LED dimmen — was muss ich beachten?

Auch das Licht einer LED kann gedimmt werden und dadurch an den persönlichen Bedarf angepasst werden.

LEDs sind das aktuell effizienteste Leuchtmittel und bieten viele Vorteile. Doch wer seine LED dimmen möchte, muss einiges beachten. So lassen sich nicht alle LED-Leuchten und -Lampen mit den vielerorts vorhandenen Dimmern steuern. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten müssen.

LED dimmen und individuelle Beleuchtung schaffen

Wir alle wissen die wohlige Atmosphäre gedimmten Lichts zu schätzen. Die Lichtverhältnisse lassen sich durch Dimmen exakt an individuelle Situationen und persönliche Bedürfnisse anpassen. Oben sehen Sie die Wandleuchte Talo Parete LED von Artemide. Mit einem Dimmer ausgestattet, erzeugt sie bei voller Lichtleistung ein ausgiebiges Raumlicht, das z. B. in einem Flur für eine harmonische Helligkeit sorgt (linkes Bild). Wird sie heruntergedimmt, schafft sie ein mildes Stimmungslicht, das ein behagliches Ambiente im Raum fördert. Mit der untersten Dimmstufe wird sie ausgeschaltet.

 

Mit einem Dimmer erzeugt die Ginger individuelle Beleuchtung.

Die Ginger ist eine Pendelleuchte, deren integrierte LEDs mit einem Phasenanschnitt- & Phasenabschnittdimmer stufenlos gedimmt werden können. So kann auch sie den eigenen Präferenzen entsprechend eingestellt werden, um eine besonders gemütliche und einladende Atmosphäre im Raum zu schaffen.

 

 

 

 

 

Sind Phasendimmer für LEDs geeignet?

Das LED Dimmen ist mit der Bruck Transparancy Pendelleuchte eine störungsfreie Angelegenheit.

Die Transparency des deutschen Herstellers Bruck lässt sich per Phasendimmung regulieren - ohne Probleme

In vielen Haushalten finden sich installierte Dimmer; oftmals sind Anlagen mit Phasendimmer vorhanden. Allerdings eignen sich nicht alle Dimmer für den Betrieb mit LEDs, weil die in LEDs integrierte Elektronik bzw. die Elektronik des Betriebsgerätes (oft als „LED Konverter“ bezeichnet) mit der des verwendeten Dimmers inkompatibel sein kann.

Insbesondere Universaldimmer bereiten in Kombination mit LEDs häufig Probleme. Sie messen normalerweise die Last einer angeschlossenen Leuchte oder Lampe und wählen anschließend automatisch, ob diese über Phasenan- oder -abschnitt gedimmt wird, was bei LEDs jedoch unserer Erfahrung nach zu Problemen führen kann. Anlagen mit gängigen Phasendimmern sind jedoch grundsätzlich kompatibel mit LEDs. Sie sollten jedoch beachten, dass es je nach Kombination von Dimmer, Betriebsgerät und Leuchte bzw. Lampe trotzdem zu Komplikationen kommen kann.

LEDs nutzen Gleichspannung, um Licht zu erzeugen. Damit Sie eine LED dimmen können, benötigen Sie das richtige Betriebsgerät, das die Wechselspannung unseres Stromnetzes anpasst. Das Betriebsgerät wandelt die Wechselspannung in Gleichspannung um und gewährleistet damit den zuverlässigen Betrieb der Leuchtdioden. Wegen dieser Anpassungsleistung kann es passieren, dass das Betriebsgerät einer LED nicht mit allen Phasendimmern kompatibel ist. Die Folge sind Fehlerbilder wie Brummen oder Flackern. Dies gilt auch für die so genannten Retrofit-Lampen. Diese werden zwar direkt in eine Lampenfassung geschraubt, allerdings befindet sich im Sockel der Lampe ein Betriebsgerät.

Wenn spezifische elektrotechnische Werte von Dimmer, Betriebsgerät und Leuchte nicht übereinstimmen, können erwähnte Probleme beim Dimmen auftreten. Erschwert wird dies dadurch, dass sich bisher kein einheitlicher Standard im Bereich der LED-Beleuchtung etabliert hat. Daher kann es vorkommen, dass selbst Lampen des gleichen Typs, die jedoch aus verschiedenen Produktionschargen stammen, sich unterschiedlich verhalten, was insbesondere beim Tausch einzelner Leuchtmittel problematisch sein kann.

Unsere Empfehlung

Wir empfehlen, Betriebsgerät, Leuchte und Dimmer aufeinander abzustimmen. Beim Betriebsgerät ist in der Regel eine Angabe zu finden, ob es über Phasenanschnitt (L = induktive Lasten) oder Phasenabschnitt (C = kapazitative Lasten) gedimmt werden kann. Unsere Erfahrung mit LEDs zeigt, dass entweder L- oder C-Dimmer statt Universaldimmer eingesetzt werden sollten.

 

 

Fehlerbilder bei Phasendimmung von LEDs

Stimmen spezifische elektrotechnische Werte nicht überein, kann es beim LED Dimmen zu verschiedenen Fehlerbildern kommen. Diese können bereits nach kurzer Zeit auftreten oder sich erst nach einigen Tagen zeigen. Hier eine Übersicht der häufigsten Fehlerbilder:

Meine LED flackert:

Eventuell ist die Mindestlast, die für den Betrieb eines Dimmers erforderlich ist, nicht erreicht. Insbesondere ältere Modelle arbeiten oftmals erst ab einer Leistung von 40 Watt oder mehr. Diese Leistung wird unter Umständen nicht erreicht, da die Leistungsaufnahme von LEDs sehr gering ausfällt. In der Folge können LEDs flackern oder gar nicht leuchten. Moderne Dimmer arbeiten bereits ab einer Grundlast von 20 Watt. Spezielle LED-Dimmer arbeiten sogar mit noch geringerer Grundlast. Unser Tipp: Vergewissern Sie sich, dass die verwendeten LEDs die erforderliche Grundlast erreichen

Mein Dimmer brummt:

Dies ist meist das Resultat einer Inkompatibilität zwischen Dimmer und Betriebsgerät. Prüfen Sie, ob L (= steht für induktive Lasten, Dimmen per Phasenanschnittdimmer) oder C (= steht für kapazitative Lasten, Dimmen per Phasenabschnittdimmer) an Dimmer und Betriebsgerät übereinstimmen. Stellen Sie sicher, dass sie keinen Universaldimmer verwenden.

Mein Betriebsgerät brummt:

Prüfen Sie Ihren Dimmer, ob die Memory-Funktion aktiv ist. Eventuell ist der Dimmer auf niedriger Dimmstufe eingestellt und das Betriebsgerät bekommt zu wenig Spannung.

Meine LED glimmt auch in ausgeschaltetem Zustand:

Dies kann ebenfalls daran liegen, dass die Memory-Funktion des Dimmers aktiv ist. Der Fehler tritt häufig in Kombination mit Tastdimmern auf. Eine weitere Ursache können Schäden an Leuchte oder Leuchtmittel sein, etwa durch Überhitzung, wenn die Wärmeableitung nicht korrekt funktioniert, oder durch einen Schaden an der LED durch eine elektrostatische Entladung infolge einer Berührung der LED-Kontakte.

Hinweis:Selbst wenn die zuvor genannten Aspekte berücksichtigt werden, kann es bei der Phasendimmung von LEDs zu Problemen kommen. Mittlerweile geben allerdings viele Hersteller von Leuchten, Leuchtmitteln und Dimmern Empfehlungen aus, welche Geräte-Kombinationen harmonieren. Bei Unsicherheit, welche Dimmer und Betriebsgeräte mit einer LED funktionieren, raten wir dazu, sich bei den Herstellern der jeweiligen Geräte hinsichtlich der Kompatibilität zu erkundigen.

 

Unsere Empfehlung:

Wenn eine Anlage zur Phasendimmung vorhanden ist, können Sie damit die LED dimmen und die vorhandene Technik weiter nutzen. Kosten und Aufwand für die Nachrüstung werden vermieden. Zusätzliche Steuerleitungen müssen nicht verlegt werden. Nachteilig hingegen sind die o.g. Probleme bei Phasendimmung von LEDs. Besteht das Problem trotz unserer Ratschläge weiterhin, raten wir zum Austausch des Dimmers.


 

3 Gedanken zu „LED dimmen — was muss ich beachten?

  1. So eine gedämmtes LED its schon wirk­lich etwas schönes. Es ist wirk­lich gut und entspan­nend. Es ist per­fekt wenn man eine entspan­nte Atmo­sphäre haben will.

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