Das Glühlampenverbot — Eine Übersicht

Das Glühlampenverbot – Lampen mit gebündeltem Licht

Die Verordnung 2012/1194/EG regelt die Effizienz von Lampen mit gebündeltem Licht

Die Grundlage für die Regulierung von Lampen mit gebündeltem Licht bildet die Verordnung 2012/1194/EG. Darunter fallen alle Glüh- und Halogenlampen, die durch Reflektoren eine Lichtlenkung erfahren und somit gebündeltes Licht in eine Richtung abgegeben. Definitorisches Merkmal ist, dass die Lampen mindestens 80 % ihres Lichtstroms in einem Winkel von 120° abgeben. Häufig werden entsprechende Lampen unter dem Terminus „Reflektorlampen“ zusammengefasst.

Da diese Lampen nicht zwangsläufig mit dem Terminus „Glühlampenverbot“ in Verbindung gebracht werden, wissen viele Endverbraucher nicht, dass Reflektorlampen auch davon betroffen sind. Wir geben Ihnen einen kompletten Überblick über alle „verbotenen“ Leuchtmittel inklusive Lampen mit gebündeltem Licht.

Die einzelnen Stufen des Verbots:

Datum230-V-Lampen 12-V-Lampen 
Lichtstrom < 450 LumenLichtstrom ≥ 450 LumenLichtstrom < 450 LumenLichtstrom ≥ 450 Lumen
Bis 1. September 2013keine Anforderungenkeine Anforderungenkeine Anforderungenkeine Anforderungen
Ab 1. September 2013keine Anforderungenmin. im oberen Bereich von

min.
min. im oberen Bereich von
Ab 1. September 2014min. im oberen Bereich von
min. im oberen Bereich von
min. im oberen Bereich von
min. im oberen Bereich von
Ab 1. September 2016min. im oberen Bereich von
min. im oberen Bereich von
min. im oberen Bereich von
min. im oberen Bereich von

Hinweis: Auch hier dient die Angabe von Energieeffizienzklassen (EEK) nur zur Orientierung. Es sind keine konkreten EEK mit der jeweiligen Stufe definiert. Es handelt sich um eine überaus komplexe Berechnung, um zu ermitteln, ob so genannte EEI (Energieeffizienzindizes) durch ein Leuchtmittel erreicht werden oder nicht. Da die genaue Angabe der Formeln und ermittelten Werte nur wenig übersichtlich erscheint, haben wir uns dazu entschieden, die Tabelle in der obigen Form für Sie aufzubereiten, um Ihnen die Orientierung zu erleichtern.


Seit dem 1.9.2013 gilt die erste Stufe dieser Verordnung und definiert Anforderungen an die Effizienz entsprechender Leuchtmittel. Hochvoltlampen mit 230-V-Spannung müssen nun mindestens im oberen Bereich der EEK D oder höher liegen (C), sofern ihr Lichtstrom einen Wert von 450 Lumen übersteigt. Für Hochvoltlampen unterhalb von 450 Lumen Lichtstrom gibt es noch keine Anforderungen an die Effizienz. Für Niedervolt-Lampen hingegen gilt: Lampen mit weniger als 450 Lumen Lichtstrom müssen min. EEK C aufweisen. Lampen mit mehr als 450 Lumen müssen im oberen Bereich der EEK C liegen oder höher (B).

Mit der zweiten Stufe zum 1.9.2014 gelten für alle Hochvoltlampen (auch solche mit weniger als 450 Lumen) die Anforderungen aus Stufe 1. Auch im Niedervoltbereich fällt die Unterscheidung zwischen Lampen mit mehr oder weniger als 450 Lumen weg, sodass alle Lampen im oberen Bereich der EEK C liegen müssen oder höher.

Seit dem 1.9.2016 muss die Energieeffizienzklasse für 12-V- und 230-V-Lampen mindestens im oberen Bereich von C liegen oder höher (B). Damit verschwinden nahezu alle 230-V-Reflektorlampen, darunter auch die weit verbreiteten GU10-Lampen. Im Niedervoltbereich bleiben einige Leuchtmittel erhalten, welche die geforderte Effizienz aufweisen. Diese Lampen können also aktuell als zukunftssicher bezeichnet werden.

Auf der nächsten Seite erfahren Sie, was beim Glühlampenverbot ansonsten noch zu beachten ist.


4 Gedanken zu „Das Glühlampenverbot — Eine Übersicht

  1. Meine Frage ist, wer schaut frei­willig direkt in eine Glüh­wen­del? Ich nicht. Nor­maler Weise sind die Leucht­mit­tel in einen Kör­p­er ver­steckt, zB. Glaskugel, Lam­p­en­schirm oder außer­halb des Sicht­bere­ich zB. Deck­en­leuchte und,oder indi­rek­te Beleuch­tung.
    Hochachtungsvoll IrrmY

  2. LEDs sind super dachte ich mir vor Jahren, der Heilige Gral der Beleuch­tung: super­sparsam, gut für das geschun­dene Kli­ma und die hal­ten ja auch so lange und sind somit auch gut für den Geld­beu­tel.
    Also besorgte mir die erste Lampe mit über 40 Mini-LEDs für das Stille Örtchen. Das war unge­fähr im ersten Drit­tel des let­zten Jahrzehnts.
    Als näch­stes fol­gte eine LED-Lese­lampe im Jahre 2007, die ich jedoch, nach 2 Wochen Gebrauch nur mehr als Beleuch­tung für eine Skulp­tur ver­wen­dete; zu sehr schmerzten meine Augen beim Lesen. Die Tech­nik ist eben noch nicht so weit, dachte ich mir. Das wird schon. Der zweite Ver­such im Jahre 2010 ging auch schief; das Ding ver­staubte ungenutzt in ein­er Ecke des Arbeit­sz­im­mers.
    Und dann der näch­ste Anlauf vor zwei Jahren; doch dies­mal machte ich mir mit dem Händler aus, die Lampe ggf. zurück­geben zu dür­fen, was ich dann auch in Anspruch nehmen musste, denn auch die neuere, ange­blich so viel bessere Gen­er­a­tion von LEDs bere­it­ete mir Augen­schmerzen. Na so was!
    Mein let­zter Ver­such — ich bin hart­näck­ig — ist nun ein knappes Jahr her und inzwis­chen weiß ich aus “LED-Licht-verseucht­en” Wohn­räu­men bei Besuchen mein­er Fre­unde, dass LEDs offen­bar nichts für mich sind. Denn LED-Lam­p­en bere­it­en mir nach spätestens nach 10 – 20 Minuten Augen­schmerzen, wohinge­gen mir Sonne, Glüh­bir­nen, Halo­gen­lam­p­en (= Glüh­birne mit einem Halo­gen) und die inzwis­chen ver­teufel­ten Energies­par­lam­p­en (Leucht­stof­fröhren) keine Augen­prob­leme bere­it­en. Inzwis­chen habe ich die LED-Lam­p­en alle­samt aus der Woh­nung ver­ban­nt und somit habe ich zu Hause meine “Lichtruhe”. Großteils ver­wende ich Halo­gen-Nieder- und auch Hoch­volt-Leucht­mit­tel und die Bulb von Ingo Mau­r­er ist als Einzige mit ein­er an der Kuppe ver­spiegel­ten Glüh­birne verse­hen — alles andere wäre dieser Leuchtikone gegenüber ein “Lichtver­brechen”.
    Zurück zum The­ma: Inzwis­chen sind also Besuche in Woh­nun­gen mein­er Fre­unde und Bekan­nten ein Prob­lem, da viele in den let­zten sechs Monat­en teils zu 90% auf LEDs umgestiegen sind.
    Ergo hat­te ich nach jedem Besuch 1–2 Tage rote Augen, und so marschierte ich let­zte Woche zum Optik­er meines Ver­trauens und fragte, was denn nur mit mir los sei. Warum bin ich nur so empfind­lich auf die LEDs? Als Antwort drück­te er mir einen Artikel von Prof. Dr. Peter Heilig in die Hand, der an der Uni-Wien unter­richtet und Facharzt für Augen­heilkunde ist, sowie Licht­tech­niker und u.a. zu den The­men Licht­tech­nik und Prozesse der Wahrnehmung forscht.
    Der uner­freuliche Titel aus einem Inter­view des Mag­a­zins For­mat aus 2015: “Blaues Licht ist “giftig” für das Auge”.
    Es geht um pho­to­tox­is­che Effek­te des blauen Lichts für die Augen und der daraus resul­tieren­den erhöht­en Gefahr des massen­haften Anstiegs von Degen­er­a­tio­nen der Maku­la, was auf län­gere Zeit zu Erblind­ung führen kann. LEDs haben i.d. Regel einen hohen Anteil an blauem Licht im Spek­trum (googelt mal: “Licht­spekrum LED” und dann im Ver­gle­ich die Spek­tren von Halo­gen, Glüh­lam­p­en und der Sonne), auch wenn der hohe blaue Anteil oft durch orange und rot mask­iert wird.
    Faz­it: viele LEDs erzeu­gen weißes Licht mit ein­er blauen LED, die dann einen bre­it­bandi­gen Lumi­neszen­z­farb­stoff anregt und somit fähig wird weißes Licht auszusenden. Lei­der wer­den nur Teil­bere­iche des roten Licht­es erzeugt und diese sind wieder wichtig für Reparatur­prozesse im Auge. Beson­ders gut fand ich dies dann von Dr. Alexan­der Wun­sch auf Youtube im Inter­view durch Dr. Mer­co­la erk­lärt (Kurz­fas­sung ist eine halbe Stunde und die genaue einein­halb Stun­den). Ergo benöti­gen wir offen­sichtlich den restlichen, roten Bere­ich des sicht­baren Licht­es und des Infrarot-A-Bere­ichs (near infrared) für Reparatur­prozesse in den Zellen und natür­lich auch für die Augen. Es scheint also ein großes Prob­lem zu sein, wenn uns dies durch LEDs voren­thal­ten wird. Zur Wichtigkeit der Regen­er­a­tion durch Infrarot, beson­ders des nahen Infrarot­bere­ich­es (den man übri­gens wed­er spüren noch sehen kann), gibt es unzäh­lige wis­senschaftliche Stu­di­en.
    Man mag nun ein­wen­den: Auch die Sonne hat zu Mit­tag einen sehr hohen Anteil an blauem Licht. Stimmt vol­lkom­men (deshalb sind Son­nen­brillen so wichtig)! Doch hat das Mit­tagsson­nen­licht natür­lich auch das gesamte, regener­ierende rote Spek­trum bis in den Infrarot­bere­ich; außer­dem ist die Pupille bei starkem Licht weniger weit geöffnet als am Abend bei LED-Beleuch­tung und wir haben außer­dem dann auf “Blau­sicht” umgestellt, wodurch eben ein gar nicht so klein­er Teil der Men­schen auf LEDs schlecht zu reagieren scheint.
    Mein Faz­it beim Optik­er meines Ver­trauens: ich kaufte mir eine Brille, die mir den Blaubere­ich der LEDs großteils abschirmt und zusam­men mit ein­er Schirmkappe kann ich nun auch in “LED-verseucht­en” Wohn­räu­men ein paar Stun­den zu Besuch sein, und am Arbeit­splatz habe ich mich nun mit den Leucht­stof­fröhren aus­gesöh­nt, die mir wenig­stens nichts antun, solange ich sie nicht ger­ade mutwillig zer­schmettere. And by the way: auch LEDs sind Son­der­müll und keines­falls im Rest­müll zu entsor­gen, wie auf unseren Aufk­le­bern bei den Mis­tkü­beln in der Anlage deut­lich ver­merkt ist. Statt Queck­sil­ber sind m.E. eben andere teils beden­kliche Sub­stanzen drin­nen.
    Ich finde es trau­rig, dass mein Traum von der tollen LED so eine Bauch­landung erlebte. Tja, wie es aussieht hat sich die Evo­lu­tion wohl doch etwas dabei gedacht uns auf Schwarzkör­per­strahlung, wie von Sonne, Glüh- und Halo­gen­bir­nen, Lager­feuern, Kerzen und der­gle­ichen aus­ges­trahlt wird, anzu­passen und nicht auf LEDs.

  3. Wenig­stens die Halo­gen­lam­p­en 230 Volt in Glüh­lam­p­en­form der Klasse c kön­nten die uns ruhig lassen. Die Energieef­fizien­zk­lasse ist doch ganz okay warum schreiben die uns vor, was wir für Leucht­mit­tel benutzen sollen. Ger­ade bei nur kurz­er Bren­ndauer sind Halo­gen­lam­p­en gut, nicht ESL oder LED. Die Klasse c Halo­gen­lampe kön­nten die ruhig auch matt oder milchig verkaufen.
    Es gibt sehr viele Lam­p­en wo es grausam und hässlich ist, in eine blendende Glüh­wedel zu schauen. Nur gut, dass ich Glüh­lam­p­en gehort­et habe und (MATTE) Glüh­lam­p­en, nicht nur klare.

    LG der DENKER

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