Das Glühlampenverbot — Eine Übersicht

Das Motiv zeigt einige Glühlampen, überdeckt von einem Verbotsschild

Das vield­isku­tierte Glüh­lam­p­en­ver­bot geht zurück auf eine Ini­tia­tive der EU zur Senkung des Energie­ver­brauch­es. Durch die EU-Richtlin­ien soll der Ver­brauch von Elek­trogeräten schrit­tweise reduziert wer­den, indem inef­fizien­te Geräte nach und nach vom Markt gedrängt wer­den. Ziel ist es, den Verkauf von energieef­fizien­ten Elek­trogeräten zu fördern. „Strom­fresser“ sol­len vom Markt ver­schwinden. Dadurch soll der Energie­ver­brauch gesenkt und der damit ver­bun­dene CO2-Ausstoß ver­ringert wer­den.

 

 

Das Glühlampenverbot – Die Verordnungen der EU

Das Bild zeigt mehrere klare Glühlampen

Das Ver­bot von Glüh­lam­p­en mit unge­bün­del­tem Licht wird durch die Verord­nung 2009/244/EG geregelt.

Die Verord­nun­gen, die sich mit der Effizienz von Leucht­mit­teln befassen, gehen zurück auf die Rah­men-Richtlin­ie EUP 32/2005 des Kli­maschutzpro­gramms der EU. Seit dem 1. Sep­tem­ber 2009 ist die EU-Verord­nung 2009/244/EG in Kraft, die den Energie­ver­brauch von Lam­p­en mit unge­bün­del­tem Licht regelt. Die Verord­nung ist die Grund­lage für das so genan­nte „Glüh­lam­p­en­ver­bot“. Sie ist in ins­ge­samt sechs Stufen eingeteilt, von denen bis heute bere­its fünf in Kraft getreten sind. Die sech­ste und let­zte Stufe wird zum 01. Sep­tem­ber 2018 umge­set­zt. Ab diesem Datum gilt, dass alle Lam­p­en mit unge­bün­del­tem Licht min­destens die Energieef­fizien­zk­lasse B aufweisen müssen, was fak­tis­ch das Aus für alle entsprechen­den Hoch­volt-Halo­gen­lam­p­en bedeutet.

 

 

 

Das Bild zeigt eine Reflektorlampe mit GU10-Sockel.

Die Verord­nung 2012/1194/EG befasst sich mit der Effizienz von Reflek­tor­lam­p­en.

Des Weit­eren reg­uliert die Verord­nung 2012/1194/EG den Energie­ver­brauch von Lam­p­en mit gebün­del­tem Licht, so genan­nten Reflek­tor­lam­p­en. Hier griff die erste von drei Stufen der Verord­nung zum 01.09.2013. Zum 1. Sep­tem­ber 2016 trat die drit­te und let­zte Stufe dieser Verord­nung in Kraft. Für alle Lam­p­en mit gebün­del­tem Licht gel­ten ab diesem Stich­tag höhere Anforderun­gen an die Energieef­fizienz. Halo­gen­re­flek­tor­lam­p­en, etwa die weit ver­bre­it­eten Lam­p­en mit GU10-Sock­el, dür­fen ab diesem Stich­tag nicht mehr in der EU in Verkehr gebracht wer­den.

In diesem Beitrag wer­den wir Ihnen zeigen, welche Leucht­mit­tel bis­lang ver­schwun­den sind, und welche Lam­p­en auch nach 2018 noch für den End­ver­braucher erhältlich sein wer­den. Zuvor möcht­en wir aber noch kurz einen Blick darauf wer­fen, was das so genan­nte Glüh­lam­p­en­ver­bot für Sie als End­ver­braucher eigentlich bedeutet.

 

 

 

Das Glühlampenverbot – Verboten oder nicht?

Das Bild zeigt verschiedene 230-V-Halogenlampen mit unterschiedlichem Sockel.

Auch Halo­gen­lam­p­en sind vom Ver­bot betrof­fen — hier gibt es allerd­ings Aus­nah­men.

Zunäch­st ist an dieser Stelle eine genaue Begriffs­de­f­i­n­i­tion erforder­lich. Streng genom­men han­delt es sich näm­lich nicht um ein „Ver­bot“, da die EU-Verord­nung keinen bes­timmten Leucht­mit­tel­typ kom­plett aus dem Verkehr zieht. Es han­delt sich vielmehr um Min­destanforderun­gen an die Effizienz ein­er Lam­pe. Leucht­mit­tel, die diese Anforderun­gen nicht erfül­len kön­nen, dür­fen nicht mehr in der EU hergestellt oder importiert wer­den. Der Begriff „Glüh­lam­p­en­ver­bot“ ist daher nur bed­ingt zutr­e­f­fend, zumal einige Typen von Halo­gen-Glüh­lam­p­en auch zukün­ftig erlaubt bleiben, sofern sie die Anforderun­gen an die Energieef­fizienz erfül­len.

 

 

 

Händler müssen jedoch nicht zum Stich­tag alle Lam­p­en aus ihren Regalen ver­ban­nen, die nicht die geforderte Effizienz aufweisen. Vorhan­dene Bestän­de dür­fen nach wie vor verkauft wer­den. Ein wichtiger Schlüs­sel­be­griff ist in diesem Kon­text das „Inverkehrbrin­gen“. Händler dür­fen alle Lam­p­en, die sie noch vor dem Stich­tag erwor­ben haben, weit­er­hin verkaufen. Als „Erst-Inverkehrbrin­gen“ ist die Her­stel­lung oder der Import in die EU zu ver­ste­hen, sprich: Nach dem Stich­tag dür­fen keine Lam­p­en mehr pro­duziert oder in die EU importiert wer­den, die nicht die Min­destanforderun­gen an die Energieef­fizienz erfül­len.

Das Glüh­lam­p­en­ver­bot bedeutet jedoch nicht, dass Sie als End­ver­braucher Ihre vorhan­de­nen Leucht­mit­tel alle­samt aus­tauschen und weg­w­er­fen müssen. Vorhan­dene Leucht­mit­tel kön­nen selb­stver­ständlich weit­er­hin ver­wen­det wer­den.

Auf der näch­sten Seite erfahren Sie mehr über das Ver­bot von Glüh­lam­p­en mit unge­bün­del­tem Licht.


2 Gedanken zu „Das Glühlampenverbot — Eine Übersicht

  1. LEDs sind super dachte ich mir vor Jahren, der Heilige Gral der Beleuch­tung: super­sparsam, gut für das geschun­dene Kli­ma und die hal­ten ja auch so lange und sind somit auch gut für den Geld­beutel.
    Also besorgte mir die erste Lam­pe mit über 40 Mini-LEDs für das Stille Örtchen. Das war unge­fähr im ersten Drit­tel des let­zten Jahrzehnts.
    Als näch­stes fol­gte eine LED-Lese­lam­pe im Jahre 2007, die ich jedoch, nach 2 Wochen Gebrauch nur mehr als Beleuch­tung für eine Skulp­tur ver­wen­de­te; zu sehr schmerzten meine Augen beim Lesen. Die Tech­nik ist eben noch nicht so weit, dachte ich mir. Das wird schon. Der zweite Ver­such im Jahre 2010 ging auch schief; das Ding ver­staubte ungenutzt in ein­er Ecke des Arbeit­sz­im­mers.
    Und dann der näch­ste Anlauf vor zwei Jahren; doch dies­mal machte ich mir mit dem Händler aus, die Lam­pe ggf. zurück­geben zu dür­fen, was ich dann auch in Anspruch nehmen musste, denn auch die neuere, ange­blich so viel bessere Gen­er­a­tion von LEDs bere­it­ete mir Augen­schmerzen. Na so was!
    Mein let­zter Ver­such — ich bin hart­näck­ig — ist nun ein knappes Jahr her und inzwis­chen weiß ich aus “LED-Licht-verseucht­en” Wohn­räu­men bei Besuchen mein­er Fre­un­de, dass LEDs offen­bar nichts für mich sind. Denn LED-Lam­p­en bere­it­en mir nach spätestens nach 10 – 20 Minuten Augen­schmerzen, wohinge­gen mir Son­ne, Glüh­bir­nen, Halo­gen­lam­p­en (= Glüh­birne mit einem Halo­gen) und die inzwis­chen ver­teufel­ten Energies­par­lam­p­en (Leucht­stof­fröhren) keine Augen­prob­le­me bere­it­en. Inzwis­chen habe ich die LED-Lam­p­en alle­samt aus der Woh­nung ver­ban­nt und somit habe ich zu Hause meine “Lichtruhe”. Großteils ver­wen­de ich Halo­gen-Nieder- und auch Hoch­volt-Leucht­mit­tel und die Bulb von Ingo Mau­r­er ist als Einzige mit ein­er an der Kup­pe ver­spiegel­ten Glüh­birne verse­hen — alles andere wäre dieser Leuchtikone gegenüber ein “Lichtver­brechen”.
    Zurück zum The­ma: Inzwis­chen sind also Besuche in Woh­nun­gen mein­er Fre­un­de und Bekan­nten ein Prob­lem, da viele in den let­zten sechs Monaten teils zu 90% auf LEDs umgestiegen sind.
    Ergo hat­te ich nach jedem Besuch 1–2 Tage rote Augen, und so marschierte ich let­zte Woche zum Optik­er meines Ver­trauens und fragte, was denn nur mit mir los sei. Warum bin ich nur so empfind­lich auf die LEDs? Als Antwort drück­te er mir einen Artikel von Prof. Dr. Peter Heilig in die Hand, der an der Uni-Wien unter­richtet und Facharzt für Augen­heilkun­de ist, sowie Licht­tech­niker und u.a. zu den The­men Licht­tech­nik und Prozesse der Wahrnehmung forscht.
    Der uner­freuliche Titel aus einem Inter­view des Mag­a­zins For­mat aus 2015: “Blaues Licht ist “giftig” für das Auge”.
    Es geht um pho­to­tox­is­che Effek­te des blauen Lichts für die Augen und der daraus resul­tieren­den erhöht­en Gefahr des massen­haften Anstiegs von Degen­er­a­tio­nen der Maku­la, was auf län­gere Zeit zu Erblind­ung führen kann. LEDs haben i.d. Regel einen hohen Anteil an blauem Licht im Spek­trum (googelt mal: “Licht­spekrum LED” und dann im Ver­gle­ich die Spek­tren von Halo­gen, Glüh­lam­p­en und der Son­ne), auch wenn der hohe blaue Anteil oft durch orange und rot mask­iert wird.
    Faz­it: viele LEDs erzeu­gen weißes Licht mit ein­er blauen LED, die dann einen bre­it­bandi­gen Lumi­neszen­z­farb­stoff anregt und somit fähig wird weißes Licht auszusenden. Lei­der wer­den nur Teil­bere­iche des roten Licht­es erzeugt und diese sind wieder wichtig für Reparatur­prozesse im Auge. Beson­ders gut fand ich dies dann von Dr. Alexan­der Wun­sch auf Youtube im Inter­view durch Dr. Mer­co­la erk­lärt (Kurz­fas­sung ist eine hal­be Stun­de und die genaue einein­halb Stun­den). Ergo benöti­gen wir offen­sichtlich den restlichen, roten Bere­ich des sicht­baren Licht­es und des Infrarot-A-Bere­ichs (near infrared) für Reparatur­prozesse in den Zel­len und natür­lich auch für die Augen. Es scheint also ein großes Prob­lem zu sein, wenn uns dies durch LEDs voren­thal­ten wird. Zur Wichtigkeit der Regen­er­a­tion durch Infrarot, beson­ders des nahen Infrarot­bere­ich­es (den man übri­gens wed­er spüren noch sehen kann), gibt es unzäh­lige wis­senschaftliche Stu­di­en.
    Man mag nun ein­wen­den: Auch die Son­ne hat zu Mit­tag einen sehr hohen Anteil an blauem Licht. Stimmt vol­lkom­men (deshalb sind Son­nen­bril­len so wichtig)! Doch hat das Mit­tagsson­nen­licht natür­lich auch das gesamte, regener­ieren­de rote Spek­trum bis in den Infrarot­bere­ich; außerdem ist die Pupille bei starkem Licht weniger weit geöffnet als am Abend bei LED-Beleuch­tung und wir haben außerdem dann auf “Blau­sicht” umgestellt, wodurch eben ein gar nicht so klein­er Teil der Men­schen auf LEDs schlecht zu reagieren scheint.
    Mein Faz­it beim Optik­er meines Ver­trauens: ich kaufte mir eine Brille, die mir den Blaubere­ich der LEDs großteils abschirmt und zusam­men mit ein­er Schirmkappe kann ich nun auch in “LED-verseucht­en” Wohn­räu­men ein paar Stun­den zu Besuch sein, und am Arbeit­splatz habe ich mich nun mit den Leucht­stof­fröhren aus­gesöh­nt, die mir wenig­stens nichts antun, solange ich sie nicht ger­ade mutwillig zer­schmettere. And by the way: auch LEDs sind Son­der­müll und keines­falls im Rest­müll zu entsor­gen, wie auf unseren Aufk­le­bern bei den Mis­tkü­beln in der Anlage deut­lich ver­merkt ist. Statt Queck­sil­ber sind m.E. eben andere teils beden­kliche Sub­stanzen drin­nen.
    Ich finde es trau­rig, dass mein Traum von der tol­len LED so eine Bauch­landung erlebte. Tja, wie es aussieht hat sich die Evo­lu­tion wohl doch etwas dabei gedacht uns auf Schwarzkör­per­strahlung, wie von Son­ne, Glüh- und Halo­gen­bir­nen, Lager­feuern, Kerzen und der­gle­ichen aus­ges­trahlt wird, anzu­passen und nicht auf LEDs.

  2. Wenig­stens die Halo­gen­lam­p­en 230 Volt in Glüh­lam­p­en­form der Klasse c kön­nten die uns ruhig lassen. Die Energieef­fizien­zk­lasse ist doch ganz okay warum schreiben die uns vor, was wir für Leucht­mit­tel benutzen sol­len. Ger­ade bei nur kurz­er Bren­ndauer sind Halo­gen­lam­p­en gut, nicht ESL oder LED. Die Klasse c Halo­gen­lam­pe kön­nten die ruhig auch matt oder milchig verkaufen.
    Es gibt sehr viele Lam­p­en wo es grausam und hässlich ist, in eine blenden­de Glüh­wedel zu schauen. Nur gut, dass ich Glüh­lam­p­en gehort­et habe und (MATTE) Glüh­lam­p­en, nicht nur klare.

    LG der DENKER

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsabfrage * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.