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Le Corbusier

*1887 †1965

Architekt, Städteplaner und Künstler von Weltrang

Nur wenige Menschen haben die Welt der Architektur und des Design so nachhaltig geprägt wie Charles-Edouard Jeanneret-Gris, besser bekannt als Le Corbusier. Dabei polarisiert er durch seine kompromisslosen Entwürfe, die mit der Tradition brechen und eine neue und moderne Formensprache etablieren. Zu seinen bekanntesten Werken zählen die Unité d’Habitation de Marseille und seine Möbelserie LC1 – LC7. Doch auch vor dem Entwurf von Leuchten macht das Universaltalent nicht halt. So verdanken wir Le Corbusier die Projecteur 365 Floor und die Lampe de Marseille, die heute von der italienischen Designmarke Nemo vertrieben werden.

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Le Corbusier Ausbildung und erste Schritte in der Architektur- und Designwelt

Le Corbusier beginnt seine Karriere mit einer Ausbildung zum Graveur und Ziseleur in seiner Heimatstadt La Chaux-de-Fonds in der Schweiz. Wegen seines Talents empfiehlt ihm sein Lehrer im Bereich der Malerei und Architektur zu arbeiten. So entstehen ab 1905 erste Entwürfe für Wohnhäuser, von denen einige ausgeführt werden. Diese ersten Arbeiten tragen allerdings noch nicht die für Le Corbusier typische Handschrift. Erst zwischen 1915 und 1920 entwickelt er ein eigenständiges, architektonisches Programm, das er publikumsbewusst zu veröffentlichen weiß.

Nach langen Studienreisen durch ganz Europa siedelt der junge Architekt 1917 schließlich nach Paris über. Dort gründet er gemeinsam mit dem Maler Amédée Ozenfant die Kunstrichtung des Purismus, die sich stark an der Formensprache des Kubismus anlehnt. Außerdem geben sie die Zeitschrift „L‘Esprit nouveau“ heraus, die sich einer modernen Theorie der Kunst, Kultur und Architektur verschreibt. Für die erste Ausgabe 1920 verwendet Charles-Edouard zum ersten Mal sein Pseudonym Le Corbusier, das er von einem Urgroßvater übernimmt.

Im selben Jahr erregt Le Corbusier durch das Projekt Maison Citrohan große Aufmerksamkeit. Der Entwurf des Wohnhauses ist von der Ästhetik moderner Industriegebäude, wie etwa dem Werk des französischen Autoherstellers Citroёn, inspiriert und beruht auf dem Domino-Modulsystem. Dieses von Le Corbusier patentierte System ermöglicht einen freien Grundriss, da Innen- und Außenwände keine tragende Funktion mehr übernehmen. Stattdessen wird die Konstruktion durch ein nacktes Stahlbetonskelett gestützt, in das schließlich verschiedene Wohnmodule eingefügt werden.

Ohnehin ist Le Corbusier von den technischen Erfindungen seiner Zeit wie dem Automobil begeistert. Daher verfolgt er auch die Entwicklungen im Bereich des Leuchtendesigns. Dort entdeckt er die Schreibtischleuchten von Bernard-Albin Gras, die sich durch ihren hohen Bedienkomfort und Stabilität auszeichnen. Fortan begleitet Le Corbusier ein Exemplar dieser praktischen Lichtspender in all seine Büros. Ihre Qualität stellen sie bis heute unter Beweis: Mittlerweile wird die Lampe Gras No. 205 von der Leuchtenmanufaktur DCW hergestellt.



Der berühmt-berüchtigte Plan Voisin von Le Corbusier

1925 stellt Le Corbusier auf der „Exposition Internationale des Arts Décoratifs“ den sogenannten Plan Voisin vor. Dieser Entwurf für eine Modernisierung des Stadtkerns von Paris kommt einem Paukenschlag gleich. Er sieht vor große Teile der Altstadt zugunsten einer neuen modernen Hochhausbebauung zu beseitigen. So soll Lebensraum für gut drei Millionen Menschen entstehen, der zugleich modernen Wohnstandards genügt. Die Radikalität des Plans stößt auf großen Wiederstand, weshalb er auch nie verwirklicht wird. Allerdings katapultiert dieser mutige Entwurf Le Corbusier auf Anhieb ins kollektive Bewusstsein der Franzosen.

In den folgenden Jahren entwirft Le Corbusier zusammen mit Charlotte Perriand die LC Möbelserie. Auch heute werden diese Sitzmöbel als absolute Klassiker weltweit geschätzt, wobei sich insbesondere der LC4, auch Chaise Longue genannt, großer Beliebtheit erfreut. Das italienische Einrichtungslabel Cassina vertreibt die Möbel von Le Corbusier bis heute.

Im Jahr 1930 nimmt der gebürtige Schweizer schließlich die französische Staatsbürgerschaft an und setzt sich bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs verstärkt für die Modernisierung der Architektur und des Siedlungsbaus ein. Unter anderem ist Le Corbusier federführend bei der Charta von Athen, die ein Programm für eine zeitgemäße Stadtplanung und Architektur fordert. Zudem veröffentlicht er ein Manifest mit dem Titel „Fünf Punkte einer neuen Architektur“. Darin beschreibt er die wesentlichen Komponenten eines modernen Hauses. Insbesondere natürliches Licht spielt in seinen Entwürfen eine wichtige Rolle. Daher besitzen seine Gebäude große Fensterfronten, die den gesamten Raum mit Licht fluten.


Le Corbusiers Maßsystem: der Modulor

Während des Kriegs werden praktisch keine Projekte von Le Corbusier verwirklicht. Doch er legt in dieser Zeit die Grundlage für seine Proportionslehre, die unter dem Namen Modulor bekannt wird. Ausgehend von der Größe eines durchschnittlichen Menschen und dem goldenen Schnitt entwirft er ein System von Maßeinheiten, die seiner Meinung nach dem idealen Wohnraum konstituieren. In den folgenden Jahrzehnten nutzt er diese Lehre als Grundlage für zahlreiche Entwürfe. Die „Wohnmaschine“ Unité d’Habitation de Marseille und die Planstadt Chandigarh in Indien gehören zu den bekanntesten Projekten, die nach den Maßgaben des Modulors verwirklicht werden.

Besonders die Wohneinheiten (Unité d’Habitation) erlangen internationale Aufmerksamkeit, da es sich um riesige Wohnriegel handelt, die bis zu 1.700 Menschen beherbergen können. In diesen Betongebäuden vereint Le Corbusier Wohnen, Gewerbe, Bildung, Sport und soziales Leben in einem einzigen Komplex. Lediglich zum Arbeiten müssen die Bewohner das Wohnhaus verlassen. Insgesamt fünf dieser Wohnmaschinen werden in Frankreich und Deutschland bis 1967 gebaut.

Dabei entwirft Le Corbusier speziell für die erste Unité d’Habitation in Marseille seine Lampe de Marseille mini, die über zwei Lichtaustritte mit unterschiedlich großen Schirmen verfügt. Dadurch strahlt sie fokussiertes und breites Zonenlicht aus, wobei sie zugleich eine indirekte, atmosphärische Beleuchtung erzeugt. Etwa zur selben Zeit entsteht auch die Projecteur-Familie, die durch stilsicheres Industriedesign punktet. Besonders die Projecteur 165 mini Klemmleuchte begeistert durch ihre hohe Flexibilität. Sie lässt sich bedarfsgerecht einstellen und dank der Klemmbefestigung fast überall anbringen.

In Sachen Licht wird Le Corbusier 1958 erneut aktiv. Er entwickelt zusammen mit mehreren Künstlern den Pavillon von Philips für die Weltausstellung. Er greift die hyper- und parabolische Form der berühmten Chapelle Notre-Dame-du-Haut de Ronchamp auf und verbindet dies mit multimedialen Projektionen und Tonkulissen.

 
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