Flos Neuheiten 2014 – Design at its best

Die Kabelverbindungen der Flos String Light sind als effektvolles Muster durch den Raum gesponnen.

Die italienische Marke Flos zählt zu den bedeutendsten Produzenten für hochwertige Leuchten. Im Laufe der Jahre kooperierte die weltberühmte Marke mit vielen großen Namen der internationalen Design-Szene. Auszeichnungen mit nahezu allen wichtigen Designpreisen untermauern den Status von Flos als Hersteller von Weltrang. Ein Motor des Erfolgs liegt in ständiger Innovation: Flos ruht sich nicht auf dem bislang Erreichten aus, sondern behält den Blick stets in die Zukunft gerichtet. So präsentiert der italienische Hersteller auch in 2014 wieder eine Reihe aufsehenerregender Neuheiten, die in puncto Design und Lichttechnik neue Maßstäbe definieren.

 

Flos Neuheiten 2014 – Chapo by Philippe Starck

Flos Neuheiten 2014: Chapo von Philippe Starck wirkt wie ein eleganter Hutständer, auf dem der berühmte Fedora thront.

Trägt Fedora wie Humphrey Bogart: die Tischleuchte Chapo von Philippe Starck

Zu den Flos Neuheiten 2014 zählt unter anderem die ungewöhnliche Tischleuchte Chapo, eine Schöpfung von Philippe Starck, seines Zeichens einer der berühmtesten Designer unserer Zeit. Starck ist bekannt für seine künstlerische, verspielte Ader. Gern versieht er seine Entwürfe mit einer Prise Humor, einem Augenzwinkern. In dieses Schema passt auch die Chapo perfekt: als Leuchtenschirm trägt sie einen Hut, der an den berühmten Fedora erinnert. Der Filzhut mit dem charakteristischen Knick und den eingeklappten Seiten wurde zwischen 1910 und 1920 erfunden und erlangte große Bekanntheit durch seine berühmten Träger. So trug unter anderem Gangster-Boss Al Capone Fedora. In den 1940er Jahren trugen viele Schauspieler den Fedora, beispielsweise Humphrey Bogart in Casablanca. Auch im Film Noir war der Fedora beliebtes Kleidungsstück, insbesondere bei Figuren, die als „harte Kerle“ angelegt waren.

 

Auch der Name der Chapo ist eine Referenz an den Hut: der französische Ausruf „Chapeau!“ bedeutet übersetzt „Hut ab!“. Neben seinem ikonenhaften Charakter glänzt Chapo auch in seinem Kerngebiet: mit energieeffizienten LEDs ausgestattet liefert die Leuchte eine Lichtmenge von rund 310 Lumen – bei einem Energieeinsatz von gerade einmal 8 Watt. Der im Lieferumfang enthaltene Hut dient als Diffusor, der das Licht nach unten lenkt. Der Hut kann aber auch einfach abgenommen werden, oder andere Gegenstände können auf dem Gestell platziert werden. Zudem bietet Chapo einen USB-Anschluss zum Laden von Geräten. Die LEDs liefern warm-weißes Licht und können per Soft-Touch-Schalter im edel verchromten Leuchtenfuß gedimmt werden.

Designer Philippe Starck beschrieb die Idee für Chapo folgendermaßen:Wenn Alec Guinness, James Stewart, Fred Astaire nach Hause kamen, warfen sie ihren Hut in einer einzigen und eleganten Handbewegung auf irgendeinen Gegenstand, der ihnen als Zielscheibe diente. Warum also nicht auf eine Leuchte?“ Starck ist einer der wichtigsten Kreativköpfe bei Flos und ist bereits seit Ende der 1980er Jahre als Designer für die italienische Marke aktiv. Auf sein Konto gehen so bekannte Leuchten wie Miss Sissi, Miss K oder die Romeo-Leuchtenfamilie.

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Flos Neuheiten 2014 – OK Lamp by Konstantin Grcic

Flos Neuheiten 2014: die außergewöhnliche Pendelleuchte OK in der Detailansicht.

Geistiger Nachfolger der Parentesi: die OK Lamp von Konstantin Grcic

Die Leuchte OK von Konstantin Grcic ist eine Hommage an die berühmte Parentesi Leuchte, gestaltet von Achille Castiglioni und Pio Manzù. Parentesi bedeutet im Italienischen etwa so viel wie „Klammer“. Der Name ist Programm: wie eine Klammer ist die Leuchte am Stahlseil befestigt, das zwischen Boden und Decke gespannt wird. Die Leuchte gleitet am Stahlseil auf und ab und kann somit bequem in die gewünschte Position eingestellt werden. Dem gleichen Prinzip folgt auch die OK Leuchte: wie ihr großes Vorbild lässt sie sich stufenlos in der Höhe einstellen, indem der Leuchtenkörper auf dem Stahlseil auf und ab bewegt wird.

 

 

 

Der Klassiker Parentesi von Flos als Lichtspender neben dem Bett

Das Original: Parentesi von Achille Castiglioni

OK präsentiert sich als moderne Neuauflage der Parentesi. Die Formensprache fällt noch minimalistischer aus, so erinnert der extrem flache Leuchtenkopf in seiner Form an einen kompakten Handspiegel. Ausgestattet mit aktuellen LED-Modulen arbeitet OK zudem überaus sparsam. Mit einem Energieeinsatz von nur 18 Watt wird eine Lichtmenge von über 1.600 Lumen erreicht. Zudem glänzt OK mit warm-weißem Licht und guter Farbwiedergabe. Der Name OK setzt sich übrigens zusammen aus der Form des Leuchtenkopfes, die an ein „O“ erinnert. Das „K“ steht für den Anfangsbuchstaben von „Konstantin“, dem Namen des Designers.

 

 

 

Flos Neuheiten 2014: Der Designer der OK Lamp, Konstantin Grcic, im Portrait.

Designer von Weltruhm: der Deutsche Konstantin Grcic

Konstantin Grcic gilt als einer der bedeutendsten Industriedesigner unserer Zeit. Der deutsche Staatsbürger mit serbischen Wurzeln wurde bereits von A&W Magazin zum „Designer des Jahres 2007“gewählt, das Kunstmagazin „art“ kürte ihn gar zum „Größten lebenden Designer“. Grcic, bekannt für sein radikales und innovatives Design, arbeitete zunächst als Assistent des bekannten Designers Jasper Morrison, der für Flos unter anderem die Glo-Ball Leuchtenfamilie entwickelte. Auch Grcic war bereits zuvor als Designer für Flos tätig. So gestaltete er die außergewöhnliche Leuchte May Day, die Flos eine Auszeichnung mit dem begehrten Compasso d'Oro einbrachte. Als Sinnbild modernen und innovativen Industriedesigns ist May Day zudem mittlerweile Teil der Design-Ausstellung im berühmten New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) in New York.

 

 

Flos Neuheiten 2014 – String Light & IC Lights by Michael Anastassiades

Flos Neuheiten 2014: Die String Lights beleuchten einen Tisch, die Kabelverbindungen sind effektvoll durch den Raum gesponnen.

Die Kabelverbindungen der String Light lassen sich auf vielfältige Weise im Raum arrangieren

Gleich zwei aufsehenerregende Flos Neuheiten stammen vom auf Zypern geborenen Designer Michael Anastassiades. Auf sein Konto geht unter anderem das Pendelleuchten-System String Light, das sich mit besonders innovativem Designkonzept präsentiert. Während andere Leuchten versuchen, die Kabelverbindungen möglichst unauffällig zu arrangieren, rückt String Light sie ins Zentrum des Gestaltungskonzepts. Über mitgelieferte Haken und Ösen lassen sich die Kabel auf vielfältige Weise im Raum arrangieren. So lassen sich Muster, Gitternetze, aber auch komplexe, geometrische Formen realisieren. Als Leuchte stehen zwei verschiedene Ausführungen zur Verfügung, entweder die kugelförmige „Sfera“, oder die konisch geformte „Cono“. Ausgestattet mit LED-Modulen arbeitet String Light zudem besonders energieeffizient.

 

Auch die Leuchtenfamilie IC Lights geht auf einen Entwurf von Anastassiades zurück. Ausgangspunkt war die Beobachtung eines Jongleurs, der gekonnt mit einigen Kugeln herum wirbelte. Als der Designer von der Aufführung des Jongleurs wie hypnotisiert war, schienen ihm die Kugeln völlig unbeweglich. Diesen Moment versuchte er mit den IC Lights einzufangen. Das Erscheinungsbild dieser Leuchtenfamilie erinnert mit seinen klaren Formen und den klassischen Werkstoffen an Produkte aus der Bauhaus-Ära. So wird das Gestell aus Messing gefertigt, das Leuchtmittel wird umschlossen von einer Sphäre aus Opalglas. Durch den Glaskörper wird das Licht gestreut und sanft in den Raum abgegeben. In der IC Lights Kollektion sind Tischleuchten, Stehleuchten, Wand- & Deckenleuchten sowie Pendelleuchten erhältlich, die jeweils in zwei Größen zur Auswahl stehen.

 

Flos Neuheiten 2014: Der Designer Michael Anastassiades im Portrait.

Entwürfe zwischen Kunst und Design: Michael Anastassiades

Michael Anastassiades lieferte mit String Light und den IC Lights seine ersten Arbeiten für die italienische Premium-Marke Flos ab. Er ist bekannt für seine simplen und gleichzeitig bis ins Detail geplanten Designs. Oft schlagen seine Entwürfe eine Brücke zwischen Industriedesign und Skulptur und sind zugleich funktionales Produkt und effektvoller Kunstgegenstand. Häufig liegt seinen Designs ein Konzept zugrunde, das der Aufteilung architektonischer Bereiche dienen soll – eindrucksvoll untermauert von der String Light, die den Raum nicht nur beleuchtet, sondern durch ihre Kabelverbindungen gleichzeitig für eine Strukturierung sorgt. Anastassiades bedient sich gerne einfacher, geometrischer Formen, so finden sich etwa regelmäßig rechtwinklige Gestelle und kugelförmige Elemente in seinen Entwürfen.

 

 

Flos Neuheiten 2014 – Ipnos by Nicoletta Rossi and Guido Bianchi

Flos Neuheiten 2014: Die skulpturale Ipnos beleuchtet einen Durchgang im Außenbereich.

Innen wie Außen ein effektvoller Lichtspender: die skulpturale Ipnos Bodenleuchte

Ebenfalls unter den Flos Neuheiten sind die Ipnos Leuchten. Ipnos präsentiert sich als schlichter Rahmen aus Aluminium, in dem, beinahe unsichtbar, moderne LED-Module für Beleuchtung sorgen. Das filigrane Rechteck ist auf den ersten Blick nicht als Leuchte identifizierbar und dürfte von den meisten Betrachtern zunächst für einen Kunstgegenstand gehalten werden. Erst mit dem Einschalten gibt Ipnos ihr leuchtendes Geheimnis preis, wenn sie für wam-weißes Licht mit guter Farbwiedergabe sorgt. Ipnos ist als Bodenleuchte für den Innenbereich zu haben, oder als Outdoor-Variante. Letztere ist mit der Schutzart IP55 gegen Staub in schädigender Menge sowie gegen Strahlwasser aus beliebigem Winkel geschützt.

 

Flos Neuheiten 2014: Die Designer der Ipnos Leuchten Nicoletta Rossi und Guido Bianchi im Portrait.

Die Schöpfer der Ipnos: Nicoletta Rossi und Guido Bianchi

Ipnos ist eine Schöpfung des Duos Nicoletta Rossi und Guido Bianchi, die mit dieser Leuchte erstmalig für Flos tätig waren. Die beiden Architekten sind dennoch so etwas wie „alte Hasen“ in der Branche und beschäftigen sich seit langem mit Beleuchtungsprojekten, sowie der Entwicklung von Prototypen. Nach jahrelanger Zusammenarbeit mit dem Architekturstudio von Piero Castiglioni, Sohn von Livio Castiglioni und Neffe von Achille Castiglioni, einem der berühmtesten Leuchtendesigner überhaupt, gründen Rossi und Bianchi 2006 in Mailand ihre eigene Firma „Rossi Bianchi Lighting Design“.

 

 

 


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