Das Glühlampenverbot — Eine Übersicht

 

Das Glühlampenverbot – Was ist noch zu beachten?

Die Bildmontage zeigt eine Glühlampe, in deren Glaskolben ein Baum sprießt.

Viele Ver­brauch­er blick­en angesichts der Vielzahl der Verord­nun­gen nicht mehr so recht durch, welche Leucht­mit­tel jet­zt noch erhältlich sind und welche nicht. Dies liegt auch darin begrün­det, dass die Verord­nun­gen mehrfach angepasst und verän­dert wur­den bzw. dass einzelne Stufen des Ver­botes aus­ge­set­zt oder ver­schoben wur­den. Für die zuvor erwäh­n­ten Halo­gen­lam­p­en mit G9- und R7s-Sock­el soll­ten die Anforderun­gen an die Effizienz eigentlich zum Stich­tag in 2016 ver­schärft wer­den, was fak­tisch das Aus für die meis­ten dieser Lam­p­en bedeutet hätte.

Aktuell ist zudem fraglich, ob bis zum Stich­tag in 2018 adäquater Ersatz, etwa in Form von LEDs, für diese Lam­p­en bere­it­ste­ht. Aktuell ist davon auszuge­hen, dass auch nach dem 1.9.2018 einige Aus­nah­men beste­hen bleiben. Näheres zu den Aus­nah­men vom Glüh­lam­p­en­ver­bot erfahren Sie natür­lich hier im light­MAG.

Zu beacht­en ist außer­dem, dass seit dem Stich­tag in 2016 alle Leucht­en, die in den Han­del gebracht wer­den, ein Leucht­mit­tel der Energieef­fizien­zk­lasse (EEK) A+ betreiben kön­nen müssen. Aktuelle Leucht­en sollen also grund­sät­zlich dazu in der Lage sein, mit einem effizien­ten Leucht­mit­tel bestückt zu wer­den, etwa ein­er LED-Retro­fit. Darüber hin­aus müssen Lam­p­en, die in der­sel­ben Ver­pack­ung wie eine Leuchte verkauft wer­den, min­destens die Energieef­fizien­zk­lasse A+ oder A aufweisen.

Noch ein­mal zusam­men­fassend: Nach dem ersten Sep­tem­ber 2018 müssen alle Leucht­mit­tel mit unge­bün­del­tem Licht min­destens die Energieef­fizien­zk­lasse Projekt1.qxd erfüllen. Daher wer­den die Her­stel­lung und der Import entsprechen­der Hoch­volt-Halo­gen­lam­p­en eingestellt. Also wer­den ab dem 01.09.18 nur noch LED-Retro­fits, (Kompakt-)Leuchtstofflampen und Nieder­volt-Halo­gen­lam­p­en erhältlich sein, die min­destens die Energieef­fizien­zk­lasse Projekt1.qxd erfüllen.

Auf der näch­sten Seite bericht­en wir von eini­gen Reak­tio­nen von Ver­brauch­ern und Her­stellern auf das vield­isku­tierte Glüh­lam­p­en­ver­bot.


4 Gedanken zu „Das Glühlampenverbot — Eine Übersicht

  1. Meine Frage ist, wer schaut frei­willig direkt in eine Glüh­wen­del? Ich nicht. Nor­maler Weise sind die Leucht­mit­tel in einen Kör­p­er ver­steckt, zB. Glaskugel, Lam­p­en­schirm oder außer­halb des Sicht­bere­ich zB. Deck­en­leuchte und,oder indi­rek­te Beleuch­tung.
    Hochachtungsvoll IrrmY

  2. LEDs sind super dachte ich mir vor Jahren, der Heilige Gral der Beleuch­tung: super­sparsam, gut für das geschun­dene Kli­ma und die hal­ten ja auch so lange und sind somit auch gut für den Geld­beu­tel.
    Also besorgte mir die erste Lampe mit über 40 Mini-LEDs für das Stille Örtchen. Das war unge­fähr im ersten Drit­tel des let­zten Jahrzehnts.
    Als näch­stes fol­gte eine LED-Lese­lampe im Jahre 2007, die ich jedoch, nach 2 Wochen Gebrauch nur mehr als Beleuch­tung für eine Skulp­tur ver­wen­dete; zu sehr schmerzten meine Augen beim Lesen. Die Tech­nik ist eben noch nicht so weit, dachte ich mir. Das wird schon. Der zweite Ver­such im Jahre 2010 ging auch schief; das Ding ver­staubte ungenutzt in ein­er Ecke des Arbeit­sz­im­mers.
    Und dann der näch­ste Anlauf vor zwei Jahren; doch dies­mal machte ich mir mit dem Händler aus, die Lampe ggf. zurück­geben zu dür­fen, was ich dann auch in Anspruch nehmen musste, denn auch die neuere, ange­blich so viel bessere Gen­er­a­tion von LEDs bere­it­ete mir Augen­schmerzen. Na so was!
    Mein let­zter Ver­such — ich bin hart­näck­ig — ist nun ein knappes Jahr her und inzwis­chen weiß ich aus “LED-Licht-verseucht­en” Wohn­räu­men bei Besuchen mein­er Fre­unde, dass LEDs offen­bar nichts für mich sind. Denn LED-Lam­p­en bere­it­en mir nach spätestens nach 10 – 20 Minuten Augen­schmerzen, wohinge­gen mir Sonne, Glüh­bir­nen, Halo­gen­lam­p­en (= Glüh­birne mit einem Halo­gen) und die inzwis­chen ver­teufel­ten Energies­par­lam­p­en (Leucht­stof­fröhren) keine Augen­prob­leme bere­it­en. Inzwis­chen habe ich die LED-Lam­p­en alle­samt aus der Woh­nung ver­ban­nt und somit habe ich zu Hause meine “Lichtruhe”. Großteils ver­wende ich Halo­gen-Nieder- und auch Hoch­volt-Leucht­mit­tel und die Bulb von Ingo Mau­r­er ist als Einzige mit ein­er an der Kuppe ver­spiegel­ten Glüh­birne verse­hen — alles andere wäre dieser Leuchtikone gegenüber ein “Lichtver­brechen”.
    Zurück zum The­ma: Inzwis­chen sind also Besuche in Woh­nun­gen mein­er Fre­unde und Bekan­nten ein Prob­lem, da viele in den let­zten sechs Monat­en teils zu 90% auf LEDs umgestiegen sind.
    Ergo hat­te ich nach jedem Besuch 1–2 Tage rote Augen, und so marschierte ich let­zte Woche zum Optik­er meines Ver­trauens und fragte, was denn nur mit mir los sei. Warum bin ich nur so empfind­lich auf die LEDs? Als Antwort drück­te er mir einen Artikel von Prof. Dr. Peter Heilig in die Hand, der an der Uni-Wien unter­richtet und Facharzt für Augen­heilkunde ist, sowie Licht­tech­niker und u.a. zu den The­men Licht­tech­nik und Prozesse der Wahrnehmung forscht.
    Der uner­freuliche Titel aus einem Inter­view des Mag­a­zins For­mat aus 2015: “Blaues Licht ist “giftig” für das Auge”.
    Es geht um pho­to­tox­is­che Effek­te des blauen Lichts für die Augen und der daraus resul­tieren­den erhöht­en Gefahr des massen­haften Anstiegs von Degen­er­a­tio­nen der Maku­la, was auf län­gere Zeit zu Erblind­ung führen kann. LEDs haben i.d. Regel einen hohen Anteil an blauem Licht im Spek­trum (googelt mal: “Licht­spekrum LED” und dann im Ver­gle­ich die Spek­tren von Halo­gen, Glüh­lam­p­en und der Sonne), auch wenn der hohe blaue Anteil oft durch orange und rot mask­iert wird.
    Faz­it: viele LEDs erzeu­gen weißes Licht mit ein­er blauen LED, die dann einen bre­it­bandi­gen Lumi­neszen­z­farb­stoff anregt und somit fähig wird weißes Licht auszusenden. Lei­der wer­den nur Teil­bere­iche des roten Licht­es erzeugt und diese sind wieder wichtig für Reparatur­prozesse im Auge. Beson­ders gut fand ich dies dann von Dr. Alexan­der Wun­sch auf Youtube im Inter­view durch Dr. Mer­co­la erk­lärt (Kurz­fas­sung ist eine halbe Stunde und die genaue einein­halb Stun­den). Ergo benöti­gen wir offen­sichtlich den restlichen, roten Bere­ich des sicht­baren Licht­es und des Infrarot-A-Bere­ichs (near infrared) für Reparatur­prozesse in den Zellen und natür­lich auch für die Augen. Es scheint also ein großes Prob­lem zu sein, wenn uns dies durch LEDs voren­thal­ten wird. Zur Wichtigkeit der Regen­er­a­tion durch Infrarot, beson­ders des nahen Infrarot­bere­ich­es (den man übri­gens wed­er spüren noch sehen kann), gibt es unzäh­lige wis­senschaftliche Stu­di­en.
    Man mag nun ein­wen­den: Auch die Sonne hat zu Mit­tag einen sehr hohen Anteil an blauem Licht. Stimmt vol­lkom­men (deshalb sind Son­nen­brillen so wichtig)! Doch hat das Mit­tagsson­nen­licht natür­lich auch das gesamte, regener­ierende rote Spek­trum bis in den Infrarot­bere­ich; außer­dem ist die Pupille bei starkem Licht weniger weit geöffnet als am Abend bei LED-Beleuch­tung und wir haben außer­dem dann auf “Blau­sicht” umgestellt, wodurch eben ein gar nicht so klein­er Teil der Men­schen auf LEDs schlecht zu reagieren scheint.
    Mein Faz­it beim Optik­er meines Ver­trauens: ich kaufte mir eine Brille, die mir den Blaubere­ich der LEDs großteils abschirmt und zusam­men mit ein­er Schirmkappe kann ich nun auch in “LED-verseucht­en” Wohn­räu­men ein paar Stun­den zu Besuch sein, und am Arbeit­splatz habe ich mich nun mit den Leucht­stof­fröhren aus­gesöh­nt, die mir wenig­stens nichts antun, solange ich sie nicht ger­ade mutwillig zer­schmettere. And by the way: auch LEDs sind Son­der­müll und keines­falls im Rest­müll zu entsor­gen, wie auf unseren Aufk­le­bern bei den Mis­tkü­beln in der Anlage deut­lich ver­merkt ist. Statt Queck­sil­ber sind m.E. eben andere teils beden­kliche Sub­stanzen drin­nen.
    Ich finde es trau­rig, dass mein Traum von der tollen LED so eine Bauch­landung erlebte. Tja, wie es aussieht hat sich die Evo­lu­tion wohl doch etwas dabei gedacht uns auf Schwarzkör­per­strahlung, wie von Sonne, Glüh- und Halo­gen­bir­nen, Lager­feuern, Kerzen und der­gle­ichen aus­ges­trahlt wird, anzu­passen und nicht auf LEDs.

  3. Wenig­stens die Halo­gen­lam­p­en 230 Volt in Glüh­lam­p­en­form der Klasse c kön­nten die uns ruhig lassen. Die Energieef­fizien­zk­lasse ist doch ganz okay warum schreiben die uns vor, was wir für Leucht­mit­tel benutzen sollen. Ger­ade bei nur kurz­er Bren­ndauer sind Halo­gen­lam­p­en gut, nicht ESL oder LED. Die Klasse c Halo­gen­lampe kön­nten die ruhig auch matt oder milchig verkaufen.
    Es gibt sehr viele Lam­p­en wo es grausam und hässlich ist, in eine blendende Glüh­wedel zu schauen. Nur gut, dass ich Glüh­lam­p­en gehort­et habe und (MATTE) Glüh­lam­p­en, nicht nur klare.

    LG der DENKER

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