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Gae Aulenti

*1927 †2012

Ikone der Architektur

Die italienische Architektin und Designerin Gae Aulenti konnte sich schon zu Lebzeiten einen Weltruf erarbeiten. Mit der Neugestaltung berühmter Bauwerke profilierte sie sich als eine der erfolgreichsten Architektinnen der Welt. Auch als Produkt- und Industriedesignerin hatte Aulentis Name stets einen guten Klang. Im Bereich der Designerbeleuchtung war sie für so namhafte Kunden wie Martinelli Luce, Fontana Arte und iGuzzini tätig.

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Gae Aulenti – Zur Person

Gae Aulenti wurde 1927 in dem kleinen Örtchen Palazzolo dello Stella in der italienischen Provinz Udine geboren. Nach ihrem Diplom in Architektur am Polytechnikum in Mailand engagierte sie sich zunächst als selbstständige Designerin. Bis 1965 war sie Redakteurin und Grafikdesignerin für die Zeitschrift „Casabella“, zu Deutsch etwa „schönes zuhause“. Als Architektin gelangte Gae Aulenti zu großer Bekanntheit mit der Umgestaltung älterer Bauten. Zu ihren bedeutendsten Projekten zählt der Umbau einer Pariser Bahnhofshalle zum Musée d’Orsay (1980–1986).

Von 1966 bis 1969 hatte Gae Aulenti die Vizepräsidentschaft des bekannten, italienischen Industrieverbandes ADI inne, der den Compass d'Oro verleiht – einen der berühmtesten und begehrtesten Designpreise der Welt. Ein weiteres Tätigkeitsfeld von Gae Aulenti lag im Entwerfen von Kostümen und Bühnenbildern für Theater und Oper. Hier war sie unter anderem für die Mailänder Scala und die Wiener Staatsoper tätig.

Als Produktdesignerin entwarf sie neben Leuchten auch verschiedene Möbel und Einrichtungsgegenstände, unter anderem für den italienischen Hersteller Zanotta. Auch in der Lehre war Gae Aulenti stets sehr engagiert und übte eine Professur an Hochschulen in Mailand und Prato. Als Gastdozentin bereiste sie die USA, Kanada, verschiedene europäische Länder und sogar den Iran.

Nach langer Krankheit verstarb Gae Aulenti im Oktober 2012. Es folgten zahlreiche Nachrufe und viele Kollegen aus der Architektur- und Designwelt zollten der Verstorbenen Tribut. Heute gilt Gae Aulenti als Vorreiterin der Architektur, war sie doch zu ihrer Zeit eine der wenigen, weiblichen Industriedesigner und Architekten Italiens.
 

Gae Aulenti & das Thema Licht

Als vielbeschäftigte Frau widmete sich Gae Aulenti den verschiedensten Bereichen des Designs und der Architektur. Auch im Bereich des Leuchtendesigns erschuf sie Produkte, die sich auch nach ihrem Tod noch großer Beliebtheit erfreuen. Zu ihren bekanntesten Arbeiten zählt zweifellos die Leuchtenfamilie Pipistrello für den italienischen Traditionshersteller Martinelli Luce. Pipistrello bedeutet auf Italienisch „Fledermaus“ und beschreibt damit überaus treffend die außergewöhnliche Formensprache dieser Leuchtenfamilie. Pipistrello gilt längst als Ikone der Beleuchtung und hat es als Exponat in die permanente Ausstellung des berühmten New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) geschafft. Mit der Minipipistrello steht noch eine kleiner Variante der Tischleuchte zur Auswahl, sowie die Pipistrello LED, die mit dem namensgebenden, energiesparenden LED-Leuchtmitteln ausgestattet sind. Auch die Ruspa Tischleuchten gehen auf einen Entwurf von Gae Aulenti zurück. Diese Leuchtenfamilie von Martinelli Luce besticht durch ihre geschwungene, organische Formensprache. Der leicht nach vorne geneigte Leuchtenkopf erinnert dabei an einen Bagger im Betrieb, womit sich der Name Ruspa erklärt (Italienisch für „Bagger").

Mehrfach arbeitete Gae Aulenti mit Piero Castiglioni zusammen, Sohn von Livio Castiglioni und Neffe der Designerlegende Achille Castiglioni. Das Duo erschuf unter anderem die Leuchtenfamilie Parola für den italienischen Premium-Hersteller Fontana Arte. Parola präsentiert sich mit außergewöhnlich geformtem Leuchtenkopf aus Opalglas. Die Globenform des Kopfes wird dabei durch eine charakteristische „Delle" durchbrochen, die den Parola Leuchten ihren besonderen Charme verleiht. Parola ist als Steh-, Tisch- und als Wandleuchte zu haben. Dazu gesellt sich die Fontana Arte Parolona, die mit über zwei Metern Höhe ihre kleine Schwester deutlich überragt.

Ebenfalls in Zusammenarbeit mit Piero Castiglioni entwarf Gae Aulenti die Leuchtenserie Frame für die italienische Marke iGuzzini. In dieser Reihe technischer Leuchten sind verschiedenste Ausführen erhältlich, um für jede Beleuchtungssituation die passende Lösung bieten zu können. Design und Funktionalität sind von ausgeprägtem, architektonischem Charakter – Gae Aulenti zeigte sich hier inspiriert von ihrer Profession als Architektin. Frame ist in Varianten mit einem oder mehreren Spots zu haben. Jeder Spot ist einzeln beweglich und lässt sich ganz nach Bedarf ausrichten.
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