Die größten Leuchtendesignerinnen

Die größten Leuchtendeisgnerinnen - Martinelli Luce Pipistrello Tischleuchte

Die Welt der Pro­dukt- und Indus­triedesign­er ist eine Män­ner­domäne. Stimmt nicht? Stimmt nicht! Unter den großen Namen der Design­szene tum­melt sich eine Vielzahl tal­en­tiert­er Designer­in­nen, die ihren männlichen Kol­le­gen in punc­to Kreativ­ität und Schaf­fen­skraft in nichts nach­ste­hen. Designer­in­nen wie Car­lotte de Bevilac­qua oder Patri­cia Urquio­la prägten mit ihren inno­v­a­tiv­en Entwür­fen die Design­welt. Die Arbeit­en von Alt­meis­terin­nen wie Gae Aulen­ti oder Gre­ta Gross­man erfreuen sich auch heute noch großer Beliebtheit. Der fol­gende Beitrag zollt eini­gen der größten Leuch­t­en­de­signer­in­nen der Geschichte Trib­ut.

 

Die größten Leuchtendesignerinnen — Carlotta de Bevilacqua

Die größten Leuchtendeisgnerinnen - Carlotta de Bevilacqua

Bekan­nter als die meis­ten, männlichen Kol­le­gen: Car­lot­ta de Bevilac­qua

Zu den großen Namen im Bere­ich der Leuch­t­en­de­signer­in­nen zählt defin­i­tiv die Ital­iener­in Car­lot­ta de Bevli­ac­qua, die zahlre­iche, erfol­gre­iche Leucht­en für Artemide und Danese Milano gestal­tete. Car­lot­ta de Bevli­ac­qua ist, wie viele bekan­nte Pro­dukt- und Indus­triedesign­er, eigentlich gel­ernte Architek­tin. Ihren Abschluss machte sie 1983 am Politec­ni­co im schö­nen Mai­land, wo sie auch ihr eigenes Architek­tur- und Design­büro betreibt. Ihr Stu­dio arbeit­et mit einem inter­diszi­plinären Ansatz und kom­biniert die Bere­iche Architek­tur, Innenar­chitek­tur, Design, Beleuch­tung und auch Kom­mu­nika­tion.

 

 

 

Car­lot­ta de Bevli­ac­qua ist nicht nur als Pro­duk­t­de­signer­in tätig, son­dern betreut auch inter­na­tionale Pro­jek­te der Architek­tur­pla­nung und Innenar­chitek­tur. Sie ist zudem sehr engagiert in der Forschung und Entwick­lung im Bere­ich Beleuch­tung, ins­beson­dere Well­ness-Aspek­te und neue Qual­itäts­stan­dards für die mod­erne Wohn­welt treiben die Ital­iener­in an. Bis 2004 war Car­lot­ta de Bevli­ac­qua Geschäfts­führerin bei Artemide für Marken­strate­gie und Entwick­lung­sor­gan­i­sa­tion. Zudem zeich­net sie sich für die Gestal­tung der Artemide-Show­rooms ver­ant­wortlich. Mit dem ital­ienis­chen Her­steller verbindet de Bevilac­qua außer­dem noch eine ganz beson­dere Beziehung: sie ist die Ehe­frau von Artemide-Grün­der und Haupt­geschäfts­führer Ernesto Gis­mon­di.

Als Designer­in für Artemide schuf Car­lot­ta de Bevli­ac­qua Erfol­gsmod­elle wie die Leucht­ense­rien Coper­ni­co und Tian Xia. Ihre Inno­va­tion­skraft bei der Entwick­lung neuer Leucht­en und Beleuch­tung­stech­niken brachte Pro­duk­te wie die Stehleuchte Yin Flu her­vor, die mit zehn ver­schiede­nen Licht­szenar­ien für jede Lebenslage die passende Licht­stim­mung erzeu­gen kann. Als gel­ernte Architek­tin steuerte sie auch für die Artemide Archi­tec­tur­al Kollek­tion einige Entwürfe bei, beispiel­sweise die Pad-Leucht­enserie oder die Deck­en­leuchte Cube 37. Die Leucht­enserie Empa­tia ergänzt als Neuheit das Artemide-Sor­ti­ment. Mit Leucht­en­schir­men aus mundge­blasen­em Glas und energieef­fizien­ter LED-Tech­nik ent­stand mit der Empa­tia-Rei­he eine Fusion aus tra­di­tionellem Handw­erk und mod­ern­ster Licht­tech­nik.

 

Neben ihrer Tätigkeit als Designer­in und Geschäfts­führerin von Artemide ist Car­lotte de Bevilac­qua auch selb­st erfol­gre­iche Unternehmerin. 1999 übern­immt sie die ital­ienis­che Marke Danese Milano, eine der Kult­marken der 1960er und 1970er Jahre. Als Designer­in und Geschäfts­führerin führt sie Danese Milano bin­nen kürzester Zeit zurück auf die Erfol­gsspur.

 

Die größten Leuchtendeisgnerinnen - Danese Milano Xiao Tet

Ein buntes Ensem­ble von Xiao Tet Pen­delleucht­en

Auch für Danese ist Car­lot­ta de Bevli­ac­qua regelmäßig als Designer­in tätig, so ent­warf sie etwa die Leucht­enserie HBM, die optisch an einen über­großen Dia­man­ten erin­nert. Die Leucht­en der UNA-Serie bestechen hinge­gen durch ihre hauchdünne For­men­sprache und ihren mod­er­nen Look. Mit LED aus­ges­tat­tet, erweisen sich die UNA-Leucht­en zudem als Muster­beispiel für Energieef­fizienz. Auch die Leucht­en der Tet-Rei­he gehen auf einen Entwurf von Car­lot­ta de Bevilac­qua zurück. Diese bestechen durch ihr min­i­mal­is­tis­ches Erschei­n­ungs­bild und ihre vor­bildlichen Umwel­teigen­schaften.

 

 

 

Die größten Leuchtendesignerinnen — Gae Aulenti

Gae Aulen­ti gestal­tete das Musée d’Orsay in Paris
Foto von Benh, CC-BY-SA-3.0, via Wiki­me­dia Com­mons 

Gae Aulen­ti set­zte in ihren Arbeit­en auf dauer­hafte Werte, statt auf schnel­llebige Trends. Sie galt als Alt­meis­terin der Architek­tur und erlangte Berühmtheit mit der mod­er­nen Neugestal­tung älter­er Gebäude. Zu ihren bekan­ntesten Arbeit­en zählen große Muse­um­spro­jek­te, wie der Umbau ein­er Paris­er Bahn­hof­shalle zum Musée d’Orsay (1980–1986). Aulen­ti war auch als Innenar­chitek­tin und Pro­duk­t­de­signer­in ein großer Erfolg beschert. Als eine der weni­gen ital­ienis­chen Designer­in­nen der Nachkriegs­jahre war Aulen­ti eine Vor­re­i­t­erin ihrer Zeit und Vor­bild für viele Design­er und Designer­in­nen. Gae Aulen­ti wurde 1927 in Palaz­zo­lo del­lo Stel­la als Gae­tana Aulen­ti geboren. 1959 beschloss sie ihr Studi­um am Politec­ni­co in Mai­land mit einem Abschluss in Architek­tur. Später pro­moviert sie in ihrem Fach und war an den Fakultäten für Architek­tur an den Uni­ver­sitäten in Venedig und Mai­land als Dozentin tätig.

 

Die größten Leuchtendesignerinnen - Gae Aulenti

Alt­meis­terin der Architek­tur: Gae Aulen­ti

Bere­its während ihres Studi­ums arbeit­ete Gae Aulen­ti als Art Direc­tor für die Designzeitschrift Casabel­la (zu Deutsch etwa: “schönes Zuhause”). Neben ihrer Tätigkeit als Architek­tin gestal­tete Gae Aulen­ti auch Kostüme und Büh­nen­bilder, unter anderem für die Mailän­der Scala und die Wiener Staat­sop­er. Zu ihren bekan­ntesten Arbeit­en als Pro­duk­t­de­signer­in zählen der Klapp­stuhl “April” und der Tisch “San­mar­co”, die sie für den ital­ienis­chen Her­steller Zan­ot­ta gestal­tete.

 

 

 

 

 

Die größten Leuchtendeisgnerinnen - Martinelli Luce Pipistrello

Erin­nert an eine Fle­d­er­maus: Gae Aulen­tis Tis­chleuchte Pip­istrel­lo

Als Leuch­t­en­de­signer­in war sie unter anderem für Fontana Arte tätig und kreierte die Leucht­enserie Paro­la. Paro­la besticht durch ihren außergewöhn­lich geformten Leucht­enkopf und ist als Tisch-, Wand- und Stehleuchte erhältlich. Für Mar­tinel­li Luce gestal­tete Gae Aulen­ti die Pip­istrel­lo-Tis­chleucht­en, die mit­tler­weile Teil der Des­ig­nausstel­lung im berühmten New York­er Muse­um of Mod­ern Arts ist. Pip­istrel­lo bedeutet auf Ital­ienisch “Fle­d­er­maus” — eine Anspielung auf die organ­is­che Form des Leucht­en­schirmes. Gemein­sam mit Piero Cas­tiglioni, Sohn von Liv­io Cas­tiglioni und Neffe von Design­er­legende Achille Cas­tiglioni, schuf Gae Aulen­ti die Frame-Leucht­enserie für iGuzzi­ni. Diese Leucht­en­fam­i­lie legt den Fokus auf die Architek­turbeleuch­tung und glänzt mit flex­i­bel aus­richt­baren Strahlern.

 

Gae Aulen­ti ver­starb am 1. Novem­ber 2012 nach langer Krankheit. Nachrufe viel­er Design­er- und Architek­tenkol­le­gen erin­nerten der Ver­stor­be­nen und unter­mauerten Aulen­tis Sta­tus als Grande Dame der Architek­tur.

 

Die größten Leuchtendesignerinnen — Patricia Urquiola

Die größten Leuchtendesignerinnen - Patricia-Urquiola

Stil­prä­gende Indus­trie- und Pro­duk­t­de­signer­in: Patri­cia Urquio­la
Foto von Max Zam­bel­li für Muti­na

Patri­cia Urquio­la zählt zu den ein­flussre­ich­sten Pro­dukt- und Indus­triedesigner­in­nen unser­er Zeit. Sie gestal­tete eine Vielzahl von Möbeln, Leucht­en und anderen Ein­rich­tungs­ge­gen­stän­den für so berühmte Marken wie B&B Italia, Kartell, Fos­cari­ni, Flos, Hansgrohe/Axor, Dri­ade oder Rosen­thal. Patri­cia Urquio­la wurde 1961 in Oviedo, Spanien, geboren. Zunächst absolviert sie ein Studi­um der Architek­tur in Madrid, bevor sie Spanien ver­ließ, um am Politec­ni­co in Mai­land einen Abschluss in Indus­triedesign zu machen. Hier lernt sie Design­er­legende Achille Cas­tiglioni ken­nen, der sie als Dok­tor­vater zu ihrer Pro­mo­tion begleit­et. 1990 begleit­et sie Cas­tiglioni nach Paris und ist dort bis 1992 Assis­ten­zlehrkraft an der Paris­er Hochschule für Indus­triedesign.

 

 

Cas­tiglioni hat­te maßge­blichen Ein­fluss auf die Entwick­lung Urquio­las. In einem Inter­view mit der Zeitschrift A & W — Architek­tur und Wohnen äußerte sie einst: “Der (Achille Cas­tiglioni, Anm. d. Red.) hat mir vorgemacht, ganz per­sön­lich und intu­itiv an Pro­jek­te her­anzuge­hen, der hat­te Spaß beim Entwer­fen, und das sieht man auch an seinen Objek­ten. Sie sind Werkzeuge fürs Wohnen, fürs Leben.“

Von 1991 bis 1996 ist Patri­cia Urquio­la als Designer­in für De Pado­va tätig, einem ital­ienis­chen Her­steller von Design­er­mö­beln. Hier lernt sie den berühmten Architek­ten und Design­er Vico Mag­istret­ti ken­nen, der als Berater für das Design­la­bel arbeit­ete. Während der 1990er Jahre engagiert sich Urquio­la ver­stärkt im Bere­ich der Innenar­chitek­tur und gestal­tet Ausstel­lungsräume und Restau­rants.

 

Die größten Leuchtendeisgnerinnen - Kartell T-Table

Ein typ­is­ches Urquio­la-Objekt: Tisch T-Table von Kartell

2001 set­zt Urquio­la ihre Erfol­gs­geschichte mit der Grün­dung ihres eige­nen Design­stu­dios fort. Seit­dem hat sie sich ins­beson­dere als Möbelde­signer­in einen Wel­truf erar­beit­et. Kaum eine Ausstel­lung oder Messe verge­ht, ohne dass neue, auf­se­hen­erre­gende Urquio­la-Objek­te präsen­tiert wer­den. Dabei hat sie einen unver­gle­ich­lichen Stil entwick­elt: rechte Winkel find­en sich höchst sel­ten in ihren Arbeit­en, dafür kom­biniert sie gerne Dreieck­skom­bi­na­tio­nen, Strick­muster und flo­rale Ele­mente. Meist sind Urquio­las Designs eher far­ben­froh, wenn es zum Pro­jekt passt, ver­wen­det sie aber auch gerne warme, erdi­ge Farbtöne.

 

 

 

Die größten Leuchtendeisgnerinnen - Foscarini Caboche

Die Leucht­en der Caboche-Rei­he erin­nern an kost­baren Per­len­schmuck

Als Leuch­t­en­de­signer­in war Patri­cia Urquio­la für so berühmte Marken wie Flos und Fos­cari­ni tätig. Für Fos­cari­ni gestal­tete sie die Leucht­enserie Caboche, die an die Ästhetik kost­baren Per­len­schmucks erin­nert. Der innere Dif­fu­sor der Caboche-Leucht­en wird aus mundge­blasen­em Glas gefer­tigt, durch die Kugeln aus transluzi­dem Kun­st­stoff wird das Licht tausend­fach gebrochen und effek­tvoll in den Raum gestreut. Die Tatou-Leucht­enserie ent­warf Patri­cia Urquio­la für Flos. Bei der Entwick­lung schwebte Urquio­la das Bild japanis­ch­er Samu­rai-Rüs­tun­gen vor. Das fein­maschige Leucht­enge­häuse erin­nert an das Erschei­n­ungs­bild klas­sis­ch­er Ket­ten- oder Ring­panz­er. Auch im Namen find­et sich das The­ma Rüs­tung wieder: Tatou bedeutet auf Franzö­sisch “Gürtelti­er”.

 

 

Die größten Leuchtendesignerinnen — Greta Grossman

Die größten Leuchtendesignerinnen - Greta Magnusson Grossman

Stil­prä­gend für das Design ihrer Zeit: Gre­ta Gross­man

Lange vergessen, endlich wieder­ent­deckt: die schwedis­che Designer­in Gre­ta Gross­man prägte die Design­szene von 1930 bis 1950 maßge­blich mit ihrem klas­sis­chen, skan­di­navis­chen Design. Nach­dem Gross­man von der Bild­fläche ver­schwun­den war und sich der Land­schafts­malerei wid­mete, war sie lange Zeit nur weni­gen bekan­nt, bis die dänis­che Design­schmiede Gubi einige ihrer Objek­te neu auflegte. Gre­ta Gross­man wurde 1906 in Hels­ing­borg, Schwe­den als Gre­ta Mag­nus­son geboren. Den Namen Gross­man nahm sie nach der Hochzeit mit Bil­ly Gross­man an, einem Jazzmusik­er. Gross­man war als Möbel- und Pro­duk­t­de­signer­in, sowie als Architek­tin tätig.

 

 

 

In den 1930er Jahren feierte sie zunächst in ihrer schwedis­chen Heimat erste Erfolge mit ihrem eige­nen Design­büro, dass den min­i­mal­is­tis­chen Namen “Stu­dio” trug. 1940 emi­gri­ert sie gemein­sam mit ihrem Mann in die USA, wo sie ein Geschäft grün­det, um ihre Objek­te an den Mann zu brin­gen. Der skan­di­navis­che Stil kam beim amerikanis­chen Kun­den her­vor­ra­gend an — ihr Laden wurde bald zum Geheimtipp, in dem sich die Hol­ly­wood­stars dieser Jahre die Klinke in die Hand gaben. So zählten etwa Gre­ta Gar­bo und Joan Fontaine zu ihrer Kund­schaft. Auch als Architek­tin erar­beit­ete sich Gross­man in ihrer neuen, kali­for­nischen Heimat einen exzel­len­ten Namen. Charak­ter­is­tisch für ihren Stil war der Ein­satz von Ste­len und Säulen. Sie stand in dem Ruf, auch auf schwierigem Grund bauen zu kön­nen — selb­st im hügeli­gen Hin­ter­land Kali­forniens.

 

Die größten Leuchtendeisgnerinnen - Gubi Cobra

Auf dem Kamin thront die ele­gante Cobra-Tis­chleuchte

Die Objek­te aus den 1930er bis 1950er Jahren sind heute begehrte Samm­ler­stücke. Eine der Orig­i­nal-Gross­man-Leucht­en erzielte bei ein­er Auk­tion im Jahre 2012 einen Preis von sat­ten 37.500 US-Dol­lar. Einige ihrer Objek­te wur­den mit­tler­weile von der dänis­chen Fir­ma Gubi neu aufgelegt, darunter auch einige Leucht­en. Zu den bekan­ntesten Leucht­en zählt die Stehleuchte Grasshop­per, oft auch unter dem schwedis­chen Namen Gräshop­pa ange­boten. Die Grasshop­per besticht durch ihr fil­igranes Gestell, das an das feingliedrige, namensgebende Insekt erin­nert. Mit ein­stell­barem Licht erweist sich Grasshop­per als ide­ale Lese­leuchte. Auch die Leucht­enserie Cobra hat ein Vor­bild aus der Natur: die Form dieser aus­ge­fal­l­enen Leucht­en erin­nern an den Kopf ein­er Kobra. Für ihr außergewöhn­lich­es Design wur­den die Cobras bere­its 1950 mit einem Good Design Award prämiert.

 

Die größten Leuchtendesignerinnen — berühmte Leuchten

Die größten Leuchtendeisgnerinnen - Flos Wan von Johanna Grawunder

Johan­na Grawun­der gestal­tete die Wan-Leucht­en für Flos

Alle namhaften Leuch­t­en­de­signer­in­nen anzuführen, würde lei­der den Rah­men dieses Beitrags spren­gen. Im let­zten Kapi­tel wollen wir uns daher nicht ein­er bes­timmten Designer­in wid­men, son­dern noch einige, beson­ders bekan­nte Leucht­en vorstellen, die aus der Fed­er bekan­nter Designer­in­nen stam­men. Die in den USA geborene Johan­na Grawun­der zeich­net sich beispiel­sweise für die Leucht­enserie Wan für Flos ver­ant­wortlich. Grawun­der begann zunächst in ihrer kali­for­nischen Heimat ein Studi­um der Architek­tur, bevor sie sich entsch­ied, ihr let­ztes Stu­di­en­jahr in Flo­renz zu ver­brin­gen. Seit 1985 lebt sie wech­sel­weise in Mai­land und San Fran­cis­co. Die Wan-Leucht­enserie für Flos besticht durch ihre min­i­mal­is­tis­che Optik und ihr blend­freies Zonen­licht.

 

 

Die größten Leuchtendeisgnerinnen - Foscarini Birdie

Die Birdie-Leucht­en von Fos­cari­ni stam­men von Ludovi­ca und Rober­to Palom­ba

Die gel­ernte Architek­tin Ludovi­ca Palom­ba lebt und arbeit­et in Mai­land. Gemein­sam mit ihrem Mann Rober­to betreibt sie seit 1994 ein eigenes Design­stu­dio. Auch im Pro­duk­t­de­sign arbeit­et Palom­ba meist gemein­sam mit ihrem Mann an den Entwür­fen. Für den ital­ienis­chen Her­steller Fos­cari­ni gestal­tete das Duo unter anderem die bekan­nte Birdie-Leucht­en­fam­i­lie. Der Schal­ter dieser Leucht­en ver­birgt sich hin­ter dem kleinen “Ast”, auf dem das namensgebende Vögelchen Platz nehmen kön­nte. Auch die Leucht­enserie Gregg mit ihren charak­ter­is­tisch geformten, asym­metrischen Leucht­enkör­pern aus Opal­glas gehen auf die Arbeit der Palom­bas zurück. Für Fos­cari­ni schufen Rober­to und Ludovi­ca Palom­ba außer­dem die Leucht­enserie Rit­u­als, die mit fer­nöstlich­er Ästhetik anmutet, sowie die mod­ern gestal­tete Pen­delleuchte Fly-Fly.

 

Die größten Leuchtendeisgnerinnen - LC Shutters & Louise Campbell

Designer­in Louise Camp­bell mit ihrer Schöp­fung LC Shut­ters

Die dänis­che Designer­in Louise Camp­bell machte mit ihren Arbeit­en für den dänis­chen Tra­di­tions-Her­steller Louis Poulsen auf sich aufmerk­sam. Camp­bell, 1970 in Kopen­hagen geboren, gilt als Teil der Avant­garde unter den Design­ern, die sich auf die Tra­di­tion der skan­di­navis­chen Mod­erne berufen und diese mit eige­nen Ideen weit­er­en­twick­eln. Für Louis Poulsen ent­warf Camp­bell die Pen­delleuchte LC Shut­ters. Die beson­dere Licht­stim­mung dieser Leuchte erin­nert an halb geschlossene Fen­ster­lä­den (engl: “shut­ters”), durch die noch etwas Licht dringt. Für die nach ihr benan­nte Pen­delleuchte Camp­bell erhielt sie 2005 eine Ausze­ich­nung mit dem iF Design Award.

 

 

Für Louis Poulsen ent­warf Louise Camp­bell außer­dem die Pen­delleuchte Col­lage, die in mehreren bun­ten Far­ben zur Auswahl ste­ht, sowie die inno­v­a­tive Stehleuchte Snow, die mit ihrem Erschei­n­ungs­bild an die Kälte des skan­di­navis­chen Win­ters erin­nert.

 

Die größten Leuchtendeisgnerinnen - Steng Licht Tjao von Stefanie Hering

Die Tjao-Leucht­en von Steng Licht stam­men von der deutschen Designer­in Ste­fanie Her­ing

Neben den hier erwäh­n­ten Designer­in­nen haben sich auch einige auf­strebende Tal­ente ins Gespräch gebracht. Exem­plar­isch seien hier etwa Lau­ra Pes­soni und Pao­la di Ari­anel­lo erwäh­nt, die als Schü­lerin­nen von Car­lot­ta de Bevilac­qua began­nen, und mit­tler­weile selb­st als Designer­in­nen für Artemide bzw. Danese Milano tätig sind. Aus dem deutschsprachi­gen Raum möcht­en wir noch Ste­fanie Her­ing erwäh­nen, die als gel­ernte Keramik­erin unter anderem die Porzel­lan-Leucht­en Tjao für den deutschen Her­steller Steng Licht gestal­tete. Eben­falls aus Deutsch­land stammt die Designer­in Dag­mar Mom­bach, die gemein­sam mit Starde­sign­er und Lichtkün­stler Ingo Mau­r­er die fer­nöstlich anmu­ten­den Leucht­en der Mamo Nouch­ies-Kollek­tion gestal­tete.

 


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