Nimbus – Premium-LED-Leuchten „Made in Germany“

Ein Blick auf das Nimbus-Werksgelände, aufgenommen vom Dach des Nimbus-Showrooms gegenüberNimbus – dieser Begriff bedeutet im Lateinischen so viel wie „Heiligenschein“ und beschreibt damit eine besondere, sakrale Lichterscheinung. Gleichzeitig verbinden wir diesen Begriff mit einer gewissen Aura, dem Nimbus von Ruhm und Ansehen. Ganz gleich auf welche dieser Assoziationen Bezug genommen wird, der Name Nimbus ist für den deutschen Premium-Hersteller überaus treffend gewählt: Nimbus Leuchten sind außergewöhnliche Lichterscheinungen mit einer ganz eigenen Aura – einem ganz eigenen Nimbus. Um uns selbst ein Bild davon zu machen, mit wieviel Aufwand und Hingabe die Qualitäts-LED-Leuchten „Made in Germany“ entstehen, besuchte eine Delegation von light11 kürzlich den Nimbus-Hauptsitz nebst Produktionsstätten in Stuttgart.

 

Besuch bei Nimbus –
Empfang in Stuttgart & Frühstück mit den „Andersmachern“

Das light11-Team mit Nimbus-Vertriebsleiter Oliver Waidmann vor dem Hauptsitz in Stuttgart

V.r.: Christian Rotte, Florian Felgenhauer, Sabrina Wilmers und Maik Neugebauer von light11 mit Oliver Waidmann, Vertriebsleiter Nimbus Deutschland

Als unsere Delegation in den Morgenstunden in Stuttgart-Feuerbach eintraf, begrüßte uns bereits ein Team von Nimbus, bestehend aus Vertriebsleiter Oliver Waidmann, Marketing-Chef Marcus Engst, Wanja Schekilinski vom Nimbus-Vertrieb und Jasmin Mirsberger aus dem Marketing. Mit Vertriebsleiter Oliver Waidmann sprachen wir über die exponierte Lage, schließlich befinden sich so berühmte deutsche Marken wie Porsche in unmittelbarer Nachbarschaft. Im Nachhinein erkannten wir eine gewisse Symbolik in dieser geographischen Nähe: Nimbus ist gewissermaßen der Porsche unter den LED-Leuchten – doch dazu später mehr. Beim gegenseitigen Beschnuppern erfuhren wir, dass am Nimbus-Hauptsitz in Stuttgart nicht nur die Produktion sitzt, sondern auch die Firmenzentrale nebst Verwaltung, Vertrieb und weiteren Unternehmensbereichen. Auch der Nimbus-Showroom, genannt Mock-Up, befindet sich am Standort in Feuerbach. Das Nimbus-Team betonte im Gespräch die ausgeprägte Standorttreue: bereits mehrfach hat man sich am Stammsitz in Stuttgart vergrößert und nahm dabei manche Schwierigkeiten in Kauf. Der Umzug an einen anderen Standort war für Nimbus nie eine Alternative.

 

Gemeinsames Frühstück in der Nimbus Kantine

„Die Andersmacher“ und das light11-Team beim gemeinsamen Frühstück

Nimbus pflegt ein außergewöhnliches Selbstbild, man betrachtet sich selbst als „Die Andersmacher“. Dass dies nicht nur auf die Qualität der Leuchten bezogen ist, sondern auch auf Aspekte, wie den Umgang mit Mitarbeitern und Kollegen, konnten wir beim anschließenden Frühstück selbst miterleben. Um Punkt 10:00 Uhr treffen sich alle Nimbus-Mitarbeiter aus sämtlichen Unternehmensbereichen zum gemeinsamen Frühstück. Die Tradition wurde von Gründer und Geschäftsführer Dietrich F. Brennenstuhl eingeführt, der auch regelmäßig selbst in der Kantine Platz nimmt. Wir lauschten den Ausführungen der Nimbus-Mitarbeiter und labten uns stilecht an schmackhaften Brezeln, bevor es auf großen Rundgang durch das Nimbus-Hauptquartier ging.

 

 

Besuch bei Nimbus – Qualitätssicherung aus dem Lehrbuch

Ein LED-Board wird In der Wareneingangsprüfung auf Funktion geprüft

Die Qualität stets im Blick: Die angelieferten LED-Boards werden regelmäßig geprüft

Ein Besuch in der Qualitätssicherung, respektive der Wareneingangsprüfung, markierte die erste Station unserer Tour durch die Nimbus-Zentrale. Betriebsleiter Jürgen Hägele demonstrierte uns, mit welch großem Aufwand die Wareneingangsprüfung durchgeführt wird. Die LED-Boards werden auf Herz und Nieren geprüft, bevor sie weiter in die Produktion gehen. Aus jeder Charge angelieferter LED-Module werden bis zu 10 Boards zur stichprobenartigen Überprüfung entnommen. Pro Board werden ca. 30 Messungen einzelner LEDs durchgeführt. Dabei werden selbst kleinste Abweichungen im Farbort einzelner LEDs identifiziert und dokumentiert.

 

Ein Mitarbeiter von light11 beugt sich interessiert über ein LED-Modul und versucht, Abweichungen in der Lichtfarbe zu identifizieren.

Selbstversuch: Maik Neugebauer von light11 sucht ein LED-Board nach Abweichungen ab

Hintergrund: bei der Herstellung von LED-Modulen kommt es innerhalb einer Charge zu geringen Abweichungen, die den Farbort betreffen können, d.h. im schlimmsten Fall liefern scheinbar gleiche LEDs aus der gleichen Charge Licht in unterschiedlichen Lichtfarben. Insbesondere wenn mehrere Leuchten in einem Raum verwendet werden, deren Lichtfarben sich voneinander unterscheiden, ist dies durch das menschliche Auge wahrnehmbar. Wir empfinden die Durchmischung mehrerer Lichtfarben als unharmonisch – es entsteht eine ungleichmäßige Beleuchtungssituation.

 

 

 

 

Eine Detailansicht einzelner LEDs auf einem LED-Board

Auf einem LED-Board befinden sich viele einzelne LEDs

Um dies zu vermeiden, gruppiert Nimbus im Rahmen des so genannten „Binning“ LED-Module mit vergleichbaren, lichttechnischen Eigenschaften zu Gruppen, den „Bins“. Geht nun ein Kundenauftrag ein, werden für diesen Auftrag ausschließlich LEDs desselben „Bins“ eingesetzt – der Kunde erhält Leuchten mit absolut gleicher Lichtfarbe. Diese aufwändige Qualitätssicherung nebst Dokumentation ermöglicht die Rückverfolgung einzelner LED-Leuchten und –Module bis zum Wareneingang.

 

 

 

 

 

Die Deckenleuchte Modul Q in Nahaufnahme vor weißem Hintergrund

Qualitätsgarantie: Nimbus-Kunden erhalten LED-Leuchten ohne Abweichungen bei der Lichtfarbe

Diese große Sorgfalt bei der Auswahl der LEDs macht es für Nimbus möglich, den Kunden auch Jahre nach Abwicklung eines Auftrages mit absolut gleichwertigem Ersatz versorgen zu können. Betriebsleiter Hägele berichtete etwa von einem Kunden, der infolge eines Wasserschadens Ersatz für mehrere Leuchten benötigte. Da sich das Licht von LED-Modulen im Laufe der Jahre veränderte, hätte der Kunde wohl bei den meisten anderen Herstellern auf Ersatz mit abweichender Lichtfarbe zurückgreifen müssen. Nicht so bei Nimbus: hier konnte man auch Jahre danach den wassergeschädigten Kunden mit seinen Wunsch-LEDs versorgen. Insgesamt sei die Varianz der Lichtfarbe bei allen Nimbus Leuchten überaus gering, so Betriebsleiter Hägele. Nicht ohne Stolz fügt er hinzu, dass es in den vergangenen Jahren zu keinerlei Reklamationen aufgrund ungleichmäßiger Lichtfarben gekommen sei.

 

 

Besuch bei Nimbus – Die Produktion in Stuttgart

Ein Blick durch die Nimbus Produktionshallen in Stuttgart-Feuerbach

Ein Blick in die heiligen Hallen der Nimbus-Produktion

Die nächste Etappe unserer Nimbus-Tour führte uns direkt zum offenen Herzen – wir durften nämlich einen Blick in die heiligen Produktionshallen von Nimbus werfen. Hier konnten wir live miterleben, mit wieviel Handarbeit und Hingabe die außergewöhnlichen Nimbus-Lichtspender entstehen. Wir wurden Zeuge der Endmontage der Force One Stehleuchte, die in aufwändiger Handarbeit vor unseren Augen mit den stromführenden Leitungen versehen wurde.

 

Force One präsentiert sich als typische Nimbus-Leuchte im minimalistischen Look. Als ideale Arbeitsplatzleuchte wartet Force One mit hoher Lichtmenge und praktischen Funktionen auf. Dank Präsenzmelder schaltet sich die Leuchte automatisch ab, wenn sich niemand in der Nähe befindet. Durch die integrierte Tageslichtsensorik erkennt Force One zudem automatisch den Lichteinfall von außen und regelt die Lichtintensität dementsprechend herauf oder herunter. Schiebt sich also eine Wolke vor die Sonne, muss nicht erst die Leuchte neu eingestellt werden. Force One sorgt in diesem Falle automatisch wieder für optimale Lichtverhältnisse. Neben der „normalen“ Force One, die schon auf satte 6.240 Lumen kommt, ist auch die Force One Power erhältlich, die mit einem Lichtstrom von 8.470 Lumen (!) aufwartet. Auch die Form der ausgeklügelten Stehleuchte ist perfekt auf Arbeitsplätze zugeschnitten. Durch die geschwungene Form verschwindet der Fuß unter dem Schreibtisch und der Kopf der Force One ragt weit über die Tischoberfläche. Die besonders schlanke Silhouette der Force One ist übrigens nur deshalb realisierbar, weil Konverter und LED-Modul nicht beide im Kopf sitzen, sondern die Steuerelektronik im Fuß der Leuchte untergebracht wurde. Als Resultat entsteht ein besonders flacher Kopf mit lediglich 20 mm Höhe.

 

Ein Nimbis Mitarbeiter arbeitet per Hand an der Fertigstellung einer Force One Stehleuchte

Handwerk von Profis: Bei Nimbus ist Handarbeit gefragt

Betriebsleiter Hägele erklärte uns, dass die meisten Nimbus Leuchten von Teams montiert werden, die sich auf einige wenige Modelle spezialisiert haben. Dennoch ist die Werkstättenfertigung so strukturiert, dass jeder Mitarbeiter auch in anderen Teams eingesetzt werden kann, wenn einmal Not am Mann ist. Bevor unser Weg uns weiter durch das Nimbus Hauptquartier führte, erklärte uns Hägele noch einmal, mit welchem Aufwand jedes Endprodukt geprüft wird, bevor es die Werkshallen verlässt. Jede Leuchte wird nicht nur daraufhin geprüft, ob sie sich ein- und ausschalten lässt, auch zusätzliche Funktionen, wie die Dimmung, werden zunächst von einem Mitarbeiter geprüft.

 

 

Besuch bei Nimbus – Gutes Essen & gute Geschichten

Das light11- und das Nimbus-Team beim gemeinsamen Restaurantbesuch

Essenfassen: Zum gemeinsamen Mittagessen begaben wir uns in das hauseigene Restaurant

Nachdem wir die ersten Stationen unserer Nimbus-Tour absolviert hatten, knurrte uns langsam der Magen. Zum Mittagessen ging es in das hauseigene Restaurant, in dem wir uns bei bestem Frühlingswetter auf der Terrasse an Speis und Trank labten. Im Gespräch mit dem Nimbus Team erkundigten wir uns nach der Arbeitskleidung der Mitarbeiter, die uns während des Rundgangs durch die Produktion aufgefallen war. Die Bekleidung erinnerte stilistisch an Roadie-Outfits, die eine Rockband auf Tour begleiten. Vertriebsleiter Oliver Waidmann erklärte uns, dass es sich hier nicht um die vorgeschriebene Arbeitskleidung handelt, sondern die Mitarbeiter absolut freiwillig und mit Stolz den Schriftzug ihres Arbeitgebers auf Brust und Rücken tragen. Einmal mehr zeigten wir uns von der Philosophie der „Andersmacher“ überzeugt – auch im Umgang mit dem einzelnen Mitarbeiter wird hier vieles einfach „anders“ gemacht.

 

Die erste Seite der Nimbus-Präsentation mit der einleitenden Überschrift "Hinter den Kulissen eines LED-Pioniers"

Eine Präsentation zur Marke Nimbus offenbarte uns interessante Einblicke in die Firmengeschichte

„Die Andersmacher“ war auch das Motto der anschließenden Präsentation, in der Vertriebsleiter Waidmann und Marketing-Chef Marcus Engst uns einen Überblick über die bewegte Nimbus-Geschichte lieferten. Hier erfuhren wir unter anderem, dass Nimbus als absoluter LED-Pionier bereits ab 2006 seinen Fokus auf Leuchten mit der lichtspendenden Diode setzte. Damit war der Stuttgarter Hersteller einer der ersten Leuchtenhersteller im Premium-Segment, der voll auf die neue Technik setzte. Dabei konzentrierte man sich von Anfang an auf die Entwicklung ausgereifter LED-Module, die fest in der Leuchte verbaut werden. Die Kompromisslösung über Retrofits in Schraub- oder Stecksockeln sollte vermieden werden. Sukzessive verschwanden ab 2006 alle Nicht-LED-Leuchten aus dem Nimbus-Sortiment. Seit 2015 konzentriert man sich nun ausschließlich auf Leuchten mit energieeffizienter LED-Technik.

 

Die erste, seriengefertigte Nimbus-Leuchte Cirrus O vor schwarzem Hintergrund

Die erste, seriengefertigte Nimbus-Leuchte: Cirrus 0 von 1986

Auch über Geschichte und Entwicklung des LED-Pioniers erfuhren wir so manch interessantes Detail. So entstanden die ersten Nimbus-Leuchten noch in einer kleinen Werkstatt, die in einer Garage untergebracht war – Microsoft und Apple lassen grüßen. Hier werkelte Gründer Brennenstuhl, von Haus aus übrigens gelernter Werkzeugmacher und Architekt, an den ersten Leuchten. Damals schaffte die „Werkstatt“ einen Output von zwei bis fünf Leuchten pro Tag. Auch wenn die handwerkliche Präzision nach wie vor eine gelebte Tradition bei Nimbus ist, erreicht die Produktion heute bis zu 500 Leuchten pro Tag. Die erste Serienleuchte von Nimbus war übrigens die oben gezeigte Cirrus 0, eine Leuchte für die Montage an einem Niedervolt-Seilsystem.

 

Eine Modul Q Deckenleuchte im Querschnitt. Die Acrylglasplatte wurde halbiert, um die darunter liegenden LEDs besser sichtbar zu machen.

Hightech im Detail: Ein Blick ins Innenleben einer Modul Q Deckenleuchte

Heute setzt Nimbus voll auf die energieeffiziente LED-Technologie. Kernstück der Kollektion markiert die Deckenleuchte Modul Q, welche in puncto Form und Lichtwirkung definitorischen Charakter für die Nimbus-Ästhetik aufweist. Die LED-Module nahezu aller Nimbus-Leuchten entsprechen der Form der Module, die im Modul Q zum Einsatz kommen, oder weisen zumindest starke Parallelen auf. Auch der Kopf der Erfolgsleuchte Roxxane ist sichtbar vom Aufbau des Modul Q inspiriert – doch dazu später mehr. Während der Präsentation erfuhren wir mehr über den Aufbau der Modul Q Leuchtenfamilie. Die LEDs sind von einer Platte aus lichtdurchlässigem Acrylglas bedeckt, die für eine gleichmäßige Lichtverteilung sorgt. Unter jeder LED befinden sich Kegelsenkungen in der Acrylglasplatte, die eine optimale Lichtlenkung gewährleisten. Modul Q ist in einer Vielzahl von Varianten zu haben, etwa als Deckenleuchte für verschiedene Montagesituationen oder auch als Pendelleuchte.

 

Ein Raumteiler aus dem Rosso-Portfolio in einem der Büros am Hauptsitz in Stuttgart

Zur Nimbus-Gruppe gehört auch die Marke Rosso, spezialisiert auf Raumteiler und Akustiklösungen

Im Rahmen der Präsentation erfuhren wir außerdem mehr über die Nimbus-Group, zu der neben der Leuchten-Manufaktur Nimbus Lighting auch die Marke Rosso gehört. Rosso ist spezialisiert auf die Produktion hochflexibler Beschattungs- und Raumgliederungssysteme. Der Clou: in diese Raumteiler-Elemente sind hocheffiziente Akustiklösungen integriert, die einen optimalen Schallschutz gewährleisten. Mit den ausgeklügelten Rosso-Systemen lässt sich die Raumarchitektur strukturieren – sowohl im Wohn- als auch im Arbeitsbereich.

 

 

 

 

 

Besuch bei Nimbus –
Mock-Up: der etwas andere Showroom

Verschiedene Ausführungen der Roxxane Schreibtischleuchte im Nimbus Mock-Up in Stuttgart

Einer der Stars im Nimbus Mock-Up: die Roxxane Schreibtischleuchte

Eine Visite im spektakulären Showroom markierte die letzte Station unseres erlebnisreichen Tages bei Nimbus. Bereits während der Präsentation erfuhren wir, dass der Showroom unter dem Namen Mock-Up firmiert. Der englische Begriff „Mock-Up“ bedeutet „Versuchsaufbau“. Man entschied sich für diesen Namen, da die Produkte nicht einfach nur ausgestellt werden sollten. Vielmehr wollte man die Produkte und ihre Fähigkeiten im Rahmen einer Demonstration präsentieren, einem versuchsartigen Rahmen, in dem die Eigenschaften dieser Hightech-Produkte adäquat dargestellt werden können. Unser erster Eindruck des Mock-Up bestätigte uns, dass dieses Ansinnen wahrhaft vortrefflich realisiert wurde. Der Nimbus-Showroom profiliert sich als begehbarer Katalog und bietet eine perfekte Bühne, um so vielseitige Leuchten wie Roxxane standesgemäß zu präsentieren und dem interessierten Besucher alle Fähigkeiten und Features hautnah demonstrieren zu können. Der Mock-Up steht übrigens allen Besuchern offen: Fachpublikum, wie Architekten und Lichtplaner können den Showroom von Montag bis Freitag von 9:00 bis 18:00 besuchen, Freitags von 9:00 bis 18:00 Uhr sind die Pforten auch für interessierte Endkunden geöffnet.

 

Die Schreibtischleuchte Roxxane war dann auch die Hauptdarstellerin der anschließenden Präsentation im Mock-Up. Entwickler Frank Wolber, mitbeteiligt an der Konstruktion der Roxxane, gab uns einen Abriss über die Evolution dieser außergewöhnlichen Schreibtischleuchte. Angefangen bei der ersten Idee – einem wild zusammengewürfelten Prototyp, der noch eine Tasse (!) als Leuchtenkopf verwendete – bis hin zur heutigen Leuchtenfamilie konnten wir jeden Entwicklungsschritt der Roxxane nachvollziehen. Ausgangspunkt für die Entwicklung war der Gedanke, eine Arbeitsplatzleuchte zu schaffen, die sich durch präzises Einstellen und hohe Stabilität in jeder Position auszeichnet. Die Leuchte sollte nicht nachfedern und nach dem Einstellen exakt in der gewählten Position verbleiben. Gleichzeitig sollte die Leuchte in puncto Lichtmenge und Lichtverteilung wie eine Arbeitsplatz-Stehleuchte eingesetzt werden können. Ausgehend von diesen Eckpunkten entstand zunächst die Roxxane Office – perfekt zugeschnitten auf die Anforderungen moderner Büro-Arbeitsplätze.

 

Vom linken Bildrand nähert sich eine Hand der Nimbus Roxxane Home Schreibtischleuchte. Diese lässt sich dank Gestensteuerung völlig berührungslos steuern.

Don´t touch me: Roxxane Home wird berührungslos über eine Gesten-Steuerung bedient

Die berührungslose Gesten-Steuerung rundet das beeindruckende Gesamtpaket der Roxxane ab und ermöglicht ein besonders komfortables Steuern und Bedienen der Schreibtischleuchte. So muss nicht erst nach Kabel und Schalter getastet werden; die Bedienung erfolgt komfortabel an der Leuchte selbst. Aus der erfolgreichen Schreibtischleuchte erwuchs in den Folgejahren eine Leuchtenfamilie, zu der auch die Roxxane Home Leseleuchte, die Wandleuchte Roxxane Home Short sowie die Roxxane Home Tischleuchte zählen. Letztere ist eine Variante der Roxxane Office, die ohne das „Paddel“ am Leuchtenkopf kommt und sich als perfekte Beleuchtungslösung für das heimische Arbeitszimmer präsentiert. Beide Tisch-Varianten sind übrigens mit verschiedenen Adaptern erhältlich, etwa mit Tischklemme, Schraubbefestigung oder Adapter zur Befestigung an Tischen der Marke USM-Haller.

 

Die Neon Edition der Roxxane Schreibtischleuchte steht im Nimbus Showroom auf einem Ölfass, auf dem die Farbe der Roxxane hinabzulaufen scheint.

Die Lackierung der Roxxane Neon Edition stellte selbst Experten vor Probleme

Im Rahmen der Roxxane-Entstehungsgeschichte erfuhren wir interessante Details zur vielfach preisgekrönten Erfolgsleuchte und konnten uns einzelne Komponenten, wie die Friktionsgelenke oder das Innenleben des Leuchtenkopfes ansehen. Witzige Anekdote: Nachdem Nimbus für eine Messe-Präsentation eine Roxxane in Neon-Rot fertigen ließ, erkundigten sich immer wieder Kunden nach der Leuchte im extravaganten Farbton. Man entschied, auch die Neon-Variante in Serie zu fertigen. Nur musste für die komplexe Lackierung zunächst ein geeigneter Partner gefunden werden. Schließlich sollte sich auch hier der hohe Nimbus-Standard fortsetzen und die Lackierung sollte absolut perfekt sein und keinerlei Bereiche mit ungleichmäßigem Farbauftrag aufweisen. Die erste Suche verlief ernüchternd: selbst etablierte Spezialisten aus der Automobilbranche streckten zunächst die Waffen. Niemand schien in der Lage, die hohen Ansprüche des Stuttgarter LED-Experten zu erfüllen. Erst nach langer Suche fand man einen geeigneten Partner. Heute wird jede Roxxane aufwändig in Handarbeit in insgesamt sieben Schichten lackiert. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen, wie wir finden.

 

Verschiedene Wandleuchten im Nimbus Showroom prangen an einer Betonwand mit rustikalem Charakter.

Ursprünglicher Charme: Der Mock-Up zeichnet sich durch einen eher rustikalen Charakter aus

Im weiteren Verlauf unserer Tour schilderte uns das Nimbus-Team die Evolution des außergewöhnlichen Showrooms: Hatte man noch im ursprünglichen Werksgebäude mit Ausstellungsräumen von lediglich 50 m² begonnen, misst der heutige Mock-Up satte 1500 m² Ausstellungsfläche. Interessante Vorgeschichte: Die heutigen Räumlichkeiten dienten vorher als Wohnheim für Asylbewerber. Die Spuren der Vergangenheit sind noch überall erkennbar, beispielsweise zieren Schriftzüge der vorherigen Bewohner manche Wände. Man entschied sich damals ganz bewusst dafür, den besonderen architektonischen Charakter des Gebäudes zu erhalten. Als Reminiszenz an die Geschichte der Einrichtung wurde der raue, ursprüngliche Charme des ehemaligen Wohnheimes mitsamt seiner emotionalen und historischen Bedeutung konserviert. So lauschten wir nicht ohne Anteilnahme einer Geschichte, die sich bei der ersten Besichtigung des neuen Mock-Up durch das Nimbus-Team ereignete. Einer der Mitarbeiter nahm währenddessen Gründer Brennenstuhl beiseite und offenbarte ihm: „Hier habe ich damals bei meiner Ankunft in Deutschland eine Zeit lang gewohnt.“

 

Nimbus-Gründer und -Geschäftsführer Dietrich F. Brennenstuhl sitzt lächelnd inmitten verschiedener Roxxane-Leuchten im Nimbus Mock-Up.

Dietrich F. Brennenstuhl – Gründer und Geschäftsführer

Während wir gemeinsam weiter durch den Mock-Up schlenderten, lief uns ganz spontan Gründer und Geschäftsführer Dietrich F. Brennenstuhl über den Weg, der regelmäßig im Showroom zugegen ist. Begleitet wurde er von seinen beiden Hunden, die ganz selbstverständlich durch den weitläufigen Mock-Up tollten. Wir erfuhren, dass Brennenstuhl nicht nur Tierfreund ist, sondern auch eine große Leidenschaft für den Motorsport pflegt. Im Mock-Up finden sich dementsprechend verschiedene Rennsport-Motive, unter anderem eine „Ducati-Ecke“ inklusive Maschinen und Fahrer-Kluft.

 

Ein Versuchsaufbau im Nimbus Showroom visualisiert über Displays den deutlich geringeren Energieverbrauch von LED-Leuchten im Vergleich zu konventionellen Leuchtmitteln.

Konventionell vs. LED, oder: 158 Watt vs. 27 Watt

Unser nächster Abstecher führte uns in das so genannte "Light Lab", angelehnt an das Englische "laboratory", zu Deutsch: "Licht-Labor". Dieser Raum demonstrierte den Mock-Up-Gedanken in Perfektion: Ein Raumszenario wird mit zwei unterschiedlichen Beleuchtungslösungen erhellt – die eine Seite mit herkömmlicher Beleuchtung mit klassischen Leuchtmitteln, die andere Seite komplett mit energieeffizienten Nimbus-LEDs. Beide Leuchten-Ensembles sind an Messgeräte angeschlossen; ein Display visualisiert den aktuellen Verbrauch für den Betrachter. Für das Szenario lassen sich verschiedene Leuchtengruppen und –Typen separat zu- und abschalten, um verschiedene Beleuchtungssituationen vergleichen zu können. Im obigen Beispiel ist auf der rechten Seite eine LED-Lösung zu sehen, realisiert über mehrere Modul Q-Leuchten. Diese benötigen mit lediglich 27,1 Watt nicht einmal 20 Prozent der Energie, die für die konventionelle Variante nötig sind. Über solch einprägsame Beispiele lässt sich eindrucksvoll verdeutlichen, dass die LED-Technik in puncto Energieeffizienz eine echte (R)Evolution in der Beleuchtung markiert – ganz im Sinne der LED-Spezialisten von Nimbus. In Erinnerung blieb uns außerdem der Kommentar von Wanja Schekilinski zum Modul Q. Das Erfolgsprodukt wird hausintern nämlich liebevoll mit einem „geometrisch geformten Glühwürmchenschwarm“ verglichen.

 

Wanja Schekilinski von Nimbus beschreibt die Lady Jane Stehleuchte. Im Vordergrund untersucht Maik Neugebauer von light11 interessiert die Kabelführung von Lady Jane.

Wanja Schekilinski erläutert die Funktionen von Lady Jane und Sister Jane

Nun warfen wir einen Blick auf die außergewöhnlichen Nimbus-Stehleuchten. Fasziniert waren wir von Lady Jane und ihrer Sister Jane: die minimalistische Leuchte besteht aus nicht viel mehr als einem Gestell, einem Kabel für die Stromzufuhr und einem LED-Paddel als Leuchtenkopf. Sister Jane ist lediglich ein Paddel mit Kabel, das sich unkompliziert als zusätzliche Lichtquelle an Lady Jane befestigen lässt. Die Namen machten uns übrigens neugierig: Roxxane, Eloise, Lady Jane – dienten etwa die Verflossenen des Gründers als Namenspatin? Wir erfuhren, dass die Namen von berühmten Musikstücken herrühren, so ist „Lady Jane“ ein Werk der Rolling Stones, während „Roxxane“ auf den populären Police-Song anspielt. Roxxane – der Leuchte, nicht der Dame – liegt ein Spruchband bei, auf dem einige Zeilen des Songtextes abgedruckt sind („You don't have to put on the red light...").

 

Mehrere Exemplare der Squeeze Pendelleuchte, gestaltet von Karim Rashid, zieren den Eingangsbereich des Nimbus Mock-Up.

Spekakuläre Form: Die Pendelleuchten-Serie „Squeeze“ stammt von Karim Rashid

Besonderes Interesse weckte bei uns der Anblick der Squeeze-Pendelleuchten. Diese wurden gestaltet von Karim Rashid, seines Zeichens einer der weltweit bekanntesten Produktdesigner. Die Zusammenarbeit mit Nimbus, so berichtete uns das Nimbus-Team, kam auf seine Initiative zustande. Rashid verfolgte das Schaffen des LED-Spezialisten mit großem Interesse und wandte sich an Nimbus mit dem Ziel, eine Leuchte mit der Lichttechnik des LED-Pioniers zu gestalten. Squeeze gelingt dabei die Gratwanderung: die Leuchte präsentiert sich als perfekte Symbiose aus dem verspielten Stil Rashids und der sachlichen, klaren Formensprache, die für die Nimbus-Produkte so charakteristisch ist.

 

 

 

Die Roxxane Schreibtischleuchte in der Neon Edition wird über das Nimbus-Flightcase präsentiert, die an die Gepäckstücke von Roadies erinnert.

Star on Tour: Das „Flightcase“ zur Präsentation der Nimbus-Leuchten

Last but not least warfen wir noch einen Blick auf das „Flightcase“, ein praktisches Accessoire, um die Nimbus-Produkte in Showrooms und Ladenlokalen präsentieren zu können. Die aufklappbare Box erinnert an das Konzertgepäck von Musikern und bietet einen witzigen Rahmen, um die Leuchten und ihre Fähigkeiten zu präsentieren. Neben der Roxxane enthielt das uns vorgeführte Flightcase noch eine anschlussfertige Modul Q Leuchte. Die einzigartige Befestigung über ein ausgefeiltes Magnet-System lässt sich anhand des Flightcase vortrefflich demonstrieren.

 

 

 

 

Nimbus_Showroom_Klingel & Schild_690x420

Die Andersmacher: Die Präsentation im Mock-Up ist von einer gewissen Selbstironie begleitet

Nun, liebe Leser, müssen wir uns so langsam verabschieden. Wir hätten noch stundenlang (und seitenweise) von unserem ereignisreichen Tag bei Nimbus berichten können – insbesondere der spektakuläre Mock-Up hätte sicherlich einen eigenen Artikel gefüllt. Zahlreiche witzige Anekdoten und Beispiele für den ganz eigenen Charakter der „Andersmacher“ (wie etwa das originelle Schild am Empfang des Mock-Up im obigen Bild) haben es aus Platzgründen leider nicht mehr in den Beitrag geschafft. Schon bald gibt es allerdings im lightMAG mehr über die Marke Nimbus, ihre außergewöhnlichen LED-Leuchten und den sympathischen Gründer Dietrich F. Brennenstuhl zu lesen. Wir möchten schon einmal so viel verraten: In unserer Rubrik „Designer im Interview“ dürfen wir uns schon sehr bald auf den nächsten prominenten Gesprächspartner freuen.


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