terminus

Ferruccio Laviani

*1960

Feines Gespür für Formen

Ferruccio Laviani ist als Art Director des renommierten Leuchten- und Möbelherstellers Kartell einer der phantasievollsten Designer Italiens. Er bestimmt die künstlerische Ausrichtung des Unternehmens und entwirft zugleich bezaubernde Lichtspender aus verschiedenen Kunststoffen, wie z. B. die Tati Tischleuchte. Sie verbindet auf eindrucksvolle Weise den Art Déco Stil mit einer minimalistischen Formensprache, indem der feine Stoffschirm durch ein Gehäuse aus Plexiglas eingefasst wird. Währenddessen arbeitet er für viele namhafte Designmarken wie Cassina, Flos, Dolce & Gabbana u. v. m. Auf den ersten Blick wirkt Lavinis Stil barock und ziseliert, doch verbirgt sich hinter den prunkvollen Entwürfen des Italieners, der 1960 in Cremona geborgen wurde, ein fein geschultes Gespür für Formen. So wartet die Take Tischleuchte mit einem augenzwinkernden Kniff auf. Ihr Korpus ist in der Mitte durch eine transparente Polycarbonatscheibe in zwei Teile getrennt, wodurch zwei Lichtzonen auf der Tischfläche entstehen.

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Seine ästhetische Einfühlungsgabe eignet sich Laviani bereits in jungen Jahren an. Schon mit 18 macht er seinen Abschluss als Violinenbauer am renommierten Institut für Kunst und Violinenbau in Cremona. Dieser Einfluss ist auch bei seinem Entwurf der Bourgie Tischleuchte für Kartell sichtbar. Das delikat geformte Gestellt der Leuchte erinnert an die Verzierungen und Ornamente, wie sie als Schmuck für Geigen verwendet werden. Darüber hinaus beeindruckt die Tischleuchte durch ihre faszinierende Wirkung, indem sie durch die beiden Öffnungen des Schirms nach oben und unten Licht ausstrahlt. Im Anschluss an seine Ausbildung besucht Ferruccio Laviani die Polytechnische Hochschule in Mailand, dem Epizentrum italienischen Designs. Dort lernt er bei Achille Castiglioni und wird anschließend zum Assistenten für Michele De Lucchi, den Erfinder der Tolomeo Tavolo. Er arbeitet von 1983 bis 1991 bei de Lucchi, bis er schließlich zum Art Director bei Kartell wird.


Ferruccio Lavianis opulentes Design

Zu den atemberaubendsten Entwürfen Ferruccio Lavianis zählt zweifellos die Bloom Pendelleuchte von Kartell. Ihr Schirm ist aus unzähligen kleinen Polycarbonat-Blüten zusammengesetzt, so dass sie nicht nur behagliches Zonenlicht nach unten abstrahlt, sondern zugleich einen sanften Schimmer zu den Seiten entweichen lässt. So entfaltet die Pendelleuchte eine harmonische Atmosphäre im Esszimmer oder der Küche. Darüber hinaus wird sie in zwei weiteren Ausführungen angeboten, der Bloom Wand- und Deckenleuchte und der Bloom Pendelleuchte rund. Beide übernehmen das charakteristische Element der kleinen Kunststoffblüten, die als Diffusor dienen. Auch Battery von Kartell bringt einen Hauch prachtvoller Opulenz in die eigenen vier Wände. Dabei begeistert die Tischleuchte aus der Feder Lavianis durch einen integrierten Akku, wodurch sie sich bequem überallhin mitnehmen lässt. Obendrein entfaltet ihr Schirm aus PMMA (Polymethylmethacrylat) ein faszinierendes Lichtbild, indem er die Struktur von Kristall nachahmt.


Die diskreten Entwürfe Ferruccio Lavianis

Ferruccio Laviani Entwürfe zeichnen sich nicht nur durch barocke Opulenz aus, auch die leisen Töne beherrscht er meisterhaft. So fällt der Reflektor der FL/Y aus dem Hause Kartell zwar durch seine knalligen Bonbonfarben auf, besticht dabei aber durch eine klare und einfache Formgebung. Der Schirm beschreibt die Form einer Kugel, die unterhalb ihrer Mitte aufgetrennt wurde, wodurch das ausströmende Licht besser nach unten fokussiert wird. Einen ähnlich reduzierten Stil repräsentiert die Neutra Pendelleuchte. Sie wartet mit zwei Polycarbonatschirmen auf, wobei der erste dafür sorgt, dass das Licht direkt nach unten abgestrahlt wird, während der zweite das ausströmende Licht sanft entblendet und gleichmäßig streut. So entsteht ein behagliches Zonenlicht über dem Esstisch, das Speisen und Getränke hervorragend akzentuiert.

Laviani entwirft auch Leuchten für den italienischen Hersteller Foscarini. Seine Produkte für diese Marke zeichnen sich durch einen formalen und abstrakten Stil aus. Die Tuareg Stehleuchte führt dies exemplarisch vor. Sie besteht aus neun Aluminiumstäben, die zu einer beeindruckenden Lichtinstallation zusammengefügt sind. Dabei befinden sich in dreien der Stäbe leistungsstarke LED-Module, die sich separat voneinander ausrichten, dimmen und schalten lassen. Auf diese Weise lässt sich das Licht individuell einstellen. Vom behaglichen Stimmungslicht bis zum sanft entblendeten Raumlicht bietet der Lichtspender viele verschiedene Einstellungen. Einen ähnlichen Weg beschreitet Lavianis Orbital Terra. Sie verbirgt fünf Leuchtmittel hinter abstrakt gestalteten Diffusoren, die entweder in Weiß oder Mehrfarbig angeboten werden. So verströmt die Stehleuchte diffuses Raumlicht und erzeugt zugleich eine behagliche Atmosphäre.

Ferruccio Laviani arbeitet auch als Art Director für das italienische Möbellabel Ememobili. Für dieses entwickelt er faszinierende Einrichtungsgegenstände, die die Grenze zwischen analoger und digitaler Welt auflösen. Dies führt die Evolution Kommode anschaulich vor. Sie überführt ein barockes Möbelstück in die fragmentierte und formale Sprache des 21. Jahrhunderts. Auch hier offenbaren sich die Einflüsse von Lavianis Ausbildung als Violinenbauer, da die Kommode die Holzmaserungen sichtbar ausstellt.
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