Daniel Rybakken — Designer im Interview

Der norwegische Designer Daniel Rybakken begutachtet eine seiner Tageslicht-Installationen.Der Norweger Daniel Rybakken macht seit einigen Jahren durch seine Arbeit mit Licht auf sich aufmerksam. Er kreiert sowohl künstlerische Lichtinstallationen als auch außergewöhnliche Designerleuchten für den italienischen Hersteller Luceplan. Dabei ist all seinen Arbeiten gemein, dass sie sich mit der Wirkung von natürlichem Tageslicht beschäftigen. Für seinen Entwurf der Luceplan Counterbalance wurde er 2014 als erster Skandinavier mit dem den Compasso d’Oro ausgezeichnet, einem der renommiertesten Preise im Bereich Produkt- und Industriedesign. Schon 2016 konnte er diesen Erfolg mit der Tischleuchte Luceplan Ascent wiederholen und errang zum zweiten Mal den Compasso d’Oro. Wir sprachen mit Daniel Rybakken über seine Werke für den italienischen Hersteller Luceplan und über die Bedeutung des Tageslichts für sein Schaffen.

 

 

Im Gespräch mit Daniel Rybakken

lightMAG: Herr Rybakken, Sie beschäftigen sich schon seit Ihrem Studium mit der unbewussten Wirkung von Licht auf den Menschen. Was fasziniert Sie an diesem Thema? Oder anders gefragt: Was fasziniert Sie an Licht?

Daniel Rybakken: Ich denke, dass mein Interesse an Licht auf den Mangel an Licht oder genauer gesagt den Mangel an natürlichem Licht zurückzuführen ist. Wenn man in Norwegen lebt, gilt dies für einen großen Teil des Jahres. Folglich wurde die Art und Weise wie wir künstliches Licht einsetzen sehr wichtig für unser Wohlbefinden und die Art wie wir die Atmosphäre im Raum wahrnehmen.

 

lightMAG: In einem Interview sagten Sie einst: „Meine ersten Experimente mit Licht habe ich in einem Raum im Haus meiner Mutter in Oslo gemacht.“ Bitte beschreiben Sie uns diese „Experimente“. War diese Erfahrung der Grundstein für Ihre Begeisterung für das Thema Licht?

Daniel Rybakken: Meine Eltern hatten vor, diesen Raum zu renovieren, doch sie kamen einfach nicht dazu. Daher stand das Zimmer während meiner Kindheit meist leer. Das war einfach perfekt, denn das machte es viel einfacher zu sehen, wie sich das Licht auf die Wahrnehmung des Raumes auswirkt. Tagsüber wurde das Zimmer von wunderschönem natürlichem Tageslicht durchflutet, das durch lange weiße Vorhänge gestreut wurde. Das Licht, das in den Raum drang, gab Aufschluss darüber, was außerhalb der vier Wände dieses Raumes lag. Es bestand ein geringer Kontrast zwischen drinnen und draußen. Das hatte zur Folge, dass der Raum gefühlt größer erschien, als er tatsächlich war.

Wenn kein natürliches Tageslicht mehr vorhanden war, was in Oslo im Dezember ab drei Uhr nachmittags der Fall ist, verschwand auch dieses positive Gefühl. Der Raum wirkte kleiner und es bestand keine Verbindung zu dem, was außerhalb der vier Wände lag. Man fühle sich eingeschlossen und vom Rest der Welt abgeschottet. Diese Beobachtung war die Grundlage für meine Forschung und der Anstoß für meine Arbeit mit künstlichem Licht.

 

Das Bild zeigt Daniel Rybakkens Installtion Daylight Comes Sideways Daylight Comes Sideways inszeniert mithilfe eines LED-Panels den lebendigen Schattenwurf eines Baumes im Wind.

lightMAG: Auf Ihrer Homepage beschreiben Sie, dass Ihre Arbeit den Raum zwischen Kunst und Design einnimmt. Inwieweit beeinflusst das Thema Kunst Ihre Arbeit? Wo sehen Sie Schnittmengen zwischen Kunst und Design?

Daniel Rybakken: Einige meiner Projekte werden als Kunst klassifiziert, z. B. eine permanente Installation in Stockholm. „Daylight Comes Sideways“ und andere Projekte wie meine Arbeiten für Luceplan gelten als Industriedesign. Ich würde sagen, dass meine Werke für die Designgalerien „Galerie Kreo“ in Paris und „Spazio Rossana Orlandi“ in Mailand die Schnittstelle zwischen beiden Feldern bilden. Ich verspüre nicht das Bedürfnis, meine Arbeiten in Kategorien einzuteilen, doch ich bin mir dessen bewusst, dass einige meiner Projekte eher kommerziell sind, andere eher konzeptionell.

lightMAG: Gibt es Architekten, Designer oder Künstler, die Sie persönlich besonders schätzen? Haben Sie Vorbilder?

Daniel Rybakken: Meine Eltern sind beide Designer (Modedesign und Grafikdesign), sodass sie in meiner Kindheit meine Vorbilder waren. Danach waren dies Dieter Rams und später Donald Judd, die Bouroullecs und John Pawson.

 

„...eine gelungene Leuchte sollte das Problem lösen, für dessen Lösung sie ursprünglich gedacht war.“

 

lightMAG: Was macht für Sie eine gelungene Leuchte aus? Welche Leuchten schätzen Sie besonders für ihr Design oder ihre Lichtwirkung?

Daniel Rybakken: Das ist, als würde man fragen, was ein gelungenes Möbelstück ausmacht. Ich würde sagen, eine gelungene Leuchte sollte das Problem lösen, für dessen Lösung sie ursprünglich gedacht war. Erco kreiert fabelhafte technische Leuchten und Castiglioni machte wunderschöne Kronleuchter.

 

Die Luceplan Compendium Terra strahlt ihr Licht direkt gegen die Wand, von wo es sanft gestreut in den Raum reflektiert wird Compendium Terra von Luceplan erzeugt ein indirektes und harmonsiches Raumlicht

lightMAG: Herr Rybakken, Projekte wie „Daylight Comes Sideways“ oder auch Leuchten wie die „Compendium Terra“ für Luceplan versuchen, ein Gefühl von Tageslicht zu transportieren. Wie unterscheidet sich das Licht dieser Leuchten von herkömmlichem Kunstlicht? Und warum ist Tageslicht so wichtig für den Menschen?

Daniel Rybakken: Außer dass bei beiden Projekten eine hohe und qualitativ hochwertige Lichtleistung sichergestellt wurde, wurden dabei keine außergewöhnlichen Lichtquellen verwendet. Der Unterschied zwischen diesen beiden Projekten und normalen Leuchten liegt in der Lichtführung. Wenn das Licht von der Seite fällt, erreicht man den gleichen Effekt, als wenn das Licht durch ein Fenster hineinscheint. Es fühlt sich für uns natürlicher an, dadurch wird eine Blendung durch die Decke vermieden und die Objekte im Raum erscheinen freundlicher. Denken Sie nur einmal daran, wie man in der Fotografie das Stillleben in einem Raum oder ein Portrait beleuchten würde.

lightMAG: Viele Ihrer Leuchten arbeiten mit diffusem und indirektem Licht. Wo liegen aus Ihrer Sicht die Vorteile indirekter Beleuchtung?

Daniel Rybakken: Es geht darum, eine größere beleuchtete Fläche zu schaffen. Die Lichtmenge pro Quadratzentimeter wäre geringer, doch die gesamte Lichtmenge wäre hoch. Siehe hierzu auch die vorherige Antwort.

 

Daniel Rybakken führt die Beweglichkeit der Luceplan Counterbalance vor

Die Counterbalance Parete von Luceplan lässt sich durch ihr ausgeklügeltes Gegengewichtsystem präzise ausrichten

 

„Bei Luceplan arbeiten wir gemeinsam daran, Lösungen zu finden.“

 

lightMAG: Mit der „Counterbalance“ waren Sie erstmalig für den italienischen Traditions-Hersteller Luceplan tätig. Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit der Marke Luceplan? Finden Sie hier ein kreatives Umfeld, in dem Sie Ihre Ideen umsetzen können?

Daniel Rybakken: Wir können gut zusammenarbeiten. Luceplan hat ein sehr gutes Forschungs- und Entwicklungsteam und wir verstehen uns gegenseitig. Einige Ingenieure, die ich während der Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen kennengelernt habe, sehen ihren Job einzig und allein darin, Probleme zu finden. Bei Luceplan arbeiten wir gemeinsam daran, Lösungen zu finden.

 

„Mit der Counterbalance wollte ich etwas Plastisches entwickeln, bei dem die mechanische Bewegung das zentrale visuelle Element ist.“

 

lightMAG: Wie würden Sie Ihren Entwurf der Counterbalance Parete in wenigen Worten beschreiben? Was war Ihr Ziel bei der Gestaltung dieser Leuchte? Gab es ein „Vorbild“ für diesen Entwurf?

Daniel Rybakken: Ich habe die Counterbalance entworfen, um zu zeigen, dass ich auch ein ordentliches Produkt aus dem Bereich Industriedesign kreieren kann und nicht nur in der Lage bin, mich mit den eher konzeptionellen Arbeiten im Bereich des Tageslichts zu beschäftigen. Ich war schon immer fasziniert von der Mechanik und hatte auch eine Begabung dafür. Mit der Counterbalance wollte ich etwas Plastisches entwickeln, bei dem die mechanische Bewegung das zentrale visuelle Element ist.

 

Das Bild zeigt die verschiedenen Dimmstufen und Lichtkegelgrößen der Luceplan AscentDaniel Rybakken erhielt für die innovative Dimmtechnik der Ascent Tavolo seinen zweiten Compasso d'Oro

lightMAG: Eine Frage zur Tischleuchte „Ascent“: Die preisgekrönte Leuchte besticht einerseits durch ihre außergewöhnliche Optik, andererseits durch besondere Funktionen, wie den einzigartigen Dimm-Mechanismus. Wie kamen Sie auf die Idee zur „Ascent“?

Daniel Rybakken: Es begann mit der Counterbalance. Als wir sie präsentiert haben, stellte ich mir eine lichtdurchflutete Bibliothek oder ein Restaurant vor. Doch was ist mit den Tischen und Schreibtischen, die weiter als zwei Meter von der Wand entfernt stehen? Dies war der Startpunkt für den Entwurf der Ascent. Als Ergebnis entstand eine Leuchte, die über eine wahrlich einzigartige und noch nie zuvor gesehene Dimmtechnik verfügte. Schiebt man den Leuchtenkopf nach unten, wird der Lichtkegel größer und das Licht wird heruntergedimmt. Was mir daran gefällt, ist, dass diese Bewegung sich so natürlich anfühlt, auch wenn diese Art des Designs neu ist. Für mich fühlt sich das sogar natürlicher an, als das Betätigen eines gewöhnlichen Dimmschalters.

lightMAG: Herr Rybakken, Sie haben als erster Skandinavier den renommierten Compasso d’Oro für den Entwurf der Counterbalance erhalten. Waren Sie vom Echo auf ihren Entwurf überrascht?

Daniel Rybakken: Nein, eigentlich war ich nicht wirklich überrascht. Manchmal weiß man einfach, dass etwas richtig ist. Auch wenn ich niemals zu träumen gewagt habe, einen Compasso d’Oro zu gewinnen. Im Juni dieses Jahres habe ich meinen zweiten Compasso für die Ascent gewonnen!

 

Die Luceplan Stochastic zeichnet sich durch ihre zufällig angeordneten Glaskugel aus

Auch die Stochastic von Daniel Rybakken begeistert durch ihr indirektes Licht und ihre interessante Konfiguration

lightMAG: Auf der Euroluce 2015 konnten wir erstmals einen Blick auf Ihre Leuchte Stochastic werfen. Was war Ihre Idee hinter dem Entwurf der Stochastic?

Daniel Rybakken: Klassische Kronleuchter sind oftmals so gestaltet, dass ein detailreiches Objekt strikt symmetrisch reproduziert wird, so wie beispielsweise ein geschliffenes Kristallprisma. Bei der Stochastic ist das reproduzierte Objekt vereinfacht, doch da die Objekte scheinbar zufällig angeordnet sind, entsteht eine neue Komplexität.

Das technische LED-Lichtmodul, das sich in der Mitte des Clusters befindet, steht im Kontrast zu den optisch zarten Kugeln aus Borosilikatglas. Indem die Lichtquelle den alltäglichen Blicken verborgen bleibt, wird das ausgestrahlte Licht zum wesentlichen Teil der Komposition. Das Licht wird innerhalb der Leuchte gespiegelt und reflektiert. Wie bei der Layers Installation in Paris (2012) werden die individuellen Objekte durch das subtile und gleichzeitig komplexe Lichtspiel miteinander verbunden, das seinen Ursprung in der Mitte der Installation hat.

 

Das Bild zeigt die gigantische Layers Installation in Paris von Daniel RybakkenDaniel Rybakken setzt auch für seine Lichtinstalltionen auf effiziente LEDs

 

„Es gibt sehr gute LEDs und solche, die fürchterlich sind. Man bekommt das, wofür man bezahlt.“

 

lightMAG: Wie beurteilen Sie aktuelle LEDs hinsichtlich ihrer Lichtqualität? Gibt es aus Ihrer Sicht Nachteile im Vergleich zum Licht der Glühlampe?

Daniel Rybakken: Es gibt sehr gute LEDs und solche, die fürchterlich sind. Man bekommt das, wofür man bezahlt. Es gibt viele Aspekte in Bezug auf LEDs, die bei der Gestaltung einer Leuchte zu bedenken sind. Ein Beispiel ist, dass LEDs auf eine bestimmte Temperatur heruntergekühlt werden müssen, damit sie länger halten. Doch ich habe das Gefühl, dass die Pro-Liste länger ist als die Kontra-Liste.

lightMAG: Gibt es, abseits des Themas Beleuchtung, ein Objekt, das Sie schon immer gestalten wollten? Welches Objekt wäre dies und wie sähe es aus?

Daniel Rybakken: Ich habe mich tatsächlich einigen Möbelprojekten gewidmet, Ich hoffe, dass es im nächsten Jahr etwas zu sehen gibt.

lightMAG: Eine letzte Frage: Dürfen wir uns erkundigen, an welchem Projekt Sie aktuell arbeiten?

Daniel Rybakken: Ich freue mich sehr auf zwei Leuchten von Luceplan, die demnächst anstehen.

lightMAG: Herr Rybakken, wir bedanken uns vielmals für Ihre Zeit.

 

 

Daniel Rybakken – Zur Person

Die Installtion Daylight Entrance von Daniel Rybakken lässt ein fensterloses Treppenhaus erscheinen, als ob es von Tageslicht durchflutet wäreDaylight Entrance lässt ein fensterloses Treppenhaus so erscheinen, als ob es von Tageslicht durchflutet wäre

Der norwegische Designer Daniel Rybakken, 1984 geboren, studierte parallel an der Hochschule für Architektur und Design in Oslo und der „School of Design and Crafts“ an der Universität von Göteborg. Sein Studium schloss er 2008 mit einem Mastertitel ab und eröffnete im selben Jahr das „Studio Daniel Rybakken“. Noch heute verbindet ihn viel mit beiden Städten, weshalb sein Studio sowohl in Oslo als auch in Göteborg eine Dependance betreibt.

Zu den ersten Werken, mit denen Daniel Rybakken international Aufmerksamkeit erhielt, zählen verschiedene Lichtinstallationen, die sich den Themen Tageslicht und Spiegelungen widmen. Eine seiner frühen Arbeiten, das Projekt „Daylight comes Sideways“, wurde erstmals auf einem Event in Mailand gezeigt. Die Installation arbeitet mit einem LED-Panel, das durch den Eindruck sich bewegender Schatten eine Illusion von Tageslicht im Raum erzeugt.

 

Mit Subconscious Effect of Daylight entwirft Daniel Rybakken einen Tisch mit integriertem LED-Modul

Rybakken erforscht wie sich Licht auf das Unbewusste auswirkt

Seine weiteren Projekte widmen sich dem Thema des Tageslichts auf eine etwas andere Weise. So entwirft Daniel Rybakken beispielweise den Beistelltisch „Subconscious Effect of Daylight“, bei dem er ein LED-Panel unter der Tischplatte anbringt. Dadurch entsteht ein charakteristischer Lichtwurf, als ob Licht durch ein Fenster schräg in den Raum fiele. Dieses Prinzip überträgt Rybakken auch auf weitere Installationen. So gestaltete er etwa den fensterlosen Eingangsbereich eines Bürogebäudes in Stockholm so, dass der Eindruck natürlich einfallenden Tageslichts entsteht. Realisiert wurde das Projekt mit dem Namen „Daylight Entrance“ mit über 6.000 LEDs, die über die gesamten drei Stockwerke des Gebäudes verteilt sind.

 

 

Daniel Rybakken entwickelt neben seinen konzeptionellen Entwürfen auch außergewöhnliche Leuchten für den italienischen Traditionshersteller Luceplan. Gleich seine erste Arbeit wird zum vollen Erfolg. Die weit ausladende Wandleuchte Counterbalance versteht sich als „Problemlöser“. Sie lässt sich vortrefflich einsetzen, um Ess-, Schreib- oder Konferenztische zu beleuchten. Der Clou: Counterbalance benötigt keinen Wand- oder Deckenauslass und kann dank Netzstecker überall installiert werden, wo eine Steckdose zur Verfügung steht. Damit präsentiert sich Counterbalance als perfekte Lösung, wenn die Installation anderer Leuchten aufgrund eines fehlenden Elektroauslasses nicht möglich ist. Für das außergewöhnliche Designkonzept wurde Rybakken als erster Skandinavier überhaupt mit dem renommierten Compasso d'Oro prämiert. Die Wandleuchte ist so erfolgreich, dass Rybakken sich entschließt auch einen Spot und eine Stehleuchte nach demselben Prinzip zu entwerfen.

 

Daniel Rybakken stellt de Ascent Tavolo von Luceplan ein

So wird Ascent gedimmt

Schon zwei Jahre später erhielt Daniel Rybakken mit der Tischleuchte Ascent seinen zweiten Compasso d’Oro. Auch sie zeichnet sich durch ein besonderes technisches Merkmal aus. Ihr Schirm lässt sich entlang des schmalen Gestells herauf- und herunterführen. So lässt sich nicht bloß die Größe des Lichtkegels beeinflussen, sondern auch die Helligkeit der Tischleuchte regulieren. Durch die mechanische Bewegung des Kopfes wird die Leuchte entweder herauf- oder heruntergedimmt.

 

 

 

 

Seine Vorliebe für indirektes Licht überträgt Daniel Rybakken mit der Compendium-Familie auch auf seine kommerziellen Leuchtenentwürfe. So strahlt die Luceplan Compendium Terra ihr Licht direkt gegen die Wand. Von dort wird es vollständig entblendet in den Raum zurückgeworfen. So entsteht der Effekt, den Rybakken im Interview über das leerstehende Zimmer in seinem Elternhaus beschreibt: Das Licht verteilt sich gleichmäßig im Raum, was die Beleuchtung natürlicher erscheinen lässt.

 

DIe Luceplan Compendium Sospensione über einer Kommode abgependelt

Compendium sorgt sowohl für Zonen- als auch Raumlicht

Selbst die Compendium Sospensione von Daniel Rybakken, die als Pendelleuchte direktes Zonenlicht nach unten abstrahlt, lässt sich mit wenigen Handgriffen zu einer indirekten Lichtquelle umfunktionieren. Dazu muss der Lichtaustritt lediglich gegen die Decke gedreht und festgestellt werden und schon verwöhnt sie den Raum mit einer harmonischen, indirekten Beleuchtung. Hier beweist sich, dass selbst Rybakkens kommerzielle Entwürfe durch eine besondere Kombination von puristischer Ästhetik, funktionaler Mechanik und ausgeklügeltem Beleuchtungskonzept hervorstechen.

 

 

 


 

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