per­sön­lich vor­bei, um lock­er über per­sön­liche Motive und Entwürfe zu plaud­ern

Zwis­chen­durch machte auch der Meis­ter höch­st­per­sön­lich seine Aufwartung. Ingo Mau­r­er stellte spon­tan eine Leuchte aus der Entwick­lungsphase vor, die – wie auf dem Bild bere­its zu ver­muten ist – eine Mis­chung aus skulp­turalem Desig­nob­jekt und flex­i­blem Licht­ge­ber wird. Dabei plaud­erte er in lock­er­er Atmo­sphäre über zukün­ftige Pro­jek­te und ver­ri­et uns auch einiges über seine Moti­va­tion. So ließ er uns wis­sen, dass er nach wie vor großen Spaß an der Arbeit mit seinem „Team“ habe und dass er hoffe, dass man die Freude und Energie, die er in seine Leucht­en stecke, auch spür­bar seien. Zum Schluss gab er noch ein per­sön­lich­es State­ment zum Besten: „Ein Pro­dukt sollte immer auch etwas provozieren.“

 

Auf diesem Bild greift light11-Mitarbeiter Maik Neugebauer vergeblich nach der holografischen Glühlampe

Maik Neuge­bauer von light11 greift intu­itiv nach der holo­grafis­chen Glüh­lampe, die eine reale täuschend echt nachahmt.

Natür­lich kon­nten wir unsere Fin­ger nicht von den Leucht­en lassen. So kon­nten wir es beim Anblick der Pen­delleuchte Eddie’s Son nicht lassen, nach der Glüh­lampe zu greifen, die sich dann als Illu­sion ent­pup­pte Die Über­raschung gelingt dank ein­er holo­grafis­chen Emul­sion auf dem Glaszylin­der, der eine raf­finierte Inter­ak­tion mit einem Laser­strahl einge­ht.

 

im zweiten Stock des Ingo Maurer Showrooms entdeckten wir die 5 Pack Pendelleuchte, die mit gleich fünf verschiebbaren Schirmen aufwartet

Tino Kempf von light11 begutachtet die 5 Pack Pen­delleuchte im Ingo Mau­r­er Show­room

Auch die 5 Pack weck­te unser Inter­esse im Ingo Mau­r­er Show­room. Wir staunten über die raf­finierte Kon­struk­tion dieser Pen­delleuchte, die mit gle­ich fünf Schir­men daherkommt. Diese lassen sich über ein Scheren­ge­lenk zusam­men- und auseinan­der­schieben. So bietet sie je nach Ein­stel­lung gebün­deltes Zonen­licht nach unten oder dif­fus­es Raum­licht.

 

 

Ingo Maurer Showroom: die Glühlampe als Hommage

An Purismus kaum zu überbieten ist die Bulb, die Ingo Maurer 1966 als Hommage an die klassische Glühlampe entwarf

Die Bulb, eine Hom­mage an die Glüh­lampe, bedeutete 1966 den Durch­bruch von Ingo Mau­r­er

Bei unserem Rundgang durch den Ingo Mau­r­er Show­room gab es natür­lich noch mehr zu sehen. Was wir uns auf keinen Fall ent­ge­hen lassen woll­ten, waren die zahlrei­hen Ver­beu­gun­gen des Ingo Mau­r­er vor der klas­sis­chen Glüh­lampe. Die tiefe Zunei­gung zu dieser ist ein häu­fig wiederkehren­des Motiv in den Schöp­fun­gen des Ingo Mau­r­er. Wie ein­gangs erwäh­nt, stellt die Bulb, zu Deutsch: Glüh­lampe, den ersten ful­mi­nan­ten Erfolg in der Kar­riere des deutschen Design­ers dar. Ver­mut­lich­es Erfol­gs­ge­heim­nis: Die Tis­chleuchte ist eine Art Glüh­lampe-in-Glüh­lampe und wird aus mundge­blasen­em Kristall­glas gefer­tigt – eine zeit­lose Rem­i­niszenz an die gute alte Glüh­birne, die u. a. in die ständi­ge Samm­lung des MoMA in New York aufgenom­men wurde.

 

Ein weiterer Augenschmaus im Ingo Maurer Showroom war die Birdie Stehleuchte, die mit ihren Glühlampen mit Gänsefedern-Besatz wie ein abhebender Vogelschwarm anmutet

Die Birdie-Leucht­en erin­nern an einen Schwarm von Vögeln, der im Begriff ist, geschlossen aufzusteigen.

Eine Huldigung an die vom Markt genommene Glüh­lampe stellen auch die unter­schiedlichen Aus­führun­gen der Birdie dar. Die eigens für diese Leucht­en pro­duzierten Lam­p­en mit E27-Sock­el sind an beweglichen Leucht­e­n­ar­men befes­tigt und kön­nen nahezu beliebig aus­gerichtet wer­den. Als wäre das nicht genug der Indi­vid­u­al­ität, tra­gen die Lam­p­en Flügel aus echt­en, handge­fer­tigten Gänsefed­ern. So fühlt sich der Betra­chter beim Anblick ein­er Birdie zuweilen an einen auf­steigen­den Vogelschwarm erin­nert.

 

Auf einem Fensterbrett war die Lucellino aufgestellt, deren „gefiederte“ Lampe mittels biegsamem Draht unterschiedlich ausgerichtet werden kannSie würde gerne davon­fliegen, darf aber nicht: Die Lucelli­no ist ein „Lichtvögelchen“, das unter­schiedlich aus­gerichtet wer­den kann

Ein einziges „Lichtvögelchen“ bildet das Haupt ein­er Lucelli­no. Sie ist als Wand- und Tis­chleuchte erhältlich und kann eben­so wie ihre größeren Birdie-Geschwis­ter aus­gerichtet wer­den. Auch hier entschei­den also Sie selb­st, in welche Rich­tung das Vögelchen fliegt. Bei­de Aus­führun­gen kom­men zudem mit Schiebere­gler zum Ein­stellen der Hel­ligkeit.

 

Für ein charmantes Trugbild sorgte die Wandleuchte Dead Bulb Alive

Beherrscht eben­falls das Spiel der per­fek­ten Illu­sion: Die Holo­grafie-Leuchte Dead Bulb Alive

Ein virtuelles Erleb­nis der beson­deren Art bescherte uns die Dead Bulb Alive. Wie wir bere­its anhand der Eddie’s Son fest­stellen kon­nten, beherrscht auch diese Wan­dleuchte das Spiel mit der per­fek­ten Illu­sion. Diese pro­jiziert durch Holo­grafie-Tech­nik und Laser­licht dort eine klas­sis­che Glüh­lampe, wo tat­säch­lich keine ist.

 

Auf dem Treppenaufgang entdeckten wir dieses Regalbrett, auf dem der Niedergang der Glühlampe veranschaulicht wirdMit der Wandin­stal­la­tion „Das große Glüh­bir­nen­fressen“ illus­tri­ert Ingo Mau­r­er das sukzes­sive Ver­schwinden der Glüh­lampe.

Aus seinem Bedauern über den Glüh­lam­p­en-Ausstieg hat Ingo Mau­r­er nie einen Hehl gemacht. Wenn der Show­room-Besuch­er die Trep­pen zum zweit­en Stock hochge­ht, kommt er an ein­er Wand vor­bei, die diese Verehrung ein­drucksvoll illus­tri­ert: „Das große Glüh­bir­nen­fressen…“ heißt ein Auf­bau, auf dem mit echt­en Lam­p­en die Abschaf­fung der klas­sis­chen Leucht­mit­tel in chro­nol­o­gis­ch­er Rei­hen­folge aufgezeigt wird.

 

 

Ingo Maurer: Papier als Inspiration

Dieses Bild zeigt die ebenfalls im Ingo Maurer Showroom ausgestellte Lampampe, die komplett aus japanischem Papier gefertigt wirdAus japanis­chem Papi­er wird die Lam­pampe hergestellt, mit der Ingo Mau­r­er seine Vor­liebe für das Mate­r­i­al aus­drückt

In vie­len sein­er Werke drückt Ingo Mau­r­er auch seine Vor­liebe für Papi­er aus. Die Lam­pampe aus dem Jahr 1980 beste­ht aus japanis­chem Papi­er, das in Han­dar­beit die Form eines tra­di­tionellen Lam­p­en­schirms annimmt.  Als bewusst gestal­ter­isch­er Kniff ist das Papi­er leicht zerknit­tert, so dass die Tis­chleuchte einen sym­pa­thisch unangepassten Look erhält.

 

Die Knitterling Pendelleuchte, bewusst knitterig gestaltet, ist ein weiterer Beleg für die große Leidenschaft, die Ingo Maurer für das Material Papier empfindetDie Knit­ter­ling, bewusst knit­terig  gestal­tet, ist ein weit­er­er Beleg für die große Lei­den­schaft, die Ingo Mau­r­er für das Mate­r­i­al Papi­er empfindet

Der char­mant verk­nautschte  Look ist auch das Kern­merk­mal der Knit­ter­ling. Die Pen­delleuchte wird eben­falls aus Japan­pa­pi­er hergestellt und dient als Hom­mage an die For­men­sprache von klas­sis­chen Lam­p­en­schir­men.  Da sich die Span­nung des Schirms durch Verän­derun­gen in der Luft­feuchtigkeit eben­falls verän­dern kann, ist die Knit­ter­ling nicht für Räume mit hoher Luft­feuchtigkeit geeignet.

 

Auf diesem Bild sehen wir die Samurai, die den Ingo Maurer Showroom mit einem Hauch von Fernost bereichertWie ein über­großes exo­tis­ches Insekt wirkt die Samu­rai, die das Ergeb­nis ein­er aufwändi­gen, handw­erk­lichen Her­stel­lung ist

Die Samu­rai gehört zu der MaMo Nouch­ies® Kollek­tion, die Ingo Mau­r­er gemein­sam mit Dag­mar Mom­bach ent­wor­fen hat. Die Tis­chleuchte ist ein echt­es Unikat: In einem aufwendi­gen, rein handw­erk­lichen Fer­ti­gung­sprozess erhal­ten mehrere Lagen ein­fach­er Papier­bö­gen in bis zu acht Arbeits­gän­gen durch Fal­ten und Ziehen ihre finale, in diesem Fall wie ein tro­pis­ches Insekt anmu­tende Form.

 

Alt-Text: Die Zettel'z-Pendelleuchten haben einen Schirm aus Blättern, die aus echtem Japanpapier bestehenEine grandiose Zettel­wirtschaft: Die Zettel’z besticht durch ihr „Schirmk­leid“ aus Japan­pa­per-Blät­tern mit indi­vidu­ellen Tex­ten

Einen anderen Ansatz wählt Ingo Mau­r­er bei den Zettel’z-Pendelleuchten. Diese ver­ber­gen das Leucht­mit­tel hin­ter einem „Leucht­en­schirm“ aus vie­len Blät­tern aus orig­i­nalem Japan­pa­pi­er. Diese sind teil­weise bere­its beschriftet mit orig­inellen Sprüchen und Zitat­en, die unbeschrifteten laden den Nutzer zum kreativ­en Tex­ten oder Bemalen ein. Neben einem garantierten Wow-Effekt liefert eine Zettel’z blend­freies Raum­licht und zoniertes Licht nach unten, das sich z. B. für eine Tis­chbeleuch­tung emp­fiehlt.

 

Mit diesen Ein­drück­en vom spek­takulären Ingo Mau­r­er Show­room ver­ab­schieden wir uns zunächst aus München. Im übernäch­sten light­MAG-Beitrag wer­fen wir dann einen Blick in die Kreativschmiede von Ingo Mau­r­er, die Werk­statt, in der die Ideen von Ingo Mau­r­er und seinem Team umge­set­zt wer­den. Außer­dem waren wir in der Pro­duk­tion­sstätte in Aub­ing, wovon wir dem­nächst eben­falls bericht­en.


 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsabfrage * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.