Flurbeleuchtung — Gestalten mit Licht

Tipps & Tricks für Ihre Flurbeleuchtung

Der Flurbeleuch­tung kommt eine ganz beson­dere Rolle zu. Der Flur ist meist der erste Raum, den Gäste von Ihrem Zuhause zu sehen bekom­men. Der Flur ist somit die Vis­itenkarte des Haus­be­sitzers. Die Flurbeleuch­tung soll eine ein­ladende Stim­mung ver­mit­teln, damit Besuch­er sich schon beim Betreten des Haus­es willkom­men fühlen. Zudem hat der Flur oft­mals keine Fen­ster, weshalb auch funk­tionale Ansprüche an die Beleuch­tung beste­hen. Last but not least spielt die Beleuch­tung auch eine Rolle für die Sicher­heit. Mit gutem Licht bewe­gen wir uns sich­er durch den Raum, Stürze wer­den ver­mieden. In der Rei­he „Gestal­ten mit Licht“ wer­fen wir dies­mal einen Blick auf die „dos & don´ts“ der Flurbeleuch­tung. light11-Licht­plan­er Andreas Oschatz gibt Tipps und Tricks, wie Ihre Flurbeleuch­tung gelingt.


Übersicht

Info-Grafik: Flurbeleuch­tung im Überblick

Grund­la­gen: Worauf muss ich acht­en?

Raum­licht im Flur

Objek­te insze­nieren & Atmo­sphäre schaf­fen

Das Trep­pen­haus beleucht­en

Leucht­mit­tel-Tipps


 

 

 

Flurbeleuchtung – Grundlagen: Worauf muss ich achten?

Die Aufnahme zeigt eine dynamische Flurbeleuchtung, die eine besondere Dramaturgie im Raum erzeugt

Ein gelun­gener Mix aus Deck­en­leucht­en und Wan­dleucht­en, die für span­nende Akzente an den Wän­den sor­gen.

light11-Licht­plan­er Andreas Oschatz emp­fiehlt, durch die Beleuch­tung eine gewisse Dra­maturgie im Raum zu schaf­fen. „Dies gelingt, indem durch klar kon­turi­erte Lichtkegel Akzente geset­zt wer­den, etwa an der Wand. Dazu kön­nen Sie Wan­dleucht­en, Down­lights oder Uplights ver­wen­den. Gle­ichzeit­ig muss die Grund­beleuch­tung stim­men, um starke Hell-Dunkel-Kon­traste zu ver­mei­den.“

Vom Ein­satz dif­fus abstrahlen­der Leucht­en mit Opal­gläsern rät der Experte hinge­gen ab: „Häu­fig erzeu­gen Opal­glasleucht­en dif­fus­es, eher monot­o­nes Licht, was für Gäste und Besuch­er in der Regel kein son­der­lich schön­er Emp­fang ist. Häu­fig wer­den auch gün­stige LED-Leucht­en einge­set­zt, die eher küh­les, ungemütlich­es Licht liefern. So wird ein „küh­ler Emp­fang“ geschaf­fen.“

 

Diese Wandleuchten beleuchten auch die Treppen und sorgen so für sicheren Tritt.

In fen­ster­losen Flure erset­zt die richtige Beleuch­tung das fehlende Tages­licht.

Häu­fig wird der Experte gefragt, wie hell die Flurbeleuch­tung aus­fall­en soll. Auch nach der richti­gen Licht­farbe für den Flur wird immer wieder gefragt. „Aus mein­er Erfahrung her­aus würde ich einen Durch­schnittswert von 200 Lux pro Quadrat­meter empfehlen. Dies hängt aber stark von den sub­jek­tiv­en Präferen­zen des Bauher­ren ab und auch von den Eigen­schaften des Raumes, wie etwa der Wand­farbe“, so Oschatz. „Ins­beson­dere für einen fen­ster­losen Flur ohne Tages­licht empfehlen wir in der Regel etwas mehr Licht. In diesem Fall würde ich zudem immer zu ein­er Lösung mit möglichst guter Farb­wieder­gabe rat­en. Welche Licht­farbe im Flur bevorzugt wird, ist eben­falls sehr sub­jek­tiv. Für einen war­men Emp­fang empfehlen wir meist Lösun­gen im Bere­ich zwis­chen 2.700 und 3.000 Kelvin. Küh­lere Licht­far­ben wer­den eher sel­ten gewün­scht.“

Bei der Pla­nung der Flurbeleuch­tung sollte zudem bedacht wer­den, dass der Flur häu­fig durch­quert wird und daher auch gewisse Anforderun­gen an gute Licht- und Sichtver­hält­nisse beste­hen. Flurleucht­en mit Bewe­gungsmelder sor­gen für Kom­fort, da sie automa­tisch ein­schal­ten, sobald jemand durch den Flur schre­it­et.

Je nach Sit­u­a­tion emp­fiehlt es sich aber unter Umstän­den, die Flurbeleuch­tung durchge­hend eingeschal­tet zu lassen, solange sich Per­so­n­en im Haushalt befind­en. Wird der Flur oft durch­quert, kann das häu­fige Ein- und Auss­chal­ten der Leucht­en zu ein­er drastis­chen Verkürzung der Lebens­dauer führen, ins­beson­dere beim Ein­satz nicht schalt­fester Energies­par­lam­p­en oder von Glüh- und Halo­gen­lam­p­en. Darüber hin­aus hat eine dauer­hafte Flurbeleuch­tung auch funk­tionale Vorteile. Ein­er­seits wird Sicher­heit geschaf­fen und Unfälle ver­mieden, ander­er­seits wird ein stark­er Hell-Dunkel-Kon­trast beim Durch­queren des Flurs ver­hin­dert, der eine Belas­tung für das men­schliche Auge darstellen kann. In diesem Zusam­men­hang spie­len vor allem LED-Leucht­en und -Lam­p­en ihre Stärken aus, die nicht nur beson­ders lan­glebig sind, son­dern auch sehr energies­parend arbeit­en. Mehr zur Wahl des richti­gen Leucht­mit­tels für Ihren Flur lesen Sie unter “Leucht­mit­tel-Tipps”.

 


Für gutes Licht im Flur sorgt die Serien Light­ing Curl­ing Deck­en­leuchte

Leucht­en-Tipp vom Licht­plan­er: light11-Licht­plan­er Andreas Oschatz emp­fiehlt momen­tan für den Flur gerne die Deck­en­leuchte Curl­ing vom deutschen Her­steller Serien Light­ing. „Die Leuchte schafft Akzente und belebt den Flur. Gle­ichzeit­ig wird die Decke aufge­hellt und ein Lichtkranz um die Leuchte selb­st geschaf­fen.“

 

Flurbeleuchtung – Raumlicht im Flur

Diese Art der Flurbeleuchtung ist nicht ausreichend.

Ein einzelnes Down­light schafft wom­öglich nicht genug Hel­ligkeit im Flur

Damit Ihr Flur nicht zu dunkel aus­fällt, sollte eine gute Grund- und All­ge­mein­beleuch­tung – das Raum­licht – geschaf­fen wer­den. Dieses sollte den gesamten Raum gle­ich­mäßig erhellen und für opti­male Sichtver­hält­nisse sor­gen. Der Flur ist in der Regel ein ver­gle­ich­sweise schmaler Raum und hat in vie­len Fällen keine Fen­ster. Durch den fehlen­den Tages­lichte­in­fall herrscht ohne Flurbeleuch­tung grund­sät­zlich Dunkel­heit in diesem Bere­ich. Eine gute Möglichkeit, den Raum gle­ich­mäßig zu erhellen, beste­ht in der indi­rek­ten Beleuch­tung von Wän­den und Decke. Gle­ichzeit­ig wirkt der Raum dadurch größer, fre­undlich­er und ins­ge­samt ein­laden­der. Eine einzelne Leuchte mit nach unten gerichtetem Licht ist unter Umstän­den nicht aus­re­ichend, um ein helles Raum­licht im Flur zu schaf­fen. Indi­rek­tes Licht über Wan­dleucht­en kann zudem gezielt einge­set­zt wer­den, wenn ein schmaler Flur optisch ver­bre­it­ert wer­den soll.

 

Zu sehen ist ein Flur in einem Obergeschoss. An der Wand sorgen fünf Wandleuchten für die Grundbeleuchtung.

Wan­dleucht­en wer­den gerne als indi­rek­te Raum­beleuch­tung in Fluren ver­wen­det.

Eine Vari­ante für die indi­rek­te Flurbeleuch­tung find­et sich in Wan­dleucht­en, die mit nach oben, nach unten, oder mit Licht in bei­de Rich­tun­gen ihre Umge­bung erhellen. Entsprechende Wan­dleucht­en soll­ten abso­lut blend­frei sein, das heißt, unter gängi­gen Anwen­dungs­be­din­gun­gen sollte ein direk­ter Ein­blick in das Leucht­mit­tel nicht möglich sein. Vor­sicht auch bei der Höhe der Leuchte. Hat diese einen Lich­taus­tritt an der Unter­seite, kön­nen ins­beson­dere kleinere Per­so­n­en möglicher­weise von unten in die Leuchte blick­en, was zu ein­er Blendung führen kann.

 

Die elegante Deckenleuchte Disco von Catellani & Smith sorgt für indirektes, gemütliches Licht in einem Flur.
Deck­en­leucht­en mit indi­rek­tem Licht nach oben sor­gen für abso­lut blend­freies Licht

Wird hinge­gen eine Deck­en­leuchte bevorzugt, ist eine Leuchte mit indi­rek­tem Licht zur Decke empfehlenswert. Durch die indi­rek­te Lichtverteilung über die Decke wird der Raum gle­ich­mäßig erhellt. Gle­ichzeit­ig wirkt, wie bere­its oben erwäh­nt, der Raum infolge indi­rek­ter Beleuch­tung deut­lich größer. Ohne Lich­taus­tritt nach unten ist zudem auch die Gefahr der Blendung aus­geschlossen.

 

Mehrere Exemplare der Flos Wan beleuchten einen langen Flur mit zahlreichen Türen.

Eine Rei­he von Deck­e­nauf­baus­trahlern ver­sorgt diesen länglichen Flur mit Licht

Für größere oder längliche Flure lassen sich auch Deck­en­leucht­en sowie Strahler und Spots mit nach unten gerichtetem Licht in Rei­he mon­tieren. Dies sorgt für gle­ich­mäßige Beleuch­tung und schafft in län­geren Fluren zusät­zliche Ori­en­tierung. Gle­ichzeit­ig ent­fal­ten entsprechende in Rei­he mon­tierte Leucht­en eine beson­dere optis­che Wirkung. Bei dieser Form der Flurbeleuch­tung muss auf eine gute Ent­blendung geachtet wer­den, etwa durch entsprechende Gläs­er oder Optiken in den Leucht­en.

Eine Alter­na­tive zu indi­rek­tem Raum­licht find­et sich in mehrflam­mi­gen Strahler- und Spot-Sys­te­men, deren einzelne Spots unab­hängig voneinan­der aus­gerichtet wer­den kön­nen. Auch eine Kom­bi­na­tion von Deck­enspots mit gerichtetem Licht sowie Wan­dleucht­en, die über die Reflex­ion der Wand indi­rek­tes Licht und span­nende Akzente erzeu­gen, liefert einen lebendi­gen und ein­laden­den Licht-Mix.

 

 

Flurbeleuchtung – Objekte inszenieren & Atmosphäre schaffen

Typ­is­cher­weise und sofern Platz genug ist, find­en sich Möbel­stücke wie etwa Side­boards, Kom­mod­en oder Regale im Flur. Auch Beis­telltische für das Tele­fon, eine Garder­obe oder ein großer Spiegel für den let­zten Out­fit-Check, bevor man das Haus ver­lässt, sind häu­fig hier zu find­en. Für diese Bere­iche ist ein zusät­zlich­es Zonen­licht empfehlenswert. So gestal­tet sich etwa die Suche nach dem Schlüs­sel in der Kom­mod­en­schublade bei guten Licht- und Sichtver­hält­nis­sen deut­lich ein­fach­er.

 


Wan­dleucht­en mit Up- & Down­light erfüllen gle­ich eine dop­pelte Funk­tion im Flur

Kom­men Wan­dleucht­en mit nach unten gerichtetem Licht für die Flurbeleuch­tung zum Ein­satz, lässt sich mit dem abwärts gerichteten Lichtkegel ein Objekt beto­nen. Wie im Bild gut zu erken­nen, sor­gen die Wan­dleucht­en mit nach oben und unten gerichtetem Licht zur Wand für ein indi­rek­tes Raum­licht, gle­ichzeit­ig entste­ht am unteren Lich­taus­tritt eine hell beleuchtete Zone.

Für Regale oder die Garder­obe empfehlen sich aus­richt­bare Deck­en­leucht­en und Down­lights. Der Abstand des Strahlers zum Regal sollte dann so gewählt wer­den, dass der Lichtkegel das Möbel­stück in voller Größe beleuchtet, und dass durch davor befind­liche Per­so­n­en keine stören­den Schat­ten auf das Regal gewor­fen wer­den. Bei üblich­er Deck­en­höhe zwis­chen 2,50 und 3 m sollte der Abstand zwis­chen 50 und 80 Zen­time­tern betra­gen.

 

Diese Flurbeleuchtung, eine Klemmleuchte, setzt die Lektüre im Regal effektvoll in Szene.

Klemm­leucht­en sind schnell mon­tiert, auch ohne Elek­troaus­lass

Tipp: Um etwa ein Regal ohne großen Instal­la­tion­saufwand zu beleucht­en, kön­nen Sie auf flex­i­ble Klemm­leucht­en mit Steck­er zurück­greifen. Diese sind ortsverän­der­lich nutzbar und wer­den ein­fach an einen der Regal­bö­den gek­lemmt. Nur noch den Steck­er in die Dose und schon haben Sie ein Zonen­licht an Schrank oder Regal.

 

 

 

 

 

 

 

Ein Ölgemälde mit einem roten Kleinwagen wird von einer eleganten Wandleuchte, der Lumina Daphine, effektvoll betont.
Kunst­werke im Flur kön­nen durch spezielle Wan­dleucht­en in Szene geset­zt wer­den

Für Bilder, Fotos und son­stige an der Wand befind­liche Objek­te greifen Sie auf spezielle Wan­dleucht­en zurück, die das jew­eilige Objekt mit ihrem Lichtkegel möglichst gle­ich­mäßig und ohne Schat­ten­wurf insze­nieren. So lässt sich auch gezielt die Aufmerk­samkeit des Betra­chters auf den gewün­scht­en Bere­ich lenken.

 

Auf der Kom­mode platziert, sor­gen Tis­chleucht­en für Atmo­sphäre

Durch gezielt platzierte Zonen- und Stim­mungslichter lässt sich zusät­zlich Atmo­sphäre schaf­fen. Dies kann beispiel­sweise erre­icht wer­den durch Tis­chleucht­en, die auf Side­boards oder Kom­mod­en platziert wer­den. Dort schaf­fen sie ein­ladende kleine Lichtin­seln, die den Raum auflock­ern, gle­ichzeit­ig wird dadurch die Aufmerk­samkeit gezielt auf ein liebge­wonnenes Möbel­stück gelenkt. Vor­sicht: Set­zen Sie Tis­chleucht­en mit zer­brech­lichen Gläsern möglichst nicht in Bere­ichen ein, an denen die Gefahr beste­ht, die Leucht­en umzuw­er­fen. Wenn im Flur über den Tag rege Aktiv­ität herrscht, ins­beson­dere wenn kleinere Kinder im Haushalt leben, ist schnell der Beis­telltisch touch­iert und die liebge­wonnene Tis­chleuchte liegt in Scher­ben.

 

 

 

Drei Vitra Akari Bodenleuchten bilden auf diesem Foto ein strahlendes Ensemble.
Boden­leucht­en in den Raumeck­en helfen dabei, den Raum optisch zu struk­turi­eren

Größere Flure prof­i­tieren zudem von gün­stig platzierten Boden­leucht­en, etwa in den Raumeck­en. Diese fungieren nicht nur als atmo­sphärisch­er Blick­fang, son­dern helfen zugle­ich dabei, den Raum optisch zu struk­turi­eren. Selb­st wenn der Raum anson­sten im Dunkel liegt, ver­mit­teln Boden­leucht­en einen Ein­druck von den Raum­gren­zen und helfen uns dabei, sich­er durch den Raum zu navigieren.

Tipp: Lässt man eine oder mehrere Boden­leucht­en über Nacht eingeschal­tet, sor­gen diese für Ori­en­tierung und sofort erkennbare Raum­be­gren­zun­gen, etwa wenn des Nachts das Badez­im­mer aufge­sucht wird. Nutzen Sie dazu ide­al­er­weise LED-Leucht­mit­tel mit geringem Energie­ver­brauch.

 

Flurbeleuchtung – Das Treppenhaus beleuchten

An den Flur schließt häu­fig ein Trep­pe­nauf­gang in die obere Etage an. Auch hier soll­ten gute Lichtver­hält­nisse herrschen, damit wir uns sich­er auf der Treppe bewe­gen kön­nen. Wichtig ist hier, dass die Kan­ten der Stufen gut erkennbar sind. Dazu ist der richtige Mix aus Licht und Schat­ten wichtig, der ide­al­er­weise mit ein­er Kom­bi­na­tion von Leucht­en real­isiert wird. Licht, das aus der Diag­o­nale von oben auf die Stufen fällt, sorgt für Schat­ten in den Winkeln der einzel­nen Stufen. Resul­tat: Die Stufen sind optisch klar voneinan­der abge­gren­zt und für uns gut erkennbar. Dies kann durch Wan­dleucht­en-Down­lights erre­icht wer­den oder auch durch Ein­bauleucht­en in Trit­thöhe über den Stufen. Zu empfehlen ist für diesen Zweck auss­chließlich gerichtetes Licht. Eine dif­fuse Beleuch­tung hinge­gen erzeugt wenig bis keinen Schat­ten­wurf, wodurch sich die Trep­pen­stufen nicht deut­lich abze­ich­nen.

 

Zwei Wandleuchten im Treppenhaus stellen die benötigte Grundhelligkeit her.

Mit gut ent­blende­ten Wan­dleucht­en im Trep­pen­bere­ich sor­gen Sie für gute Sichtver­hält­nisse.

Auch mit Deck­en­leucht­en oder Spots kann die Treppe beleuchtet wer­den. Hier sollte darauf geachtet wer­den, dass die Lichtquellen so posi­tion­iert sind, dass beim Bege­hen der Treppe keine starken Schlagschat­ten entste­hen und somit Bere­iche der Treppe in völ­liger Dunkel­heit liegen. Eine Kom­bi­na­tion von gerichteten Deck­enspots und Wan­dleucht­en mit Down­light oder Up- & Down­light sorgt meist für aus­re­ichende Hel­ligkeit ohne störende Schlagschat­ten. Für welche Leucht­en oder welche Kom­bi­na­tion Sie sich auch entschei­den, acht­en Sie bei der Auswahl auf möglichst blend­freie Lösun­gen. Ger­ade im Trep­pen­bere­ich kann eine Blendung schnell zu Ori­en­tierungsver­lust und damit zu Stürzen führen.

 

Eine junge Frau schreitet eine Treppe hinab, die von mehreren Exemplaren der Nimbus Winglet beleuchtet wird.
Die Nim­bus Winglet glänzen mit Akku­be­trieb und ein­fach­er Mon­tage

Tipp: Leucht­en mit Bewe­gungsmelder erweisen sich auch hier als prak­tis­che Lösung. Zu empfehlen sind hier LED-Leucht­mit­tel oder -Leucht­en, die mit geringem Energie­ver­brauch und hoher Schalt­fes­tigkeit punk­ten. Auch für diesen Bere­ich sind mit­tler­weile Akkuleucht­en erhältlich, so dass Sie ohne großen Aufwand eine sen­sorges­teuerte Trep­pen­beleuch­tung real­isieren kön­nen und keine neuen Elek­troaus­lässe dafür benöti­gen.

 

Flurbeleuchtung – Leuchtmittel-und Energiespar-Tipps

Bei der Wahl der Leucht­mit­tel für die Flurbeleuch­tung spie­len ver­schiedene Fak­toren eine Rolle. Licht­plan­er Andreas Oschatz emp­fiehlt, auf beson­ders schalt­feste Lam­p­en zurück­zu­greifen. Der Flur wird viele Male pro Tag durch­quert, das Licht wird dabei wom­öglich sehr häu­fig ein- und aus­geschal­tet. Als über­aus prak­tisch erweist sich die Flurbeleuch­tung über Bewe­gungsmelder, die automa­tisch ein­schal­tet, sobald jemand den Erfas­sungs­bere­ich durch­quert. Auch bei ein­er solchen Lösung sollte auf schalt­feste Leucht­mit­tel zurück­ge­grif­f­en wer­den. „Acht­en Sie außer­dem darauf, Leucht­mit­tel zu ver­wen­den, die unmit­tel­bar nach dem Ein­schal­ten ihre volle Hel­ligkeit bere­it­stellen“, rät Oschatz. „Viele Energies­par­lam­p­en brauchen etwas Zeit zum „Anlaufen“. Aber ich möchte in der Regel ja nicht warten, bis meine Lampe richtig hell wird, wenn ich nur schnell durch den Flur in ein anderes Zim­mer möchte.“

 

Viele Energies­par­lam­p­en weisen eine Ein­schaltverzögerung auf

Vom Ein­satz von Energies­par­lam­p­en im Flur rat­en wir in der Regel ab. Die meis­ten Vertreter sind nicht son­der­lich schalt­fest, andere, beson­ders schalt­feste Kom­pak­tleucht­stoff- und Energies­par­lam­p­en benöti­gen hinge­gen eine gewisse Zeit zum Vorheizen, was die Ein­schaltzeit verzögert. Zudem eignet sich das meist als kühl emp­fun­dene Licht von Leucht­stoff- und Energies­par­lam­p­en nur eingeschränkt für einen war­men und gemütlichen Willkom­mensgruß beim Ein­treten.

 

 

 

 

 

Das zweigeteilte Motiv mit der Bruck Cantara Pendelleuchte zeigt unterschiedliche Dimmstufen und den daraus resultierenden, veränderten Farbeindruck
Aktuelle LEDs mit dim-to-warm-Funk­tion liefern warmes und gemütlich­es Licht, so wie einst die Glüh­lampe

Mit aktuellen LEDs, egal ob fest ver­baute Chip-on-board-LEDs (COB-LEDs) oder aus­tauschbare LED-Retro­fit-Lam­p­en, haben Sie diese Prob­leme defin­i­tiv nicht. LEDs stellen ihre volle Hel­ligkeit unmit­tel­bar nach dem Ein­schal­ten bere­it. Auch erre­ichen sie im Schnitt mehr als 100.000 Schaltzyklen und sind damit bestens für den Ein­satz in Flur Lam­p­en mit Bewe­gungsmelder geeignet. LEDs mit warm-weißer Licht­farbe und hohem Farb­wieder­gabe­w­ert sor­gen zudem für gemütliche Beleuch­tung bei hoher Lichtqual­ität. In punc­to Effizienz hat die LED längst allen anderen Leucht­mit­teln den Rang abge­laufen. Aktuelle Mod­elle erre­ichen Werte von 100 Lumen pro Watt und mehr. Weit­er­er Plus­punkt: LEDs erre­ichen mit­tler­weile eine Lebens­dauer von bis zu 50.000 Stun­den und hal­ten somit für viele Jahre.

Tipp: Set­zen Sie auf LEDs mit dim-to-warm-Funk­tion, wenn Sie das Licht im Flur dim­men möcht­en. Diese ver­hal­ten sich beim Dim­men genau­so, wie wir es von der klas­sis­chen Glüh­lampe gewohnt sind. Die Licht­farbe verän­dert sich beim Dim­men hin zu mehr Rotan­teilen, wodurch das ged­immte Licht wärmer und gemütlich­er wirkt.

 

Das Bild zeigt verschiedene Glüh- und Halogenlampen mit unterschiedlichen Sockeln.
Glüh- und Halo­gen­lam­p­en ste­hen für bril­lante Lichtqual­ität, benöti­gen allerd­ings viel Energie

Alter­na­tiv greifen Sie, wenn eine hohe Lichtqual­ität gefragt ist, zu den guten alten Halo­gen­lam­p­en — sofern Sie das gewün­schte Mod­ell noch bekom­men. Denn im Zuge des so genan­nten Glüh­lam­p­en­ver­botes sind mit­tler­weile zahlre­iche Mod­elle aus dem Han­del ver­schwun­den. Ein weit­er­er “Hak­en” liegt in den Umwelt­fak­toren. Der Energie­ver­brauch über­steigt den von LED-Lösun­gen um ein Vielfach­es. Zudem weisen Halo­gen­lam­p­en eine deut­lich gerin­gere Lebens­dauer auf. Die Folge sind mehr Abfall und gesteigert­er Wartungsaufwand durch häu­fi­gen Leucht­mit­teltausch.

Sie haben noch weit­ere Fra­gen zum The­ma Flurbeleuch­tung? Sie möcht­en konkrete Pro­duk­tempfehlun­gen für Ihr Objekt oder benöti­gen eine Pla­nung vom Experten? Unsere Kol­le­gen von der light11-Licht­pla­nung helfen Ihnen gerne weit­er.


 

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