LED Designleuchten – Mehr als energieeffizient

Die Bruck Horizon gehört zu den filigransten LED Designleuchten

Dass LED Designleuchten viel Energie sparen, hat sich schon bei den meisten herumgesprochen. Doch dass ein Design „made by LED“ mit flacher bzw. schlanker Bauform auch einen großen Spielraum bei der Gestaltung von Leuchten mit sich bringt, ist immer noch nicht allgemeines Wissensgut.

Dabei hat der Einzug der LED in die Konzeption einer Leuchte – wir wollen es in diesem Beitrag Design made by LED nennen – geradezu eine Revolution im Leuchtendesign ausgelöst. Designer haben heute weitaus mehr Freiheiten bei ihren Entwürfen als früher, als eine vergleichsweise klobige Glühlampe einen großen Schirm benötigte, um Unterschlupf zu finden. Heute erfreut sich Design made by LED großer Beliebtheit bei den Kreativen. Denn: Eine LED definiert sich auch durch ihre geringen Maße, sie ist klein und flach, die gängigen Bauformen haben einen 3 mm oder 5 mm großen Durchmesser.  So entstehen LED Designleuchten mit Formensprachen, die früher gar nicht oder nur schwer umzusetzen gewesen wären.

 

LED Designleuchten: Tischleuchten

Auf diesem Bild ist die Tischleuchte Demetra von Artemide zu sehen

Der Leuchtenkopf der Demetra ist nur 1,5 cm dick

Zu welchen filigranen Resultaten eine Bestückung mit den Mikro-Lampen namens LED führen kann, lässt sich z. B. am Beispiel des Leuchtenkopfes der Artemide Demetra veranschaulichen. Die häufig als Nachfolgerin der Kultleuchte Tolomeo Tavolo bezeichnete Demetra trumpft dank der Platzersparnis durch die LEDs mit einem erstaunlich schmalen, nur 1,5 cm starken Leuchtenkopf auf. Diesem bleibt nicht nur Platz für die 7,5-Watt-LED, sondern auch noch für einen Dimmer auf seiner Oberseite.  Deutlich sichtbar zeigt sich seine schlanke Form, wenn er, wie auf dem linken Bild zu sehen, mit dem ebenfalls sehr feinen Leuchtenarm auf eine Linie gebracht wird.

 

 

 

 

Auch die Nimbus Roxxane Fly, deren zweiteiliger Korpus in der Höhe nur 2,7 cm misst, wäre mit traditionellen Lampen wohl kaum zu realisieren gewesen. 36 LEDs von geringem Ausmaß konnte Designer Rupert Kopp in diesen portablen und akkubetriebenen LED Designleuchten unterbringen: Zusammengeklappt misst eine Roxxane Fly LED lediglich 13,7 X 14 cm. Dadurch findet dieser Lichtassistent mit dem dreh- und schwenkbaren 3D-Leuchtenkopf an vielen Orten Verwendung – obige Bilderstrecke veranschaulicht dies eindrucksvoll.

Auch die Fortentwicklung der Flos Kelvin hin zum flachen Leuchtenkopf wäre ohne Design made by LED wohl kaum möglich gewesen. Wie rechts oben zu sehen, verwendete die Flos Kelvin früher einen relativ großen Schirm. Im dreh- und schwenkbaren Kopf von aktuellen Modellen verbirgt sich ein LED-Panel mit vielen leuchtstarken Leuchtdioden. Diese benötigen bei den LED Designleuchten Flos Kelvin insgesamt nur 9 Watt – übertreffen dafür aber mit 325 Lumen die Lichtstärke einer herkömmlichen 25-W-Watt Glühlampe deutlich.

Design made by LED macht’s möglich: Der Leuchtenkopf der Roxxane Office ist noch schmaler als der Laptop.

Flacher Leuchtenkopf über flachem Laptop: Die Nimbus Roxxane Office bildet hier eine harmonische Einheit mit dem Arbeitsgerät.

Weiter geht’s mit flachen Leuchtenköpfen, die erst durch Design made by LED realisierbar wurden. Die Roxxane Office des deutschen LED-Experten Nimbus beherbergt nicht nur effiziente LEDs in ihrem beweglichen Leuchtenkopf, sondern auch noch eine raffinierte Minimalarchitektur inklusive Kühldomen für eine optimierte Luftzirkulation. So werden lange Lebensdauer und höchste Effizienz sichergestellt.

 

Die Ingo Maurer My New Flame gehört zu den LED Designleuchten, die besonders stimmungsvolles Licht erzeugen

Imitiert den gemütlichen Schein einer Kerze: Die Ingo Maurer My New Flame Tischleuchte.

Zu den LED Designleuchten der besonders charmanten Art gehört die My New Flame Tischleuchte. Diese Schöpfung der deutschen Designerikone Ingo Maurer erweckt mithilfe von 128 winzig kleinen LEDs den Eindruck von echtem Kerzenlicht. Nur wer genau hinschaut, entdeckt die winzigen Schaltkreise und die LEDs. Deren warm-weißes Licht von 2.700 Kelvin hat einen großen Vorteil gegenüber echten Kerzen: Es besteht keine Brandgefahr.

 

LED Designleuchten: Pendelleuchten


Winzige und dünne LEDs machen auch die Faszination der Copernico aus. Die Pendelleuchte aus der Feder von Carlotta de Bevilacqua begeistert mit 384 Mini-LEDs, die sich über neun Ellipsen aus recyceltem, eloxiertem Aluminium verteilen. Der Clou: Die an Planetenbahnen erinnernden Ellipsen können unabhängig voneinander um zwei horizontale Bahnen gedreht werden. Dadurch lässt sich das Erscheinungsbild der Copernico praktisch im Handstreich modifizieren – und damit auch immer neue Lichtwirkungen. Diese LED Designleuchten wurden u. a. mit dem Red Dot Award ausgezeichnet.

 

Hier adelt die Bruck Horizon einen Esstisch mit gemütlichem LED-Licht

Horizon besticht durch ihre Filigranität

Design made by LED at its best repräsentiert die Horizon aus der deutschen Qualitätsmanufaktur Bruck. Die filigrane Pendelleuchte beeindruckt mit einem hauchdünnen Korpus von nur 0,8 cm. In diesem sind umweltgerechte, energieeffiziente Leuchtdioden untergebracht, die ihr warm-weißes Licht direkt nach unten schicken. Auf diese Weise setzt sie  z. B. einen Esstisch wirkungsvoll in Szene. Diese LED Designleuchten sind übrigens auch als Tunable White Variante mit einstellbarer Lichtfarbe erhältlich.

 

 

 

Auf diesem Bild verwöhnt die Moooi Heracleum einen Esstisch mit LED-Licht und gehobenem Design

Die Moooi Heracleum besteht aus blattgleichen Linsen, die ihr eine florale Optik verleihen.

Die einzelnen Polycarbonat-Linsen der Moooi Heracleum Pendelleuchte sind so flach, dass sie wie die Blätter einer großen Pflanze anmuten. Dies war auch die Intention der Designer Marcel Wanders und Bertjan Pot, die beim Entwurf dieser Pendelleuchte an die Pflanzengattung Bärenklau dachten, auf Lateinisch „Heracleum“.

 

LED Designleuchten: Strahler

Wer kennt nicht den Klassiker Flos Parentesi von Designerikone Achille Castiglioni aus dem Jahr 1970? Die Gewinnerin des Compasso d'Oro wird mit einem beweglichen Strahler betrieben, der in eine E27-Fassung eingesetzt wird und entlang eines gespannten Stahlkabels auch in der Höhe eingestellt werden kann. Konstantin Grcic hat in Anlehnung an diese Kultleuchte den Strahler OK für Flos entworfen. Diese funktioniert nach dem gleichen Prinzip. Mit dem Unterschied, dass anstelle des Strahlers ein extrem flacher Scheibenkopf  getreten ist – Design made by LED macht‘s möglich. Winzige LEDs nehmen nun im nicht minder einstellungsfreudigem Leuchtenkopf Platz und sorgen dort für Beleuchtung, wo sie erwünscht ist.

 

LED Designleuchten: Stehleuchten

Die Tango Terra von Luceplan gehört zu den „tanzenden“ LED Designleuchten

Bringt winzige LEDs zum Tanzen: Tango

Ein Musterbeispiel für ein Design made by LED ist auch die Luceplan Tango. Die filigrane Schöpfung von Francisco Gómez Paz ahmt mit ihrem geometrisch variablen Korpus das Bild eines tanzenden Tango-Paares nach und setzt so ein eindrucksvolles Statement in puncto kreativer Formensprache. Wer die winzigen LEDs sucht, wird erst in den Seiten des oberen Dreiecks des filigranen Gestänges fündig. Von dort strahlen diese LED Designleuchten gegen die Wand und/oder die Decke und erzeugen eine herrlich entblendete, weiche Raumbeleuchtung.

 

 

 

 

Auf diesem Bild sieht man die Stehleuchte Lumina Flo Terra

Ein „Strich“ in der Wohnlandschaft: Flo von Lumina

Die LED Designleuchte Lumina Flo Terra wird aufgrund ihrer filigranen Erscheinung gerne als „Strich in der Landschaft“ bezeichnet – auch ihr schmaler Leuchtenkopf mit einem Durchmesser von nur 2,6 cm fällt diesbezüglich kaum ab. In diesem befindet sich eine 6-W-LED, die einen Lichtstrom von 475 Lumen bereitstellt, also mehr als eine 40-W-Glühlampe.

Auf diesem Bild sieht man die Stehleuchte K.B. Form NastroneBei der K.B. Form Nastrone bilden Leuchtenarm und -kopf eine übergangslose Einheit.

Sogar völlig nahtlos verläuft der Übergang zwischen Leuchtenarm und Leuchtenkopf bei der Nastrone Stehleuchte von K. B. Form. Ihre beiden LED-Zonen sind so flach, dass sie problemlos in das nur 9 mm starke obere Profil eingelassen werden können. Nicht zuletzt dafür erhielt die Nastrone den Bundesdesignpreis. Darüber hinaus liefern diese LED Designleuchten angenehm entblendetes, individuell einstellbares Leselicht neben Sessel oder Sofa.

 

LED Designleuchten: Wand- und Deckenleuchten

Auf diesem Bild sieht man die Deckenleuchte Nimbus Modul Q 36

Gilt als Archetyp unter den LED-Designleuchten

Unter den Deckenleuchten gilt die Modul Q 36 des deutschen LED-Spezialisten Nimbus als Archetyp des Design made by LED. Ein nur 1 cm dickes quadratisches LED-Modul beherbergt in fast unmerklichen Kegelsenkungen 36 kleine LED-Lichtpunkte. Durch diese extrem schlanke Form verschmelzen diese LED Designleuchten praktisch mit der Decke. Und sorgen dabei bei nur 8 Watt Verbrauch für einen Lichtstrom von 546 Lumen – mehr als eine 40-W-Glühlampe.

 

Auf diesem Bild sieht man die Wandleuchte Luceplan Illusion

Verblüffende Optik: Illusion von Luceplan

Erstaunlich flach kommt auch die Luceplan Illusion daher, die sowohl als Decken- wie auch als Wandleuchte verwendbar ist. Sie misst nur 4 cm in der Tiefe  – Design made by LED macht’s möglich. Da können herkömmlich betriebene Leuchten nicht mithalten. Ihrem Namen alle Ehre macht die Illusion, indem sie eingeschaltet mit ihren Fresnel-Linsen den optischen Eindruck erzeugt, in ihrem quadratischen Korpus befinde sich eine Kugel. Somit sind neugierige Blicke garantiert.

 

 

 

 

 

Auf diesem Bild sieht man die Wandleuchte Luceplan Otto Watt Parete

Der Diffusor ist nur 2 cm stark: Otto Watt

Die Otto Watt Parete ist eine LED Designleuchte, die mit einem verblüffend schlanken Kopf daherkommt, ist. Das Design made by LED mit minimal messenden Leuchtdioden erlaubt einen Diffusor mit nur 2 cm Dicke. In diesem bleibt sogar noch Platz für einen Blendfilter, der das ausrichtbare, warm-weiße LED-Licht wohltuend entblendet und so angenehmes Leselicht am Bett gewährleistet.

 

 

 

 

 

 

LED Designleuchten als Außenleuchten

Auf diesem Bild sieht man die Bodenleuchte Flos IpnosMinimaler gehen LED Designleuchten wohl kaum: die Bodenleuchte Ipnos von Flos

Die Flos Ipnos ist eine LED Designleuchte, die wohl kaum minimalistischer sein kann. Ein filigranes Gerüst aus dünnen Aluminiumstäben bildet den Korpus dieser Außenleuchte.  Dazwischen ist: nichts – der Betrachter kann durch die Bodenleuchte durchschauen. Die Stäbe beherbergen 196 Mini-LEDs, die sich im eingeschalteten Zustand reizvoll in der Dunkelheit abzeichnen und gleichzeitig eine diffuse Beleuchtung um sich herum erzeugen.

Auf diesem Bild sieht man die Cini & Nils Assolo PareteDie LED verbirgt sich hinter eine winzigen Öffnung innerhalb der Assolo Parete

Eine weitere LED Designleuchte,  die für den Außenbereich konzipiert wurde, ist die Assolo Outdoor von Cini & Nils. Die Wandleuchte hat einen kreisförmigen Korpus, in dem eine 15-W-LED fast unsichtbar verbaut ist, eine punktförmige Öffnung reicht der 15-W-Leuchtdiode, um ihr warm-weißes Licht gegen die Innenfläche des Rings zu strahlen. Hier wird es zu beiden Seiten halbkreisförmig reflektiert, so dass wunderschöne Licht- und Schattenspiele entstehen.
Wie beispielhaft hier aufgeführt, vermag Design made by LED die Gestaltung einer Leuchte zweierlei zu beeinflussen. Einerseits können Leuchten durch die geringe Größe ihrer LED-Bestückung weit dezenter und eleganter als glüh- oder halogenlampenbetriebene Leuchten ausfallen – siehe die Horizon von Bruck. Andererseits nutzen Designer den verminderten Platzanspruch von LEDs für ein Mehr an kreativer Formgebung, siehe die Luceplan Tango. Wir stellen fest: Die LED gilt nicht nur wegen ihrer enormen Energieeffizienz und der stetig besser werdenden Lichtqualität als DAS Leuchtmittel der Zukunft. Das ist sie auch deshalb, weil sie unübersehbar klein ist und somit völlig neue Dimensionen des Designs eröffnet.


 

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