light11 zu Besuch im Artemide Showroom in Frankfurt

Das light11-Team gemeinsam mit Katja Freitag und Jürgen Erwes aus dem Sauerland vor dem Showroom in FFM

Goldener November, die Sonne strahlt und die Blätter an den Bäumen verwandeln die herbstliche Landschaft in ein buntes Farbenmeer. Gibt es eine bessere Gelegenheit, um sich mit gutem Licht zu beschäftigen? Einer Einladung von Artemide folgend, der zweiten nach unserem letztjährigen Besuch in Mailand, machte sich das light11-Team auf den Weg zum deutschen Artemide Showroom in Frankfurt am Main. Dort wollten wir unser Wissen über das Sortiment des Premium-Leuchtenherstellers vertiefen und neue Eindrücke gewinnen.

 

Nachdem wir einen Parkplatz in der dicht bevölkerten Innenstadt der Mainmetropole ergattern konnten, empfingen uns Frank Busch, Geschäftsführer von Artemide Deutschland, Katja Freitag, Vertrieb Rhein/Main/Baden und Key Account eCommerce, gemeinsam mit Trainee Theresa Hoffmann, Showroomleiter Lars Andermann und Jürgen Erwes, zuständig für den Customer Service, im fabelhaften Artemide Showroom. Dieser befindet sich ganz in der Nähe des Mainufers in der Baseler Straße 10 im modernen Oval-Gebäude, das vom renommierten Architektur-Büro AS&P entworfen wurde. In unmittelbarer Nähe versammeln sich weitere Premium-Gewerke, u. a. der Showroom des Schweizer Möbelherstellers Vitra.

 

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Frank Busch wusste Interessantes über Artemide zu erzählen.

Zu Beginn unseres Besuches im Artemide Showroom erzählte Herr Busch Wissenswertes zur Firmenhistorie. Das italienische Unternehmen von Weltrang wurde 1960 von Ernesto Gismondi, der übrigens auch heute noch die entscheidende Instanz bei wichtigen Entscheidungen ist, und Sergio Mazza gegründet. Zu einer Zeit also, als die meisten Leuchten noch aus einem schlichten Stoffschirm und einem einfachen Gestell bestanden. Artemide war von Anfang an darauf bedacht, hochwertige Materialien zu verwenden, gleich die erste Artemide-Leuchte belegt diesen Anspruch eindrucksvoll: Die Alfa Tavolo besticht durch einen Sockel aus schwarzem Marmor, der von Steinmetzen per Hand gefertigt wurde, und einen edlen Schirm aus Kristallglas – für damalige (und heutige) Zeiten eine außergewöhnliche Kombination. Als großen Erfolgsfaktor nannte Herr Busch zudem die Firmenphilosophie "The Human Light", die bei der Leuchtengestaltung stets die Bedürfnisse des Menschen und somit eine Verbesserung seiner Lebensqualität in den Vordergrund stellt. Übrigens: Wir hatten auch die Gelegenheit, ein Interview mit Frank Busch zu führen. Was uns der Artemide Deutschland-Chef zu berichten hatte, gibt es in einem der kommenden Beiträge zu lesen.

 

 

Schulung im Artemide Showroom

Aufmerksam lauscht das lightMAG-Team den Erklärungen von Katja Freitag

Aufmerksam lauscht das light11-Team den Erklärungen von Katja Freitag

In entspannter und freundlicher Atmosphäre stellte Frau Freitag uns anschließend im Rahmen einer Schulung einige Artemide Klassiker vor, die die Edelmarke in den letzten Jahren auf den Markt gebracht hat. Hierzu erhielten wir auch eine Mappe mit vielen interessanten Informationen zu den Leuchten – inklusive Wissenswertem zu Designer und Fertigung. Hatten wir zwischendurch eine Frage, etwa zur Lichtwirkung, wurde sie freundlich und kompetent beantwortet. Dabei wurden einige der vorgestellten Leuchten auch in natura herumgereicht, so dass wir diese Artemide Artikel noch näher kennenlernen durften.

 

 

Kleiner aber feiner Strahler: Cube 37Kleiner aber feiner Strahler: Cube 37

Zu den vorgestellten Artemide Highlights zählten z. B. die beiden Strahler Cube 37 und Cata, deren Entwürfe von Artemide Vizepräsidentin Carlotta de Bevilacqua stammen. Ersterer zeichnet sich durch eine minimalistische Formensprache aus: Der Leuchtenkopf, der dreh- und schwenkbar ist, besteht aus einem quadratischen Aluminiumgehäuse, in dem sich ein leistungsstarkes LED-Modul verbirgt. Dieses benötigt gerade einmal 8 Watt, um 501 Lumen zu erzeugen – mehr als eine 40-W-Glühlampe. Daher eignet sich der Deckenstrahler hervorragend, um Regale, Kunstobjekte und andere Möbel mit präzisem Zonenlicht zu akzentuieren.

 

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Fokussierte Architekturbeleuchtung: Cata Soffitto LED

Im Gegensatz zum kleinen Cube zeichnet sich die Cata  durch ihre hohe Lichtmenge aus, die sie der starken Lichtlenkung und dem scharfkantigen Lichtbild verdankt. So kann sie auch weiter entfernte Objekte präzise anstrahlen. Mit ihren über 2.100 Lumen eignet sie sich hervorragend, um besondere architektonische Highlights eines Gebäudes hervorzuheben, wie etwa Treppen oder Säulen. Dazu beeindruckt die Deckenleuchte durch ihre futuristische Formensprache und die Möglichkeit, den Diffusor auszutauschen, um eine andere Lichtwirkung zu erzielen. An der Cata zeigt sich die Affinität Carlotta de Bevilacquas  zur (Innen-)Architektur und die große Leidenschaft zur Lichttechnik. So ist Carlotta de Bevilacqua auch heute noch die treibende Kraft in der Erforschung und Entwicklung neuer Technologien bei Artemide.

 

 

Artemide Logico Garden_690pxAußenleuchte Logico Garden aus der Feder des Stardesigners Michele De Lucchi

Weiter ging es mit der Logico Garden, einer Pollerleuchte aus der Feder des weltberühmten Tolomeo-Erfinders Michele De Lucchi. Dieser in anthrazitgrau gehaltene Lichtspender aus dem Hause Artemide besticht nicht nur durch die Schutzart IP65, sondern auch durch eine hohe Stoßbeständigkeit, die mit einem Wert von IK 10 angegeben wird. Zugleich nimmt sie den Betrachter durch ihre charakteristische asymmetrische Gestalt, die sie mit den anderen Leuchten der Logico-Familie teilt, für sich ein.

 

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Pendelleuchte Space Cloud von Ross Lovegrove

Einen der Höhepunkte der Vorstellung bildete die beeindruckende Space Cloud von Ross Lovegrove, dessen Schöpfungen häufig durch eine organische Formensprache bestechen. Bei der Space Cloud ließ sich der Waliser von NASA-Fotos von der Erde inspirieren, die vom Weltall aus aufgenommen wurden. Die Pendelleuchte besteht aus verschiedenen Ebenen von gelochtem und eloxiertem Aluminium, das von unten durch ein LED-Modul angestrahlt wird. So entfaltet die Hängeleuchte von Artemide einen einzigartigen Lichtwurf, mit dem sie sich selbst in Szene setzt und zugleich für eine sanfte, gleichmäßige Grundbeleuchtung des Raums sorgt.

 

 

 

Nachdem unser Gastgeber uns mit reichlich Informationen gefüttert hatte, bat Artemide die light11-Delegation zu Tisch: beim trendigen Italiener L'Osteria, der für seine köstliche mediterrane Küche bekannt ist. Auf dem Weg in die Speicherstraße, wo das Restaurant Pizza und Co. serviert, nahmen wir so manchen Eindruck mit. Besonders der Westhafen Tower, der von den Frankfurtern liebevoll „Äppelwoi-Turm“ genannt wird, beeindruckte uns. Seine Fassade besteht aus 3.500 Glasdreiecken, die sowohl das herrliche Licht des sonnigen Tages als auch das Wasser des Mains widerspiegelten. Bei Antipasti, Pizzen mit einem Durchmesser von 45 cm – ein hoch auf den Einpackservice – und Pasta, abgerundet durch Dolci wie z. B. das zum Niederknien leckere Limonensorbet "Sorbetto Al Limone", saßen wir eine Weile in gemütlicher Runde zusammen, um uns im Anschluss auf den Rückweg zum Artemide Showroom zu machen. Hierbei überquerten wir die Westhafenbrücke und ergatterten einen Blick auf die bunte und moderne Architektur der Wohnhäuser direkt am Mainufer. Weiter entlang des Karpfenweges und unterhalb der Friedensbrücke konnten wir die Anwohner dabei beobachten, wie sie das herrliche Wetter genossen und sich auf den Grünflächen entlang des Mains entspannten. Von dort machten wir uns wieder auf den Rückweg Richtung Baseler Platz, wo wir in das rege Treiben südlich des Hauptbahnhofs der europäischen Finanzmetropole eintauchten und den Showroom von Artemide erneut betraten.

 

 

Leuchten hautnah - Unsere Tour durch den Artemide Showroom

Hier erklärt Lars Andermann, Store Manager des Showrooms, Ramona Eiffert, Lisa Ciesla und Nikolai Gottschalk die Stehleuchte Artemide New Nature . Im Hintergrund ist Jürgen Erwes, Customer Service, zu sehen.

Hier erklärt Lars Andermann, Store Manager des Showrooms, Ramona Eiffert, Lisa Ciesla und Nikolai Gottschalk die Stehleuchte New Nature 

 

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Klassiker mal 2: Castore Tavolo von Michele De Lucchi (l.) und Eclisse von Vico Magistretti 

 

Auch Neuheiten, wie die Tischleuchte Null Vector , gab es im Artemide Showroom zu entdecken

Auch Neuheiten wie die Tischleuchte Null Vector gab es im Artemide Showroom zu entdecken

Im Showroom angekommen, durften wir diesen in unserem eigenen Tempo erkunden und die faszinierenden Leuchten persönlich begutachten. Dabei standen uns die Mitarbeiter von Artemide mit Rat und Tat zur Seite. So erfuhren wir unter anderem, dass der Showroom, der von Carlotta de Bevilacqua höchstpersönlich entworfen wurde, seine Pforten zum ersten Mal am 6. Oktober 2009 öffnete. Seitdem werden auf insgesamt 180 m² im Oval des Baseler Platzes viele edle Designerleuchten für professionelle Lichtplaner ebenso wie interessierte Privatleute ausgestellt. Die Exposition stellt Leuchten für unterschiedliche Wohnbereiche vor, die auch von außen näher in Augenschein genommen werden können.

 

 

Nur Sospensione mit Farbfilter

Die spektakuläre Pendelleuchte Nur Sospensione sorgt mit einem Farbfilter für koloriertes Licht

Beim Schlendern durch den Artemide Showroom entdeckten wir viele bekannte Bestseller. So z. B. die Nur Sospensione. Die Pendelleuchte ist ein Werk von Firmengründer Ernesto Gismondi und gewann 2004 die prestigeträchtige Auszeichnung Red Dot Award. Der kuppelförmige Schirm aus hochwertigem Aluminium, auf dem Bild als anthrazitgraue Ausführung zu sehen, streut das Licht sanft und schafft so ein harmonisches Zonenlicht unter sich. Zusätzlich entweicht über eine kleine Öffnung an der oberen Seite des Schirms ein Anteil des Lichts nach oben und erzeugt so eine indirekte Raumbeleuchtung. Der Clou: Die hier gezeigte Nur Pendellampe ist mit einem optionalen Farbfilter ausgestattet, der dem Licht eine geradezu betörende Färbung verleiht.

 

 

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Leuchte mit Mut zur Lücke: Artemide Scopas

Stehen blieben wir auch an der Artemide Scopas Sospensione LED. Diese Hängeleuchte von Neil Poulton verdient das Prädikat "außergewöhnlich" wie kaum eine andere. Ihr Korpus aus runden LED-Modulen weist große Lücken auf, so dass die Scopas fast ein wenig unfertig anmutete. Doch dieser vermeintliche Makel stellte sich schnell als großer Trumpf heraus, als die Leuchte eingeschaltet wurde: Das Resultat war ein verblüffend gleichmäßiges Raumlicht, dem mit einen unvergleichlich charismatischen Schattenwurf das i-Tüpfelchen gesetzt wird.

 

 

Skydro im Doppelpack

Artemide Skydro im Doppelpack

Auch bei einem modernen Klassiker von Ross Lovegrove mussten wir unsere Kameras zücken. Die Artemide Skydro erinnert in ihrer Erscheinung an übergroße, unter der Decke schwebende Quecksilbertropfen und sorgt auf diese Weise bereits vor dem Einschalten für ein erstes Aha-Erlebnis. Wird diese Deckenleuchte eingeschaltet, werden die aus dem Ausleger nach oben gesandten Lichtstrahlen von den einzelnen Elementen aus Spritzgussthermoplast zigfach in den Raum zurückreflektiert, so dass ein einzigartiges Raumlicht entsteht. Davon konnten wir uns im Artemide Showroom selbst überzeugen. Auf nebenstehendem Bild sind zwei Exemplare der Skydro nebeneinander montiert, wodurch sich die Lichtwirkung potenziert und so eine ungleich mitreißendere Atmosphäre im Raum entsteht.

 

 

Vereint Handwerkskunst und moderne LED-Technik: Empatia

Vereint Handwerkskunst und moderne LED-Technik: Artemide Empatia

Zu den Highlights, die wir im Showroom von Artemide hautnah erleben konnten, gehörten auch die Empatia Leuchten, die eine reizvolle Mixtur aus traditioneller Handwerkskunst und moderner Technik sind. Empatia-Leuchten bestehen aus zweischichtigem, mundgeblasenem Glas, auf das per Hand eine Schicht mattiertes Glas aufgetragen wird. Daher kann es vorkommen, dass die mattierte Glasschicht leicht versetzt ist, was aber unterstreicht, dass eine Empatia ein typisches Artemide Produkt ist, dass sich durch das Zusammenspiel von Tradition und Innovation auszeichnet. Als Lichtquelle dient eine energieeffiziente LED, deren Strahlen durch einen Stab aus hochtransparentem Polykarbonat gegen die mattierte Fläche geführt werden, wo sie als diffuses Licht zurück ins Glas und in die Umgebung reflektiert werden. So entsteht eine herrlich gleichmäßige, harmonische Beleuchtung, die zudem durch 100%ige Blendfreiheit gefällt.

 

 

Das Nesthäkchen der Tolomeo-Familie: Die Artemide Tolomeo Micro

Das Nesthäkchen der Tolomeo-Familie: Die Artemide Tolomeo Micro

Wer Artemide besucht, möchte natürlich auch die Kultleuchte Tolomeo von Designerlegende Michele De Lucchi sehen.  Im Showroom entdeckten wir die kleine Ausführung der wohl bekanntesten, vielfach preisgekrönten (u. a. Oscar des Architectes d'interieur-SNAI, iF Design Award, Compasso d'Oro) Tischleuchte der Welt: die Artemide Tolomeo Micro. Auch das kleinste Modell der Tolomeo-Serie besticht durch eine enorme Flexibilität, mit der es auf kleinen Schreib-, Beistell- und Nachttischen für bedarfsgerechtes Leselicht sorgt. Zudem fungiert sie aufgrund ihres charmanten Designs als dekorativer Blickfang. Als solcher ist diese Ausführung – anders als ihre kleineren Schwestern – in vielen frisch-fröhlichen Farben erhältlich, z. B. in Orange oder Türkis.

Mit diesen Eindrücken und Erfahrungen verabschiedeten wir uns von unseren freundlichen Gastgebern. Während wir uns auf den Rückweg nach Lünen machten, sahen wir die erleuchtete Skyline Frankfurts am Horizont verschwinden. Mit diesem beeindruckenden Anblick endete ein Tag voller Licht und Leuchten. Wir hoffen, demnächst wieder einmal die Gelegenheit zu bekommen, das Mailänder Designunternehmen näher kennenzulernen.


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