Flurbeleuchtung — Gestalten mit Licht

Tipps & Tricks für Ihre Flurbeleuchtung

Der Flurbeleuch­tung kommt eine ganz beson­dere Rolle zu. Der Flur ist meist der erste Raum, den Gäste von Ihrem Zuhause zu sehen bekom­men. Somit ist er die Vis­itenkarte des Haus­be­sitzers, die dazu eine ein­ladende Stim­mung ver­mit­teln soll. Damit Besuch­er sich schon beim Betreten des Haus­es willkom­men fühlen. Zudem hat eine Diele oft­mals keine Fen­ster, weshalb auch funk­tionale Ansprüche an die Beleuch­tung beste­hen. Last but not least spielt die Beleuch­tung auch eine Rolle für die Sicher­heit. Mit gutem Licht bewe­gen wir uns sich­er durch den Raum, Stürze wer­den ver­mieden. In der Rei­he „Gestal­ten mit Licht“ wer­fen wir dies­mal einen Blick auf die „dos & don´ts“ der Flurbeleuch­tung. light11-Licht­plan­er Andreas Oschatz gibt Tipps und Tricks, wie sie gelingt.


Übersicht

Info-Grafik: Flurbeleuch­tung im Überblick

Grund­la­gen: Worauf muss ich acht­en?

Raum­licht im Flur

Objek­te insze­nieren & Atmo­sphäre schaf­fen

Das Trep­pen­haus beleucht­en

Leucht­mit­tel-Tipps


 

 

 

Flurbeleuchtung – Grundlagen: Worauf muss ich achten?

Die Aufnahme zeigt eine dynamische Flurbeleuchtung, die eine besondere Dramaturgie im Raum erzeugt

Ein gelun­gener Mix aus Deck­en­leucht­en und Wan­dleucht­en, die für span­nende Akzente an den Wän­den sor­gen.

light11-Licht­plan­er Andreas Oschatz emp­fiehlt, durch die Beleuch­tung eine gewisse Dra­maturgie im Raum zu schaf­fen. „Dies gelingt, indem durch klar kon­turi­erte Lichtkegel Akzente geset­zt wer­den, etwa an der Wand. Dazu kön­nen Sie Wan­dleucht­en, Down­lights oder Uplights ver­wen­den. Gle­ichzeit­ig muss die Grund­beleuch­tung stim­men, um starke Hell-Dunkel-Kon­traste zu ver­mei­den.“

Vom Ein­satz dif­fus abstrahlen­der Leucht­en mit Opal­gläsern rät der Experte hinge­gen ab: „Häu­fig erzeu­gen Opal­glasleucht­en dif­fus­es, eher monot­o­nes Licht, was für Gäste und Besuch­er in der Regel kein son­der­lich schön­er Emp­fang ist. Häu­fig wer­den auch gün­stige LED-Leucht­en einge­set­zt, die eher küh­les, ungemütlich­es Licht liefern. So wird ein „küh­ler Emp­fang“ geschaf­fen.“

 

Diese Wandleuchten beleuchten auch die Treppen und sorgen so für sicheren Tritt.

In fen­ster­losen Flure erset­zt die richtige Beleuch­tung das fehlende Tages­licht.

Häu­fig wird der Experte gefragt, wie hell die Flurbeleuch­tung aus­fall­en soll. Auch nach der richti­gen Licht­farbe wird immer wieder gefragt. „Aus mein­er Erfahrung her­aus würde ich einen Durch­schnittswert von 200 Lux pro Quadrat­meter empfehlen. Dies hängt aber stark von den sub­jek­tiv­en Präferen­zen des Bauher­ren ab und auch von den Eigen­schaften des Raumes, wie etwa der Wand­farbe“, so Oschatz. „Ins­beson­dere für einen fen­ster­losen Flur ohne Tages­licht empfehlen wir in der Regel etwas mehr Licht. In diesem Fall würde ich zudem immer zu ein­er Lösung mit möglichst guter Farb­wieder­gabe rat­en. Welche Licht­farbe bevorzugt wird, ist eben­falls sehr sub­jek­tiv. Für einen war­men Emp­fang empfehlen wir meist Lösun­gen im Bere­ich zwis­chen 2.700 und 3.000 Kelvin. Küh­lere Licht­far­ben wer­den eher sel­ten gewün­scht.“

Bei der Pla­nung sollte zudem bedacht wer­den, dass der Flur häu­fig durch­quert wird und daher auch gewisse Anforderun­gen an gute Licht- und Sichtver­hält­nisse beste­hen. Flurleucht­en mit Bewe­gungsmelder sor­gen für Kom­fort, da sie automa­tisch ein­schal­ten, sobald jemand kommt oder geht.

Je nach Sit­u­a­tion emp­fiehlt es sich aber unter Umstän­den, die Beleuch­tung durchge­hend eingeschal­tet zu lassen, solange sich Per­so­n­en im Haushalt befind­en. Wird der Flur oft durch­quert, kann das häu­fige Ein- und Auss­chal­ten der Leucht­en zu ein­er drastis­chen Verkürzung der Lebens­dauer führen, ins­beson­dere beim Ein­satz nicht schalt­fester Energies­par­lam­p­en oder von Glüh- und Halo­gen­lam­p­en. Darüber hin­aus hat eine dauer­hafte Beleuch­tung auch funk­tionale Vorteile. Ein­er­seits wird Sicher­heit geschaf­fen und Unfälle ver­mieden, ander­er­seits wird ein stark­er Hell-Dunkel-Kon­trast, der eine Belas­tung für das men­schliche Auge darstellen kann, ver­hin­dert. In diesem Zusam­men­hang spie­len vor allem LED-Leucht­en und -Lam­p­en ihre Stärken aus, die nicht nur beson­ders lan­glebig sind, son­dern auch sehr energies­parend arbeit­en. Mehr zur Wahl des richti­gen Leucht­mit­tels lesen Sie unter “Leucht­mit­tel-Tipps”.

 


Für gutes Licht im Flur sorgt die Serien Light­ing Curl­ing Deck­en­leuchte

Leucht­en-Tipp vom Licht­plan­er: light11-Licht­plan­er Andreas Oschatz emp­fiehlt momen­tan für den Flur gerne die Deck­en­leuchte Curl­ing vom deutschen Her­steller Serien Light­ing. „Die Leuchte schafft Akzente und belebt den Flur. Gle­ichzeit­ig wird die Decke aufge­hellt und ein attrak­tiv­er Lichtkranz geschaf­fen.“

 

Flurbeleuchtung – Raumlicht

Diese Art der Flurbeleuchtung ist nicht ausreichend.

Ein einzelnes Down­light schafft wom­öglich nicht genug Hel­ligkeit im Flur

Damit Ihr Flur nicht zu dunkel aus­fällt, sollte eine gute Grund- und All­ge­mein­beleuch­tung – das Raum­licht – geschaf­fen wer­den. Dieses sollte den gesamten Raum gle­ich­mäßig erhellen und für opti­male Sichtver­hält­nisse sor­gen. Der Flur ist in der Regel ein ver­gle­ich­sweise schmaler Raum und hat in vie­len Fällen keine Fen­ster. Durch den fehlen­den Tages­lichte­in­fall herrscht ohne Flurbeleuch­tung grund­sät­zlich Dunkel­heit in diesem Bere­ich. Eine gute Möglichkeit, den Raum gle­ich­mäßig zu erhellen, beste­ht in der indi­rek­ten Beleuch­tung von Wän­den und Decke. Gle­ichzeit­ig wirkt der Raum dadurch größer, fre­undlich­er und ins­ge­samt ein­laden­der. Eine einzelne Flurlampe mit nach unten gerichtetem Licht ist unter Umstän­den nicht aus­re­ichend, um ein helles Raum­licht zu schaf­fen. Indi­rek­tes Licht über Wan­dleucht­en kann zudem gezielt einge­set­zt wer­den, wenn eine optis­che Ver­bre­iterung gewün­scht ist.

 

Zu sehen ist ein Flur in einem Obergeschoss. An der Wand sorgen fünf Wandleuchten für die Grundbeleuchtung.

Wan­dleucht­en wer­den gerne als indi­rek­te Raum­beleuch­tung in Fluren ver­wen­det.

Eine Vari­ante für die indi­rek­te Flurbeleuch­tung find­et sich in Wan­dleucht­en, die mit nach oben, nach unten, oder mit Licht in bei­de Rich­tun­gen ihre Umge­bung erhellen. Entsprechende Wan­dleucht­en soll­ten abso­lut blend­frei sein, das heißt, unter gängi­gen Anwen­dungs­be­din­gun­gen sollte ein direk­ter Ein­blick in das Leucht­mit­tel nicht möglich sein. Vor­sicht auch bei der Höhe: Hat diese einen Lich­taus­tritt an der Unter­seite, kön­nen ins­beson­dere kleinere Per­so­n­en möglicher­weise von unten in die Leuchte blick­en, was zu ein­er Blendung führen kann.

 

Die elegante Deckenleuchte Disco von Catellani & Smith sorgt für indirektes, gemütliches Licht in einem Flur.
Deck­en­leucht­en mit indi­rek­tem Licht nach oben sor­gen für abso­lut blend­freies Licht

Wird hinge­gen eine Deck­en­leuchte bevorzugt, ist eine Leuchte mit indi­rek­tem Licht zur Decke empfehlenswert. Durch die indi­rek­te Lichtverteilung über die Decke wird der Raum gle­ich­mäßig erhellt. Gle­ichzeit­ig wirkt, wie bere­its oben erwäh­nt, der Raum infolge indi­rek­ter Beleuch­tung deut­lich größer. Ohne Lich­taus­tritt nach unten ist zudem auch die Gefahr der Blendung aus­geschlossen.

 

Mehrere Exemplare der Flos Wan beleuchten einen langen Flur mit zahlreichen Türen.

Eine Rei­he von Deck­e­nauf­baus­trahlern ver­sorgt diesen länglichen Flur mit Licht

Für größere oder längliche Flure lassen sich auch Deck­en­leucht­en sowie Strahler und Spots mit nach unten gerichtetem Licht in Rei­he mon­tieren. Dies sorgt für gle­ich­mäßige Beleuch­tung und schafft zusät­zliche Ori­en­tierung. Gle­ichzeit­ig ent­fal­ten entsprechende in Rei­he mon­tierte Leucht­en eine beson­dere optis­che Wirkung. Bei dieser Form der Flurbeleuch­tung muss auf eine gute Ent­blendung geachtet wer­den, etwa durch entsprechende Gläs­er oder Optiken.

Eine Alter­na­tive zu indi­rek­tem Raum­licht find­et sich in mehrflam­mi­gen Strahler- und Spot-Sys­te­men, deren einzelne Spots unab­hängig voneinan­der aus­gerichtet wer­den kön­nen. Auch eine Kom­bi­na­tion von Deck­enspots mit gerichtetem Licht sowie Wan­dleucht­en, die über die Reflex­ion der Wand indi­rek­tes Licht und span­nende Akzente erzeu­gen, liefert einen lebendi­gen und ein­laden­den Licht-Mix.

 

 

Flurbeleuchtung – Objekte inszenieren & Atmosphäre schaffen

Typ­is­cher­weise und sofern Platz genug ist, find­en sich Möbel­stücke wie etwa Side­boards, Kom­mod­en oder Regale im Flur. Auch Beis­telltische für das Tele­fon, eine Garder­obe oder ein großer Spiegel für den let­zten Out­fit-Check, bevor man das Haus ver­lässt, sind häu­fig hier zu find­en. Für diese Bere­iche ist ein zusät­zlich­es Zonen­licht empfehlenswert. So gestal­tet sich etwa die Suche nach dem Schlüs­sel in der Kom­mod­en­schublade bei guten Licht- und Sichtver­hält­nis­sen deut­lich ein­fach­er.

 


Wan­dleucht­en mit Up- & Down­light erfüllen gle­ich eine dop­pelte Funk­tion im Flur

Kom­men Wan­dleucht­en mit nach unten gerichtetem Licht für die Flurbeleuch­tung zum Ein­satz, lässt sich mit dem abwärts gerichteten Lichtkegel ein Objekt beto­nen. Wie im Bild gut zu erken­nen, sor­gen die Wan­dleucht­en mit nach oben und unten gerichtetem Licht zur Wand für ein indi­rek­tes Raum­licht, gle­ichzeit­ig entste­ht am unteren Lich­taus­tritt eine hell beleuchtete Zone.

Für Regale oder die Garder­obe empfehlen sich aus­richt­bare Deck­en­leucht­en und Down­lights. Der Abstand des Strahlers zum Regal sollte dann so gewählt wer­den, dass der Lichtkegel das Möbel­stück in voller Größe beleuchtet, und dass durch davor befind­liche Per­so­n­en keine stören­den Schat­ten auf das Regal gewor­fen wer­den. Bei üblich­er Deck­en­höhe zwis­chen 2,50 und 3 m sollte der Abstand zwis­chen 50 und 80 Zen­time­tern betra­gen.

 

Diese Flurbeleuchtung, eine Klemmleuchte, setzt die Lektüre im Regal effektvoll in Szene.

Klemm­leucht­en sind schnell mon­tiert, auch ohne Elek­troaus­lass

Tipp: Um etwa ein Regal ohne großen Instal­la­tion­saufwand zu beleucht­en, kön­nen Sie auf flex­i­ble Klemm­leucht­en mit Steck­er zurück­greifen. Diese sind ortsverän­der­lich nutzbar und wer­den ein­fach an einen der Regal­bö­den gek­lemmt. Nur noch den Steck­er in die Dose und schon haben Sie ein Zonen­licht an Schrank oder Regal.

 

 

 

 

 

 

 

Ein Ölgemälde mit einem roten Kleinwagen wird von einer eleganten Wandleuchte, der Lumina Daphine, effektvoll betont.
Kunst­werke im Flur kön­nen durch spezielle Wan­dleucht­en in Szene geset­zt wer­den

Für Bilder, Fotos und son­stige an der Wand befind­liche Objek­te greifen Sie auf spezielle Wan­dleucht­en zurück, die das jew­eilige Objekt mit ihrem Lichtkegel möglichst gle­ich­mäßig und ohne Schat­ten­wurf insze­nieren. So lässt sich auch gezielt die Aufmerk­samkeit des Betra­chters auf den gewün­scht­en Bere­ich lenken.

 

Auf der Kom­mode platziert, sor­gen Tis­chleucht­en für Atmo­sphäre

Durch gezielt platzierte Zonen- und Stim­mungslichter lässt sich zusät­zlich Atmo­sphäre schaf­fen. Dies kann beispiel­sweise erre­icht wer­den durch Tis­chleucht­en, die auf Side­boards oder Kom­mod­en platziert wer­den. Dort schaf­fen sie ein­ladende kleine Lichtin­seln, die den Raum auflock­ern, gle­ichzeit­ig wird dadurch die Aufmerk­samkeit gezielt auf ein liebge­wonnenes Möbel­stück gelenkt. Vor­sicht: Set­zen Sie Tis­chleucht­en mit zer­brech­lichen Gläsern möglichst nicht in Bere­ichen ein, an denen die Gefahr beste­ht, die Leucht­en umzuw­er­fen. Wenn im Flur über den Tag rege Aktiv­ität herrscht, ins­beson­dere wenn kleinere Kinder im Haushalt leben, ist schnell der Beis­telltisch touch­iert und die liebge­wonnene Tis­chleuchte liegt in Scher­ben.

 

 

 

Drei Vitra Akari Bodenleuchten bilden auf diesem Foto ein strahlendes Ensemble.
Boden­leucht­en in den Raumeck­en helfen dabei, den Raum optisch zu struk­turi­eren

Größere Flure prof­i­tieren zudem von gün­stig platzierten Boden­leucht­en, etwa in den Raumeck­en. Diese fungieren nicht nur als atmo­sphärisch­er Blick­fang, son­dern helfen zugle­ich dabei, den Raum optisch zu struk­turi­eren. Selb­st wenn der Raum anson­sten im Dunkel liegt, ver­mit­teln Boden­leucht­en einen Ein­druck von den Raum­gren­zen und helfen uns dabei, sich­er durch den Raum zu navigieren.

Tipp: Lässt man eine oder mehrere Boden­leucht­en über Nacht eingeschal­tet, sor­gen diese für Ori­en­tierung und sofort erkennbare Raum­be­gren­zun­gen, etwa wenn des Nachts das Badez­im­mer aufge­sucht wird. Nutzen Sie dazu ide­al­er­weise LED-Leucht­mit­tel mit geringem Energie­ver­brauch.

 

Flurbeleuchtung – Das Treppenhaus beleuchten

An den Flur schließt häu­fig ein Trep­pe­nauf­gang in die obere Etage an. Auch hier soll­ten gute Lichtver­hält­nisse herrschen, damit wir uns sich­er auf der Treppe bewe­gen kön­nen. Wichtig ist hier, dass die Kan­ten der Stufen gut erkennbar sind. Dazu ist der richtige Mix aus Licht und Schat­ten wichtig, der ide­al­er­weise mit ein­er Kom­bi­na­tion von Leucht­en real­isiert wird. Licht, das aus der Diag­o­nale von oben auf die Stufen fällt, sorgt für Schat­ten in den Winkeln der einzel­nen Stufen. Resul­tat: Die Stufen sind optisch klar voneinan­der abge­gren­zt und für uns gut erkennbar. Dies kann durch Wan­dleucht­en-Down­lights erre­icht wer­den oder auch durch Ein­bauleucht­en in Trit­thöhe über den Stufen. Zu empfehlen ist für diesen Zweck auss­chließlich gerichtetes Licht. Eine dif­fuse Beleuch­tung hinge­gen erzeugt wenig bis keinen Schat­ten­wurf, wodurch sich die Trep­pen­stufen nicht deut­lich abze­ich­nen.

 

Zwei Wandleuchten im Treppenhaus stellen die benötigte Grundhelligkeit her.

Mit gut ent­blende­ten Wan­dleucht­en im Trep­pen­bere­ich sor­gen Sie für gute Sichtver­hält­nisse.

Auch mit Deck­en­leucht­en oder Spots kann die Treppe beleuchtet wer­den. Hier sollte darauf geachtet wer­den, dass die Lichtquellen so posi­tion­iert sind, dass beim Bege­hen der Treppe keine starken Schlagschat­ten entste­hen und somit Bere­iche der Treppe in völ­liger Dunkel­heit liegen. Eine Kom­bi­na­tion von gerichteten Deck­enspots und Wan­dleucht­en mit Down­light oder Up- & Down­light sorgt meist für aus­re­ichende Hel­ligkeit ohne störende Schlagschat­ten. Für welche Leucht­en oder welche Kom­bi­na­tion Sie sich auch entschei­den, acht­en Sie bei der Auswahl auf möglichst blend­freie Lösun­gen. Ger­ade im Trep­pen­bere­ich kann eine Blendung schnell zu Ori­en­tierungsver­lust und damit zu Stürzen führen.

 

Eine junge Frau schreitet eine Treppe hinab, die von mehreren Exemplaren der Nimbus Winglet beleuchtet wird.
Die Nim­bus Winglet glänzen mit Akku­be­trieb und ein­fach­er Mon­tage

Tipp: Leucht­en mit Bewe­gungsmelder erweisen sich auch hier als prak­tis­che Lösung. Zu empfehlen sind hier LED-Leucht­mit­tel oder -Leucht­en, die mit geringem Energie­ver­brauch und hoher Schalt­fes­tigkeit punk­ten. Auch für diesen Bere­ich sind mit­tler­weile Akkuleucht­en erhältlich, so dass Sie ohne großen Aufwand eine sen­sorges­teuerte Trep­pen­beleuch­tung real­isieren kön­nen und keine neuen Elek­troaus­lässe dafür benöti­gen.

 

Flurbeleuchtung – Leuchtmittel- und Energiespar-Tipps

Bei der Wahl der Leucht­mit­tel spie­len ver­schiedene Fak­toren eine Rolle. Licht­plan­er Andreas Oschatz emp­fiehlt, auf beson­ders schalt­feste Lam­p­en zurück­zu­greifen. Der Flur wird viele Male pro Tag durch­quert, das Licht wird dabei wom­öglich sehr häu­fig ein- und aus­geschal­tet. Als über­aus prak­tisch erweist sich die Flurbeleuch­tung über Bewe­gungsmelder, die automa­tisch ein­schal­tet, sobald jemand den Erfas­sungs­bere­ich durch­quert. Auch bei ein­er solchen Lösung sollte auf schalt­feste Leucht­mit­tel zurück­ge­grif­f­en wer­den. „Acht­en Sie außer­dem darauf, Leucht­mit­tel zu ver­wen­den, die unmit­tel­bar nach dem Ein­schal­ten ihre volle Hel­ligkeit bere­it­stellen“, rät Oschatz. „Viele Energies­par­lam­p­en brauchen etwas Zeit zum „Anlaufen“. Aber ich möchte in der Regel ja nicht warten, bis meine Lampe richtig hell wird, wenn ich nur schnell in ein anderes Zim­mer möchte.“

 

Viele Energies­par­lam­p­en weisen eine Ein­schaltverzögerung auf

Vom Ein­satz von Energies­par­lam­p­en im Flur rat­en wir in der Regel ab. Die meis­ten Vertreter sind nicht son­der­lich schalt­fest, andere, beson­ders schalt­feste Kom­pak­tleucht­stoff- und Energies­par­lam­p­en benöti­gen hinge­gen eine gewisse Zeit zum Vorheizen, was die Ein­schaltzeit verzögert. Zudem eignet sich das meist als kühl emp­fun­dene Licht von Leucht­stoff- und Energies­par­lam­p­en nur eingeschränkt für einen war­men und gemütlichen Willkom­mensgruß beim Ein­treten.

 

 

 

 

 

Das zweigeteilte Motiv mit der Bruck Cantara Pendelleuchte zeigt unterschiedliche Dimmstufen und den daraus resultierenden, veränderten Farbeindruck
Aktuelle LEDs mit dim-to-warm-Funk­tion liefern warmes und gemütlich­es Licht, so wie einst die Glüh­lampe

Mit aktuellen LEDs, egal ob fest ver­baute Chip-on-board-LEDs (COB-LEDs) oder aus­tauschbare LED-Retro­fit-Lam­p­en, haben Sie diese Prob­leme defin­i­tiv nicht. LEDs stellen ihre volle Hel­ligkeit unmit­tel­bar nach dem Ein­schal­ten bere­it. Auch erre­ichen sie im Schnitt mehr als 100.000 Schaltzyklen und sind damit bestens für den Ein­satz in Flur Lam­p­en mit Bewe­gungsmelder geeignet. LEDs mit warm-weißer Licht­farbe und hohem Farb­wieder­gabe­w­ert sor­gen zudem für gemütliche Beleuch­tung bei hoher Lichtqual­ität. In punc­to Effizienz hat die LED längst allen anderen Leucht­mit­teln den Rang abge­laufen. Aktuelle Mod­elle erre­ichen Werte von 100 Lumen pro Watt und mehr. Weit­er­er Plus­punkt: LEDs erre­ichen mit­tler­weile eine Lebens­dauer von bis zu 50.000 Stun­den und hal­ten somit für viele Jahre.

Tipp: Set­zen Sie auf LEDs mit dim-to-warm-Funk­tion, wenn Sie das Licht dim­men möcht­en. Diese ver­hal­ten sich beim Dim­men genau­so, wie wir es von der klas­sis­chen Glüh­lampe gewohnt sind. Die Licht­farbe verän­dert sich beim Dim­men hin zu mehr Rotan­teilen, wodurch das ged­immte Licht wärmer und gemütlich­er wirkt.

 

Das Bild zeigt verschiedene Glüh- und Halogenlampen mit unterschiedlichen Sockeln.
Glüh- und Halo­gen­lam­p­en ste­hen für bril­lante Lichtqual­ität, benöti­gen allerd­ings viel Energie

Alter­na­tiv greifen Sie, wenn eine hohe Lichtqual­ität gefragt ist, zu den guten alten Halo­gen­lam­p­en — sofern Sie das gewün­schte Mod­ell noch bekom­men. Denn im Zuge des so genan­nten Glüh­lam­p­en­ver­botes sind mit­tler­weile zahlre­iche Mod­elle aus dem Han­del ver­schwun­den. Ein weit­er­er “Hak­en” liegt in den Umwelt­fak­toren. Der Energie­ver­brauch über­steigt den von LED-Lösun­gen um ein Vielfach­es. Zudem weisen Halo­gen­lam­p­en eine deut­lich gerin­gere Lebens­dauer auf. Die Folge sind mehr Abfall und gesteigert­er Wartungsaufwand durch häu­fi­gen Leucht­mit­teltausch.

Sie haben noch weit­ere Fra­gen zum The­ma Flurbeleuch­tung? Sie möcht­en konkrete Pro­duk­tempfehlun­gen für Ihr Objekt oder benöti­gen eine Pla­nung vom Experten? Unsere Kol­le­gen von der light11-Licht­pla­nung helfen Ihnen gerne weit­er.


 

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