Achim Bredin – Designer im Interview

Drei Exemplare des dreflammigen Bruck Star/Clareo Spots über das Point Stecksystem installiert.

Wir freuen uns sehr, diesmal mit Achim Bredin einen deutschen Designer in unserer Interview-Rubrik begrüßen zu dürfen. Bredin ist Maler, Bildhauer und Designer. Seit den 80er Jahren ist er als Leuchtendesigner tätig und schuf in den 90er Jahren einige preisgekrönte Arbeiten für den deutschen Premium-Hersteller Bruck. Wir sprachen mit Achim Bredin über Design, Kunst, LEDs und die Leuchten der Zukunft.

 

 

Designer im Interview – das Gespräch mit Achim Bredin

lightMAG: Herr Bredin, wir freuen uns sehr, mit Ihnen den ersten deutschen Designer in unserer Interview-Reihe zu begrüßen. Einleitend möchte ich Sie zunächst fragen: Gibt es für Sie so etwas wie „Deutsches Design“? Wie würden Sie dieses klassifizieren?

 

Designer und Künstler Achim Bredin im Portrait

Maler, Bildhauer, Designer: Achim Bredin

Achim Bredin: Hier muss ich auf Anhieb an die Traditionen des Bauhaus denken. Ich kann nicht verleugnen, dass ich auch selbst davon geprägt bin. Ich schätze die ursprüngliche Intention, der Funktion eine Form zu verleihen. Ich verbinde das Bauhaus auch mit einer gewissen Ehrlichkeit.

Die Tradition des Bauhaus setzt sich weiter fort und hat weltweit ihre Spuren hinterlassen, auch weit über die Architektur hinaus. Ich glaube auch, dass es sich im kollektiven Gedächtnis eingebürgert hat, beim Thema „deutsches Design“ an die Formen des Bauhaus zu denken. Und ich davon überzeugt, dass dies auch zu einer Wahrnehmung als Qualitätsmerkmal geführt hat.

 

 

lightMAG: Gibt es Epochen oder Stilrichtungen, die Ihre Arbeit beeinflussen?

Achim Bredin: Ich arbeite, wie eingangs erwähnt, in der Tradition des Bauhaus. Dies ist auch sicherlich meinem eher technisch geprägten Hintergrund geschuldet (Achim Bredin ist gelernter Maschinenschlosser und befasste sich als Produktdesigner viel mit technischer Beleuchtung, Anm. d. Red.). Dieser technische Bereich hat mich in meiner Arbeit auch stets sehr fasziniert, jedoch gelangte ich mit der Zeit zu der Erkenntnis, dass dies nicht alles ausmacht.

 

Diese Lithografie stellte Achim Bredin 2010 im Rahmen der Ausstellung "Körper & Zeichen" in Jever aus

Eine Lithografie von Achim Bredin, die in der Ausstellung "Körper & Zeichen" gezeigt wurde

Neben diesem technischen Aspekt, der für mich vor allem mit dem Produktdesign einhergeht, hege ich eine große Leidenschaft für meine Tätigkeit als freier Kreativer. Dies ist meine zweite Schiene. Ich habe immer auch freie Kunst gemacht, um die zwei Seiten meiner selbst verwirklichen zu können. Diesbezüglich mache ich eine strikte Trennung zwischen der absolut freien Kunst, die mir wirklich alle schöpferischen Freiheiten lässt, und der, ich möchte es einmal „disziplinierten Kunst“ nennen, wo man sich mehr an Fakten orientiert. Die Kreativität muss sich an bestimmten Parametern orientieren, das Produkt soll anwendungsorientiert eingesetzt werden. Beide Seiten bringen aber für mich persönlich eine große Faszination mit sich.

 

 

lightMAG: Inwieweit unterscheiden sich Ihre Tätigkeiten als Künstler von denen als Produktdesigner? Wie unterscheidet sich der Kreativprozess?

Achim Bredin: Als Produktdesigner bin ich natürlich an bestimmte Vorgaben gebunden, etwa bezüglich Aspekten wie Materialtreue, Funktionalität, Form. Dies ist aber gleichzeitig ein sehr spannender Faktor, da sich die Vorgaben in den vergangenen Jahren stark verändert haben. Dies ist natürlich auch der rasanten, technischen Entwicklung geschuldet.

Wir können heutzutage nicht mehr einfach behaupten, die Form folge der Funktion, denn die Funktion ist heute stark minimiert, beinahe schon undefinierbar, da sie ideeller Natur ist. Die Funktion entzieht sich mehr und mehr unserem Blick. Und wenn sich eine Funktion unserem Blick entzieht, muss man ihr auf den Grund gehen und definieren: was zeichnet diese Funktion eigentlich aus?

 

Der Star/Clareo Spot, installiert über das POINT Stecksystem von Bruck

Klare, sachliche Formen: Achim Bredin ist vom Bauhaus beeinflusst

In welche Richtung sich dies weiterentwickelt, bleibt spannend. Dies könnte auch zu einer gewissen Beliebigkeit führen, zu Objekten, die sich durch nichts mehr auszeichnen, einem undefinierbaren „Brei“. Wir sind ja aktuell in der Situation, dass wir diese vordergründige Definition der Funktion oft nicht mehr vorfinden. Dies bringt ein Dilemma für den Designer mit sich, der sich nicht länger an der Funktion festhalten kann, nicht darauf aufbauen kann. Die Auseinandersetzung muss bereits beim Designer stattfinden: er muss eine Form definieren, die anderen Parametern folgt, als der Funktion.

 

 

 

 

lightMAG: Sie sehen also das alte Credo „form follows function“ in der Auflösung begriffen?

Achim Bredin: Ja, es trifft einfach nicht mehr für alle Produkte zu. Selbstverständlich gibt es nach wie vor Produkte, die sich ausschließlich durch die Form definieren, etwa im Maschinenbau. Im Bereich der Elektrotechnik hingegen definiert sich das Produkt nicht mehr allein durch die Funktion, sondern auch durch seine ideelle Wertigkeit. Es erhält eine emotionale, eine persönliche Dimension, die dabei hilft, sich selbst zu definieren.

Man spürt dies immer stärker, je weniger Funktion enthalten ist. Dies birgt gleichzeitig neue Probleme für den Designer: Werfen wir etwa einen Blick auf die heutigen Smartphones. Wir haben letztlich nur mehr ein flaches Rechteck. Die Form lässt sich eigentlich nicht mehr weiter reduzieren oder optimieren. Das heißt in der Konsequenz: Wie sich die Form in diesem Bereich weiterentwickelt ist absolut offen. Die elektronische Funktion könnte beispielsweise auf andere Bereiche verlagert werden, die Form könnte sich dementsprechend vollständig verändern. Man denke etwa an Folien, oder an eine Lösung, die in Kleidung oder Armbanduhr integriert wird. Entsprechende Produkte sind ja bereits am Markt oder befinden sich in der Entwicklung. Bis es jedoch soweit ist, sehen alle Smartphones zunächst einmal ähnlich aus.

lightMAG: Und desto mehr haben wir sozusagen einen Mainstream-Einheitsbrei bezüglich Form und Design?

Achim Bredin: Ja genau. Ich sehe hier ein Risiko, einen schleichenden Prozess. Die Kreativität des Einzelnen wird nicht mehr in dem Maße abgefragt, dass es der eigenen Persönlichkeit dient, sondern dass sie bestimmten Interessen dient.

lightMAG: Sehen Sie hier das individuelle Produktdesign in Gefahr? Wird die Individualität zugunsten von Marketinginteressen geopfert?

Achim Bredin: Diese Tendenz lässt sich bereits seit einiger Zeit beobachten. Es fing damit an, dass in vielen Firmen darauf geschielt wurde: Was macht die Konkurrenz? Dies ist natürlich zunächst einmal legitim. Der Trugschluss ist, daraus zu folgern: Wenn die Konkurrenz etwas Erfolgreiches macht, dann machen wir zumindest etwas Ähnliches und haben damit ebenfalls Erfolg. An diesem Punkt wird auch die Individualität der Firma aufs Spiel gesetzt.

Das „Branding“, die Identität, definiert sich nicht nur durch einen Faktor. Das Selbstbild ist ein Gesamtpaket. Dies beginnt mit der Mitarbeiterführung, geht weiter über Produktionsprozesse bis hin zum „Blick in die Zukunft“. Wir haben einen Komplex, bei dem man auf sehr viele Dinge achten muss, damit die Firma nicht ihr Gesicht verliert. Die Firmen, die international ein „deutsches“ Image aufweisen, vertreten eine gewisse Linie, eine gewisse Glaubwürdigkeit. Eine Firma hingegen die beginnt, rein spekulativ zu arbeiten, sägt an dem Ast, auf dem sie sitzt.

lightMAG: Die reine Orientierung an Trends bedeutet eine Gefahr für das Markenimage?

 

Der Bruck Jack Linea Spot für das Duolare-Schienensystem vor weißem Hintergrund.

Qualitätsprodukt: Bruck Jack Linea Spot

Achim Bredin: Ja. Und hier liegt der größte Vorteil mittelständischer Firmen. Sie fertigen keine „Billig-Produkte“ und produzieren in viel kleineren Stückzahlen. Sie sind darauf angewiesen, Qualität zu liefern, die naturgemäß etwas teurer ist. Ich würde mir wünschen, dass die Öffentlichkeit diesen Umstand anerkennt. Das Bewusstsein dafür, dass wertige, individuelle Arbeit auch mehr wert ist, hat in meinen Augen stark nachgelassen. Dies finde ich persönlich sehr schade, da darunter der Mittelstand leidet. Und letztlich bringt diese Frage auch eine ganz praktische Dimension mit sich: Schließlich haben Sie von einem Qualitätsprodukt unter dem Strich mehr, als von einem „Billig-Produkt“.

 

 

 

lightMAG: Sehen Sie hier auch einen Bezug zur vieldiskutierten „Wegwerf-Mentalität“ von heute?

Achim Bredin: Es ist eine Frage der Einstellung zu den Dingen an sich. Will man sich umgeben mit Qualität und mit Produkten die eine gewisse geistige Identität mit sich bringen? Oder legt man darauf keinen Wert und bevorzugt Objekte, die so gleichgültig sind, dass sie einen nicht berühren? Die Ästhetik spielt dabei oftmals keine Rolle mehr. Die individuelle Form des Produktes wird auf dem Altar des Massengeschmacks geopfert. Hier müssen wir aufpassen, da hier viel Identität verloren geht, auch die Identität einer Gemeinschaft, einer Gesellschaft.

Eine Gesellschaft ohne ästhetische Kultur verliert sich im Laufe der Zeit selbst. Sie kann sich über nichts mehr definieren, als über materiellen Besitz. Dies allein kann aber keine Identität stiften. Ein Produkt ist immer auch Design-Objekt und mehr als die bloße Summe seiner Einzelteile. Es hat einen ideellen Wert und vertritt eine geistige Haltung.

lightMAG: Welcher Designer oder Künstler beeinflusst Ihr Wirken? Haben Sie ein Vorbild?

Achim Bredin: Zunächst einmal steht für mich persönlich Leonardo da Vinci über allem, sowohl hinsichtlich Kunst als auch in puncto Design – er war ein echtes Universalgenie.

Wer mich unter den zeitgenössischen Designern beeindruck hat, war Richard Sapper mit seiner Tizio. Sehr interessant fand ich auch die Ausführungen zu seiner Arbeit. Ich verbinde mit seinem Schaffen eine gewisse Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit.

lightMAG: Um Ihre vorherigen Ausführungen aufzugreifen: Die Tizio wäre für Sie ein Positivbeispiel für ein Produkt mit Charakter?

Achim Bredin: Ja, sie ist etwas absolut Eigenständiges. Und der Erfolg gibt dem Produkt Recht – es ist immer noch aktuell. Es ist ja auch so: Dinge sind dazu da, um sich an ihnen zu erfreuen. Ich habe auch eine Tizio und wenn ich sie einschalte, bereitet sie mir Freude. Sie begleitet mich seit langen Jahren.

lightMAG: Bei der Tizio kommt unweigerlich der Begriff „zeitlos“ in den Sinn. Ist dies der Anspruch an den Designer, ein möglichst zeitloses Objekt zu schaffen?

Achim Bredin: Das ist tatsächlich das Faszinosum am Design. Ohne eine gewisse Zeitlosigkeit wird das Design keinen Bestand haben. Niemand wird dann in 20 Jahren sagen: das ist ein tolles Objekt. Dies hat in meinen Augen wieder viel damit zu tun, ob ein Produkt, ein Design eine gewisse geistige Haltung vertritt.

Jeder Designer sollte sich dies auch sich selbst gegenüber ehrlich beantworten: mache ich dieses Objekt, weil mein Herzblut daran hängt, oder möchte ich damit vor allem Geld verdienen? Es ist auch eine gewisse Verpflichtung sich selbst gegenüber, ob man „ehrlich“ bleiben will.

Man kann natürlich auch rein spekulativ arbeiten und ausschließlich die Frage verfolgen: Was verkauft sich wohl am besten? Hier geht es dann natürlich auch oft um die Auseinandersetzung mit dem Hersteller, dem Kunden des Designers. An dieser Stelle wird die eigene Ehrlichkeit auf die Probe gestellt. Inwieweit bin ich kompromissbereit, inwieweit möchte ich mir selbst treu bleiben? Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass man sich nicht verkaufen sollte. Die Ehrlichkeit mir selbst gegenüber hat mich persönlich stets weitergebracht und sicherlich meinen eigenen Stil entscheidend mitgeprägt.

lightMAG: Wie denken Sie über das Verbot der herkömmlichen Glühlampe durch die EU? Ist es ein guter Ansatz, den Energieverbrauch zu senken?

 

Die LED-Module der Pendelleuchte Squrve von Bruck in der Detailansicht.

"Die LED ist technisch eine fantastische Sache"

Achim Bredin: Hier bin ich etwas zwiegespalten. Man hätte die ganze Sache etwas mehr den technischen Entwicklungen überlassen sollen, statt es einem politischen Entscheidungsprozess zu unterwerfen. Ich denke, dass hier auch wirtschaftliche Interessen eine Rolle dabei gespielt haben, das Thema schnell ad acta zu legen und Fakten zu schaffen. Darüber hinaus ist die LED technisch eine fantastische Sache. Ich beschäftige mich selbst viel damit und denke, dass in diesem Bereich noch viele spannende Entwicklungen auf uns warten.

lightMAG: Ist folglich die LED für Sie das Leuchtmittel der Zukunft?

Achim Bredin: Ja, das denke ich schon. Man kann natürlich nie wissen, was uns künftig an Neuheiten erwartet.

 

lightMAG: Anfangs waren viele Verbraucher eher mäßig begeistert von der Lichtqualität der LED…

Achim Bredin: Ich war anfangs selbst sehr skeptisch. Hier ist aber durch die Realisierung warmer Lichtfarben sicherlich schon ein großer Schritt gemacht worden. Und es wird weitergehen: die Lichtqualität wird sich weiter verbessern. Dass die ersten Erfahrungen für viele Verbraucher eher ernüchternd verliefen, liegt natürlich auch in der Natur der Sache: Jede technische Neuentwicklung hat „Startschwierigkeiten“ – anfangs ist noch nicht alles optimal. Ich denke aber, wir sind hier auf einem guten Weg und die LED wird sich weiter etablieren.

 

Die Jack Canto Pendelleuchte von Bruck im Design von Achim Bredin vor weißem Hintergrund

Erfolgsmodell: Die Pendelleuchte Jack Canto ist auch mit LED-Technik zu haben

lightMAG: Bedeutet der Verzicht auf die Glühlampe einen Verlust für Sie als Designer?

Achim Bredin: Nein, ich empfinde es als neue Voraussetzung, eine Voraussetzung die mir in der Praxis größere Freiheiten lässt. LED ist keine Einschränkung – ganz im Gegenteil. Sie lässt einem gestalterisch größere Freiheiten. Die Funktion einer LED-Leuchte macht sich nicht mehr allein an mechanischen Aspekten fest (wo ist die Fassung) und eröffnet dadurch völlig neue Möglichkeiten, etwa hinsichtlich Bauformen, die vor der LED so nicht oder nur schwer realisierbar gewesen wären.

 

 

 

lightMAG: Haben Sie eine Theorie, eine Idee, wie die LED-Leuchte der Zukunft aussehen könnte?

Achim Bredin: Wir haben nicht mehr die fest definierten Punkte wie den Kopf einer Leuchte. Wir haben jetzt alle möglichen Variationen der Form, die wir herausarbeiten können. Ein Blick auf den Markt der LED-Leuchten verschafft ja bereits einen Eindruck davon, dass sich die Form einer Leuchte durch die neue Technik stark verändern wird.

 

Mehrere Exemplare des Loft Spots sind an einem Bruck Highline-Seilsystem montiert, das in vertikaler Richtung aufgespannt wurde.

Loft Spots von Achim Bredin an einem vertikal gespannten Bruck Highline-Seilsystem

lightMAG: Werden Sie künftig wieder als Leuchtendesigner tätig sein? Ist eine erneute Zusammenarbeit mit der Fa. Bruck geplant?

Achim Bredin: Ich bin nach wie vor für Bruck tätig und arbeite momentan an einigen neuen Ideen, die allerdings noch nicht verraten werden. Im Bereich der freien Kunst bin ich ebenfalls noch aktiv, allerdings sind das mehr „Fingerübungen“.

lightMAG: Ist dies für Sie wichtig, das Nebeneinander von Kunst und Design in Ihrer Arbeit?

Achim Bredin: Im Grunde genommen sind diese beiden Facetten absolut gleichberechtigt. Ich brauche beides, einfach um mich wohlzufühlen. Das Design hat den gleichen Stellenwert wie die freie Kunst. Beides sind wichtige Facetten meiner Person.

 

lightMAG: Wenn Sie eine Leuchte ganz nach Ihrem Wunsch gestalten würden, wie würde diese aussehen?

Achim Bredin: Das ist eine sehr schwierige Frage, die ich nicht spontan beantworten kann. (Herr Bredin überlegt einen Moment.)

Es wäre wahrscheinlich ein Objekt, das momentan noch nicht realisierbar ist. Ich denke da an Licht, das uns immer begleitet, dem Menschen durch seine Wohnung folgt. Ich sehe hier auch die Möglichkeit, dass wir uns völlig von der Leuchte als Objekt entfernen könnten. Wir lösen uns von der Form und gehen in den Bereich Vision. Ich denke hier etwa an leuchtende Oberflächen, die nach Bedarf automatisch ein- und ausgeschaltet werden.

lightMAG: Herr Bredin, wir bedanken uns sehr herzlich für das aufschlussreiche Gespräch.

 

 

Achim Bredin – Designer, Künstler, Multitalent

Achim Bredin wächst in Potsdam auf absolviert zunächst eine Lehre zum Maschinenschlosser. Später absolvierte er ein Volontariat als technischer Zeichner. Hier entdeckt er sein Talent als Konstrukteur und Vordenker. Es folgt ein Studium im Bereich Grafik & Design. Noch während seines Studiums nimmt er an einem Wettbewerb teil, bei dem es gilt, das offizielle Emblem der Sommer-Olympiade 1972 in München zu gestalten. Sein vielbeachteter Entwurf für den Wettbewerb wird preisgekrönt. (Quelle: Wilhelmshavener Zeitung)

 

Das Lichtsystem Flexline sorgt für effektvolle Beleuchtung in einem Flur.

Effektvolles Licht: Bredin arbeitete für Bruck an verschiedenen Lichtsystemen

Bredin arbeitet in der Folgezeit in einer Werbeagentur sowie als freiberuflicher Grafiker und technischer Zeichner. In den späten 80er-Jahren beginnt die Zusammenarbeit mit dem deutschen Leuchtenhersteller Bruck, für den Bredin eine Reihe von preisgekrönten Leuchten entwickelt. Für seine Arbeiten für Bruck wird Bredin unter anderem mehrfach mit dem iF Design Award prämiert. Seine Schreibtischleuchte Tenza hält sogar Einzug in die Ausstellung des Cooper-Hewitt Smithsonian Design Museum in New York. Für Bruck arbeitet er auch an Lichtsystemen, die mit mehreren Leuchten bestückt werden können. Mehr zur Tätigkeit Achim Bredins als Leuchtendesigner für Bruck ist übrigens im letzten Kapitel zu erfahren.

 

 

 

Achim Bredins Sohn David im Portrait

Markantes Konterfei: Achim Bredins Sohn David ist erfolgreicher Schauspieler
©Caroline Scharff

Nach Zwischenstationen in Düsseldorf, Lüneburg und der Schwäbischen Alb verschlägt es Achim Bredin nach Sande, einer beschaulichen Gemeinde in Friesland mit rund 9.000 Einwohnern, wo der Designer und Künstler seit einigen Jahren lebt. Sein Sohn David Bredin arbeitet als erfolgreicher Schauspieler für Bühnen-, TV- und Filmproduktionen und war bereits in so bekannten Formaten wie „Tatort“, „Wilsberg“ oder „Der Tatortreiniger“ zu sehen. Das Foto von David Bredin wurde uns freundlicherweise von der Agentur Schwanenberg zur Verfügung gestellt.

 

 

 

 

 

Die Skulpturengruppe "Der hohe Senat" in Wilhelmshaven wurde von Achim Bredin gestaltet.

Die Skulpturengruppe "Der hohe Senat" von Achim Bredin

Neben seiner Tätigkeit als Designer ist Achim Bredin als freischaffender Künstler tätig und fertigt Gemälde, Skulpturen und grafische Kunst. So gestaltet er beispielsweise 2005 die Skulpturengruppe „Der hohe Senat“ in Wilhelmshaven. Die Skulptur setzt sich zusammen aus fünf silbernen Säulen verschiedener Höhe mit rot gefärbten Einkerbungen. Einige der Stelen sind mit LEDs ausgestattet, so dass sich „Der hohe Senat“ als leuchtende Skulpturengruppe präsentiert, die auch bei Dunkelheit die Blicke auf sich zieht.

 

Eine Lithografie, die während der Ausstellung „Körper & Zeichen“ gezeigt wurde

2010 werden in Jever im Rahmen der Ausstellung „Körper und Zeichen“ fünfzig Werke von Achim Bredin gezeigt. Ausgestellt werden Skulpturen aus verschiedenen Materialien, Gemälde und Zeichnungen sowie Lithografien und Radierungen. Darunter findet sich auch Ausgefallenes, so entstand etwa eines der Gemälde ausschließlich unter Verwendung von Sand und Holzleim. (Quelle: NWZ Online) Die Ausstellung verdeutlicht das enorme Spektrum von Achim Bredin, der sich verschiedenster Techniken und Methoden bedient um seine Gedanken und Ideen zu visualisieren. Das linke Bild zeigt eine der Lithografien, die im Rahmen von „Köper und Zeichen“ ausgestellt wurden.

 

 

 

 

Achim Bredin – leuchtende Highlights für Bruck

Viele Strahler, Spots und Leuchten, die Achim Bredin für Bruck entwickelte, sind als absolute Dauerbrenner auch heute noch erhältlich. Die Leuchtenfamilie Star/Clareo etwa wurde im Laufe der Jahre um unterschiedliche Varianten erweitert. Verschieden gestaltete Spots mit Reflektorlampen oder die Variante mit LED-Technik bieten sich für eine Vielzahl unterschiedlicher Beleuchtungsaufgaben an. Alle Star/Clareo Spots sind in verschiedenen Ausführungen zu haben, wahlweise als Einzelleuchte, oder als Variante für die Bruck-Lichtsysteme Duolare oder POINT.

 

Die dreiflammige Ausführung des Bruck rundlichen Clareo Spot vor weißem Hintergrund.

Der runde Clareo Spot ist auch als mehrflammige Ausführung zu haben

In der breit gefächerten Star/Clareo Leuchtenfamilie ist auch in puncto Design für jeden Geschmack die richtige Leuchte zu finden. Die Ausführung mit GU5,3-Sockel sowie die rundliche Variante mit GU10-Leuchtmittel sind auch als zwei- oder dreiflammige Leuchte erhältlich. Die hier im Bild gezeigte, dreiflammige Variante des rundlichen Clareo Spots bietet zudem noch die Möglichkeit, über einen Einschub verschiedene Optiken einzusetzen, um die Lichtwirkung nach eigenen Wünschen anpassen zu können.

 

 

 

 

 

Zu den jüngsten Kreationen Achim Bredins zählt der Scobo Spot 2, den er für Bruck gestaltete. Scobo 2 ist von einem eher technischen Look geprägt. An der sachlichen Formensprache sind die Einflüsse auf den Stil Achim Bredins gut erkennbar. Eine klare Linie und eine gewisse „Ehrlichkeit“ begleiten die Ästhetik dieses Spots. Das verwendete Reflektorleuchtmittel sorgt für zielgerichtete Beleuchtung – so gelangt das Licht garantiert dorthin, wo es benötigt wird. Zudem kann der Spot mit verschiedenen Optiken versehen werden, etwa mit Entblendringen, die eine blendfreie Beleuchtung gewährleisten. Der Scobo Spot 2 ist in Kombination mit dem Schienensystem Duolare von Bruck verwendbar, an dem sich auch viele weitere Bruck Leuchten, Strahler und Spots montieren lassen.

 

Auch für das praktische Seilsystem Highline von Bruck sind einige Leuchten im Design von Achim Bredin zu haben. Mit der Loft-Familie gestaltete Bredin eine Reihe von Leuchten, die sich als gelungener Materialmix aus Chrom und Glas präsentieren. Mit Loft Move Down kann beispielsweise eine elegante Pendelleuchte in das Highline-System integriert werden. Insbesondere mehrere Exemplare der Loft Move Down, etwa über einem Esstisch angebracht, sorgen für ein ästhetisches wie lichttechnisches Highlight im Raum. Außerdem sind in dieser Familie noch der Loft Down mit Querstrebe als Aufhängung zu haben, oder alternativ die einstellbare Variante des Loft Spots mit einem Schwenkbereich von 70°. Alle drei Leuchten nutzen als Diffusor ein mundgeblasenes Kristallglas, das zum Zweck der Entblendung im Bereich des Leuchtmittels satiniert wurde. Die Loft-Familie wird komplettiert durch die Loft Up, die sich als flaches Rechteck präsentiert. Durch das mikroperforierte Lochblech und die opale Acrylfolie wird eine optimale Entblendung des Leuchtmittels gewährleistet.

 

Drei Exemplare der Jack Canto Pendelleuchte, von Achim Bredin für Bruck gestaltet, sorgen für eine außergewöhnliche Badezimmerbeleuchtung.

Ausgefallene Bad-Beleuchtung mit der Jack Canto Pendelleuchte

Mit Jack Canto gestaltete Achim Bredin eine außergewöhnliche Pendelleuchte für Bruck. Die parabolische Form des Leuchtenkopfes sorgt für optimale Entblendung. Der Kopf aus Aluminium wird zudem von einem mundgeblasenen, klaren Kristallglas umgeben, wodurch Jack Canto seinen besonderen Look erhält. Jack Canto ist als Einzelleuchte zu haben oder als Variante zur Montage am POINT- oder Duolare-System. Übrigens: Die Bruck-Lichtsysteme lassen sich über die praktische LISY-Planungshilfe  selbst zusammenstellen. Mit wenigen Klicks entsteht im Handumdrehen ein maßgeschneidertes Seil-, Schienen- oder Stecksystem, mit dem sich verschiedenste Beleuchtungsaufgaben realisieren lassen.

 

 


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsabfrage * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.