Flos — Die Entstehung einer Legende

Flos Arco

Der ital­ienis­che Leucht­en­her­steller Flos ist ein Unternehmen mit langer Tra­di­tion und ein­er unver­wech­sel­baren Hand­schrift. Bere­its seit der Grün­dung pflegt Flos eine inten­sive Zusam­me­nar­beit mit eini­gen der bekan­ntesten Design­er unser­er Zeit. Im Laufe der Jahre waren Design-Iko­nen wie Achille und Pier Gia­co­mo Cas­tiglioni, Tobia Scarpa oder Philippe Star­ck für Flos tätig. Eine Vielzahl von Ausze­ich­nun­gen und Preisen unter­mauert den Anspruch von Flos, seinen Pro­duk­ten stets etwas Beson­deres zu ver­lei­hen.

 

Die ersten Jahre — Der Beginn einer Erfolgsgeschichte

Die Unternehmensgrün­dung von Flos erfol­gt im Jahr 1962 in Mer­an, Südtirol durch Dino Gav­ina und Cesare Cassi­na. Voraus­ge­gan­gen war die Idee einiger Design­er und Architek­ten, Ital­ien zur Heimat ein­er neuen Designkul­tur zu machen. Führende Köpfe des ital­ienis­chen Designs, wie die Gebrüder Cas­tiglioni oder Car­lo und Tobia Scarpa, begleit­eten Flos bere­its vor der offiziellen Grün­dung. So geht der Name Flos (ital­ienisch für “Blume”) auf eine Idee von Pier Gia­co­mo Cas­tiglioni zurück. Zwei Jahre nach der Unternehmensgrün­dung wurde der Unternehmenssitz nach Bres­cia, nahe Mai­land ver­legt. Im gle­ichen Jahr stößt mit Ser­gio Gan­di­ni ein erfahren­er Unternehmer als Berater zum Flos-Team und wird bald darauf Geschäfts­führer.

 

Flos Luminator

Beständi­ger Erfolg seit 1955: Flos Lumi­na­tor

Die Erfol­gs­geschichte der frühen Jahre ist eng ver­woben mit dem Schaf­fen der Gebrüder Achille und Pier Gia­co­mo Cas­tiglioni. Ins­beson­dere Achille Cas­tiglioni erlangte Berühmtheit durch seinen sach­lichen Stil, der sich auf das Wesentliche konzen­tri­erte. Auch die erste preis­gekrönte Leuchte ver­dankt Flos dem bekan­nten Brüder­paar. Bere­its im Jahre 1955 und damit vor der offiziellen Grün­dung von Flos ent­war­fen Achille und Pier Gia­co­mo Cas­tiglioni die Lumi­na­tor Stehleuchte. Erst mit der Unternehmensgrün­dung gelangt die Lumi­na­tor in das Flos-Port­fo­lio. Mit fil­igraner For­men­sprache ent­pup­pt sich die Lumi­na­tor als abso­lut zeit­lose Stehleuchte, die bis heute nichts von ihrer Anziehungskraft einge­büßt hat. Die Lumi­na­tor bringt Flos zudem die erste Ausze­ich­nung mit dem begehrten Com­pas­so d’Oro ein.

 

 

Flos Taraxacum

Mit Cocoon-Mate­r­i­al bespan­nt: Flos Tarax­acum S1

Eine Inspi­ra­tion der frühen Jahre war das Aufkom­men eines neuen Mate­ri­als: Cocoon. Zuvor nur vom US-Mil­itär als Ver­pack­ungs­ma­te­r­i­al genutzt, bot das Cocoon-Mate­r­i­al mit sein­er wolke­nar­ti­gen Struk­tur völ­lig neue Gestal­tungsmöglichkeit­en für Leuch­t­en­de­sign­er. Auch die kreativ­en Köpfe bei Flos, darunter die Gebrüder Cas­tiglioni und Tobia Scarpa beschäftigten sich inten­siv mit dem neuen Mate­r­i­al. Ein früh­es Zeug­nis dieser Bestre­bun­gen ist die Flos Tarax­acum S1, bere­its 1960 von den Gebrüdern Cas­tiglioni ent­wor­fen. Das Cocoon-Mate­r­i­al umschließt das Leucht­engestell und lässt dessen Struk­tur her­vortreten, wodurch die Leuchte ihren organ­is­chen Look erhält.

 

 

 

Flos Arco

Kein Deck­e­naus­lass vorhan­den? Kein Prob­lem mit der Flos Arco

Achille Cas­tiglioni fol­gte bei seinen Arbeit­en dem Mot­to, dass gutes Design stets eine genaue Beobach­tung erfordert. Die Inspi­ra­tion für seine vielle­icht bekan­nteste Leuchte geht auf die Beobach­tung von Straßen­later­nen zurück. Cas­tiglioni bemerk­te, dass die Lat­er­nen in der Lage waren, einen Umkreis von mehreren Metern zu beleucht­en. Die damals in Haushal­ten üblichen Stehleucht­en kon­nten hinge­gen nur einen sehr begren­zten Radius erhellen. Cas­tiglioni übertrug das Prinzip der Straßen­later­nen auf seinen Entwurf und schuf, gemein­sam mit seinem Brud­er Pier Gia­co­mo, die Flos Arco, die Mut­ter aller mod­er­nen Bogen­leucht­en.

 

 

 

Mit ihrem weit aus­holen­den und ele­gant geschwun­genen Bogen (ital.= “Arco”) lässt sie sich ganz nach Belieben aus­richt­en. Arco lässt sich dezen­tral neben dem Tisch platzieren; der Leucht­enkopf schwebt wie eine Pen­delleuchte über dem Tisch — ide­al z.B. wenn kein Deck­e­naus­lass für eine Pen­delleuchte über dem Esstisch zur Ver­fü­gung ste­ht. Die Arco erschien bere­its 1962 im Grün­dungs­jahr von Flos und wurde seit ihrem Erscheinen tausend­fach kopiert. Als ein­er der großen Klas­sik­er des Leuch­t­en­de­signs ist die Arco Teil der per­ma­nen­ten Ausstel­lung des berühmten Muse­um of Mod­ern Art (MoMA) in New York.

Flos Toio

Zeit­los­er Klas­sik­er: Flos Toio

Eben­falls in die Ausstel­lung des MoMA schaffte es die Stehleuchte Toio von den Gebrüdern Cas­tiglioni. Das Design der Toio ori­en­tiert sich an den Ready-Mades, bekan­nt gewor­den unter anderem durch den franzö­sis­chen Kün­stler Mar­cel Duchamp. In der Tra­di­tion der Ready-Mades wur­den All­t­ags­ge­gen­stände zur Her­stel­lung neuer, kün­st­lerisch­er Objek­te genutzt. Für die Kon­struk­tion der Toio ver­wen­de­ten die Brüder Cas­tiglioni einen Autoschein­wer­fer als Leucht­enkopf.

1968 eröffnet das erste Flos-Geschäft in Mai­land, gestal­tet nach den Plä­nen der Gebrüder Cas­tiglioni. Im Fol­ge­jahr erscheint der erste Kat­a­log von Flos, ent­wor­fen vom bekan­nten Schweiz­er Grafikde­sign­er Max Huber.

 

 

Zeiten des Aufschwunges

Die 1970er Jahre erwiesen sich für Flos als umtriebige Zeit voller Erneuerun­gen und Wach­s­tum. Im kreativ­en Bere­ich brach man zu neuen Ufern auf und schöpfte neue Inno­va­tion­skraft aus den Design­trends der 70er Jahre. Auch als Unternehmen entwick­elte sich Flos ras­ant weit­er und Begann mit der Expan­sion in andere Län­der und Märk­te.

Flos 2097-50

Orig­i­nalde­sign von Arteluce: 2097–50 Kro­n­leuchter

Im Jahre 1971 grün­det Flos in Deutsch­land seine erste Nieder­las­sung im Aus­land. 1973 wer­den die Pro­duk­tion­sstät­ten in Bres­cia ver­größert und von 800 auf über 5.000m² erweit­ert. Im gle­ichen Jahr gelingt mit dem Erwerb der his­torischen Marke Arteluce ein beson­der­er Coup. Arteluce zählt zu den beliebtesten und bekan­ntesten Marken der späten 1940er und der 1950er Jahre. Heutzu­tage erzie­len die Arteluce-Orig­i­nale als begehrte Samm­ler­stücke Reko­rd­preise auf Auk­tio­nen. Die Leucht­en von Arteluce gehen damit in das Port­fo­lio von Flos über. Einige Klas­sik­er, wie der Kro­n­leuchter 2097–50, gestal­tet von Arteluce-Grün­der Gino Sar­fat­ti, wer­den bis heute pro­duziert.

 

 

 

Flos Parentesi

Träger des Com­pas­so d’Oro: Flos Par­ente­si

Im Jahr 1970 erringt Flos den näch­sten Com­pas­so d’Oro für die min­i­mal­is­tis­che Pen­delleuchte Par­ente­si, gestal­tet von Achille Cas­tiglioni und Pio Manzu. Der Strahler der Par­ente­si schwebt an einem Stahl­seil, das ein­fach an der Decke befes­tigt wird. Der Strahler kann auf dem Stahl­seil bewegt wer­den, wodurch die Par­ente­si ihre unver­gle­ich­liche Flex­i­bil­ität erhält. Als abso­lut zeit­lose Beleuch­tungslö­sung erfreut sich die Flos Par­ente­si auch heute noch großer Beliebtheit.

 

 

 

 

 

Flos Moni 1

Zaubert faszinierende Licht­ef­fek­te an die Decke — Flos Moni 1

Cas­tiglio­n­is Schaf­fen­skraft bescherte Flos in fol­gen­den Jahren eine Rei­he weit­er­er, erfol­gre­ich­er Leucht­e­nen­twürfe. 1972 erscheint seine Tis­chleuchte Lam­pad­i­na, die mit ihrem puris­tis­chen Design das Leucht­mit­tel ins Zen­trum der Aufmerk­samkeit rückt. 1978 erschien die Pen­delleuchte Fris­bi, die mit ihrem effek­tvollen Licht­spiel überzeugt. Ein Teil des Licht­es wird durch die opale Dif­fu­sorscheibe nach unten abgegeben. Der restliche Teil des Licht­es wird von der mat­ten Ober­fläche der Scheibe reflek­tiert und nach oben in den Raum abges­trahlt. 1982 wird die Moni Deck­en­leuchte erst­ma­lig vorgestellt.

 

 

 

Cas­tiglioni vere­int in dieser Leuchte die futur­is­tis­che For­men­sprache eines UFOs mit durch­dachter Lichtwirkung. Über die scheiben­för­mige Plat­te unter­halb des Leucht­mit­tels wird ein strahlen­för­miges Licht­muster auf die Decke pro­jiziert. Im eingeschal­teten Zus­tand ent­fal­tet Moni somit ein unver­gle­ich­lich­es Licht­spiel. Mit Unter­stützung von Flos wurde 1984 eine große Einze­lausstel­lung von Achille Cas­tiglioni organ­isiert. Im Muse­um für ange­wandte Kun­st in Wien stellte der berühmte Design­er einige sein­er bish­eri­gen Werke aus. In der Folge ging die Ausstel­lung auf Wan­der­schaft und wurde in zahlre­ichen Museen auf der ganzen Welt präsen­tiert.

In den aus­ge­hen­den 1980er Jahren reift bei Flos der Entschluss, Arteluce nicht mehr als eigen­ständi­ge Marke zu erhal­ten. Piero Gan­di­ni, Ser­gios Sohn, der Ende der 1980er zu Flos stößt, sieht die Exis­tenz ein­er zweit­en Marke kri­tisch. Zu sehr ähneln sich die Leucht­en von Flos und Arteluce in Qual­ität und Preis. Um sich nicht selb­st Konkur­renz zu machen, wird Arteluce Ende der 1980er Jahre eingestellt, das Unternehmen konzen­tri­ert sich kün­ftig einzig auf die Marke Flos.

 

 

Eine neue Ära bricht an — Flos & Philippe Starck

Flos Designer Philippe Starck

Stößt 1988 zum Flos-Team: Der Fran­zose Philippe Star­ck

Mit der Ankun­ft des franzö­sis­chen Design­ers Philippe Star­ck im Jahr 1988 vol­lzieht sich ein Strate­giewech­sel bei Flos. Der junge franzö­sis­che Design­er durch­bricht mit seinen inno­v­a­tiv­en, extrav­a­gan­ten Entwür­fen die tra­di­tionellen Design-Kon­ven­tio­nen. Sein erster Entwurf für Flos war die Tis­chleuchte Ara, die sich mit ihrem horn­för­mi­gen Leucht­enkopf als Blick­fang im Raum posi­tion­iert.

 

 

 

 

 

 

Flos Miss Sissi

Flos Miss Sis­si: „What every­body thinks in their uncon­scious a lamp is”

Piero Gan­di­ni, der Sohn von Geschäfts­führer Ser­gio Gan­di­ni, erkan­nte sofort das kom­merzielle Poten­zial von Star­cks Arbeit­en und ließ die Miss Sis­si, von Star­ck für ein New York­er Hotel ent­wor­fen, in Serie pro­duzieren. Ser­gio Gan­di­ni zeigte sich zunächst skep­tisch, ließ sich dann jedoch vom Erfolg der Miss Sis­si überzeu­gen. Im Erschei­n­ungs­jahr verkaufte Flos bin­nen zehn Tagen 8.000 Exem­plare der Miss Sis­si, im Fol­ge­jahr wur­den über 100.000 Exem­plare verkauft. Star­ck selb­st beschrieb die Miss Sis­si in einem Vor­trag mit den Worten: „What every­body thinks in their uncon­scious a lamp is”, zu Deutsch etwa  „Was alle in ihrem Unter­be­wusst­sein als Lampe anse­hen”.

 

 

 

Im Laufe der 1990er Jahre ent­warf Star­ck eine Rei­he erfol­gre­ich­er Leucht­en für die ital­ienis­che Edel­man­u­fak­tur. 1994 stellte er die Stehleuchte Rosy Ange­lis fer­tig, die mit ihrem Leucht­en­schirm aus ultra­le­ichtem Spezial­gewebe die Neugi­er des Betra­chters weckt. Mit der Ästhetik eines ver­hüll­ten Kunst­werkes erweist sich die Rosy Ange­lis als echter Eye­catch­er. Ab 1996 erscheinen ver­schiedene Mod­elle der Romeo-Leucht­en­fam­i­lie von Philippe Star­ck. Die Romeo Moon S1 Pen­delleuchte besticht durch ihren tra­di­tionell geformten Leucht­en­schirm aus trans­par­entem, ger­if­fel­tem Press­glas. Inner­halb des Schirmes sorgt ein Dif­fu­sor aus geätztem Borosi­likat­glas für eine gle­ich­mäßige Verteilung der Licht­stärke.

Flos Cicatrices de Luxe

Mehr Kunst­werk als Leuchte: Cica­tri­ces de Luxe

Mit der Cica­tri­ces de Luxe ent­warf Star­ck 1998 eine beson­ders auf­fäl­lige Leucht­enserie. Mehr Kunst­werk als Beleuch­tung­sob­jekt, präsen­tiert sich Cica­tri­ces de Luxe mit mundge­blase­nen und handgeschlif­f­e­nen Kristall­glass­chalen, die als Leucht­enkör­p­er dienen. Neben ihrem royalen Erschei­n­ungs­bild glänzen die Cica­tri­ces de Luxe mit durch­dachter Tech­nik: die Stromver­sorgung erfol­gt über einen lei­t­en­den Sil­ber­sieb­druck, der unter einem Schutz­be­lag aus Keramik­lack ver­bor­gen ist. Kein Kabel stört die ästhetis­che Kom­po­si­tion der Cica­tri­ces de Luxe Serie.

 

 

 

Neben den vie­len Ausze­ich­nun­gen für seine Leucht­en erfuhr Flos 1995 eine beson­dere Ehrung durch den ital­ienis­chen Ver­band für Indus­triedesign, der den Com­pas­so d’Oro aus­richtet. Für seinen Werde­gang wurde das Unternehmen selb­st mit dem begehrten Award aus­geze­ich­net.

In der Geschäfts­führung vol­lzieht sich in den 1990er Jahren eine Zeit­en­wende bei Flos. 1996 beerbt Piero Gan­di­ni seinen Vater Ser­gio und wird zum Geschäfts­führer ernan­nt. Piero engagiert sich ver­stärkt im Bere­ich Light Con­tract­ing, der Entwick­lung und Pro­duk­tion maßgeschnei­dert­er Beleuch­tungslö­sun­gen für Architek­ten und Licht­de­sign­er. 1996 wird der Geschäfts­bere­ich Light Con­tract gegrün­det. Flos reagiert damit auf die stetig wach­sende Nach­frage nach spez­i­fis­chen Beleuch­tungslö­sun­gen. 1999 wird Piero Gan­di­ni zum Vor­sitzen­den des gesamten Unternehmens ernan­nt. Im gle­ichen Jahr stirbt sein Vater Ser­gio, der die Geschicke des Unternehmes über viele Jahre gelenkt hat­te.

Flos Glo Ball S

Der Name ist Pro­gramm: Glo-Ball von Jasper Mor­ri­son

Im Jahr 1998 veröf­fentlicht der bekan­nte britis­che Möbel- und Pro­duk­t­de­sign­er Jasper Mor­ri­son seine Glo-Ball Leucht­en. Mit ihrer reduzierten, kuge­lar­ti­gen For­men­sprache ste­ht Glo-Ball exem­plar­isch für den min­i­mal­is­tis­chen Stil Mor­risons. Hin­ter dem sym­bol­trächti­gen Namen Glo-Ball ver­birgt sich gle­ich eine dop­pelte Bedeu­tung. Ein­er­seits beschreibt der Name äußerst tre­f­fend den Lichtcharak­ter der Leucht­en. Glo-Ball ist  abgeleit­et von engl. to glow = glühen; der Name ste­ht somit sin­ngemäß für “glühen­der Ball”. Gle­ichzeit­ig ist der Name auch als Anspielung auf die rasche Verän­derung der Welt im Rah­men der Glob­al­isierung zu ver­ste­hen.

 

 

 

Ein neues Jahrtausend bricht an

Flos May Day

Viel­seit­ig ein­set­zbar: May Day von Kon­stan­tin Grcic

Auch nach der Jahrtausendwende geht die Erfol­gs­geschichte unge­brochen weit­er. Im Jahre 2000 erhielt Flos einen weit­eren Com­pas­so d’Oro für die May Day aus der Fed­er von Kon­stan­tin Grcic. Grcic, für sein radikales Design bekan­nt, entwick­elte diesen mod­er­nen Licht­spender in Kegelform als All­rounder: May Day kann wahlweise an Wand oder Decke befes­tigt wer­den, oder ein­fach auf dem Tisch oder dem Boden platziert wer­den. Das aus­ge­fal­l­ene Beleuch­tung­sob­jekt ist nicht nur mit Preisen über­häuft wor­den, son­dern ist auch Teil der Ausstel­lung im Muse­um of Mod­ern Art (MoMA) in New York.

 

 

 

 

Flos Designer Achille Castiglioni

Ver­starb im Jahr 2002: Design­er­legende Achille Cas­tiglioni

Das Jahr 2002 endete mit einem schmer­zlichen Ver­lust für Flos. Im Dezem­ber ver­stirbt Achille Cas­tiglioni im Alter von 84 Jahren. Mit seinen Entwür­fen und stil­prä­gen­den Designs prägte er die Unternehmensgeschichte von Flos wie kein Zweit­er. Im Laufe sein­er lan­gen Kar­riere kon­nte Cas­tiglioni nahezu jeden bekan­nten Design­preis errin­gen, darunter allein neun Ausze­ich­nun­gen mit dem begehrten Com­pas­so d’Oro.

 

 

 

 

 

 

Flos Spunlight T

Mit dem Red Dot aus­geze­ich­net: Flos Spun Light T1

2004 gesellt sich die Spun Light T1 von Sebas­t­ian Wrong zum Reigen der Preisträger im Flos Sor­ti­ment und gewin­nt den renom­mierten Red Dot Award. Mit ihrem trompe­ten­för­mi­gen Fuß ist die klas­sis­che Tis­chleuchte als Hom­mage an das Design der 1970er Jahre zu ver­ste­hen. Durch die hochglänzen­den Ober­flächen wirkt Spun Light, als ob der Fuß aus dem Leucht­en­schirm her­aus fließen würde.

 

 

 

 

 

 

Im Fol­ge­jahr 2005 bricht Flos auf zu neuen Ufern und grün­det die Tochterge­sellschaft Flos Archi­tec­tur­al Light­ing. Seit Piero Gan­di­ni den Unternehmensvor­sitz innehat, konzen­tri­ert er sich ver­stärkt auf den Bere­ich der Architek­turbeleuch­tung. Mit der Über­nahme von Antares, einem spanis­chen Spezial­is­ten für Architek­turbeleuch­tung, gelingt ein beson­der­er Coup. Flos erweit­ert durch den Zukauf des iberischen Unternehmens sein Know-How sowie seine Pro­duk­tion­ska­paz­itäten. Die Pro­duk­te der Archi­tec­tur­al-Rei­he zeich­nen sich durch ihre, auf das Wesentliche reduzierte, Form aus. Mit der neuen Pro­duk­tsparte erschließt Flos einen neuen Geschäfts­bere­ich und begin­nt, große Pro­jek­te zu real­isieren wie z.B. die Beleuch­tung großer Sporthallen in den USA oder religiös­er Baut­en wie der Basil­i­ca di San Clemente in Rom.

Flos Table Gun

Kri­tik am weltweit­en Waf­fen­han­del: Die Guns von Philippe Star­ck

Im gle­ichen Jahr präsen­tiert Philippe Star­ck mit sein­er Gun-Leucht­en­rei­he nicht nur ein auf­se­hen­erre­gen­des Beleuch­tung­sob­jekt, son­dern gle­ich­sam auch ein poli­tis­ches State­ment. Die Leucht­en­schirme der Guns wer­den getra­gen von einem Leucht­engestell in Form ein­er Schuss­waffe, so kommt die Table Gun beispiel­sweise mit einem Fuß in Form des berühmt-berüchtigten, rus­sis­chen Maschi­nengewehrs AK-47 (Awtomat Kalaschnikow). Star­ck will mit diesem Tabubruch ein kri­tis­ches State­ment gegen den weltweit­en Waf­fen­han­del abgeben.

 

 

 

 

Flos Skygarden

Der Blick in die Sky­gar­den erin­nert an eine stuck­verzierte Decke

Im Jahr 2007 erscheint die Sky­gar­den von Mar­cel Wan­ders, die sich den Red Dot Award sich­ern kann. Die außergewöhn­liche Pen­delleuchte wirkt mit ihrer glänzen­den, glat­ten Ober­fläche zunächst kühl und sach­lich. Ein Blick ins Innere offen­bart prachtvolle, relie­far­tige Verzierun­gen. Wan­ders war bei der Gestal­tung inspiri­ert von sein­er Erin­nerung an ein Deck­en­re­lief in seinem ehe­ma­li­gen Haus, das ihn stets faszinierte. Dieses optis­che High­light übertrug er auf die Sky­gar­den und schuf somit ein einzi­gar­tiges Beleuch­tung­sob­jekt mit außergewöhn­lich­er Lichtwirkung.

 

 

 

Nach Plä­nen von Jasper Mor­ri­son gestal­tet Flos seine neuen Verkauf­s­räume am Cor­so Mon­forte in Mai­land, die im Jahr 2007 eröffnet wer­den. Der über 500m² große Raum ist auf zwei Ebe­nen angelegt und dient nicht nur dem Ausstellen der Flos-Pro­duk­te. Junge Design­er zeigen hier zwis­chen der aus­gestell­ten Ware ihre jüng­sten Entwürfe. Im hau­seige­nen Kom­mu­nika­tions­bere­ich tre­f­fen sich Kreative und Fach­leute und sin­nieren über kün­ftige Pro­jek­te.

Flos Kelvin LED

Flex­i­bel und sparsam: Flos Kelvin LED

Anto­nio Cit­te­rio gelingt mit sein­er Kelvin LED im Jahr 2010 der näch­ste große Wurf für Flos. Die ele­gante Schreibtis­chleuchte glänzt mit der hohen Flex­i­bil­ität ihrer Arme und energieef­fizien­ter LED-Tech­nolo­gie. Dank prak­tis­chem “Green Mode” spe­ichert die Kelvin die zulet­zt eingestellte Beleuch­tungsstärke, und regelt diese bei verän­dertem Tages­lichte­in­fluss automa­tisch her­auf oder herunter.

 

 

 

 

 

 

Flos Aim Sospensione

Schlän­gelt sich durch den Raum: Aim Sospen­sione

2013 erhält die Flos Aim Sospen­sione den Good Design Award. Die aus­ge­fal­l­ene Pen­delleuchte im Design der franzö­sis­chen Design­er Erwan & Ronan Bouroul­lec besticht durch ihre beson­dere Flex­i­bil­ität. Der Leucht­enkopf schwebt an ein­er Kabelaufhän­gung; gle­ich ein­er Liane im Urwald wächst die Aim in den Raum.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Blick in die Zukunft

Flos DE Light Tavolo

D’E-Light Tavo­lo — Im Dis­play: Design­er Philippe Star­ck

Die Erfol­gs­geschichte von Flos wird mit größter Wahrschein­lichkeit auch in Zukun­ft fort­ge­set­zt wer­den. Die stete Suche nach jun­gen Tal­en­ten und Nach­wuchs­de­sign­ern unter­mauert den Anspruch, in punc­to Design stets sein­er Zeit voraus sein zu wollen. Der unglaubliche kom­merzielle Erfolg von Design­ern wie Philippe Star­ck verdeut­licht, das Flos stets den richti­gen Riech­er bei der Auswahl sein­er Jung-Design­er hat. Leucht­en wie die D’E-Light Tavo­lo, ent­wor­fen von Star­ck im Jahr 2012, zeigen ein­drucksvoll, wie Flos mod­ernes Leuch­t­en­de­sign mit den Ansprüchen ein­er, sich immer schneller entwick­el­nden, Gesellschaft verbindet. D’E-Light Tavo­lo überzeugt nicht nur als energieef­fizien­ter Licht­spender mit LED-Tech­nolo­gie, son­dern bietet gle­ichzeit­ig Ablage­fläche und sog­ar Stromver­sorgung für Smart­phones und Tablet-PCs.

 

 

Flos Goldman Tavolo LED

Klas­sik­er seit 1920: Gold­man Tavo­lo

Auch die Verbindung von Tra­di­tion und Mod­erne ist ein wiederkehren­des Motiv in den Entwür­fen von Flos. Exem­plar­isch dafür ste­ht die Gold­man Tavo­lo LED, 2013 von Ron Gilad als Hom­mage an die berühmte “Banker´s Lamp” ent­wor­fen. Die Leuchte ent­pricht dem Orig­i­nalde­sign des Klas­sik­ers, der ab den 1920er Jahren die Schreibtis­che viel­er Bankangestell­ten zierte. Die Neuin­ter­pre­ta­tion der Schreibtis­chleuchte arbeit­et mit energies­paren­der LED-Tech­nolo­gie.

 

 

 

 

 

Flos Light Photon

Hauchdünn dank OLED-Tech­nik — Light Pho­ton

Dass Flos stets den Blick fest in die Zukun­ft gerichtet hat, zeigt auch der Entwurf der Light Pho­ton von Philippe Star­ck. Die aus­ge­fal­l­ene Tis­chleuchte arbeit­et mit inno­v­a­tiv­er OLED-Tech­nolo­gie — bis­lang vor allem für die Beleuch­tung von Smart­phone- und Tablet-Dis­plays einge­set­zt. Die OLED-Tech­nolo­gie ermöglicht, ganze Flächen leucht­en zu lassen und wird damit kün­ftig beson­ders inter­es­sant für Licht­plan­er und Innenar­chitek­ten. Mit hoher Energieef­fizienz und gren­zen­losen Gestal­tungsmöglichkeit­en gilt OLED vie­len Branch­en­ex­perten bere­its als Leucht­mit­tel der Zukun­ft, das noch mehr Möglichkeit­en bietet als die LED-Tech­nolo­gie. Light Pho­ton erschien exk­lu­siv zum fün­fzig­sten Geburt­stag von Flos und ist nur in begren­zter Stück­zahl von 500 Exem­plaren erhältlich.

 

 


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